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Beiträge von BieBoss

    Du kannst dem Hund an "Homöopathie" alles geben. Was nicht wirkt, hat auch keine Nebenwirkungen.


    Wenn Du tatsächlich das Problem Deines Hundes behandlungswürdig findest, dann kannst Du ihn einem Tierarzt oder einem Verhaltensspezialisten vorstellen, die echte Therapien machen.

    Natürlich wirkt das. Sind pflanzliche Stoffe drin (u.a. aus Baldrian), wie auch in vielen schulmedizinischen Medikamenten, warum sollte das nicht wirken??


    Ich kenne das allerdings nicht, daß es Tieren verabreicht wird. Da würde ich den Tierarzt fragen.....

    Ja, ich finde es wird was das Jagdverhalten unserer Haustiere angeht mit zweierlei Maß gemessen. Das bedeutet aber nicht, dass ich es okay finde, wenn mein Hund abzischt um jagen zu gehen. Vielmehr bin ich der Ansicht, das auch Katzenbesitzer ihren Teil zum Tierschutz beitragen und das Jagdverhalten ihrer Katzen unterbinden sollten. Entweder man ist in der Lage seinen Garten entsprechend zu sichern, oder die Katze muss halt drinnen bleiben.


    Edit: Es wird dann gerne damit argumentiert, dass ein Leben ohne Freigang für Katzen nicht artgerecht wäre. Aber dann muss ich mich halt fragen, ob ich ein Tier halten kann.

    Da geh ich 100% konform mit!


    Und genau deswegen töten meine beiden Jagdhunde NICHT. Und DOCH, man KANN Jagdhunde artgerecht auslasten, ohne sie andere Tiere töten zu lassen. Ich weiß, wovon ich spreche, mit inzwischen 3 Jagdterriern Erfahrung. Meine Hunde dürfen jagen - Menschen. Auf deren Spur. Nennt man auch Fährten. Geht auch in Form von Mantrailing. Der Erfolg dabei ist das Auffinden der "Beute", also des Menschen mit der Beute, der dann die vom Hund entdeckte Beute diesem abgibt, beim Mantrailing, oder halt bem Fährten die gefunde Beute (Jackpot am Ende), die der Hundehalter dann mit dem Hund teilt, weil man ja im Team gejagt hat. Es gibt nichts, was meinen Bossi stolzer macht, als wenn ich die gefundene Beute nachm Fährten mit ihm teile, langsam, genüßlich, jedes kleine Stückerl Wurst, das er davon bekommt, eine Bestätigung, und wenn ich das noch bissel zelebriere mit ihm, ist der 10 cm größer beim Rückweg ins Auto *gg


    Es gibt auch Jagdformen wie die Zielobjektsuche, wo das gefundene Stück dann zum Halter apportiert werden kann. Ist auch ne Jagdsequenz. Suchen, finden, bringen.

    Oder Geruchsunterscheidung (Teebeutel o.ä.), bei denen der Hund seine Nase einsetzen kann. Das befriedigt nur einen kleinen Teil an Jagdverhalten, weil kein Spurenverfolgen, kein "Hetzen" in dem Sinne. Aber ist zumindest Nasenarbeit

    Oder Dummtraining für Retriever - einziger Unterschied zum jagdlichen Einsatz ist da die Art der Beute. Aber WAS ein Retriever apoortiert, ist dem doch sch..egal.... *gg


    All das befriedigt jagdliche Bedürfnisse beim Jagdhund oder jagdlich interessierten Hund, ohne anderen Tieren zu schaden und lastet aus.


    Ander Arten der Auslastung hingegen würde ich mit nem Jagdhund nicht wirklich machen, eben weil es dem Jagdbedürfnis nicht nachkommt. Also Dog Dancing, Agility o.ä. Da verspreche ich mir von den oben Genannten mehr Erfolg.


    Mit einem geb ich Dir, liebe(r) TS, aber recht: das Jagdbedürfnis muß bedient werden. Aber halt mit Beute, die ICH dafür wähle, zu einem Zeitpunkt, den ICH entscheide, und bis zu dem Punkt, den ICH angebe. Also ohne Tötungssequenz, und grundsätzlich unter meiner Kontrolle.


