Hündin kommt seit Geburt von Baby nicht mehr zur Ruhe

  • Wann war die Hündin denn zuletzt läufig?

    Und hatte die Hündin bisher in ihrem Leben Probleme mit Scheinträchtigkeit?


    Es kann durchaus auch sein, dass die Töne vom Baby bei der Hündin das Gefühl triggern, Welpen zu haben.

    Tut mir leid, habe ich überlesen.


    Sie war zuletzt im August läufig. Scheinmutterschaft wurde vom TA ausgeschlossen.

  • Also ich habe eine andere Überlegung. Das Baby ist 1 Monat alt und ihr habt hier zig Sachen aufgezählt:


    Boxe in getrennten Raum, im selben Raum

    Angeleint im getrennten Raum, im selben Raum

    Anpfiff oder Wasser spritzen usw.


    Das Baby ist 1 Monat alt und ihr habt 6 Methoden ausprobiert. Also habt ihr alles jeweils max. ne Woche durchziehen können. Ich weiß jetzt nicht wie effektiv das war, damit der Hund einen Lernansatz hat. Ich kann verstehen das ihr das Baby genießen wollt und das es stressig ist mit schreienden Kind und dann noch den Hund zu händeln. Aber ich glaube ihr solltet vielleicht, vom Trainer abgesehen, doch noch etwas mehr Geduld mitbringen. Gerade auch wenn ihr sagt das sie so oder so ein Nervenbündel, also der Hund.

  • Naja, man muss dazu sagen, dass bis auf das Wasser spritzen, alles Dinge waren die sie bereits kannte und die in der Vergangenheit gut funktioniert haben. Deshalb sind wir praktisch die Liste durchgegangen und haben alles mögliche versucht.


    Wären das alles neue Dinge gewesen wäre das auf jeden Fall zu viel gewesen, das sehe ich auch so. Aber sie kannte alles davon und kam früher immer gut damit klar.


    Aber es liegt auch definitiv daran, dass wir aktuell eine kürzere Zündschnur haben. Das erste mal Eltern werden ist überwältigend und wenn dann plötzlich mit dem Hund nichts mehr klappt frustet das viel schneller als gewöhnlich.

  • Finde den Auslauf ein bisschen wenig. Wenn ich das richtig lese, geht ihr insgesamt nur 65-80 Minuten am Tag Gassi. Probiert doch mal, ob er bei langem, ruhigen Lauf nicht schon Stress abbauen kann.

  • Finde den Auslauf ein bisschen wenig. Wenn ich das richtig lese, geht ihr insgesamt nur 65-80 Minuten am Tag Gassi. Probiert doch mal, ob er bei langem, ruhigen Lauf nicht schon Stress abbauen kann.

    Jo und zu den 1-1,5h Gassi am Tag hinzu: Hundeplatz und mehrmals die Woche Kopfauslastung auf der Fährte. Dazwischen viel Ruhe. Ist doch super und sehr rassegerecht.

  • Ich finde das Programm wesentlich durchdachter und sinnvoller, als vieles, was wir hier sonst zu lesen bekommen für diesn Typ Hund.

    Der Hund wird nicht unnötig überdreht, sondern sinnvoll beschäftigt über Konzentration, dass sich da etwas verbesser, wenn man noch mehr Zeit dran hängt, bezweifle ich stark.


    Nachdem was du hier schilderst @Jessy. würd ich vermutlich wirklich versuchen über eine Mischung aus aufkonditioniertem Entspannungssignal und Gewöhnung zu arbeiten.

  • Hallo,

    in welchen Situationen bellt sie denn genau?

    Wie habt ihr die "Vorstellung" des Babys gehandhabt?

    Ist euer Baby auch mal bei den Spaziergängen dabei?

    Hat sich die Hauptbezugsperson geändert?


    Ich frage deshalb, weil es ja auch sein kann, dass die Hündin sich in einer Verantwortung fühlt und nicht weiß wie sie die erfüllen kann. Bzw. was von ihr erwartet wird.


    Unser Schäferhundmischling war anfangs auch überfordert und hat mitgejault, wenn unser Baby geweint hat. Super für unsere Nerven...

    Er durfte die ersten beiden Wochen gar nicht ans Baby, nicht schnuppern, nicht in die Nähe, nichts.

