Besondere Herausforderungen unseres kleinen Nervenbündels

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    Hallo liebe Hunde- und besonders Welpenhalter und auch diejenigen, die diese Zeit schon hinter sich haben :)


    Habe mich ganz neu hier angemeldet, weil ich beim vielen Googeln immer wieder auf dieses Forum gestoßen bin.


    Ich habe einen kleinen Welpen von fast 9 Wochen hier und so langsam kratzt er ein wenig an meinen Nerven, was keinesfalls heißt, dass ich deswegen ungeduldig werde oder gar böse, aber es bringt mich eben dazu, auf jeden Fall nachzufragen.


    Es ist nämlich so, dass er alles kommentiert und jault und das teilweise auch schreiend und das in Situationen, wo es wirklich seltsam ist.

    Es ist so, wenn wir ihn frei in der Wohnung machen lassen, was er will, dass er sich immer mehr hoch fährt und nicht zur Ruhe kommt. Er beißt in alles und jeden, will alles "fressen". Dabei beschwert er sich durchaus lautstark.


    Wenn wir ihm etwas zum nagen/kauen geben, zum Beispiel ein getrocknetes Stück Hähnchenfilet, dann spielt er damit, wirft es umher, kaut drauf und dabei jault er, so beschwerend/ängstlich, schwierig zu beschreiben, ist aber gleichzeitig mit Spaß an der Sache.


    Wenn wir mit ihm runter gehen und da tragen wir ihn noch, dann jault er, aber da ist es eher so ein "motzen" in tieferem Ton. Setzen wir ihn hin und er hat Kot und Urin abgesetzt und hat keine Lust mehr weiter zu laufen, wird schon fast fiepend-jaulend und mit "in das Geschirr stemmen" reagiert. Wenn wir dann ihm nicht hinterher gehen, dann wird geschrien und gejault, als würden wir ihm was antun, wirklich schmerzhaft-schrill in den Ohren. Er kommt auf trainierten Zuruf aber auch wieder freudig zu uns. Allerdings will er dann wieder zurück rennen und - wenn wir nicht prompt folgen - wird wieder geschrien ;)


    Sein Plüschtier, auf dem er nach Herzenslust rumkauen darf (habe sicherheitshalber Ohren und Schwanz des Tieres abgeschnitten, damit er das nicht selbst macht und verschluckt...), das wird dann schön durchgeknautscht und benagt und auch dabei - wird gejault/gemotzt/gewimmert, mal so und mal so. Egal ob in der Box, in der Wohnung, auf der Hundedecke...


    Wir haben ihn dann an die Box gewöhnt, in der hat er anfangs richtig geschrien. Mit Futter konnte ich ihm die schmackhaft machen und so schläft er eigentlich sehr schnell darin ein, jenachdem wie aufgedreht er ist, dauert das natürlich länger. Besonders nachts, da holen wir ihn nur zu Pipimachen ca. alle 2h raus, meist wenn er sich meldet durch jaulen etc. Nun ist es ja so, dass er sich tagsüber total hochpusht und dann auch wirklich 2h am Stück rumrennen würde, alles anbeißt, bellt, ja, ihr wisst was ich meine, sodass wir ihn in die Box bringen und da wird sich dann erst mal direkt beschwert. Schläft dann meist aber schnell ein und zwischendurch wird er wach und meckert/jault, obwohl er sich grade wieder eine neue gemütliche Position sucht und weiter schläft und eben nicht muss?! Vielleicht die Verknüpfung - jaulen -> es geht raus? Zumal er rund um die Uhr nach dem Lösen, wenn wir wieder oben sind, total hoch dreht und auch mitten in der Nacht spielen will etc., was ich jetzt zu verhindern versuche, indem wir eben danach an den Wassernapf zum Trinken gehen und er dann direkt wieder in die Box kommt -> da wird dann wieder kurz gemeckert.


    Klar, Mama weg, Geschwister weg, all das weiß ich, das hatte ich aber bisher bei noch keinem Welpen oder Junghund. Die haben geweint, wenn sie alleine waren oder nicht gesehen haben, in welches Zimmer wir sind und solche Dinge, aber der Kerl jetzt? Die reinste Piensbacke und ich weiß nicht, wie ich darauf reagieren soll.


