Collie reitet auf

  • Hallo liebe Forengemeinde,

    unser Collie ca. 14 Monate reitet (steig von hinten auf) ständig auf andere Hunde.

    Er macht das sowohl bei ihm bekannte Hunde, als auch relativ schnell bei Anderen.

    Ich habe nun gelesen, dass kann sowohl Unsicherheit / Überforderung, Dominanz- / Imponierverhalten, als auch sexuelle Hintergründe haben.


    Wie handelt man bei diesem Vorgehen nun richtig? Ich kann auch überhaupt nicht einschätzen, ob es was sexuelles ist oder Dominanzverhalten. Meine Partnerin und ich sind uns da nicht ganz einig.

    Es kann ja nicht sein, dass er einen neuen Hund trifft, und gleich aufsteigen möchte. Das möchten auch viele Hundehalter verständlicherweise nicht. Dann kommt auch oft der Kommentar, die regeln das unter sich. Aber bisher hat da niemand etwas geregelt, und warum sollte es zum äußersten kommen? Manche Hunde lassen es zu, manche sind so wendig, dass es nicht klappt.

    Meine Freundin hat das sehr oft zugelassen in der Vergangenheit mit Ihrer Meinung das wäre Dominanzverhalten. Ich lasse das aber nie zu, weil mich das stört, wenn man andere Hunde trifft, und anstatt schön zu spielen, aufgereitet wird. Und wie soll unser Hund unterscheiden, wann er es darf und wann nicht.


    Überwiegend treffen wir auf Hündinnen oder Rüden, die kastriert sind. Ob er es auch bei einem nicht kastrierten Rüden machen würde, kann ich aktuell gar nicht sagen. Die sind laut Ihrer Halter sowieso nie spielkombatibel. Wenn man schon von weitem gefragt wird, ob wir einen Rüden haben, kennt jeder die Reaktion darauf sicherlich. Gestern hat er mit einer 6 Monat alten Hündinnen gespielt. Die war etwas kleiner als er. Da hat er es nicht versucht, und sie haben schön gespielt. Kleinere Hunde sind hier auch sehr oft spiel unkompatibel (laut Halter oder Bellen die ganze Zeit), so dass ich nicht mal richtig weiß, ob es an dem Alter lag oder an der Körpergröße....


    Mir ist also nicht einmal richtig bewußt,. ob es etwas sexuelles ist (ich vermute es aber) oder etwas mit Imponier- oder Dominanzverhalten (meint meine Partnerin) zu tun hat.

    Vor der Corona-Zeit war er in einer Junghundespielgruppe, da hat er es nicht gemacht. Aber das ist ja auch ~ 4-5 Monate her. Und er macht das seit 2-3 Monaten.

    An uns oder Gegenständen hat er es noch nicht gemacht.


    Danke für Anregungen und Meinungen.

    • Neu

    Hallo,


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    • Es ist unterm Strich egal, warum er es macht.

      Verbietet es ihm und gut, es gibt keinen Grund aus dem man einem Hund ein solches Verhalten erlauben sollte.

    • Mein Rüde hatte da als Junghund auch eine schlimme Phase. Der Punkt ist einfach: ICH will das nicht. Das hat weder der andere Hund zu regeln, noch der andere Halter, und auch wenn da Sätze kommen wie "die regeln das unter sich" oder "die sagt ihm schon Bescheid" habe ich gehandelt und meinen Hund da runtergepflückt bzw. schon bevor er überhaupt entsprechende Anstalten machte abgebrochen. Anfangs musste ich da recht körperlich blocken, später reichte schon ein Ähäh.

    • Warum wird Dominanzverhalten anderen Hunden gegenüber zugelassen?:omg:

      Aufreiten gibt es bei uns nicht, weder aktiv noch passiv. Ich bin der Meinung, es stresst im Endeffekt beide, also was soll das bringen?

      MMn ist es allermeistens eine stressbedingte Übersprungshandlung. Wenn euer Hund das dauernd macht, würde ich mal überlegen, ob er überhaupt das Bedürfnis nach (so viel) Hundekontakt hat.

      • Neu

      Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

      Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


      Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


      Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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      Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


    • Danke Euch für die Kommentare.

      Ja, ich möchte das auch nicht. Dann werde ich meiner Partnerin sagen, dass sie es auch nicht mehr zulassen soll.

      Unser Hund ist, wie es typisch für die Rasse ist, sehr sensibel. Aber in der Situation, kann man ihm deutlich klarmachen, dass er es nicht tun soll, und macht es direkt wieder. Da scheint er seine Sensibilität, vermutlich ungewollt, abzulegen.

      Es ist so schade, weil das Spielen mit anderen Hunden abgebrochen werden muss, weil kein Spielen mehr möglich ist. Das finde ich sehr schade. Man kann ihn 10x mal darunter holen, er hört nicht auf.


      Ansonsten hatte ich irgendwo schnell gelesen, dass es auch wichtig sei zu wissen, warum er das tut um dahingehend zu helfen.

    • Ich würde das auch rigoros unterbinden.


