Beiträge von Phantomaus

    Ich habe ja so kleine Stadt-Challenges bei beiden Hunden trainiert - bei Jil, weil sie früher ein Riesenproblem mit allem hatte und mit Cinnia, damit sie erst gar keine Riesenprobleme entwickelt. Fußgängerzone, Bahnhof, Stadtpark und so können wir. Einigermaßen. Aber es gibt etliche kleine Sachen, bei denen ich immer denke, "ja, läuft nicht so, müsste man mal dran arbeiten, aber wirklich katastrophal schlimm ist es ja auch nicht, also nicht das Problem von heute."


    Ein paar Beispiele:


    - Einen Parcours mit Essensresten ablaufen und die Aufmerksamkeit des Hundes bei mir halten
    (Das könnte man hier ohne weiteres an bestimmten Straßen üben, wo mehrere Take-Away-Läden in der Nähe sind)


    - Ordentliches Leinelaufen im Grünen - da, wo man normalerweise frei rennen darf und andere Hunde das auch machen

    Profi-Challenge: Das Ganze ohne Leine und die Aufmerksamkeit des Hundes trotzdem so halten, dass er bei einem bleibt


    - Ein Picknick und die Hunde liegen einfach nur dabei (keine Ahnung, wie ich das hinkriegen soll)



    Für uns nicht so spektakulär, aber vielleicht auch mögliche Ideen:

    - Im Parkhaus Aufzug fahren

    - Im Baumarkt einkaufen

    - Bus fahren

    Nala schläft jetzt seit zwei Wochen mit bei mir im Zimmer. Da es dort momentan noch sehr warm ist nur auf einem Vetbed, im Herbst will ich dann ihr Körbchen hinstellen, da will sie momentan aber nicht drinnen liegen.

    Jetzt frage ich mich allerdings was ich dann mache, wenn es richtig kalt wird.

    Mein Zimmer ist im Sommer eine Sauna und im Winter ziemlich kalt. Fenster bleibt dann zu, aber es ist eben trotzdem ziemlich kalt.

    Ich habe jetzt bisschen bedenken, dass sie dann friert.

    Wie macht ihr das? (Hund im Bett ist keine Option)

    Ich habe zwei unterschiedlich stark befellte Hunde und im Winter wird's bei mir im Schlafzimmer dank gekipptem Fenster auch recht kalt.


    Der Labbi schläft in einem gepolsterten Körbchen mit Vetbed drin. Bei starken Minusgraden gibt's noch eine Fleecedecke mit ins Körbchen. Weiß nicht, ob die tatsächlich einen Unterschied macht, der Labbi friert jedenfalls nicht.


    Ganz anders der Vizsla. Die friert bei unter 20 Grad und hat deshalb eine "Höhle" im Schlafzimmer. Das ist eine Stoffbox, die ich entsprechend der Jahreszeit zusätzlich mit allem möglichen Gedöns den Temperaturbedingungen anpasse:

    - Im Sommer reicht die Box mit Vetbed drin, die allerdings für erhöhten Komfort auf einem gepolsterten Hundebett steht.

    - Im Hochsommer sind die Seitenfenster der Box geöffnet, ansonsten nicht.

    - Bei etwas frischeren Temperaturen kommt zur Isolierung noch eine Fleecedecke über die Box. Das ist die Standardkonfiguration ;-)

    - Bei sehr frösteligen Temperaturen hängt eine zweite Fleecedecke vor dem Eingang und hält die kalte Luft draußen

    - Und wenn es wirklich eisig ist, kriegt der Hund zusätzlich noch einen Pulli an.


    Echt. Vor drei Jahren noch hätte ich mich selber ausgelacht.

    ... und man freut sich immer, wenn auch andere Leute hundegeschädigt sind:


    Ich füttere derzeit urlaubsbedingt die halbwilde Draußenkatze einer Freundin - ihren Hund hat sie einer anderen Freundin anvertraut. Heute ist der letzte Tag meiner Katzenfütterpflichten. Offenbar wurden die Urlauber heute abend/nacht schon zurückerwartet, denn die Hundesitter-Freundin hatte den Hund schon zurückgebracht.* Und einen Zettel auf den Tisch gelegt. Ich gebe zu, ich habe gelesen, was draufstand: Es war eine Beschreibung der Konsistenz und Farbe der letzten drei Häufchen. :drgreen:


    *Ich war auch total verblüfft, als der Hund verschlafen in die Küche getapst kam, als ich das Katzenfutter zusammengerührt habe. Hallo? Ich komme la-di-da zur Haustür rein, hole den Briefkastenschlüssel, sammle die Post ein, gehe durch die Hintertür in den Garten und in den Schuppen, sammle die Katzennäpfe ein, gehe an den Kühlschrank, hole Fleisch raus, matsche da noch ein bisschen mit rum, um Tabletten zu verstecken und der Hund SAGT DIE GANZE ZEIT KEINEN TON. Da stimmt doch was nicht... :denker:

    Heute auf der Abendrunde kommt mir der Neufundländer mit seiner Junior-Halterin entgegen. Der Neufi lief frei, die Hunde kennen sich, deswegen sah ich auch keinen Grund zum Anleinen. Kurz bevor meine Hunde in den Dunstkreis des Bären gelangen, stellt sich die Neufi-Halterin dazwischen und greift ihrem Hund ins Halsband. Ich rufe also meine Hunde zurück, denen der Riesenhund sowieso total schnurz ist.


