Beiträge von Quarus

    Hasilein - und Braun. Und Grau. Und schwarz.

    Guckst du in meinen Kleiderschrank. Alles vertreten seit ich Hund hab :smiling_face_with_halo:

    Naja wenn die Menschen bereits aus Angst mit Feuerwerk im Wald laufen gehen und drohen alles abzufackeln (und dennoch da laufen gehen mit ihren Hunden obwohl bekannt ist, dass dort Rudel angesiedelt sind) bleiben wir doch erstmal dabei. Im Wald. Weiter weg von großen Städtchen und Vororten die dicht vom Menschen besiedelt sind. Wo höchstens vereinzelte Menschen wohnen.

    Wo würdest du den Wolf denn sehen?

    Das klingt wieder so, als ob der wichtigste Punkt wäre, dass die Wölfe keine Großstädter belästigen. Aufm Land, "wo höchstens einzelne Menschen wohnen" - man sagt Dorf dazu - ist es dann egal? HIER ist aber die Weidetierhaltung, HIER sind die Menschen in der Feldflur oder im Wald unterwegs, weil es nix anderes gibt. Ich wohne z.B. im Mittelgebirge, 70 bis 80 % Wald (Forsten!), Rest Wiesen/Weiden, paar Prozente Siedlungsfläche und Straße. Das ist keine kanadische, unendliche Wildnis, das ist Kulturlandschaft von vorn bis hinten, und der Nutzungsdruck ist auch ohne den Anspruch der Wölfe enorm. Das Thema hatten wir aber schon mehrfach.

    Ich habe schon vor 10 Jahren befürchtet, es wird böse enden mit der Blauäugigkeit, mit der Wölfen begegnet wurde. Für jeden übergriffigen und auffälligen Wolf, der vor 10 Jahren als sakrosankt erklärt und nicht geschossen wurde, werden über kurz oder lang wahrscheinlich Dutzende, eher Hunderte Wölfe langfristig ihr Leben verlieren, wenn die Stimmung endgültig kippt. Weil wir es uns geleistet haben, es besser wissen zu wollen als Länder, die seit vielen Jahrzehnten Erfahrung mit Wolfsmanagement haben.

    In den letzten 4 Wochen hat unser neues Wolfsrudel sich maximal unbeliebt gemacht:

    - Mufflongehege ausgeräumt (13 Tiere)

    - Damwildgehege ausgeräumt (17 Tiere)

    - Konik-Fohlen aus einer Herde zur Landschaftspflege gerissen (Luftlinie von mir 200 m)

    - diverse Schafe und Ziegen von Hobbyhaltern

    Hier gibt es Rotwild, Schwarzwild und Rehwild satt. Aber leider wissen die Wölfe nun, Nutztiere sind leichter erreichbar. Immerhin ist der neue Thüringer Umweltminister selbst Tierhalter und hat signalisiert, eine Eskalation verhindern zu wollen.

    Nun, garantiert ist Wolfsnachwuchs vorhanden. Und da fällt mir keine Lösung ein, mit der ein gangbarer Kompromiss möglich ist. Die vielen Herden, die in der Landschaftspflege eingesetzt werden, wie Fort Knox mit Megazäunen unter Strom zu sichern, ist jedenfalls unmöglich. Und man kann auch auf 10 Mutterkühe keine 2 Herdenschutzhunde finanzieren. Die adulten Wölfe abzuschießen, bei vorhandenen Welpen - da blutete mir aber auch das Herz. Es wird nur Verlierer geben.

    Ich kann da leider nur einmal danke sagen.... aber das ist es doch - danke, danke, danke - wir dürfen uns nicht so am schwarz und weiß festbeißen, sondern Möglichkeiten schaffen, mit denen eine Koexistenz möglich ist!!

    Genau das ist das Problem, was ich in den sozialen Medien sehe: 2 extreme Lager.

