Welpe mit Kleinkind und Baby - Erfahrungen

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    Guten Morgen,


    wir spielen schon lange mit dem Gedanken uns einen Hund als Familienmitglied zuzulegen. Ich bin selbst mit einem Bearded Collie aufgewachsen und wollte schon immer wieder einen Hund haben.

    Nun haben wir folgende Situation: zwei Kindern (3,5 Jahre und 6 Monate), ich bin noch bis 09/2021 in Elternzeit und steige danach nur mit geringer TZ wieder ein. In meinem Beruf bin ich leider an fixe Urlaubs-/Ferienzeiten gebunden, deshalb wäre das Frühjahr bzw. der Frühsommer für uns ideal um einen Welpen willkommen zu heißen (weil viel Zeit vorhanden). Nach langer Recherche würde uns ein Labradoodle/Goldendoodle zusagen, oder aber auch wieder ein Beardie (bin aber auch offen für anderen mittelgroße/große Rassen). Wir sind bereits in Kontakt mit Züchtern.

    Wir haben ein Haus mit großem Garten, Felder und Wiesen in der Nähe und auch eine HuSchu ist fußläufig erreichbar. Ich arbeite 5min mit dem Auto von Zuhause und erledige die Hälfte der Arbeit daheim und würde die nächsten Jahre sowieso nur in TZ arbeiten, dann langsam aufstocken. Die Großeltern würden den Hund nehmen, falls wir ihn mal nicht in den Urlaub mitnehmen könnten. Nachbarn würden bei Notfällen auch aushelfen.


    Mein Dilemma: ist ein Welpe mit zwei kleinen Kindern "machbar" oder mute ich mir (und auch dem Welpen) zu viel zu? Gibt es hier Erfahrungswerte? Ich habe leider nur im nächsten Jahr so viel Zeit für die Erziehung, ansonsten kann ich mir wie gesagt leider bis zum Rentenalter nie wieder für einen Welpen frei nehmen :(


    Wäre vielleicht eher ein z.B. 1-Jähriger Hund etwas für uns? Ich hätte halt gerne einen reinrassigen Hund... Wo findet man denn ältere Hunde - außer natürlich in Tierheimen?


    Vielen Dank! peace-sign-dog-face

  • Hi,

    ich hatte meinen dritten Hund als Welpen bekommen, als meine Kinder 6, 4 und 1 Jahr alt waren. Davor hatte ich immer meine beiden ersten Hunde (ein Jahr, bevor der Welpe einzog, ist meine erste Hündin verstorben). Ich sage es mal so: es kommt drauf an. Es kommt auf Deine Nervenstärke drauf an, auf Deine Flexibilität, Multitasking und auch auf Dein Gespür für Hunde. Kennst Du Dich mit Welpenerziehung etwas aus, läuft das Ganze mit den Kindern gut nebeneinander her. Es müssen aber jede Menge Abstriche gemacht werden in punkto Sauberkeit, Freizeit, Schlaf, Besuch usw. Es kann mitunter wirklich sehr anstrengend sein, vor allem wenn alle gleichzeitig etwas von einem wollen. Das muss man einfach wissen. Es ist machbar, wenn man das wirklich will und vor allem auch, wenn man etwas Unterstützung an. Man sollte sich sehr locker machen und nicht zu große Ansprüche an alles und vor allem an sich selber stellen. Und das erste Jahr empfand ich immer als das Schwierigste. Da muss man durch. Danach wird es aber schön, sofern man jetzt keine allzu großen Erziehungsbausteine mehr hat. Von daher würde ich auf jeden Fall zu einer guten Hundeschule raten, die sich auf Alltagstraining spezialisiert hat (nicht diese üblichen Welpentreffen). Diese Zeit nur mit Hund ohne Kinder ist Gold wert und unterstützt auch die Bindung zum Hund.

    LG Maren

  • Ove hat erst mit rund 16 Wochen die Nächte durchgeschlafen. Davor ging es fast zwei Monate bei uns nachts alle drei Stunden raus. Ich hatte so einen Schlafmangel... Wenn ich dazu dann noch die Male zähle, in denen mich ein Kleinkind und Baby nachts weckt. Puh. Ich bewundere jeden, der Kleinkind und Hund zusammen schaukelt. Vielleicht bin ich da auch nicht belastbar genug. Oder zu perfektionistisch in der Hundeerziehung.


    Aber: wenn es ein Herzenswunsch ist, dann lässt sich das stemmen. Ich denke aber, man macht es sich einfacher mit einem älteren Hund. Vielleicht ein ausgedienter Zuchthund?


    Zur Doodleidee kann ich nur sagen, Finger weg. Sucht im VDH nach Hunden. Doodle"züchter" sind Vermehrer. Es gibt keine Kontrolle, keinen ordentlichen Verband der dahintersteht. Raus kommen Überraschungseier, sowohl vom Verhalten als auch von der Gesundheit.

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  • Wie wäre es mit einem Golden Retriever von einem anerkannten FCI Züchter?


    Bei einer Kollegin zog gleichzeitig zur Geburt des 1. Kindes ein Golden Retriever Welpe ein. Es war natürlich viel Arbeit aber die Hündin ist jetzt ein Traum, 11 Jahre alt. Kind 1 ebenso 11 Jahre alt. Kind 2 ist nun 1 Jahr alt.

  • Machbar ist es, aber auch sehr sehr anstrengend.


    Unser Welpe zog ein als die Kinder 8 1/2, 6 1/2 und 1 waren.

