Beiträge von BieBoss

    DES WAR MAL N ZITAT "Bei so einem Stresskeks könntest du auch zusätzlich mit konditionierter Entspannung arbeiten und / oder ein "Pause-" bzw. "Ignoriersignal" aufbauen, um für mehr Ruhe zu sorgen." DES WAR MAL N ZITAT


    Ja, kann man zusätzlich machen, aaaaaber: wenn der Streß aus mangelnden Grenzen resultiert, hilft das bestenfalls, den Streß zu reduzieren. Da sollte man eher an der Ursache arbeiten. Sonst macht man sich das Entspannungssignal ganz schnell wieder selbst kaputt. Weil Hund körperlich schlichtweg nicht in der ALge ist, zu entspannen, wenn der unter Dauerstreß steht. Denn: um ein Entspannungsignal etablieren zu können, muß man den Hund ja erstmal in eine streßfreie Situation bringen, um das mit dem Signal dann zu verknüpfen. Hat er aber mangels Grenzen Dauerstreß, kriegste einen entspannten Zustand erstmal gar net her.


    Die Beschäftigungsidee ist auch gut: vor allem RUHIGE Beschäftigungen lassen den Hund runterkommen (also etz momentan net grad Agility zum Auslasten wählen!). Dazu zählen Suchaufgaben, Geruchsunterscheidungen, Fährten, Mantrailing, Tricks - halt alles, was auch den Kopf anstrengt. Ne Viertelstunde Sucharbeit, und der "hundliche Beginner" schläft Dir ne Stunde. *gg



    DES WAR MAL N ZITAT zum anderen das früherkennen von Anzeichen. Es ist deutlich leichter einen Hund zu beruhigen der gerade erst anfängt sich aufzuregen, als einen der schon komplett im Film ist. DES WAR MAL N ZITAT

    Auch das ein wichtiger Punkt. Hatte ich die Woche keine Zeit, den Hund auszulasten, merkt man das. Dann isser deutlich hektischer unterwegs, als wenn er ausgelastet ist. Hatte er viel Streß (bei Faro zB Menschen, die ihn anfassen wollten), dann ist der schon auf 180, bevor wir die Bude verlassen. In dem Zustand brauch ich dann nix von ihm zu verlangen. Ist er aber ausgelastet, hat die wichtigen Geschäfte erledigt an der Schlepp, dann kann ich auch mal mit schleifender Schlepp laufen, weil ich weiß, er ist ansprechbar, und wird den Rückruf auch wahrnehmen, wenn der kommt. Weil die Voraussetzungen passen. Ist die Ablenkung groß, tausend Kinder im Park, versuch ich das gar nicht erst. D.h., hier hilft es, Situationen einzuschätzen, um die Schwierigkeit richtig einzuschätzen die der Hund hat, wenn ich ihn abrufe, und andererseits den aktuellen Streßlevel des Hundes richtig einzuschätzen, um zu wissen, ob er in der Lage, z.B. ist einen Rückruf wahrzunehmen udn auch zu befolgen. Ich teste das unterwegs gern mal mit kleinen Kommandos wie SITZ, oder einem komplett überflüssigen Rückruf zwischendurch. Muß ich da schon dreimal rufen, bevor der herkommt, obwohl keine Ablenkung da ist, und er sogar recht dicht bei mir läuft, war´s das mit schleppender Schlepp, weil mir das zeigt, daß er schon wieder zu sehr "drüber" ist. Dann nehm ich die Schlepp wieder auf und kürze sie auch, damit er mehr bei mir ist, und damit auch im Kopf mehr "bei mir", sprich aufnahmebereit für Kommandos. Und schon merke ich, daß er wieder runterkommt, weil ich damit die Verantwortung übernehme, und Ruhe reinbringe.


    So - mehr fällt mir grad nicht ein ;-) Reicht auch, schätz ich *gggg

    Und dabei versuche ich alle Ernsthaftigkeit und Ruhe auszustrahlen, trotzdem immer wieder die Reaktion.