    Bzgl. Herdenschutz muss meiner Meinung nach auch bei vielen Tierhaltern noch ankommen, dass sie auch selber etwa tun müssen dafür. In NRW gibt es z.b. die Wikiwolves. Die unterstützen mit Manpower beim Zaunbau. Hier bei uns im Kreis hat das bisher nur ein einziger Schafhalter genutzt. Jetzt mal unabhängig von der Diskussion, wie sicher solch eine Umzäunung ist. Aber ich persönlich finde, wenn man nichts selber dafür tut, seine Weidetiere besser zu schützen, dann muss man sich dann auch nicht wundern, wenn die eigenen Tiere gerissen werden. Vor kurzem gab es noch irgendwo den Fall, da waren Tiere gerissen worden. Ein paar Wochen später passierte dann wieder das gleiche. Das Zaunmaterial lag unbenutzt auf dem Hof. Da kann ich dann nicht wirklich Mitleid mit dem Halter haben. Wenn mir ein Tier gerissen wird, würde ich meine Tiere nicht mehr rauslassen, bis ich die Zäune verbessert habe. Einfach dann nichts tun ist ein Unding für mich. Wenn mir doch schon mal ein Tier gerissen wurde, muss ich doch davon ausgehen, dass der Wolf wieder kommt. Geht mir das am Popo vorbei, dann brauche ich beim nächsten Riss nicht jammern.

    Hast Du mit dem Landwirt gesprochen, WARUM er bisher keinen effektiven Herdenschutz umgesetzt hat? Vielleicht gibt es ja Gründe, die Dir nicht bewusst sind? Oder sind Dir die betriebswirtschaftlichen Abläufe auf diesem Hof so bekannt, dass Du sicher weißt, der Landwirt und seine Angestellten sitzen ab 12 Uhr vor dem TV und wissen nicht, wie sie die Zeit bis zum Abendessen totschlagen sollen?

    Hier am Segeberger Forst ist wohl die Leitwöfin ihrem grössten Feind zum Opfer gefallen - sie ist von einem Auto erlegt worden. Offensichtlich laktierend, also liegen jetzt 4-6 Saugwelpen irgendwo in einer (nicht bekannten) Höhle und verhungern. Auch nicht schön,!

    LG

    .

    Das tut weh. Ich fürchte sowas auch immer, wenn ich einen überfahrenen Fuchs sehe.

    Der Punkt ist aber: dort werden Wölfe bejagt und haben die Scheu vor dem Menschen verinnerlicht. Und trotzdem kommt es bei passender Gelegenheit zu Angriffen. Hier züchten wir uns eine große Wolfspopulation ohne diese Scheu heran.

    Schlimm genug, wenn Menschen durch andere Ursachen zu Tode kommen. Daraus zu schließen, das zusätzliche potentielle Wolfsopfer vernachlässigbar sind, finde ich etwas zynisch.

    Solche Benetzungstropfen für die trockenen Augen von Kontaktmittelträgern nehme ich mit. Mindert Reibung und damit Schmerzen bei Hornhautverletzungen durch einen länger wirksamen Film. Als Tagesampulle.

    Und ein paar Calcium-Frubiase-Ampullen gegen allergische Reaktionen.

    Wenn man es nicht braucht, um so besser.

    Bei allergischen Reaktionen auf Bienen-/Wespenstiche oder? Kann man die bedenkenlos geben? Ich meine aufgeschnappt zu haben, dass man Calcium nur unter tierärztlicher Aufsicht geben soll.

    Bei uns gibt es die immer ohne Probleme als Erstversorgung.

    Gestern 17.30 Uhr Kotzspritze nach Rosinenfestmahl: 64 € beim TA im Nachbarort. Glück gehabt und gern bezahlt.

    Oh no, ich hoffe ihm geht’s gut?

    Unsere vor fünf Wochen hat 85€ gekostet.

    Ja, eine Stunde später wurde schon nach Abendbrot gejammert. Gab aber nur später Haferschleim. Heute ist alles prima.

    Ich drücke Gustaf die Daumen für das Dentalröntgen. Ein Referenzblutbild ist immer gut.