    Auch interessant: Wir ziehen immer Geschirr und Leine an zum Gassigehen und wenn wir hoch kommen, dann weint er ja auch immer schon rum. Im Eingang, wenn wir ihm das Geschirr ausziehen wollen, will er mit Affenzahn zum Futterplatz rasen und schlägt dabei auch mal Salto weil die Leine ihn zurückhält, wir halten ihn natürlich vorsichtig fest damit er eben nicht so reinprescht und wollen ihm das ausziehen, damit er das eben auch lernt. Dann wird gebrüllt und wenn wir warten wollen, bis er sich beruhigt (ruhige Stimme, ruhiges Verhalten), dann wird geschrien, als würden wir ihn abstechen, weil er unbedingt und jetzt sofort aber in die Wohnung will. Auch kratzt er sich wie blöd, wenn er Geschirr oder Halsband an hat und fängt dabei zu jaulen an, sogar zu schreien, weil es ja nicht "weg" geht, ist aber schon besser geworden mit dem Plärren während dem Kratzen.


    Von "Auslastung" will ich noch gar nicht sprechen, da er erst 8 Wochen alt ist. Was wir aber tun, ist mit ihm draußen auch mal ins Feld zu gehen (da ist auch eine Lösestelle), damit er da etwas die Natur entdecken kann und Verkehr erlebt. Dann erkunden wir die Zone direkt vor der Haustüre, die Parkplätze, da laufen auch mal Menschen vorbei und Kinder, die darf er freundlich begrüßen (auch wenn er eines davon letztens angerammelt hat und das auch ziemlich energisch?!). Dann üben wir 1-2x am Tag jeweils so 5 Minuten etwas Grundkommandos etc. und das macht er mit Begeisterung, da begannen wir mit einem Kommando und wenn das gut sitzt, kommt das nächste mit vielen Wiederholungen, also keine 20 neuen Kommandos oder Wiederholungen auf einmal etc. Natürlich soll er allmählich auch "Nein" als Abbruchsignal lernen, besonders da er überall rein beißt, aber das wird sich schon ergeben.


    Wenn es sein Gemüt zulässt, will ich die nächste Woche ihm mal anbieten, auf einen niedrigen Karton zu klettern, durch Klorollen zu laufen und darin Futter zu suchen, über knirschendes Plastik drüber etc. Auch möchte ich mit ihm mal etwas durch den Verkehr, da weiß ich noch nicht ob ich ihn besser trage oder laufen lasse? Leinenführigkeit ist halt null, er brüllt ja auch immer wie abgestochen, da reagiere ich eben darauf, dass ich ihn zu mir rufe sobald er ca. 1-2 Sekunden ruhig war oder warte bis er wieder ruhig ist, zu mir guckt und die Leine nicht mehr spannt. Natürlich möchte ich mit ihm gassi gehen und das klappt auch manchmal. Er setzt sich halt noch sehr oft hin und verweigert die Kooperation lol. Die Leut denken dann auch ich quäle den, weil er zu schreien beginnt und wirklich aufschreit, aber nicht ängstlich wirkt, sodass es die Erklärung wäre. Ansonsten darf er in seiner Box mit der Nase in den Decken Futter suchen, macht er auch begeistert. Eben immer wieder so kleine Dinge, nichts was lange anhält, nichts was Hektik oder Unruhe in dem Sinne auslöst (wie spielen, da dreht er viel zu heftig auf, rennt dann mit dem Kopf gegen Türen und ihre Rahmen etc.).


    Auch ist es schade, dass er irgendwie nur in der Box zur Ruhe kommt, hab das jetzt mehrere Tage ohne probiert, aber es ist echt schwierig, weil er dann wirklich, egal wo er ist, an allem rumbeißt, in alles und jeden rein beißt, seinen Schwanz wie verrückt zu jagen beginnt (den bellt und knurrt er aber auch mal an, vllt bzw. also nicht immer nur Stress/aufgedreht).