    Das hört sich gut an. Aber der Hund merkt genau, daß Du VERSUCHST, Ernsthaftigkeit auszustahlen. MEIN es einfach ernst. Das wird er merken. ;-) Laß ihm keinen Interpretationsspielraum, Du diskutierst nicht, zeig, daß Du bereit bist, Dich durchzusetzen.


    fliegevogel: natürlich ist er gestreßt. Weil sich niemand Respekt verschafft, hat er keine Grenzen. Grenzen geben aber Sicherheit und reduzieren damit Streß und Unsicherheit, ganz klar. Aber: nicht ER muß Respekt haben - woher soll er das wissen? (das ist "solang Du die Füße unter meinen Tisch stellst"- Mentalität!) Respekt ist nicht angeboren. IHR müßt lernen, Euch Selbigen zu verschaffen. Indem Ihr Kommandos durchsetzt. Indem Ihr RECHTZEITIG Anweisungen erteilt. Wenn ich weiß, der Hund läßt sich unter Ablenkung nicht zurückrufen, dann rufe ich VORHER ab, also BEVOR der Hund die Ablenkung wahrgnommen hat. Klappt nicht immer - aber es hilft sehr, wenn man seinen "Pappenheimer" kennt, und bissl die Augen offen hält, und im Hinterkopf schon ein paar Ideen, wie man wo ausbremsen kann, und zB nur an der Schlepp laufen läßt, solang man weiß, bei Ablenkung funktioniert der Rückruf noch net so gut (normal in dem Alter!!), oder nur dort freilaufen läßt, wo Ablenkung nicht vorkommt. Oder: einfach nicht abrufen, wenn man weiß, etz is eh zu spät, der kommt nicht. ;-) Blödeste Lösung, aber die beste, falls er schon abgedüst ist. Denn wenn Du ihn dann noch rufst, machst Dir den Rückruf kaputt. Und wirst heiser. Für nix - weil der kommt eh nimmer. Tiiief durchatmen, Hund einsammeln gehen, ruhig bleiben. Hund kann nix dafür. Ist doch noch jung, wenn er die Chance hatt, durchzubrennen, hast DU den Fehler gemacht: Situation falsch eingeschätzt, zu spät reagiert, Schlepp an falscher Stelle abgemacht. Jugendlicher Übermut halt beim Hund, der meint´s net böse. Er nutzt nur die Chance, die DU ihm gegeben hast. ;-) Selbsterkenntnis und so *ggg


    Ich behaupte mal: Versuchen, Ruhe auszustrahlen ist wie zu versuchen, Autorität auszustrahlen. Entweder man hat sie, oder man hat sie nicht. VERSUCHT man nur, sie auszustrahlen, ist das wie ein Chef, der, statt einfach etwas zu verlangen und den Sinn dessen zu erklären, sich ein Schild umhängt "Ich bin der Chef, und deswegen mußt Du... ICH hab hier das Sagen." Ne, hat er eben nicht, sonst müßte er nicht diskutieren, ob Du das jetzt machst oder nicht. Der hat vielleicht die Aufgabe, Dich zu führen. Aber ein souverän anleiten im Job tut er trotzdem nicht. Der hängt sich nur das Schild um "Ich Chef, Du nix". Das beeindruckt nicht wirklich, weil der Mitarbeiter dann letztlich doch macht, was er will, sobald dieser (Möchtegern-)"Chef" wegguckt.... *gg


    Beispiel von meinem Faro: sobald die Haustür aufgeht, prescht der runter. Wenn ich ihn in dem Moment rufe, ist für´n A...... Kann ich mir sparen, und die Nachbarn können weiterschlafen. Brauch ich net zu plärren, weil - sinnlos.