    Hat er gejault, haben wir ihn zur Decke geschickt, bis das Baby versorgt war, danach gab es dann Beschäftigung für den Hund, zum Stressabbau und zur Ablenkung.

    Waren wir zu zweit, ging der Papa ins Nebenzimmer oder den Garten und hat den Hund gut gelaunt gerufen oder mitgenommen und ihn sinnvoll beschäftigt.

    So hat unser Hund gelernt tatsächlich nicht für das Baby verantwortlich zu sein. Er wurde ja weggerufen und durfte andere Dinge machen, während Mama oder Papa sich ums Baby kümmern.


    Ich denke es ist wichtig den Hund nicht nur zu maßregeln, sondern ihm aktiv zu zeigen, dass er keine Verantwortung hat (falls, das wirklich das Problem ist).

    Und es ist wichtig, Routinen von vorher beizubehalten, soweit möglich. Also auch die Zuständigkeiten.

    Solltest du vorher immer die Beschäftigung usw. übernommen haben, versuch das jetzt auch immer wieder zu tun. Solltest du viel mit ihr gekuschelt haben, versuch das jetzt auch immer wieder zu machen.


    Ich hab mir z.B. das Kind in die Trage gepackt und bin mit zu den Spaziergängen gekommen, oder habe sie so auch alleine übernehmen können (sobald es körperlich möglich war). Gerade UO lässt sich teils auch mit Kind in der Trage gut machen.

    Und die meisten Kinder finden Tragen oder Tücher super und kommen darin auch zur Ruhe. (Tipp an die Eltern, die Trage war jeden Cent wert, gerade mit Hund ?)


    Für mich liest es sich momentan nach einem Teufelskreis. Ihr habt Stress durch die Umstellung, die Hündin hat Stress durch das Kind, merkt noch euren Stress, dadurch kriegt ihr noch mehr Stress, usw....


    Vielleicht hilft euch ja irgendwas von meinem Geschreibsel ?


    Herzlichen Glückwunsch zum Kind ? Ich hoffe ihr könnt die Zeit auch bald genießen - mit eurer Hündin ?

  • Den Tagesablauf und die Menge der "Beschäftigung" inkl. Gassi, finde ich vollkommen passend.

  • in welchen Situationen bellt sie denn genau?

    Wie habt ihr die "Vorstellung" des Babys gehandhabt?

    Ist euer Baby auch mal bei den Spaziergängen dabei?

    Hat sich die Hauptbezugsperson geändert?

    Das ist ja das Problem. Sie bellt eigentlich immer, sobald das Baby in der Nähe ist. Dabei ist auch vollkommen egal ob das Baby ruhig ist oder nicht. Wenn unser Sohn weint, verwandelt sich das Bellen aber mehr in ein Jaulen, als ob sie „mitleiden“ würde. Wenn er ruhig ist, ist es eben dieses hysterische, schrille Bellen.


    Wir haben beide Hunde kurz schnuppern lassen als wir unseren Sohn nachhause gebracht haben. Lola, unsere Althündin hat genau das gemacht, geschnuppert, sich weggedreht und ihr Ding gemacht. Roxy hingegen hat auch kurz geschnuppert, dann sofort angefangen zu fiddeln und in Stress zu verfallen. Kurz danach ging auch schon das Bellen los.


    Ja, wir haben versucht mit Roxy und dem Baby spazieren zu gehen, aber es ist fast unmöglich. Egal ob Kinderwagen oder Tragetuch. Roxy klebt an mir und bellt hysterisch.


    Ja, ich würde sagen, dass sich die Hauptbezugsperson etwas geändert hat. Ich war immer diejenige, die mit Roxy auf den Platz ging, die am meisten trainiert hat usw. Mein Mann war zwar auch involviert, aber hat eher nur manchmal mit ihr gearbeitet. Aktuell arbeitet mein Mann meistens mit ihr. Ich mach es zwar auch, bin aber oft erschöpft und mir fehlt ganz ehrlich die Kraft/Lust.


    Danke für all eure netten Antworten. Wir haben jetzt auch schon ein paar Trainerempfehlungen bekommen, durch die wir uns nach den Feiertagen durcharbeiten werden.

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