Unser erster gemeinsamer Hund

Es gibt 30 Antworten in diesem Thema, welches 4.144 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Mary678.

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    Hallo zusammen,


    wir planen derzeit "Familiennachwuchs" und suchen einen Hund. Gestern waren wir (2 Erwachsene, Tochter 9 und Sohn 6) bei einer Pflegefamilie und

    konnten dort eine 2-jährige Mischlingshündin aus Rumänien kennenlernen, die seit 3 Wochen auf Pflegestelle in Deutschland ist.


    Sie ist recht scheu und hat sich hinterm Auto versteckt.


    Als dann die Pflegetochter kam und mit ihr kuschelte, kam sie dann auch zu uns nur wenn wir ihr Leckerli hingehalten haben.

    Nachdem sie das Leckerli aus der Hand geklaubt hat, ist sie direkt wieder in sichere Entfernung abgedüst.


    Mit der Pflegetochter versteht sie sich wie geschrieben ganz gut und kuschelt auch. Sie hört dann nur nicht auf ihren Namen.

    Jedenfalls war das bei uns so, als wir da waren. Wenn meine Kinder langsam auf sie zugegangen sind, ist sie direkt ausgewichen und wollte am liebsten wieder ins Haus zurück.


    Ganz stubenrein ist sie noch nicht. Ab und an geht wohl etwas daneben. Die Leine kennt sie auch noch nicht so wirklich. Beides kann man bestimmt trainieren.

    Alleine bleiben klappt wohl ganz gut. Sie ist zwar nicht alleine, sondern mit ein paar Hunden alleine. Aber das sollte kein Problem darstellen.


    Zum Anfang wird es wahrscheinlich eh so sein, dass sie vor uns Ausreiß nehmen würde. Draussen halt nur mit Leine. Auch im Garten. Den Kindern und uns wird die Hündin erstmal mit Abstand begegnen.


    Meine Frage ist halt nur ob man die Hündin soweit Geborgenheit bieten kann, dass sie nicht so scheu gegenüber anderen ist. Vor allem wenn wir mal die Familie da haben. Mir ist schon klar, dass man so eine Ferndiagnose eh nicht stellen kann, ohne den Hund gesehen zu haben. Aber vielleicht hat ja jemand mal Erfahrung mit solch einer Situation gehabt?


    Danke Euch

  • Ich kann nur pauschal den Tipp geben: Macht es euch leichter.

    Sucht einen Hund, der Familie und Trubel gewöhnt ist, der unerschrocken und interessiert an euch ist, der keine Vergangenheit hat, über die keiner Bescheid weiß und nicht aus einer Umgebung kommt, die komplett eine andere als eure ist.

    Es gibt ganz normale Hunde, deren Halter verstorben oder Scheidungsopfer sind, die sich ohne große Arbeit in eine Familie einfügen.

    "Wir sind ebenso verantwortlich für das Übel, das wir zulassen, wie für das Übel, das wir begehen." – Elton Trueblood


    Viele Grüße
    Claudi mit Vanillekipferl Bokey, Magyar Keverék, *01.01.2005

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  • Mal unabhängig von diesem Hund: wie stellt ihr euch das Leben mit Hund vor? Was wollt ihr mit einem Hund machen, wie sieht euer Alltag aus?




    Und dann vergleiche das mit dem, was euch mit einem unsicheren, ängstlichen Hund erwartetn könnte.

    Natürlich kann es sein; dass der Hund in ein paar Wochen auftaut und dann ein prima Familienhund wird der jeden Quatsch gerne mitmacht.

    Aber was, wenn nicht? Könntet ihr damit leben, wenn der Hund zeitlebens unsicher und zurückhaltend bleibt und nicht überall mit hin kann, ihr nicht uneingeschränkt Besuch empfangen könnt, die Kinder nicht streicheln und mit ihm spielen können?


    Wenn ihr mit dem Worst Case kein Problem habt und euch gerne für den Hund massiv einschränkt: besucht sie noch ein paar Mal und nehmt sie ggf bei euch auf.



    Aber wenn ihr einen unkomplizierten Hund wollt (wovon ich ausgehe) mit dem man einfach von Anfang an Spaß haben kann, dann sucht weiter. Im Tierschutz gibt es auch unkomplizierte; fröhliche Hunde die fürs Familienleben geeigneter sind.

  • Wenn ich Kinder hätte, würde ich mir einen Hund suchen, der verspielt und aufgeschlossen ist. Kinder ohne Hundeerfahrung sehen nicht, wenn sich ein Hund bedrängt fühlt. Da kommt es schnell zu Unfällen.


    Alleinbleiben im Rudel ist was anderes als wirkliches Alleinsein. Auch im Auslandstierschutz gibt es tolle Familienkunde, die für Anfänger geeignet sind. Dieser Hund ist das von den Eckdaten eher nicht.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ich würde euch auch von diesem Hund abraten. Ängstliche und unsichere Hunde brauchen eine klare Tagesstruktur, ein ruhigen Umfeld und Bezugspersonen, deren Verhalten berechenbar für den Hund ist. Das ist bei Kindern ja nicht immer der Fall, und ein in die Enge getriebener Hund könnte in seiner Not schnappen.


    Jetzt habt ihr noch die Wahl, welcher Hund bei euch einzieht. Ich habe eine sehr robuste Hündin aus dem Tierschutz, die bestens in einer Familie zurecht käme. Das trifft auf meinen Zweithund nicht zu, der auch nach Jahren immer noch schnell panisch reagiert.