    Ansonsten, Tagesrhythmus: ca. alle 2h raus, dann passieren auch keine Unfälle im Haus, auch nachts weil er uns da eben wachwinselt. Nach dem Lösen im Haus dann Saufen, 3-4x am Tag Futter. Wenn er gut geschlafen hat, dann eben die "Auslastungen" wie oben beschrieben, aber eben nicht nach jedem Lösen. Find halt schwierig zu sagen, er ist über- oder unterfordert, er vermisst die Mama oder ist einfach nur eine Piensbacke und das legt sich etc.


    Vielleicht findet ihr da Kritikpunkte oder Auffälligkeiten, vielleicht legt sich das ja auch in ein paar Wochen... Hilfe :(

  • Du hast sehr viel geschrieben, interessiert hätte mich aber jetzt erstmal, woher er kommt, wie lange er schon bei dir ist und um was für eine Rasse es sich handelt.

  • Es gibt Rasse bzw. Hundetypen, die allgemein sehr 'gesprächig' sind. Vielleicht gehört dein Hund dazu?

    Ansonsten ist natürlich die Art des Jaulens schwer zu beurteilen über ein Forum, aber vielleicht könntest du es mal mit einem Video festhalten in den verschiedenen Situationen?

    Was ich ebenfalls nicht herauslesen konnte: Gibt es für deinen Welpen auch freies Spiel/freie Bewegung draußen, zum Beispiel im Garten? Oder ist er draußen immer an der Leine?

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  • Nur eine kleine Anmerkung, aber er kann mit 9 Wochen ja kaum länger als 1 Woche bei euch sein, da wäre ich auch noch nicht sicher ob er wirklich schon an Box und Geschirr "gewöhnt" ist...

    Denke, in der ultra kurzen Zeit mit so vielen neuen Dingen, die gerade in seinem Leben geschehen, kann man da kaum von Gewöhnung sprechen. Könnte also auch einfach Angst und Unsicherheit sein.

  • Ich habe einen kleinen Welpen von fast 9 Wochen hier und so langsam kratzt er ein wenig an meinen Nerven, was keinesfalls heißt, dass ich deswegen ungeduldig werde oder gar böse, aber es bringt mich eben dazu, auf jeden Fall nachzufragen.

    Du schreibst sehr viel, aber das in meinen Augen Wichtigste lässt Du weg: Was für ein Welpe (Rasse, bzw. Mix) ist er denn und woher kommt er? Wie hat er vorher gelebt, was hat er in seinem kurzen Leben bisher kennen gelernt?


    Um das Verhalten eines Hundes zu verstehen und die richtige Vorgehensweise herauszufinden, muss man in erster Linie mal schauen, welche Veranlagungen er in sich trägt, was sein "Job" ist, bzw. sein wird (vom rassetypischen Ursprung her) und wie es so mit seinem Temperament aussieht.


    Gib uns doch bitte mal ein paar Eckdaten zu Deinem Welpen.

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    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Wie ist der Kleine aufgewachsen, bevor er zu dir kam? Kommt er vom Züchter, aus dem Tierschutz, vom Bauernhof...?

    Weißt du um welche Rasse bzw was für eine Mischung es sich handelt?

  • Ein nicht mal neun Wochen alter Welpe kann noch gar nicht leinenführig sein.

    Der kann ja höchstens ein paar Tage bei euch sein.

    Vergiss die minutenlangen Gehorsamsübungen!

    Das überfordert ihn jetzt nur.

    Lass ihn doch erstmal bei dir ankommen!

    Das ist ein Baby.

  • Da werden mir ja oft die gleichen Fragen gestellt :D


    Also er kommt ziemlich unspektakulär vom Hof meines Onkels, der hält seit eh und je Hütehunde, die als erwachsene größtenteils in der Familie leben, teilweise aber eben auch die Schafe und Ziegen einsammeln, manchmal auch Hühner, und er züchtet sie zum Selbsterhalt, damit er genug hat und weil er die Hunde liebt, gibt aber auch welche ab an Freunde und Familie bzw tun die sich dann zusammen mit dem „Nachbarhof“ bzw. Jetzt dessen Rüde, wenn die neue ausbilden wollen/müssen. Die Rasse kann ich gar nicht genau sagen, sieht bisschen aus wie Gelbbacke oder Deutscher Schäferhund (so sieht auch der Rüde aus), aber er sagte dass die Mutter noch Border Collie drin hat. Die verpaaren aufgrund von Arbeitseigenschaften, Freundlichkeit und Gesundheit und nicht nach Rassereinheit, deswegen kann ich das nicht so genau sagen :(


