Beiträge von Phantomaus

    Wir auch nicht. Ist irgendwie schwierig im Moment.


    WoMo-Dinner haben wir neulich gemacht, sozusagen. Vor einem guten Restaurant an der Straße geparkt und jeden Gang vom Essen einzeln abgeholt und im Bulli gegessen. Ich hätte eigentlich gedacht, dass man auf dem netten begrünten Parkplatz hinterm Restaurant parken könnte, aber das ging nicht. Die haben da wohl Nachbarn, die das Grundstück beobachten und Theater machen. Total dämlich.


    Es war also nicht GANZ das Erlebnis, das ich mir erhofft hatte, aber das Essen war sehr gut und wir waren vorher eine schöne Runde mit den Hunden dort im Wald und ich habe noch Bärlauch gepflückt, also war's insgesamt ein gelungener Abend.

    Äh. Mein Labbi wird 12 und wir sehen auch regelmäßig Wildtiere und trainieren das. Ja, wenn ich das Wild rechtzeitig sehe UND es weit genug weg ist, kann ich den Hund ablenken, bis die Rehe weg sind. Und zwar wegweg - nicht nur zwei Baumreihen tief im Wald. Oder, wenn es zu nah ist und ich das Wild nicht rechtzeitig sehe, kann ich sie abrufen. Einmal. Und noch während sie ihre GROSSZÜGIGE Belohnung schleckt, muss ruckzuck die Leine dran. Und das wird die nächsten fünfhundert Meter nicht lustig für mich.


    Echt. Da kann man doch nicht bei filmen und zoomen und aufs Handy gucken und nicht hundertprozent auf den Hund konzentriert sein UND DER LÄUFT AUCH NOCH FREI!!! Wahnsinn. :gott:

    Gassirunde. Ich rätsele, ob der örtliche Bauer wohl allen hundert Hühnern auf der 1m hoch eingezäunten Wiese regelmäßig die Schwungfedern stutzen muss oder ob es vielleicht auch generell flugunfähige Hühnerrassen gibt. Ich befrage den Mann, ob er dazu was weiß, denn seine Schwester hält auch ein paar Hühner.


    Er: "Ich glaub schon, dass sie die Sprungfedern kürzt."

    Ich: "Schwung. Die heißen Schwungfedern."

    Der Mann schweigt. Und denkt offenbar nach.

    5 Minuten später: "Stimmt. Hühner springen ja nicht so hoch."

    Natürlich gehört sich das so. Genauso sagt man "Entschuldigung!!!", wenn man dem Hund versehentlich auf die Pfote tritt. Oder "Kann ich mal vorbei, bitte?" wenn der Hund im Weg steht.

    Ich persönlich sage auch "Danke", wenn der Hund ein Kommando ausgeführt hat. (-> Ist mein Auflösekommando :nicken:)

    Nachdem ich es vor Jahren schon geschafft habe, dem alten Hund eine spezielle und besonders aufwendige Form des Bettelns beizubringen, habe ich jetzt auch eine persönliche Win-Win-Bettelstrategie für den jungen Hund entwickelt: Sie bleibt brav liegen, während ich esse. Ohne mich dauernd durch Pfotentritte an ihre Anwesenheit zu erinnern. Alles, was ich dafür tun muss, damit das so bleibt: Alle eineinhalb Minuten einen Bissen von meinem Essen runterreichen.

    Ich würde mal statt einer Amputation, eine Implantation vorschlagen.

    Zu dem Thema habe ich hier mal was Originelles von einem Neufundländerhalter gehört. Der Hund ist gechipt und soll auch nicht kastriert werden. Die wollen lieber immer wieder einen Chip setzen, denn: "Neufundländer sind ja sowieso nicht die agilsten Hunde, und mit dem Chip jetzt ist er schon noch ein bisschen ruhiger geworden. Falls er dann irgendwann im Alter wirklich zuuuu lahmarschig wird, kann man immer noch einen Turbo zuschalten, indem man dann den Chip weglässt."

    Was ich immer sehr angenehm finde, ist, dass mir meine Tutnixen bei Hundebegegnungen Zeit zum reagieren lassen. Meistens bemerke ich andere Hunde, bevor sie meinen Hunden überhaupt auffallen - Hundebegegnungen sind ihnen nicht (mehr) wichtig genug, um permanent den Horizont danach abzuscannen. Ich kann in Ruhe gucken: Kenne ich den Hund? Ist er angeleint? Wie sind die Größenverhältnisse? etc. Wenn ich mit meinen Analysen durch bin, habe ich immer noch Zeit, gegebenenfalls zwei Hunde zu mir zu rufen und anzuleinen.


    Und wenn ich das mal verbocke und denke: "Was finden die Hunde denn an dem blöden Holzstapel so spannend, lass mal gucken." Und wenn dann überraschend jemand mit seinem Versteht-Keinen-Spaß-Hund auf dem Trampelpfad hinter diesem Holzstapel herauskommt, passiert: Nichts. Meine Hunde staunen den nicht-lustigen Hund an, sehen aber von sich aus zu, dass sie da nicht so nah rangehen. Ist ja auch kein Problem, ohne Leine einen großzügigen Wohlfühlabstand zu wahren.