    Und ich war froh nur 1 Kind mitnehmen zu müssen wenn es mit Welpe hinaus ging. Denn wir wollten nicht das der Hund in den Garten macht - finden wir ekelig mit kleinen Kindern (viel zu schnell übersieht man mal einen Haufen da man den Hund nicht immer im Blick hat). Also ging es alle 2-3std mit Kleinkind und Welpe raus ans Feld. Dazu nachts aufstehen weil Welpe musste - natürlich meist wenn man gerade das Kleinkind wieder zum schlafen gebracht hatte.:ugly:

    Dazu muss man damit rechnen dass es länger dauern kann den Welpen stubenrein zu bekommen. Denn nicht immer kann man sofort reagieren wenn der Welpe anzeigt dass er muss - man wickelt gerade, ist am füttern, bringt das Kind ins Bett usw


    Auch sollte man sich im klaren sein, dass es viele Situationen gibt in diesem Alter wo man den Hund nicht mitnehmen kann - Spielplatz, Eltern-Kind-turnen, Spielbesuch bei Freunden (viele Kinder bleiben ja mit 4 noch nicht alleine), Schwimmbad, Freizeitpark, uvm. Gerade wenn der Welpe noch sehr klein ist und noch nicht alleine bleiben kann sollte man dafür einen Plan B haben.


    Zuhause Bedarf es auch viel Management um Kleinkinder und Hund zu halten und beiden Bedürfnissen gerecht zu werden.


    Und hat man dann die anstrengende Welpenzeit überstanden kommt die Pubertät - man versucht gleichzeitig den grenzenaustestenden Jungspund und das wegrennende bzw Laufrad fahrende Kleinkind sowie Kinderwagen (noch schaffen sie mit 2-3 ja keinen ganzen Spaziergang zu Fuß) zu handhaben. Da wünscht man sich manchmal 5 Arme:ugly:


    Aber ist man sich dessen bewusst, weiß das es Kraft und Nerven kostet, hat auch Hilfe dann ist es machbar.

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Kommt sicher auch auf den Charakter der Kinder und des Welpen an.

    Mein Sohn ist 16 Monate und ein Wirbelwind und ich bin ehrlich froh dass unsere Hunde fertig erzogen sind so dass ich draussen nur dem Kind nachrennen muss. Ein pubertierender Junghund dazu würde mich ganz viele Nerven kosten. Ein Welpe genauso, denn der würde sicher genau dann Pipi müssen wenns Kind auch grad was braucht.

    Eine Freundin hat zu ihrem Kleinkind einen Welpen dazu genommen. Das Kind ist eher von der ruhigen Sorte und da hat das auch problemlos gepasst.


    Ich würde vielleicht nach einem Rücklaufer beim Züchter schauen. So ein ein-zwei Jahre alter Hund der zumindest stubenrein ist und die Basis fürs Zusammenleben mit dem Menschen kennt.

  • Nach langer Recherche würde uns ein Labradoodle/Goldendoodle zusagen, oder aber auch wieder ein Beardie (bin aber auch offen für anderen mittelgroße/große Rassen). Wir sind bereits in Kontakt mit Züchtern.



    Ich hätte halt gerne einen reinrassigen Hund...

    Hi, ich habe deinen Beitrag mal stark gekürzt. Zum Thema, ob es überhaupt der richtige Moment ist trotz der kleinen Kinder mag ich nix sagen. Ist zu individuell unterschiedlich und ich kenne dich und deine Gesamtsituation nicht.


    Aber zu den zitierten Sätzen: du widersprichst dir hier selbst. Die ganzen Doodle sind Mischlinge. Informiere dich dazu bitte weiter.


    Reinrassige Hunde in jeder Altersstufe findest du natürlich in den Tierheimen und auf Nothilfe-Seiten.

  • Die Frage ist auch wie du das alles dann ab September 21 unter einen Hut bekommst.

    Wie umfangreich ist die Teilzeit? Könnt ihr euch eine Haushaltshilfe leisten? Wie lange werden die Kinder außer Haus betreut?


    Ich hatte Zwillinge und einen jungen Hund.

    Das ging mit Unterstützung von Opa die erste Zeit ganz gut.


    Richtig stressig wurde es, als ich dann mit Teilzeit (die bei mir dann doch recht umfangreich wurde) wieder eingestiegen bin.

    Im Grunde hatte ich schon für Kinder + Haushalt zu wenig Zeit, für mich selber ganz zu schweigen.


    Dann noch einen jungen Hund... das kann dann schon sehr sportlich werden.

    Ich hätte mir in der Zeit ( bis die Kinder ca. 6/7 gewesen wären) keinen Hund mehr angeschafft, einen Welpen/jüngeren Hund schon mal gar nicht.


    LG

  • Da hab ich mich wahrscheinlich falsch ausgedrückt. Mir ist bewusst, dass Doodle keine reinrassigen Hunde sind. Dennoch weiß man, welche Hunde "dahinter stecken". Bei Mischlingen aus dem Tierheim habe ich etwas Angst/Bedenken, da man oft nicht weiß, welche Rassen der Hund in sich vereint (auch im Hinblick auf Kinder) und was er vorher erlebt hat...

  • Ich stelle mir die Kombination sehr sehr anstrengend vor.


    Ich habe selber einen kleinen Sohn (knapp 7 Monate) und mein Hund war selbst mal Welpe.

    Beides zusammen?!

    Puh, nein, ICH würde davon Abstand nehmen.

    Sowohl bei Hund, als auch bei Kind(ern) kommt noch so viel in dem Alter...

    Da braucht man - denke ich - gute Nerven und noch ein besseres Management.


    Was würdet ihr denn mit dem Hund machen, wenn es nicht funktionieren sollte und es Dir doch zu viel wird?

    Dem älteren Kind würde so eine Abgabe vom Hund vermutlich auch schwer fallen.

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