Hündin kommt seit Geburt von Baby nicht mehr zur Ruhe

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    Guten Morgen :)


    Mein Name ist Jessica, ich bin 29 Jahre alt und lebe zusammen mit meinem Mann, meinem Sohn, 2 Hunden und 2 Katzen in Österreich.


    Unsere beiden Hunde sind Roxy, Deutscher Schäferhund, 3 Jahre und Lola, Lhasa Apso/Malteser, 10 Jahre.


    Ich habe mich hier angemeldet weil wir ein Problem mit Roxy haben und langsam nicht mehr wissen was wir noch ausprobieren sollen. Mein Sohn ist jetzt 1 Monat alt und Roxy verhält sich seit seiner Geburt richtig merkwüdig und anstrengend.


    Sobald Roxy sich im selben Raum wie unser Sohn befindet bellt sie ununterbrochen, richtig schrille, schräge Töne. Ich würde es nicht als aggressiv einstufen, sondern als aufgeregt/überfordert. Wenn wir sie allerdings separieren ist sie total gestresst. Sie kommt dann auch nicht zur Ruhe, hechelt, winselt und läuft ziellos umher.


    Was wir bereits versucht haben:


    Gesundheitlich checken lassen: Großes Blutbild, Schmerzen ausschließen. Alles in Ordnung. Läufig ist sie auch nicht.


    Box: Sowohl im selben Raum wie unser Sohn als auch in einem anderen Raum. Wenn Roxy im selben Raum ist ändert die Box gar nichts. Sie kommt darin nicht zur Ruhe (obwohl sie die Box gut kennt und normalerweise gut zur Ruhe kommt). Sie bellt weiterhin, gefühlt noch lauter und schriller. Wenn die Box in einem anderen Raum ist liegt sie darin, hechelt, kommt auch nicht zur Ruhe und hat einfach irrsinnigen Stress


    Kindergitter: Hier das selbe wie mit der Box. Sie kommt null zur Ruhe, läuft herum, hechelt, winselt oder steht nur vor dem Gitter und möchte zurück in den Raum.


    Anleinen: Auch hier, sowohl im selben Raum als auch in einem anderen. Gleiches Ergebnis wie mit der Box.


    Anschiss: Immer wieder hat sie Anschiss bekommen wenn sie gebellt hat, aber das kümmert sie null. Normalerweise reagiert sie gut auf strenge Worte, aber nicht in diesem Fall. Sie hört ganz kurz auf zu bellen, guckt etwas verdattert und macht dann sofort weiter.


    Wasser: Wir wussten uns nicht mehr zu helfen und haben sie mit Wasser bespritzt. Das selbe Ergebnis wie der Anschiss, kurze Verwunderung dann gings weiter.


    Wir sind langsam am Ende mit unseren Nerven. Keiner kommt mehr richtig zur Ruhe und wir haben das Gefühl, dass wir die neue Zeit als Eltern gar nicht richtig genießen können. Natürlich tut uns auch Roxy leid, weil sie eindeutig leidet und wahnsinnigen Stress hat.


    Habt ihr Tipps wie wir Roxy helfen können runterzukommen?


    Danke schonmal und liebe Grüße

  • Dr. SAM - dein online Tierarzt
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  • Hatte eure Hündin vor der Geburt eures Kindes schon mal Kontakt in irgendeiner Art zu Babys? Hattet ihr mal Besuch o.ä.?


    Es klingt schlicht so, als würde die Hündin mit der Veränderung nicht klar kommen. Ist nichts seltenes bei Gebrauchshunden mit Wackelnerven, dass die regelrecht neurotisch sind und massiv in Stress geraten, wenn ihre Routine aus den Fugen gerät.

    Was und wie wurde bisher mit dem Hund gearbeitet, was habt ihr vor der Geburt mit ihr gemacht? Ich rate jetzt einfach mal ins Blaue, war sie schon immer der Typ Hund, der euch bei jeder Bewegung gern durch die Wohnung gefolgt ist?


    Den Hund zu maßregeln wird nichts bringen, dadurch erhöht ihr nur das Stresslevel.

    Das wird man nicht über ein paa Tipps im Forum regeln können, dafür müsste man das Verhalten vor Ort genauer sehen, um einschätzen zu können, ob da trainingstechnisch was geht. Es ist natürlich möglich, neue Routinen einzuführen und dem Hund ein Entspannungssignal beizubringen, aber das nimmt alles Zeit und Nerven in Anspruch und ohne Trainer im Haus wird das nicht funktionieren.

    LG Raphaela


    The problem is not the problem, the problem is your attitude about the problem - Cpt. Jack Sparrow

    She was not looking for a knight, she was looking for a sword. - atticus

  • Ich würde dringend zu einem Trainer raten, der die Situation vor Ort analysiert und Massnahmen empfiehlt. Das geht momentan nur schwer. Was mir einfällt, ist die Hündin viel aus dem Stress herausnehmen, lange, ruhige Spaziergänge in reizarmer Umgebung machen, sie vielleicht bei einem Hundesitter zeitweilig unterzubringen? Sie ist jetzt nach Deiner Beschreibung in einem Stress gefangen, aus dem sie selbst nicht mehr herausfindet, und alle das Verhalten korrigierenden Massnahmen erhöhen den Stress nur. Das daraus resultierende Hormonungleichgewicht braucht Zeit, um sich zu normalisieren. Falls die Herausnahme möglich ist, würde ich kleinschrittig in der wiedererlangten Ruhe die Bekanntschaft mit dem neuen Familienmitglied aufbauen, über positive, ruhige Erlebnisse, erst geruchlich (getragene Kleidung), dann vielleicht akustisch auf gemeinsamen Spaziergängen, zuletzt direkt. Ich weiss, das wird sehr schwierig umzusetzen sein und seine Zeit brauchen, aber eine realistische andere Möglichkeit sehe ich momentan nicht.