    Ihr habt ja keine Eile, sucht weiter, bis ihr den passenden Hund findet.

    Danke für`s Lesen...Karin

  • Ich sehe diesen Hund nicht bei euch.


    Wie die anderen schon schrieben sucht nach einem gechillten Hund aus dem Tierschutz.

    Mit bekannter Vorgeschichte oder einen Hund vom Züchter.


    Grad Angsthunde brauchen Ruhe,Struktur und viel Zeit.

  • Auch mir ein Votum dafür, sich zu überlegen, was Ihr von einem Hund erwartet und dann einen zu suchen, der das erfüllt. Ihr könnt von einem Hund unbekannter Herkunft nichts konkretes erwarten, er ist in seiner Entwicklung ein Überraschungsei. Kann sein, dass er für immer Einschränkungen durch die Angst behält (muss aber natürlich nicht sein). Ich würde- zumal beim ersten Hund und bei einer Familie mit Kindern- einen unkomplizierten, netten Hund suchen, der auch mal zurückstecken kann, wenn viel los ist. Keinen Hund, bei dem im dümmsten Fall die nächsten 15 Jahre alle in der Familie zurückstecken müssen.

    Viele Grüße
    Silke
    Emma (ESS), Sam (ESS), Don (KlM) und zu Besuch: Kinga (Podengo Portugues)

  • Mein einer Hund war auch so, als ich sie kennengelernt habe. Ich würde so ein schüchternes Exemplar für eine Familie mit Kindern auch nicht empfehlen. Meine ist jetzt 11 und kommt inzwischen ganz gut klar. Aber: Als sie 5 war, habe ich das so noch nicht gesagt.


    Also: Man kann Vertrauen schaffen, aber es dauert unter Umständen sehr lange.

    In einem munteren Haushalt geht es ja auch häufiger mal etwas lauter zu: Es fällt etwas runter, eine Tür knallt, jemand kommt um die Ecke gerannt: Nervöse Hunde nehmen das oft persönlich... Da hat man den Hund gerade so weit, dass er sich ein bisschen entspannt und dann fällt ein Stuhl um und alles ist wieder zum Teufel. Das kann sehr frustrierend sein - für Euch und für die Kinder.


    Und dann kommt Besuch rein, liebe Freunde oder Verwandschaft, alle große Hundefans. Es ist sauschwer, dem Besuch zu vermitteln, dass der Hund in Ruhe gelassen werden soll, am Besten nicht mal angucken. Oder den Besuch zu coachen, WIE man sich einem Hund nähert. Es ist eine ziemlich vertrackte Situation, weil alle es irgendwie gut meinen und weil man die Leute ja auch mag und immer wieder denkt, so langsam könnte der Hund ja auch mal etwas lockerer werden. Und damit baut man genau den Druck auf, den man nicht brauchen kann, der Hund wird misstrauisch, wenn er gelockt wird, und das macht einem dann auch noch an allen möglichen anderen Stellen Schwierigkeiten.


    Man macht außerdem Fehler, wenn es der erste Hund ist. Oder der erste Hund, der etwas anders tickt. Diese Fehler verzögern die Vertrauensbildung bei so einem Hund leider auch massiv. Es sind so Fehler, dass Du einen Angstauslöser nicht erkennst, weil Du ihn selber nicht wahrnehmen kannst. Und nur merkst, dass der Hund bockt. Oder zieht. Und wenn Du dann Dein übliches pädagogisches Programm durchziehst, ist das vielleicht gerade genau falsch.


    Es klingt so romantisch, dass man einfach nur viel Ruhe und Geduld investieren muss und dann wird das schon. Das stimmt zwar irgendwie, aber romantisch ist es überhaupt nicht, sondern erstmal ziemlich belastend und frustrierend.

    "Es gibt immer Querulanten, die mit Statistiken irgendwas beweisen wollen. 14 Prozent aller Leute wissen das."

  • Ich würde dem armen Hund sowas gar nicht erst zumuten: fremde Kinder, die ihn meinen anfassen zu müssen. Wenn die Orga so nen Hund auch nur in Betracht zieht, an eine Familie zu vermitteln, wär sie für mich schon gestorben. Sowas geht gar net, der arme Hund.....


    Ich als Pflegestelle hätte das unterbunden. Mit Hinweis darauf, daß die ersten Wochen bitte zu warten ist, bis der Hund VON SICH AUS zu Euch kommt und Nähe sucht. Und vorher wird er weder angefaßt noch sonstwie bedrängt.


    Tut Euch und dem Hund den Gefallen, und sucht Euch einen, der in ein Familienleben paßt...... So hätte dieser Hund in den ersten Monaten und evtl. sogar Jahren nur Streß, bis er sich daran gewöhnt hat, daß ihm bei Euch nix passiert. Und wenn der Hund Streß hat, werdet auch Ihr net glücklich mit ihm.....

    Biene, Zwergpudelmix, *7.02.2007, Flächensuchhund

    Bossi, DJT-Fox-Mix, *4.06.2006

    Faro, DJT, *14.08.2013

    Frieda, DJT, 2001-30.07.2019 - Mogli, Norweger-Mix, Aug. 2010 - 29.05.2019 - Moritz, roter Kater, 2008 - 4.8.2021

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