Beiträge von Quarus

    Heute am frühen Nachmittag hatten wir stolze 25 Grad. Ich bin halb zerschmolzen, kann Hitze gar nicht ab. Canto ist auf der normalen Runde mit halb Wald, halb Offenland normal gelaufen, hechelte auch normal für sein Gerenne, trank dann aber ordentlich Wasser. Der Wind war fast schon ein Sturm, brachte aber keine Abkühlung, sondern bestand selbst aus heisser Luft.

    Ich fahre etwa dreimal im Jahr nach Usedom in eine nette, einfache Ferienwohnung, direkt am Wald mit See in der Nähe. Ich wandere, bade an versteckten Badebuchten und gehe bummeln auf der Promenade, immer mit Hund. Fernreisen sind erstmal nicht möglich, früher konnte ich die Hunde sehr gut familiär betreuen lassen. Mir gefällts jetzt auch, Hauptsache Meer und Hund.

    So bitte nicht. Nur weil die Fakten Dir nicht ins ideologische Weltbild passt, lass ich mich nicht von Dir abschätzig behandeln. Von mir aus füttere Erbsen und Bohnen. Es war ja auch ein voller Erfolg, Rinder mit Fleischmehl zu füttern. Wenn Herbivoren carnivor ernährt werden, können auch Carnivoren herbivor gefüttert werden.

    Die biologische Wertigkeit eines Proteins wird nicht durch die Höhe des Stickstoffanteiles bestimmt. Und doch, Zentek sieht den Einsatz von Leguminosen in der Hundefütterung kritisch, aus den beschriebenen Gründen, und begrenzt den Rationsanteil auf maximal 15%, was nur in extrem energiearmen Rationen auch nur rein rechnerisch zur Bedarfsdeckung führt. Bei dem Beispielrezept jedenfalls sehe ich keine lange Lebenserwartung eines Hundes.

    Ich musste suchen, aber Niere, da klingelt nix. Aber, Hülsenfrüchte haben eine schlechte Nährstoff Zusammensetzung und es fehlt etliches essentielle was der Hund braucht, was wiederum synthetisch ergänzt werden musste. Nagelt mich nicht fest was es ist.

    Am Ende ist dass, was zum Thema vegane Ernährung hängen geblieben ist :

    Unpassendes Nährstoffprofil für den Hund, viel muss suplemtiert werden und hat effektiv einfach keine - für den Hund! - Vorteile (Allergiker sind außen vor!)

    Es füttert ja wahrscheinlich auch niemand nur Linsen, das wäre genauso sinnlos, wie nur Muskelfleisch zu füttern. Durch sinnvolle Ergänzungen/Kombinationen ist ein komplettes Aminosäurenprofil erreichbar. Hier mal ein Beispiel https://www.vegdog.de/rezept-all-in-veluxe .

    Die veganen Futterpläne aus der KTK Leipzig und Berlin enthalten in der Regel auch Hülsenfrüchte...

    Bei dem Rezept komme ich auf 1,4 g Rohprotein/kg Körpergewicht eines 25 kg schweren Hundes. Jetzt noch die schlechte Verdaulichkeit und niedrige biologische Wertigkeit berücksichtigt, ist der Hund ruckzuck in einer Eiweißmangelsituation mit allen negativen Folgen.

    Da steht aber auch was zur schlechteren Verdaulichkeit. Das eine folgert aus dem anderen.

    Dir ist schon klar, dass deiner Logik folgend Ballaststoffe die Nieren schrotten würden? Tun sie aber nicht

    Wieso? Nicht alles mit einer schlechten Verdaulichkeit führt zu unerwünschten bakteriellen Vorgangen im Darm und bildet als Zwischenprodukt Ammoniak. Dafür sind Stickstoffverbindungen aus Proteinen erforderlich, wie sie eben zu erheblichen Anteilen in Leguminosen zu finden sind. Will man die Eiweißversorgung durch die Verfütterung von Leguminosen sichern, ist das eben die Konsequenz. Ballaststoffe überwinden ja die Darmwand nicht, die werden nicht renal ausgeschieden.

    Ach so. "Ernährung des Hundes" Helmut Meyer/Jürgen Zentek, S. 106, 5. Ausgabe.

    Das steht da überhaupt nicht. Dort wird erwähnt (S. 106 Abschnitt 5.2.3.4), dass die Oligosaccharide der Hülsenfrüchte durch die Fermentierung im Dickdarm zu Pupsen und weichem Kot führen können und dass sie gekocht werden müssen. Ich hätte gern eine Quelle zur Aussage bezüglich der Niere

    Da steht aber auch was zur schlechteren Verdaulichkeit. Das eine folgert aus dem anderen.