    Meine Variante: ich stell ihn schon an der Haustüre hinter mich und verlange ein SITZ, und bevor er nicht ruhig ist, geht die Tür nicht auf. Versucht er dann trotzdem loszupreschen, sobald die aufgeht, hab ich a) die Leine dran, und steht b) schlagartig mein Knie vor ihm, an dem er nicht vorbeikommt (ich geh gezielt eng an der Wand vorbei, sodaß er da nicht durchkommt, wenn mein Bein vor ihm steht). Spätestens da merkt er, daü da ja noch jemand an der Leine hängt, und ich mitkommen möchte. Dann kann er auch gesittet die Treppe runtergehen. Ist er mal übermütig und versucht es trotzdem (hat er anfangs immer wieder), dann bleib ich auf jeder vedammten Treppenstufe hinter mir stehen, er läuft an die Wand gekuschelt, und erst, wenn er ruhig steht, geh ich eine weitere Stufe. Bis ich dann mit ihm unten bin, ist er so runtergekommen und auf mich konzentriert, daß wir auch rausgehen können, ohne daß mein Arm mit dem Hund alleine spazierengehen muß. Ich darf netterweise mitkommen, und mein Körper an dem Arm dran hängenbleiben :-)


    Wie sieht denn dein "Abbrechen" aus und wie hast dus aufgebaut?

    Abbruch ist "Nein". Aufbaut mit Leckerlis die er nicht nehmen darf.


    Das ist ja ganz nett. Aber sinnlos. Erstens: wenn ICH NEIN sage, versteht das jeder Hund. Weil mein Ton sagt das, was auch meine Mimik ausdrückt, und meine Gestik ihm erzählt. Da brauch ich nix zu üben. Will der Hund zB unautorisiert aufs Sofa, stell ich mich dazwischen, frontal zu ihm, blocke ihn und sage "NEIN - Körbchen!" (oder jedes Alternativverhalten, das ihn halt davon abhält!). Zieht er an der Leine, ziehe ich ihn zurück, sage NEIN, dränge ihn notfalls körperlich zurück, und wenn er steht, darf er neben mir weitergehen. Dann weiß er ganz genau, da vorn hat er nix zu suchen.

    Wenn ich das NEIN mit Leckerlie beibringe, bedeutet das für den Hund erstmal nur, daß er bei NEIN das Leckerlie nicht bekommt. Punkt. Das ist ein netter Ansatz. Aber: Das heißt aber noch lang nicht, daß er dann weiß, daß er nicht aufs Sofa soll, wenn ich NEIN sage. Also springt er trotz Deins NEINs aufs Sofa. Der hat nix falsch gemacht. Weil NEIN heißt ja erstmal nur, ich krig jetzt das Leckrlie aus der Hand nicht. Schlimmer noch, er kann das rst recht net verstehen, wenn DU in dem Moment keines in der Hand hast. Warum sagst Du dann dazu, daß er keines kriegt, wenn Du eh keins in der Hand hast (das riecht der doch eh)? Was bitte soll der Hund damit verknüpfen? Sprich: das NEIN anfangs mit Leckerlie zu üben, zeigt ihm erstmal nur: wenn er das NEIN hört, daß er nix dafür kriegt. Also eine Ankündigung quasi.

    D.h., Du mußt auch das NEIN in diversen Situationen erst generalisieren, bevor er das überall verstehen kann und beachten kann, bevor er damit verknüpft, daß er da irgendwas jetzt nicht tun soll. Ganz schön viel Arbeit.....


    Wenn man das NEIN aber in strengem Tonfall sagt, und die Mimik und Körpersprache dazu passen, nennt man Authentizität. Der Hund versteht, weil Tonfall, Bild und Handlung zusammenpassen. Dann überlegt er nichtmal, ob er das in Frage stellen könnte. Er VERSTEHT. Da mußt Du ihm kein Handbuch mitliefern, und ein halbes Jahr üben. Warum macht man sich so viel Arbeit, wenn man es mit ein bisserl Stimme und Körpersprache hinkriegen kann? Ich mein, der Hund ist von Natur aus ein Tier, das über Körperprache kommuniziert (sonst wär der Hase weg, bevor er richtig hinterher kann, wenn er erst in der Pampa rumbrüllt: "Eeey, ich hab nen Hasen gesehn, kommt alle her, den holen wir uns!" Bis der Satz fertig ist, is der Hase über alle Berge...)! Warum das nicht nutzen? Warum??


