Woran macht ihr eine gute Bindung fest?

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    Hallo,


    wir haben ja vor 8 Monaten einen Dalmi Rüden übernommen jetzt ist er 2 Jahre alt.


    Er hört sehr gut und kann viele Freiheiten genießen, aber manchmal hab ich das Gefühl er hat keine Bindung( Vertrauen) in uns.


    Er kommt schon mal an zum kuscheln, aber draußen würdigt er uns keines Blickes. Er kommt sofort wenn man ihn ruft, aber ansonsten macht er so sein Ding. Außer mit ihm Kilometer machen (Laufen, Radfahren) geht nicht viel , alles andere findet er irgendwie doof.


    Vielleicht mach ich mir auch einfach nur zu viel Sorgen. Bei meinen ganzen anderen Hunden war ich lange nicht so verkopft.?


    Erzählt doch mal, woran macht ihr die Bindung fest? Was tut ihr dafür das Hund sich bindet?

  • Er kommt schon mal an zum kuscheln, aber draußen würdigt er uns keines Blickes. Er kommt sofort wenn man ihn ruft, aber ansonsten macht er so sein Ding.

    Ich finde das - ehrlich gesagt - vollkommen okay!

    Draußen ist seine Zeit, draußen kann er erkunden und sein Ding machen.

    Wenn ihr ruft, dann kommt ihr.

    Was will man mehr? :smile:

  • Er kommt schon mal an zum kuscheln, aber draußen würdigt er uns keines Blickes. Er kommt sofort wenn man ihn ruft, aber ansonsten macht er so sein Ding. Außer mit ihm Kilometer machen (Laufen, Radfahren) geht nicht viel , alles andere findet er irgendwie doof.

    Vieles ist glaube ich auch einfach Hundetypsache. Dieses ständig Blickkontakt suchen kenne ich beispielsweise hauptsächlich von Hütehunden, glaube nicht dass das was mit der Bindung zu tun hat. Das hat man in der Welpenstunde gut gesehen - als geübt werden sollte, dass der Welpe mit Blicken fragt, konnte ich mich zurücklehnen: meiner macht das eh permanent. Die eine Frau mit einem Beagle hatte dagegen richtig Probleme. Aber ich hatte ja keine besonders enge Bindung zu dem Welpen, der erst seit drei Wochen bei mir war, ist halt einfach ein Hütehund. Und Lust zur Zusammenarbeit ist ja auch Typsache. Dalmatiner kenne ich jetzt gar keine persönlich, aber sie sind ja dafür bekannt, nicht so den größten WTP zu haben und ganz gerne so vor sich hin zu machen.


    Da würde ich mir über die Bindung gar keine Sorgen machen.

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  • Mein Kiro war auch so.


    Man könnte vermenschlicht sagen:

    meist abweisend und seinem Ego folgend.


    Aber wir hatten eine sehr gute Bindung, nämlich Vertrauen. Ich war halt nichts Besonderes. Ich gehörte in seinen Alltag, wie sein Trinknapf. Ich war einfach selbstverständlich.


    Aber ich war auch sein Schutzwall, sein Schmerztröster. Und dann war ich jemand, den er brauchte und in den Momenten zeigte sich das Vertrauen.

    Manchmal bist du in unseren Träumen

    oft in unseren Gedanken

    und immer in unserem Herzen



    Chihuahua-Bub Kiro

    14.03.2003 - 07.09.2018

  • Erzählt doch mal, woran macht ihr die Bindung fest?

    Hmm. So spontan ist mein Gedanke, dass der Hund eine gute Bindung zu mir hat, wenn er bei gruseligen Dingen bei mir Schutz sucht. Das zeigt ja, dass der Hund mir vertraut und sich bei mir sicher fühlt - ergo muss ja auch die Bindung gut sein.

    Ist aber auch wieder irgendwo eine Typsache. Manch ein Hund will sich das gruselige Ding vielleicht lieber mit Herrchen zusammen angucken, als erstmal Schutz zu suchen.


    Was tut ihr dafür das Hund sich bindet?

    Ich glaube, bei mir läuft da vieles passiv bzw. unterbewusst. Ich lass den Hund Hund sein, dräng mich ihm nicht auf, sondern biete mal eine Runde Zergeln, Kuscheln usw. an oder geh auf ein Spielangebot vom Hund ein. Beim Gassi nehm ich natürlich eine aktivere Rolle ein, mach den Hund auch mal auf interessante Dinge aufmerksam (z. B. n Baumstumpf mit Loch drin - könnt ja was Interessantes drin sein!) und so weiter.

    Also eigentlich vieles ausm Bauch heraus.


    Ich find es immer schwierig, wenn man pauschal von "der Bindung" spricht. Die kann durch so viele Dinge entstehen und in mMn den seltensten Fällen ist sie Grund dafür, dass der Hund beim Gassi halt lieber sein eigenes Ding macht, kein Kuschler ist usw. - in gefühlt 95% aller Fälle ist das einfach charakterbedingt (oder durch Erfahrungen geprägt/erlernt).


    Meine machen beim Gassi ja auch lieber ihr Ding. Dino flitzt und schnüffelt, Bonny bummelt und steckt ab und an mal die Nase ins Gras - keiner von beiden klebt so wirklich an mir (außer, sie sind k.o. oder ich geb das Kommando fürs Bei-mir-bleiben), aber sie kommen, wenn ich sie rufe (meistens :hust:).