    Ich: "Wir kennen uns doch! Die wären einfach an euch vorbeigelaufen!"

    Sie: "Ja, schon. Aber hinter euch sind noch Leute mit Kinderwagen!"


    Oh, richtig. Es dreht sich nicht immer alles um meine Hunde...

    Als Welpe hat Cinnia auch mit im Bett geschlafen – der kleine Hund brauchte die Nähe und die Wärme. :roll: Das war so nicht abgesprochen und laut meinem Freund ist unser 1,40 Bett auch mit zwei Personen ausreichend voll belegt. Ich hingegen hätte dort schon noch ausreichend Platz für den Hund gesehen... Aber letztlich war das Campen der ausschlaggebende Grund, weshalb sie nach den ersten paar Wochen gelernt hat, in ihrem eigenen Körbchen zu schlafen. Weil das Dachbett im Bulli... ist nicht so optimal mit Hund. :pfeif:

    Vor drei Jahren hat mein Freund mir mal eine Städtereise für ein langes Wochenende zum Geburtstag geschenkt. Ich habe ein bisschen sparsam geguckt und noch ein bisschen sparsamer, als er dann noch stolz verkündet hat "Das Schwierigste war, den Hund in der Zeit unterzubringen!"


    Ähhhhh..... :schweig:


    Okay, letztlich stellte sich raus, dass er den Hund bei guten Freunden von mir eingemietet hat, die sehr geduldige und liebe Hundehalter sind und dass das hauptsächlich deshalb kompliziert war, weil er die Telefonnummern nicht hatte und ihnen auf der Straße auflauern musste, um sie zu fragen. :lol:


    Trotzdem. Ich hätte mir den Urlaub so nicht ausgesucht und ich hätte das Ganze auch anders organisiert. Aaaaber: Erstmal in der Stadt angekommen war es total okay ohne Jillie. Ihr hätte es NICHT gefallen und für mich war es schon cool, mal wieder Sehenswürdigkeiten von innen anzugucken und einfach kreuz und quer durch eine Stadt laufen zu können, ohne dauernd vorausschauen zu müssen, wie man Gedränge ausweicht oder an Spektakel vorbeikommt, und dass sich niemand durch den Hund belästigt fühlt etc. pp. Das sind schon eine Menge mentale Kapazitäten, die dann frei werden und mit denen man dann echt mal andere Erlebnisse im Urlaub haben kann!

    Das Problem ist ja: Auf offiziellen Stellplätzen und auf Campingplätzen steht man nur sehr selten allein. Das weiß ich vorher, das kann auch manchmal ganz nett sein, aber im Grunde will ich das nicht.


    Zwischendurch wäge ich ab: Will ich eine heiße Dusche und die Möglichkeit, unter der Markise rumzusitzen und zu lesen? Dann fahre ich auf einen Campingplatz. Nach ein paar Tagen Freistehen ist zum Beispiel das mit der Dusche schon cool und vielleicht habe ich ja Glück und stehe neben netten Leuten.


    Wenn aber eine schöne Freisteh-Möglichkeit schon von einem WoMo belegt ist, stelle ich mich nicht dazu. Niemals. Wer vor mir da war, hat gewonnen und ich suche weiter. Ich bin auch schon wieder gefahren, wenn sich ein anderer auf "meinen Platz" mit dazugequetscht hat. Die meisten verhalten sich nicht total doof oder so, aber es nervt echt, wenn man auf einem Waldparkplatz im Nirgendwo dann plötzlich Nachbarn hat. Und die Wahrscheinlichkeit, keine Nachbarn zu kriegen ist einfach höher, wenn man ein Plätzchen findet, das nicht in der App steht ;-)

    Ich habe zusätzlich zu Leine, Napf, Futter, Kacktüten und Zeckenhaken noch so ein Dingsi dabei, das man auf eine Wasserflasche schrauben kann, um eine Hundedusche draus zu machen. Kann man auch für sich selber prima nutzen, z.B. zum Haarewaschen und so. Dafür habe ich es eigentlich gekauft, aber es ist offiziell Hundezubehör. :klugscheisser:


    Jedenfalls: Wenn sich die Pappnasen in irgendwas Blödem wälzen, dann klebt das meist an einer Stelle, bei der die Strategie "lass ich sie halt in den nächsten Tümpel springen und danach ist sie wieder sauber" nicht funktioniert. Manchmal gibt es auch keinen Tümpel. Und dann habe ich das Dingsi. :nicken:


    Und ein Tetrapack passierte Tomaten als Notfallmaßnahme, wenn Wasser alleine mal nicht ausreichen sollte.