    Zweiter Punkt: Abbruch ist nicht nur ein NEIN (jetzt mal egal, ob körpersprachlich, oder über das Wort). Abbruch ist JEDES andere Verhalten, das das ungewünschte unterbindet.

    Beispiele: Kläfft mein Hund gern an der Haustür, wenns klingelt, dann führe ich z.B. ein, daß er jedes Mal beim Klingeln irgendwo seinen Futterbeutel suchen darf. Dann isser mit Suchen beschäftigt - und das hindert ihn daran, kläffend zur Haustüre zu stürmen. Geht nicht beides gleichzeitig.

    Oder: klaut der eine Hund dem Andren das Futter aus dem Napf, bringe ich ihm bei, daß er die Zeit, in der der Andre frißt, im Körbchen zu verbringen hat. Dann kommt er gar net an dessen Napf ran. Er kann ja nicht gleichzeitig im Körbchen sein und dem Andren den Napf klauen (ok - man sollte den Napf dann evtl. nicht direkt neben dem Körbchen plazieren *ggg is ja nur n Beispiel).

    Oder: Hund sieht andren Hund, möcht losstürmen. Bevor der aber losrennt, werfe ich fröhlich rufend ("Heey!" - dann hab ich seine Aufmerksamkeit!) vor seiner Nase ein Leckerlie in die entgegengesetzte Richtung. Du hast nen Labbi - was wird der wohl tun? Den Hund in 50 Metern Entfernung ansteuern, oder das Leckerlie, was direkt vor seiner Nase in die andre Richtung wegkullert, geil duftet, direkt bei ihm ist (er muß also netmal laufen), und durch das Kullern seinen Jadtrieb anspricht? Ich setz mein komplettes Taschengeld auf Letzteres *gg


    Das alles sind Abbrüche. Weil das gerade nicht gewünschte Verhalten in dem Moment abgebrochen bzw. sogar komplett verhindert wird. Es gibt also eine Million Verhaltensmöglichkeiten, je nach Situation, die einen Abbruch darstellen. Das beschränkt sich nicht auf ein NEIN, oder auf Körpersprache mit NEIN zusammen. Das kann ein SITZ sein in dem Moment, wo der Hund durchstarten möchte (wenn das zB besser sitzt als der Rückruf! Aus dem Laufen zurückrufen, das ist schon Königsdisziplin, aber den noch stehenden Hund VOR dem Abzwitschern ins Sitz zu bringen, dürfte weitaus besser funktionieren.). Versuch doch sowas mal, anstelle des NEIN, ich glaube, da tut Ihr Euch derzeit einfach noch leichter.

    Für mich sind körperliches Blocken und Dinge zwanghaft durchsetzen wollen ein gegeneinander Arbeiten und kein Miteinander.

    Jein - wenn der Hund einfach lossprintet, obwohl man gesagt hat, er soll dableiben, ist das auch kein Miteinander mehr *gg Da muß man schon mal in der Lage sein, sich durchzusetzen..... Klar muß er erstmal lernen, was er alternativ tun kann/soll. Solange das nicht zuverlässig klappt, muß ich ihn aber halt notfalls auch davon abhalten, etwas Verbotenes zu tun - und dann muß halt die Körpersprache sprechen.