    Ich wär glaub ich sogar eher überfordert, wenn der Hund beim Gassi permanent bei mir kleben und versuchen würde, mir jeden Wunsch von den Lippen abzulesen - die sollen entspannen, nicht arbeiten!

    Und das reicht mir eigentlich schon. Wenn ich darauf vertrauen kann, dass sie zurück zu mir kommen, wenn ich das will, dann dürfen sie beim Gassi gerne ihren Hundedingen nachgehen (im allgemein akzeptierten Rahmen, versteht sich). Mehr will ich gar nicht.

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Meiner Meinung nach ist Bindung ein absolutes Unwort, das entweder dazu genutzt wird sich selbst zu profilieren "mein Hund und ich haben so eine tolle Bindung", oder im negativen Sinne "wenn dein Hund jagen geht, hat er eine schlechte Bindung". Beides finde ich Quatsch.


    Wenn das Zusammenleben mit dem Hund für beide Seiten meistens schön und bereichernd ist, dann würde ich mir keine Gedanken über irgendeine möglicherweise zu schwache/starke Bindung machen, sondern genießen was ich habe. Andernfalls setzt man sich nur unnötig mit etwas unter Druck, was ohnehin nicht messbar ist.

  • Ich stimme fliegevogel da völlig zu.

    Bindung kann man nicht daran fest machen, wie viel Aufmerksamkeit ein Hund einem auf einem Spaziergang schenkt. Meine Hündin macht draußen auch ihr Ding, dass sie mich dabei nicht komplett ausblendet, war hartes Training. Mein Rüde klebt förmlich an mir und rückversichert sich etwa alle 10m bei mir, ob ich noch da bin und vielleicht irgendwas von ihm will.

    Die Hündin ist ein Terrier-Spitz Mischling - beides Hundetypen, die für ihre Eigenständigkeit bekannt sind.

    Der Rüde ist ein Kleinpudel, wobei er oft eher an einen Hüti oder einen Deutschen Schäferhund erinnert - also Hundetypen, die sehr eng mit ihrem Menschen zusammenarbeiten bzw. sind Begleithunde ja auch dafür gezüchtet worden, dass sie ihren Menschen eben begleiten.



    Und weil du schreibst, dass dein Hund draußen gerne einfach nur läuft - nun, er ist ein Dalmatiner. Das sind nun mal Laufhunde.

    Dass ist so als würde ich mich darüber wundern, dass meine Mixhündin begeistert Mäuse jagt oder mein Rüde extrem menschenbezogen ist. Rassetypisches Verhalten nennt man das =)

    Your Love is like a Soldier, loyal till you die. James Blunt


    * Finya - serbische Terpitzprinzessin * Frodo - Überflieger Kleinpudel *


    Finya & Frodo im Wunderland

  • Ich bin da ganz bei Schnappschildkroete bzgl dem Wort Bindung.


    Bzgl des beim Gassi sein Ding machens - ich persönlich kann es echt nicht ab wenn der Hund sich dauernd umdreht und quasi dauernd Rückversicherung oder Feedback braucht. Wir gehen Gassi damit der Hund Hundedinge tut. Mich stresst das genauso wie das ständige pendeln. Hund soll sein Ding machen, die Regeln kennt er ja schon (es wird nix gejagt, es wird bei Hunde oder Menschensichtung zu mir gekommen und Hund achtet darauf wo wir sind und bleibt in einem gewissen Radius um uns) und gut ist.

  • Ich schließe mich den Anderen an. Laß ihn draußen einfach Hund sein.

    Ansonsten könntest Du ab und zu Suchspiele mit ihm machen: am einfachsten ist es, ihn Leckerli suchen zu lassen, oder Du bringst ihm bei, daß er bestimmte Gegenstände sucht und zu Dir bringt, dann bekommt er von Dir seine Belohnung.

    Ich habe für meine Beiden ein kleines "Püppchen" (aus dem Spielwarenladen, kann man gut in die Tasche stecken), das werfe ich ins hohe Gras/Heidekraut o.ä., ruf dann den Hund zu mir, laß ihn absitzen, dann bekommt er den Suchbefehl mit Richtungsangabe. Wenn er das Püppchen gefunden hat, bringt er es mir und bekommt dafür ein Stückchen Käse.

    Das haben bisher alle meine Hunde begeistert gemacht.


    Außerdem ist er mit 2 Jahren ja noch sehr jung. Die meisten Hunde werden "inniger", wenn sie älter werden.


    LG,Gisela

  • Ich würde das an gar nichts Konkretem festmachen, ich finde, das fühlt man einfach: eine gewisse unsichtbare Verbindung mit einem Tier (die absolut nichts damit zu tun hat, ob der Hund mal stiften oder jagen geht, aber einiges damit, wie zügig er mit seiner Aufmerksamkeit zurückkommt), die bis dicht vors Gedankenlesen gehen kann. Die kann mal spontan sofort da sein, kann aber auch (das ist der Normalfall) über die Zeit wachsen. Reiter werden genau wissen, was ich meine.


    Eine meiner Hündinnen drehte sich, vor mir freilaufend, auch auf Entfernung jedes Mal prompt zu mir um, wenn ich daran dachte, sie zu rufen. Ich bin mir sicher, sie las da winzige Zeichen, dass ich mich ihr zuwenden wollte, irgendeine Veränderung im Schritt oder ein Kleiderrascheln, aber das war schon verblüffend.

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