    Dobby kam mit genau 8 Wochen zu uns und ist jetzt ein paar Tage hier, genau. Er ist auf dem Hof bzw im Stall (allerdings nicht direkt bei den Tieren sondern abgetrennt, weil er das sonst nicht heizen kann) aufgewachsen (Stall mit abgetrenntem Hofteil) und hatte als er älter war auch wieder Zugang in das Haus natürlich (und bei der Geburt und danach war die Hündin auch drinne), die Trekker hier im Dorf stören ihn deswegen zum Beispiel gar nicht, Autos sind ihm auch egal und Alltagsgeräusche lassen ihn ziemlich kalt. Also eigentlich lässt ihn augenscheinlich nahezu alles kalt (kein Zusammenzucken, kein verkriechen, wenn er etwas komisch findet (Klopapierpackung die vorhin hochkant im dunklen Bad stand) dann bellt er es an, wenn man es mit ihm untersucht dann ist es für ihn aber wieder egal.


    Die Gehorsamkeitsübungen mache ich deswegen mit ihm, weil er da ruhig und gespannt bei der Sache ist. Soll ich ihn stattdessen lieber Spielzeug hetzen lassen, um irgendwelche Jagdtriebe zu füttern, die ich nicht möchte oder ihn isoliert von allem abschirmen, damit er bloß keinen Input hat und nur schläft? Das geht nicht und wäre Quälerei, besonders bei Hunden, die zum Arbeiten gezüchtet werden, das soll er später auch mal tun. :) Aber vielleicht habt ihr ja sinnvolle Alternativen auf Lager? Man liest so viel im Internet (auch hier im Forum), eben auch genau das mit den Übungseinheiten, mit Gassi gehen üben und so weiter. Bälle hetzen oder so mache ich aber absichtlich nicht, erstens wegen der Gelenke und dann, weil er nicht jagen soll.


    Dass er nicht leinenführig ist sagte ich ja und dass er das auch erst mal nicht sein wird ist ja auch logisch, deswegen ist es ja so schwierig mit ihm raus zu gehen, er will halt sofort zurück ins warme, wir haben momentan so -5 grad manchmal mit Schnee. :(


    Kennengelernt hat er ansonsten noch viele Kinder bzw oft Kontakt und die liebt er auch, da ist er immer total hibbelig wenn er welche sieht. Im Gegensatz zu uns erwachsenen beißt er denen auch nicht in die Finger sondern leckt daran :D


    Ach so ja, Box und Geschirr ist er nicht wirklich „gewöhnt“. Geschirr wird sich von selbst ergeben denke ich, das Gefühl muss er einfach lernen und es ist auch okay, so lange er draußen was zu tun hat (pischern, Kotstelle suchen), wenn wir rumstehen (wie im ersten Post beschrieben) DANN findet er es aufdringlich. In der Wohnung ist es ihm auch egal, so lange er abgelenkt ist.


    Vor der Box hat er keine Angst mehr und schläft da jetzt auch seine 2-2.5h durch. Mein Plan wäre, dass er eigentlich irgendwann von selbst rein geht zum entspannen/schlafen bzw ich die Tür auch nachts auf lassen kann, ich will ihn ja nicht wegsperren. Schon gar nicht tagsüber, aber wir haben ihn vorhin mal ganz frei machen lassen und nach einer Stunde hat er dann auf die Hundedecke (nicht die Box) gepullert und das ist uns schon mal aufgefallen, dass wenn etwas aufregend ist oder er so hochfährt, dass er dann nach 1h oder auch weniger ausläuft, obwohl er zuverlässig draußen macht, wenn man ihn alle 2-2.5h raus bringt, egal wie viel er frisst/trinkt. Haben ihn dann noch mal rausgebracht, dann ihn die Box gesetzt und er hat sich sofort schlafen gelegt. Also er nimmt die Box gut als Ruheplatz an, sucht sie aber nicht selbständig auf, wie ich mir das wünsche. Kommt das mit der Zeit von selbst? Er hopst auch mal beim spielen rein, um sein Plüschtier raus zu holen oder Futter zu suchen. Also wir machen es schon so, dass er da nicht nur „weggesperrt“ wird und wenn er drin ist, dass er mit ruhigem Verhalten das Futter erschnüffelt, dann ist er nämlich nicht aufgeregt und das ist fast schon Ritual, dass er Futter zum suchen bekommt und danach einschläft, weil er beim suchen eh liegt oder sitzt.