    Außerdem gibt´s ja auch Situationen, wo man keine Zeit hat, was auszudiskutieren. Wenn Du nben mir auf die Straße rennn willst, während ich gerade sehe, daß da von irgendwoher ein PKW mit völlig überhöhter Geschwindigkeit heranrauscht, sag ich auch net "Du, paß mal auf, da kommt wer", sondern pack Dich notfalls am Shirt und zieh Dich erstmal zurück. Für Erklärungen ist später Zeit, wenn Du außer Gefahr bist. ;-)

    Wie soll der Hund denn gerne auf dem Platz liegen bleiben, wenn er diesen mit stressigen Trainingseinheiten verknüpft?

    Das finde ich allerdings einen sehr guten Einwand - da könnte man über Entspannungstraining den Platz als Ruheort aufbauen, und dann erst verwenden.

    Oder mit nem Knochen auf den Platz schicken, sodaß der Knochen dafür sorgt, daß Hund auch auf dem Platz bleibt. Das Kauen reduziert zusätzlich den Streß.

    hat doch Methode. Damit alle mit den Öffis fahren müssen, auch wenn deren Service beschissen ist...

    Klar, die Fahrschulen werden vom Staat dafür bezahlt, damit sie die Preise hochschrauben, damit alle auf die Öffentlichen ausweichen. Sicher.


    Sorry, auch wenn es nur so hingesagt ist, solche Pseudoverschwörungstheorien triggern mich ungemein :muede:

    Das sicher nicht *ggg Aber "der Staat" hat schon indirekt Einfluß auf die Preise, wenn er bestimmte Dinge vorschreibt, die man können muß für den Führerschein bzw. machen muß, die halt was kosten. Oder Mindeststundenzahlen vorschreibt an Pflicht-/Sonderfahrstunden (wobei die Letzteren ja, wenn ich das richtig mitbekommen habe, nicht wirklich exorbitant angestiegen sind, seit ich den letzten Schein gemacht hab). Oder die Spritkartelle halt nicht stoppt, und damit die Benzinpreise vom Fahrschüler mitgetragen werden müssen (mein Verdacht aktuell: die aktuelle Spritpreisbremse stecken sich doch auch zur Hälfte die Spritkonzerne ein....). So war das gemeint - nicht im Sinne von direkter gezielter Einflußnahme, das ist schon klar.


    Es sind aber sicher auch die Fahrschulen, die selbst Prioritäten setzen: die einen möchten, daß der Fahrschüler die Prüfung auf Anhieb besteht, und sicher fährt. Die nächste hat vielleicht so viele Schüler, daß sie net hinterherkommt, und wirbt daher mit günstigen Stundenpreisen, eine Andre wirbt damit, daß sie weniger Stunden verlangen für einen Prüfungsantritt, quasi als Alleinstellungsmerkmal gegenüber andren Fahrschulen der Gegend, und um die Fahrschüler anzuziehen. Letzteres war bei meiner Tochter der Fall. Die hatten ein Paketangebot, das aber nur die allernötigsten Stunden damals umfaßte, da sind alle Schüler hingerannt. Nur, um hinterher festzustellen, daß man mit 5 "normalen" Stunden nicht wirklich fahren lernt, und der Schein insgesamt doch deutlich teurer wurde, als ihr Budget das damals hergab, das sie anhand des Paketpreises zurückgelegt hatte. Also auch sowas hat Einfluß auf die Preise, unabhängig vom Staat.


    Denke, da treffen mehrere Dinge aufeinander. Die steigenden Spritpreise, Inflation, Ausgleich für die Fahrlehrer in Form steigender Gehälter, und wahrscheinlich auch Versicherungs-Preiserhöhungen, gerade im Moment, inflationsbedingt. Nichtsdestotrotz führt alles insgesamt dazu, daß immer weniger Leute sich den Schein leisten können, während er zu meiner Zeit noch die Regel war: sobald einer bei mir in der Schule 18 wurde, hat er den Führerschein gemacht.

    Vermutlich kann sie dich nach der kurzen Zeit noch gar nicht richtig einschätzen, um mit dir zu spielen.

