Beiträge von Quarus

    Kurzes Update. Vor einigen Tagen begann Matti sehr stark vorn links zu lahmen. Er bewegte sich ungern und wollte nach 100 m nicht mehr wirklich weiter. Schonung brachte nichts. Nach Beratung mit der TÄ versuchte ich es nochmals mit Librela, obwohl ich es wegen mangelnder Wirkung ja gegen Previcox ausgetauscht hatte. Und verwunderlicherweise hilft es nun besser als beim ersten Mal! Matti spielt wieder und rennt einige Meter, jagt sich mit Canto und wirkt viel lebensfroher. Ich reduziere jetzt Previcox und hoffe, dass die Wirkung von Librela anhält.

    Der Gendefekt würde den Klonen ja mitgegeben. Ich denke eher, dass da intrauterine Mangelversorgung oder früh erworbene Defekte für den Zwergwuchs verantwortlich waren.

    Huhu, dabin ich!

    Tut mir leid, dass Dein Boxi so leidet. Bei mir war es keine grosse Sache, nur langwierig. Ich habe abwechselnd Antibiotika und Vitamin A-Salbe ins Auge gegeben. Zur Kontrolle war ich beim Augenarzt in Chemnitz. Es wurde nichts abgetragen, nichts frisch verwundet, genäht oder narkotisiert. Nur Augentropfen und Salbe, das aber monatelang. Zwischenzeitlich, als die Gefässe einsprossen, sah es echt gefährlich aus. Ich habe dann noch lange Befeuchtungstropfen ins Auge, um möglichen Flüssigkeitsmangel und Reibung zu vermeiden. Zwei kleine, milchige Stellen sind zurückgeblieben.

    Agamo

    Vielleicht, weil ich eine "gängigere" Rasse habe, die gefühlt jeder seit Kindertagen kennt. Gerade jetzt im Urlaub bin ich fast täglich darauf angesprochen worden. Mit der gesamten Bandbreite von Meinungen und Vorurteilen. Mir ists wurscht, wer sensibel ist, schluckt vielleicht manchmal.

    Tja, es kann aber ganz schön nerven, wenn man mit einem Rassehund unterwegs ist, dessen Reinrassigkeit von allen möglichen "Kennern" z. T. verbal aggressiv angezweifelt wird. Weil er nicht dem gängigen Klischee entspricht. Da braucht man ein robustes Fell! Mir geht es regelmäßig so..... mir ists schnuppe, meine Hunde sollen bewußt drahtiger sein ("Kampfhund!!"). Aber pseudomitleidiges Getue wegen "Der Züchter hat Sie aber schön über den Tisch gezogen!" ist nicht nach jedermanns Geschmack. Dann lieber einen "(über)-typischen" Rassevertreter, zumal die Werbung mit allen möglichen Showsiegertiteln in unserer wettbewerbsorientierten, gleichzeitig geizigen Gesellschaft eine besonders hohe Qualität suggeriert.

    Ich bin ja gerufen worden, deshalb meine Meinung: der Boxer ist gemässigt brachycephal, solange noch eine Leistungsforderung erfüllt werden kann. Das ist erstens die Ausdauerprüfung, zweitens der Hundesport. Wo darauf verzichtet wird, kommen die Probleme mit dem Übertyp, und das Kreuz mit der Showzucht. Um die Inzucht zu begrenzen, müssen aber immer wieder auch Hunde aus nicht leistungsgeprüften Linien des Auslandes genutzt werden. Deren Nachkommen können aber nur Einfluß in der Zucht gewinnen, wenn sie wieder die geforderten Leistungen erbringen, die damit wiederum ein Korrektiv sind.


    Hitzeempfindlicher als andere Rassen ist ein Boxer nicht unbedingt, als "Molosser" ist eher die Anpassungszeit an Hitze verlängert. Boxer werden in Südafrika, Florida, auf Sizilien, in Spanien usw. gezüchtet, ohne an Vitalität einzubüßen. Viele Boxer werden aber als reine Familienhunde gehalten, deren Anpassungsfähigkeit nie trainiert wird, im Gegensatz zu sportlich geführten Hunden.


    Ich bin überzeugt, daß bei sorgfältiger Zucht und Auswahl nach wie vor eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, einen gesunden Boxer zu bekommen. Meine Hunde und eine Vielzahl mit bekannter Boxer belegen das. Leider bleiben aber nicht diese unspektakulären Geschichten in Erinnerung, sondern die tragischen.