    Ihn beruhigend streicheln wenn er hochgefahren ist funktioniert zb nicht, da will er sofort mit den Händen spielen und das wird auch schlimmer und schmerzhafter, je länger man das versucht, weil er dann versucht drauf rum zu kauen. Problem ist: der fährt sofort hoch, wenn wir noch nicht mal in der Wohnung sind, schon vor der Tür wird ja gebrüllt und im Eingang, wenn wir ihn ausziehen wollten und nicht schnell genug sind, auch geschrien. Was noch funktionierte war ihn aufs Sofa zu setzen, aber auch da will er die Kissen töten, die Decken zerrupfen und dann ist er uns im Schlaf(!) ausgelaufen. Da wir das natürlich nicht so toll fanden, wollten wir erst mal noch ein paar Wochen warten bis er „dichter“ ist. Und bevor wer fragt: das mit den Grundkommandos hatten wir danach begonnen, eben weil wir den Plan hatten, die Wachzeiten sinnvoller und ruhiger zu gestalten, das kann also nicht der Auslöser gewesen sein und er ist auch erschrocken aufgewacht und hat vorher rege geträumt. Passiert halt mal in dem Alter :D Aber haben zum Glück einen zuverlässigen Wischmopp und eine funktionierende Waschmaschine für so Fälle.


    Ansonsten reden wir nur sehr wenig mit ihm, mal ein „Komm her kleiner Schatz“ oder „wie schön du sitzt und wartest“, wenn er das von selbst macht, da bekommt er dann auch positiven körperkontakt (positiv deswegen, weil er dann ruhig ist und nicht unsere Hände fressen will). Ansonsten leider häufige Neins, weil er was frisst, was er nicht soll und das versteht er immer besser :D also keine Dauerbelaberung, die Unruhe rein bringt. Wir selbst sind auch total ruhige Leute, hier gibt es keine Hektik, kein lautes Miteinander, deswegen wundert mich das so. :( auch im Umgang mit ihm, egal was er macht, sind wir ruhig, aber eben auch konsequent, das schließt sich ja nicht aus. Konsequenz geht auch ohne schreien.


    Also meint ihr das legt sich noch? Ist mein dritter Welpe und habe das noch nie so erlebt :( unsere anderen (die aber nicht bei mir wohnen) sind alle ruhige, gelassene Hunde geworden.

  • Atme ruhig und tief durch , entspann dich erstmal. Dein Post klingt doch etwas verzweifelt und hektisch, deine Nerven liegen anscheinend verständlicherweise blank..


    Habt ihr vielleicht ein Welpenlaufgitter? Dann könnt ihr den Kleinen ab und zu da reinsetzen, damit ihr nicht andauernd aufpassen müsst, daß er nix anknabbert oder sonstigen Blödsinn macht.

    Habt ihr einen Kong? Den mit Frischkäse oder Jogurt füllen und in den Tiefkühler. Danach könnt ihr diesem dem Kleinen zum Lutschen im Laufgitter anbieten.


    Dein Welpe muss Null Komma Nix nichts können, der braucht Null Training momentan und zwar für die nächsten Wochen! Er ist momentan noch ein kleines Baby und muss sich in euren Alltag einfinden, das ist anstrengend genug.

    Auch Hüteehunde und intelligente Hunde müssen als Babies noch keine Grundkommandos kennen..