    Das denke ich auch! Meine Hunde haben mir allel mit der Zeit gezeigt, was für sie SPIELEN bedeutet. Bei Biene ist es ein lustiges Apportier- und Suchspiel, oder eine kleine Rauferei, bei der ich versuche, ihre Pfoten zu fangen, während sie wild um mich rumhüpft. Bei Bossi war es schon immer das Zerrseil, wildes Dranherumreißen, je doller, desto besser. Wenn ich den mit dem Zerrseil hochgezogen hab, war´s grad recht. *gg


    Frieda hat gern körperlich gespielt: sie lag auf dem Rücken, ich hab an ihren Füßchen gezupft, und sie hat meine Hand gefangen dabei und dann sanft drauf herumgekaut. Fand sie voll cool. Faszinierend dabei: sie war blind - aber die Hand hat sie immer erwischt!


    Faro apportiert mir gern den Futterbeutel, findet er voll toll, wenn ich ihn dann übern grünen Klee lobe fürs Herbringen, da isser der Allergrößte. Ansonsten hat er Ähnlichkeit mit Frieda: er schmeißt sich auf den Rücken und möchte bitte durchgekrault werden bis zum Abwinken, und dabei etwas herumkaspern, aber nicht zu wild, das ist ihm noch bissel unheimlich, dann geht er ;-) Wäre anfangs komplett undenkbar gewesen, da konnt ich froh sein, wenn er mich beim normalen Anfassen nicht gefressen hat *gg Auf den Rücken hätte er sich da im Leben nicht gelegt.


    Das braucht also alles seine Zeit, der Hund muß Deine Körpersprache kennenlernen, und erfahren, daß er Dir vertrauen kann, sodaß er sich gehenlassen kann, und Dir dann zeigen kann, was er gern mag.


    Und wenn er das noch nicht wirklich kennt, mit dem Menschen, ist das natürlich nicht einfach. Aber das ergibt sich von alleine, im Laufe der Zeit! Ich bin sicher, meine Hunde in anderen Händen, würden bestimmt ganz anders spielen. Das ergibt sich immer im Zusammenspiel von beiden Parteien.

    Pfuh, so rein aus dem Bauch raus muss man sich für 30 Stunden aber schon recht doof anstellen

    Ich denk, das kommt halt auch drauf an, ob man z.B. vorher schon mal auf nem Parkplatz mit nem Auto Bekanntschaft gemacht hat, oder das alles eher Neuland ist. Und ehrlich gesagt, hab ich lieber 1-2 Stunden mehr, als ne Prüfung nochmal zu machen. Last but not least hilfts ja nix, den Schein mögichst schnell und billig zu erwerben, und dann unsicher unterwegs zu sein, und damit Unfälle zu produzieren.


    Aber ja - ich finds ne Schweinerei, daß sowas Lebensnotwendiges wie ein Führerschein so teuer ist, daß er inzwischen schon fast Luxus ist. Das hat doch Methode. Damit alle mit den Öffis fahren müssen, auch wenn deren Service beschissen ist..... :dead: (persönliches Beispiel: wollte ich mit den Öffis zur Arbeit fahren, wäre ich incl. Warte- und Pausenzeiten sowie 8 Stunden Arbeitszeit täglich (!) 14 Stunden unterwegs.... und hab noch netmal eingekauft zum Essen. Sowas ist schlichtweg nicht machbar. Weder mit 9,- noch mit 1-Euro Tickets, noch geschenkt..... Und schon gleich dreimal net, wenn daheim der Hund wartet und pinkeln möcht.....)

    Oh na so ein Pech, da muss ich wohl zu einem Baumarkt und bestimmt durch die PFlanzenabteilung wenn ich zu den Haushaltswaren will.


    So ein Elend, ich armer Mensch. :ironie2:


    Zweizylinder Danke für den Tipp.