      Was das Warum angeht, ist es natürlich nicht möglich, das zu beurteilen, ohne die Situation gesehen zu haben.

      Aber dass Hunde mit dem Erwachsenwerden nicht so sicher sind, wo sie stehen und wie sie mit anderen Hunden interagieren sollen, ist ziemlich normal. Gleichzeitig erwacht das Sexualverhalten - da ist es nicht ungewöhnlich, dass der Hund auf dieses zurückgreift, wenn er unsicher ist, wie er sich verhalten soll.

      Und mit jedem Mal, dass der Hund dieses Verhalten auslebt, desto eher festigt es sich, bis er mal auf den Falschen trifft...


      Wie sehen die Hundebegegnungen denn aus? Darf/muss der Hund selbst entscheiden, ob es zum Kontakt kommt und wie der aussieht?

    • Wie sehen die Hundebegegnungen denn aus? Darf/muss der Hund selbst entscheiden, ob es zum Kontakt kommt und wie der aussieht?

      Die Hundebegegnungen sehen unterschiedlich aus.

      Wenn er einen Hund sieht, möchte er gerne zu ihm. "Quiekt" und möchte gerne zu dem anderen Hund, aber ohne an der Leine zu ziehen.

      Generell wird immer sofort angeleint, wenn wir einen anderen Hund treffen, weil er sofort hinrennen würde. Selbst wenn der andere Hund anzeichen macht, dass er nicht freundlich besonnen ist, möchte er zu ihm.

      Wenn wir oder der andere Halter keinen Hundekontakt wollen, oder es an einer Straße ist, gehen wir einfach weiter. Klappt auch immer besser. Früher ist er mehr sitzengeblieben und wollte unbedingt hin.

      Wenn abgesprochen ist, dass der andere Hund auch spielen möchte und die Leinen losgelassen werden wird auch unterschiedlich reagiert. Mal rennt er forscher hin, mal steht er und schnuppern. Ich habe dein Eindruck er passt sich allen Hunden an. Auch beim Spielen. Bei manchen spielt er wilder, bei manchen ganz sanft. Bei kleinen oder jungen Hunden sehr vorsichtig. Das funktioniert aus meiner Sicht sehr gut. Wir treffen aber meist uns bekannte Hunde zum Spielen, und die kennen sich ja schon. Rennen sehr viel, mal der andere Hund vorne, mal er.

      Er ist auf alle Hunde gut zu sprechen und eigentlich sehr lieb, aber wie gesagt das Aufreiten dann.

      Unser Nachbar hat eine Hündin, da ist er immer aufgereitet, die beschriebene Situation meiner Partnerin mit Dominanzverhalten und zugelassen. Die wurde vor ein paar Wochen kastriert und plötzlich steigt die Nachbarshündin auf ihn auf. Findet er auch nicht so schön, wehrt sich aber auch nur halbherzig.

    • Euer Hund ist in der Pubertät. Er ist dabei, sich selbst und seinen Umgang mit anderen neu zu sortieren. Typischerweise verliert sich in diesem Alter die jugendliche Kontaktfreude. Artgenossenkontakt ist dann nicht mehr gleichbedeutend mit Spielkontakt. Der Hund weiß aber oft noch nicht, was er statt dessen tun oder lassen soll. Das ist also eine Phase der Unsicherheit. Der Hund ist in einem Konflikt. Da gleichzeitig altersbedingt die Hormone überschießen, liegt es für einen pubertierenden Rüden nahe, sich auf Sexualverhalten zu verlegen. Das verschafft einfach schnell ein gutes Gefühl. Es ist aber weder angebracht noch eine Lösung, denn es ist gegenüber anderen Hunden grob unhöflich. Einige leiden dann still, weil sie sich nicht gut wehren können, von anderen kann sich der Jungspund aber ganz schnell eine blutige Nase holen.


      Also bitte nix mit "das machen die unter sich aus". Hier ist wirklich die Leitung des Menschen gefragt. Bitte schon den Ansatz abbrechen, wenn der Hund sich gerade erst in Stellung bringt oder schon so guckt, als wollte er. Außerdem solltet ihr überdenken, wieviele Hundekontakte euer Rüde wirklich braucht. Vielen Rüden tut es in dieser Zeit sehr gut, wenn man die Kontakte stark beschränkt, weil sie dadurch überfordert sind. Stichwort: Stressrammeln.


      Begegnungen, die in Rammelei ausarten, würde ich ganz schnell beenden und weitergehen. Der Hund zeigt ja dadurch klar an, daß er überfordert ist. Es darf gar nicht dazu kommen, daß er 10 mal aufspringt und jedesmal runtergepflückt wird. Das ist unzumutbar für alle Beteiligten.


      Dagmar & Cara

    • weil mich das stört, wenn man andere Hunde trifft,

      Wie sieht das denn aus, " andere Hunde treffen ".

      Laufen die alle frei oder lasst ihr Leinenkontakt zu ? Wie oft, wie viele ?


      Aufreiten ist , war und bleibt hier streng verboten. Keine Diskussion.

      • Neu

      Hallo,


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