    Überleg doch mal : er ist erst eine einzige Woche da!


    Er müsste insgesamt pro Tag bis zu 20ig Stunden schlafen- kommt das hin? Für mich klingt das doch sehr nach völlig überdrehtem und überreiztem Hundebaby.


    Schmerzen kann er ja nicht haben?:???:

  • Okay, ich atme mal tief durch! Ich mach mir halt voll Sorgen, dass es ihm da irgendwie schlecht geht...


    Also wenn ich ihn in die Box bringe, kommt er auf seine 20 Stunden. Und das mache ich seit drei Tagen so. Von selbst würde der maximal 10 schlafen denke ich? Also ich finds halt auch nicht „süß“ wenn er da so aufgedreht durch die Zimmer hetzt, was er aber auf jeden Fall macht, wenn man ihn lässt.


    Schmerzen kann ich mir nicht vorstellen, er lässt sich überall anfassen, bewegt sich völlig super, aber nächste Woche Freitag ist eh tierarzttermin, da wird er einmal angeguckt ob er fit ist. Als Übung für den Ernstfall und weil wir alle neuen Mitbewohner beim Einzug angucken lassen, egal wie vertrauenswürdig die Quelle ist.


    Kommandos üben auch nicht wenn er das ruhig und interessiert macht? Wir machen halt vllt 5-10 Wiederholungen, jenachdem. Ich kann ihn ja echt nicht nur in die Box und pipi machen lassen, oder doch?


    So ein Auslauf ist eigentlich nicht nötig, damit er nicht so rumspringt mache ich die Wohnzimmertür halt zu, das ist ziemlich groß und mittlerweile hab ich den Großteil von dem was zumindest wertvoll ist (Kabel) außer Reichweite. Er könnte ja generell frei überall rum laufen, gibt nix giftiges oder so, aber er dreht dann total auf, deswegen ist es ja so schade. :( wenn wir im Haus was machen und er mit uns mit geht ist es ja okay, aber wenn wir zb doch mal fern schauen oder kochen oder so dann beschäftigt er sich selbst (ist ja im Prinzip auch gut) und auch in anderen Zimmern (ist ja auch ne gute Übung bzgl alleine bleiben später, dass er von selbst sich so sicher fühlt dass er im Wohnzimmer spielt während wir außer Sichtweite und durch den Flur getrennt in der Küche kochen und er selbst rüber geht), aber er pusht sich damit halt selbst.


    Ich hab einen Futterball gekauft, den wollte ich ihm mal geben, oder ist das wieder zu viel Bewegung (durch den rollenden Ball der dann vllt zum Rennen animiert?). Kong, welche Größe und so? Dann kaufe ich den nach. :)


    An sich bin ich ja noch entspannt, das Geweine macht mir nur Kummer, weil ich das so gar nicht kenne und dass er alles anbeißt... für Zahnen ist es eigentlich ja noch so 4 Wochen zu früh, aber wer weiß, vllt ziept es da im Maul ja schon jetzt etwas. Deswegen hat er seinen Plüschi ja auch rund um die Uhr zur Verfügung, auch in der Box, soll er lieber da Stress abbauen und drauf rum knatschen als seinen Schwanz jagen etc


    Vorhin ist er beim „Gassi“ den Weg zum Feld selbst gelaufen und nach anfänglichem Protest dann auch sehr gut und wieder zurück. Das wollen wir jetzt 2x am Tag machen, sobald er 3 Monate alt ist dann 3x am Tag bis maximal 4x sobald er vier Monate als ist und dann mit 5 Monaten die Distanz steigern. Momentan sind es so 5min hin und 5min zurück mit ihm (alleine jeweils 2min). Wenn man so nach der Formel „pro lebenswoche 1min pro Spaziergang“ oder „5min pro Monat“ geht kommt das ja hin. Ist die Taktik so okay?


    Nachträgliche Verbesserung: seit zwei Tagen kommt er konsequent in die Box, nicht seit drei Tagen. Nachts ist die Box direkt neben dem Bett bei mir und tagsüber direkt am Sofa an der Ecke wo er sich auch schon mal selbst zum schlafen hingelegt hat.

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