    Du könntest Dich mit ner Online-Bestellung retten :smiling_face_with_halo: :rolling_on_the_floor_laughing:

    https://www.obi.de/badhelfer/w…en-fuessen-grau/p/8725707

    Ich lieb die Dinger, weil stabil, rutschfest, und zusammenklappbar. Stehen damit net dauernd im Weg, und wenns Enkelchen kommt, zieh ichs aus der Ecke, und er hat es griffbereit und kommt an den Wasserhahn zum Händewaschen ;-) Sitze aber auch selbst gern mal drauf.

    Au weia - wenn der Jagdi Schmerzen zugibt, isser ja eigentlich schon scheintot *ggg Schön, daß es ihm wieder besser geht!


    Ja, ich hoffe, daß das mit ihm noch wird. Aber ich verschätze mich da gern. Ich kenn den Kerl halt verdammt gut inzwischen, also schirme ich ihn vor Streß ab, behalte ihn bei mir, lasse nicht jede Hundebegegnung zu, und lasse ihn nicht anfassen. Ich selbst darf alles bei ihm, und nachdem ich ihn so abschirme, ist er auch tiefenentspannt mit mir. Quasi ein absolut ober-unproblematischer Hund, in meinem Alltag. Das ist für mich auch nicht stressig oder so, weil inzwischen in Fleisch und Blut übergegangen.


    Ab und an wache ich dann doch wieder auf aus meinen Träumen :rolling_on_the_floor_laughing: Gestern war ich z.B. mit ner Freundin im Biergarten. Faro dabei (hatte ich letztes Jahr schonmal versuchsweise, auch dort), mit Mauli, war auch net viel los. Dachte mir, er darf mit, und er ist ja derzeit echt sehr entspannt. Er lag dann auch zeitweise relaxt entspannt unterm Tisch, manchmal hatte er bissel gegeiert, aber liegend, ohne daß ich ihn irgendwie ins Platz befohlen hätte (das hat er anfangs überhaupt nicht gekonnt gehabt vor 2 Jahren! Er war also echt entspannt. Noch......). Kommt der Erste: "warum trägt der arme Hund denn nen Maulkorb?"*drüberbeug, um das aaarme Hundi zu trösten. Gute Idee, ja - die Antwort konnt ich mir dann sparen, als Faro seine Knochen wieder ausgespuckt hatte und der Kerl sie wieder zusammengesetzt hat. *ggg Naja, net ganz, aber verstehst, was ich meine.... War jedenfalls laut. Und schnell *gg Und der Typ bissel blaß.


    Typ geht weg, Hund legt sich wieder hin. Unter der Bierbank, direkt unter mich. Nur die Nase guckt raus. Blau bemaulkorbt. Also ziemlicher Kontrast zum schwarzen Fell, gut sichtbar. Kommt einer, der muß genaaau an der Stelle hinter mir durchgehen zur nächsten Bankreihe. Jo. Hat dann gemerkt, daß Drübersteigen über ne Hundenase nicht so kniggemäßig ist. Faro wurde dann ziemlich laut, der sprang auf und wollt den fressen. Klar, ich hab ihn ja kurz, Mauli war ja drauf, nix passiert - aber wenn ich sehe, da liegt ein Hund scheinbar tiefenentspannt - muß ich da drübersteigen??? Gab genug andre Stellen, wo er durch gekommen wär.


    Kommt der Nächste, geht hinter mir durch. Faro "leeicht" angespannt (zu Deutsch: zitternd vor Anspannung). Er bleibt direkt beim Hund stehen, spricht mich an, mitten in meiner Unterhaltung. Warum der Hund nen Beißkorb trägt. Ich so ganz klar, ohne Larifari und Drumrumreden, weil langsam mega genervt: "Weil er beißt". Das wollt der Herr dann in aller Ruhe ausdiskutieren. Hab ihn dann mit bezeichnenden Handbewegungen gescheucht wie ne lästige Fliege, und WEITER gesagt, EINFACH WEITERGEHEN, ziemlich nachdrücklich. *gg Da brauchte Faro dann nicht mehr zu eskalieren - das hab ich besorgt. :smiling_face_with_horns:


    Hab den Nachmittag dann für beendet erklärt, nachdem Faro weitere Minuten ruhig lag, und sich wieder entspannt abgelegt hatte (ein Wunder, daß er das überhaupt noch konnte), damit er den Biergarten nicht mit Streß verknüpft beim Gehen, und bin dann heim. Er hat dann guuut geschlafen *ggg (das Alles hatte sich auch über ca. 4 Stunden verteilt, hier liest sich das so, als hätten wir mit dem Hund Spießrutenlaufen veranstaltet *gg)


    Ich versteh einfach net, warum einen da jeder anlabern muß. Mitten im Gespräch ne Bemerkung um die Ohren hauen. Übern bemaulkorbten Hund steigen. Direkt daneben stellen. Ich mein, was glauben die, warum er nen Mauli trägt? Damit er mir meim Bier net wegsäuft???


    Aber hey - Faro ist so weit, daß er arbeiten kann. Ich werde das jetzt angehn. Mit nem Profi, der Hunde lesen kann, und 30 Jahre Erfahrung hat. Jagdis kennt. Und Hunde versteht. Hab den Freitag im Umgang mit nem Problem-Mali gesehen, und in dem Moment wußte ich, der isses. Werde dort HuSchu machen, und im Laufe der Zeit dran arbeiten. Hab jetzt erstmal getestet, ob eine Gruppe arbeitender Teams Faro irgendwie streßt, durfte sogar direkt aufm Platz zugucken mit ihm. War gar nicht gestreßt! Im Gegenteil, kleine Aufgaben hat er mitgemacht, die ich eingestreut hatte, um sein Streßlevel einzuschätzen. Überhaupt kein Problem für ihn. Also darf er mitarbeiten in der Begleithundestunde *freu..... Bin sehr gespannt!


    Der ist da so unterschiedlich. Bei der Stunde und heut beim Doc hat er mich so überrascht, was er entspannt mitmacht oder mit sich machen läßt. Und dann kommt man in eine für einen selbst komplett normale Alltagssituation - und er rastet wieder aus und geht nach vorn. Die wollten ihn ja netmal anfassen - aber allein die Nähe, das Drüberbeugen und Drübersteigen war schon zu viel. Und ich will, daß er das lernen kann - klar kann ich ihn immer beschützen vor Allem. Oder daheimlassen, wenn ich in den Biergarten geh. Aber ich hab halt immer das Risiko, wenn ich mal net 1000% aufpasse, daß trotzdem was passiert. Und der Hund hat ja massiven Streß in den Situationen. Und den möcht ich ihm nehmen. Damit er IMMER entspannt unterwegs sein kann, lernt, es passiert ihm nix - weil so Arschgeigen wie den Vorbesitzer gibts hier nicht, laß ich nicht an ihn ran, und auch, damit ICH selbst entspannt mit ihm unterwegs sein kann und net immer gucken muß. Und, last but not least - damit er auch mal ohne mich nen Tag bleiben kann, wenn ich geschäftlich unterwegs sein sollte, wenn ich ihn mal nicht mitnehmen kann. Ohne, daß er damit Streß hat, oder wen frißt, wenn er anderweitig untergebracht ist. Das wird dauern, geht sicher net von Heut auf Morgen. Aber er lernt. Recht schnell sogar. Und ich weiß, daß er das kann. Ich muß es ihm nur zeigen :smiling_face_with_horns:

    Und ich muss echt an mir arbeiten, das nagt immer so lang an mir, wenn ich angepasst werde, obwohl ich eigentlich was Nettes wollte

    Jo - gute Idee..... *gg Wollte ich jedes Mal nen Herzinfarkt kriegen, wenn mir wer sagt, daß ein Zwergpudel jetzt nun nicht gerade der Standard in der Rettungshundeausbildung ist, ich hätt längst den Löffel abggben *ggggg