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  • Estmal: ganz herzliche Glückwünsche zu deinem kleinen Sohn!

    :schneewerfen:


    Ihr seid in einer Umbruchsituation, alles ist neu, man schläft nicht mehr durch, ist irgendwie aufgeregt, in der Wohnung riecht es komplett anders und es gibt völlig neue andere Baby-Geräusche.

    Ich kann mich gut erinnern, wie angespannt und glücklich und durcheinander ich nach der Geburt meiner Kinder war, ich hab lange gebraucht, um mich an das neue Leben nach der Geburt zu gewöhnen, war in vielem so unsicher weil ich das zerbrechliche kleine Baby- Wunder beschützen wollte.


    Diese ganze Stimmung nimmt so ein sensibler Hund auf und kann je nachdem nicht gut damit umgehen. Sie scheint sich derart in eine Stressspirale hinein gesteigert zu haben, dass sie alleine da nicht mehr raus kommt.

    Ich würde sie einesteils dem Tierarzt vorstellen und abklären, ob sie organisch völlig gesund ist und ob man eventuell hömopathisch oä helfen kann.

    Zusätzlich würde ich auch zu einem Trainer raten, der sich vor Ort alles anschaut. Wenn das wg Corona nicht möglich ist, geht es evtl auch ein Video aufzunehmen und dem Trainer zu schicken?


    Ganz liebe Grüße und gute Nerven wünsche ich dir!

    Flory, Sheltie / 1975 bis 1982

    DJ Bobo, Bordercollie-Spitzmix/ 2001 - 2013

    Leo, Kleinpudel/ 2003 - 2018

    Donna, Bordercollie/ bereichert seit Juni 2019 unser Leben

    Pfotothread: Donna, die fröhliche Wundertüte

  • Wasser: Wir wussten uns nicht mehr zu helfen und haben sie mit Wasser bespritzt. Das selbe Ergebnis wie der Anschiss, kurze Verwunderung dann gings weiter.

    Bitte nicht so.

    Was auch immer mit eurem Hund gerade los ist, sie kommt mit der Situation nicht klar.

    Wenn du auf das jetzt auch noch die Verknüpfung setzt, dass das Baby weh tud oder der Kontakt mit dem Baby negativ geprägt ist, wirds gefährlich fürs Kind.


    Welche Motivation hinter dem Verhalten steckt muss ein Fachmensch sagen.

    Jagd dein Hund draussen? Wenn ja, hören sich die Töne dann auch so an?

    Aruna meine Morgenröte, mein Stern

    23.02.2005 bis 25.12.2019 meine Begleiterin durch dick und dünn. Danke

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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  • Kennt Euer Hund es aus dem Leben vor dem Baby, dass er an etwas nicht ran darf, wegbleiben musste und dabei zur Ruhe kommen sollte?


    Wie war der Tagesablauf vorher? Was habt Ihr wann wie mit dem Hund gemacht?

  • Das A und O damit die Familie mit Hund und Baby klappt ist, dass der Hund nicht ausgeschlossen wird nur weil ein Kind da ist...das kann zu Eifersucht führen..die dann in einem unbeobachteten Moment schlimmstenfalls mit einem verletzten/toten Kind enden kann.
    Nur weil ein Baby da ist, gehört der Hund trotzdem genausp zur Familie. Darf sie Kontakt zum Kind haben? Also am Füßen oder Popo schnuppern? Darf sie neben dir liegen wenn du stillst/Fläschchen gibst? Darf sie irgendwie erfahren wer das neue Familienmitglied ist?
    Die neue Situation ist für alle aufregend..aber das Schlimmste was euch passieren kann ist, dass euer Hund das Kind negativ verknüpft. Natürlich muss der Kontakaufnahme behutsam sein und unter eurer strengsten Kontrolle...aber sie wegzusperren oder ständig zu maßregeln wird alles nur schlimmer machen

  • Ich wäre ganz vorsichtig mit Ratschlägen den Hund ans Kind zu lassen. Wenn der aus Beutemotivation so kreischt, kann das ganz, ganz hässlich werden fürs Baby und die Eltern.

  • Ich wäre ganz vorsichtig mit Ratschlägen den Hund ans Kind zu lassen. Wenn der aus Beutemotivation so kreischt, kann das ganz, ganz hässlich werden fürs Baby und die Eltern.

    Wissen wir denn das er aus Beutemotivation kreischt? Aber klar strikt trennen..am besten sofort abgeben den Hund..man hat ja jetzt was neues...

  • Ich wäre ganz vorsichtig mit Ratschlägen den Hund ans Kind zu lassen. Wenn der aus Beutemotivation so kreischt, kann das ganz, ganz hässlich werden fürs Baby und die Eltern.

    Wissen wir denn das er aus Beutemotivation kreischt? Aber klar strikt trennen..am besten sofort abgeben den Hund..man hat ja jetzt was neues...

    Nein, wissen wir nicht. Deswegen würde ich das auch nicht übermäßig austesten. Vermutlich ist es das nicht, aber was wenn es doch so ist und irgendwas passiert? Da wird man doch seines Lebens nicht mehr froh...

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