    Das mit dem "(nicht) gezielt Mäuse fressen lassen" seh ich allerdings selbst zwiegespalten: einerseits lasse ICH das bei meinen Hunden nicht zu, denn hier gilt (vorsichtshalber): Töten is generell tabu! Mäuse töten lassen, dann aber woanders (beim Hasen/Reh/Eichhörnchen/Ente) ausbremsen - wo soll man da die Grenze ziehen? Andererseits muß man heutzutage auch mal sehen, wofür der Hund eigentlich gezüchtet worden war: fürs Jagen.... und zwar nicht nur für die Jagd an sich, sondern (gerade Terrier!) auch für die Jagd nach Ratten und Mäusen aufm Hof, im Stall, aufm Grundstück und im Haus. Soll ich jetzt nem Terrier beibringen, die Dinger lebend zu apportieren (wär mal ne lerntechnische Herausforderung, wenn auch eher für den Halter *ggg) und sie dann in nen Käfig setzen? Oder ein Hinweisschild bauen "Hier bitte nicht, liebe Maus"? Womit wir wieder bei dem von mir neulich erst angesprochenen Thema wären: ein Hund ist ein Hund ist ein Hund......... Kein Plüschtier.... Das muß jeder für sich entscheiden, ich verurteile deswegen niemanden, wenn er den Hund Mäuse jagen läßt.


    Für mich lautet die Entscheidung, daß ich das nicht will: meine Hunde kriegen daheim Essen, brauchen die Mäuse net, im Haus haben wir keine Mäuse, und wenn, gäbe auch Mausefallen (ups - die töten ja auch....). Ich will keine toten Mäuse geschenkt bekommen vom Hund und entsorgen müssen, und ich mag weder Flöhe noch Würmer an meinen Hunden, liebver verzichte ich auf mäusische Beute, als daß ich dauernd Chemie in die Viecher stopfen muß, weil sie wieder mal Würmer/Flöhe eingefangen haben..... Bei aller Jagdleidenschaft meiner Hunde: ich jage NICHT gern Flöhe in der Wohnung...... :flucht:Und ich bin in der glückilchen Lage, hier den Entscheider spielen zu dürfen *gggg

    Also, ne Kastration wird die Probleme jedenfalls nicht lösen. Und das sind ja mehrere...

    - das Schnappen. Kann keine Schmerzreaktion sein, wenn sie nur beim Mann gezeigt wird! Hier tippe ich eher darauf, daß die Kinder in der Familie zuvor ihn über Gebühr belästigt haben und nicht ausgebremst wurden, sodaß der sich selbst zu wehren begann. Evtl. ist es bei Euch so, daß Du besser siehst, wenns dem Hund zu viel wird, und er deswegen beim Mann bis zum Schnappen gehen muß, weil er das nicht so deutlich wahrnimmt und daher nicht rechtzeitig reagiert?

    --> was aber nicht heißt, daß ich generell behaupte, der Hund hätte keine Schmerzen, wie das flying-paws schreibt! Ich sage nur, das Schnappen ist nicht auf die Schmerzen zurückzuführen, sonst würde er das auch bei Dir machen, liebe TS! Schmerz als Streßursache- und flying-paws Argumentation klingt da sehr schlüssig, auch wenn ich damit keine Erfahrung habe- sollte man auf jeden Fall ausschließen.


    - die Reaktion auf die Hündin. Solang der Hund so nen Streß hat und nicht richtig angekommen ist, ist das für mich immer erstmal streßbedingtes Aufreiten. Das ist zu unterbinden (zwingend!), und nachdems ein Streßanzeichen ist, würde ich den Hund dann umgehend aus der Streßsituation bringen. Sprich Fremdhund raus, oder unterwegs Abbruch des Spiels und weitergehn, am besten heim- weil: war eh schon zu viel. Denn wenn der Hund schon so extrem reagiert durch den Streß, zeigt mir das, daß es ihm schon zu viel war; ich hätte früher (!) abbrehen müssen. Nächstes Mal 5 Minuten gehielt zusammen was machen, nicht sinnlos rennen lassen (das sinnlose Rumgerenne ist meist kein tolles "Spiel", sondern Streßanzeichen!), lieber eine kleine Runde gemeinsam nebeneinander her Gassi gehn. Ne Kastration würde ich niemals machen lassen, solange nicht 100% feststeht, daß keine sonstige Ursache für das Verhalten vorliegt, weil sie halt nicht reversibel ist Und auch ein Kastra-Chip bedeutet Streß für den Hund, der unnötig ist, sollte die Ursache einfach nur der Streß sein. Ich teste immer erst die einfachste Lösung, die am wenigsten invasiv am Hund ist. Ne Kastra mach ich nur, wenn alles Andre abgeklärt ist und nicht geholfen hat, und der Chip ist der letzte Testlauf vorher, also eigentlich auch erst, wenn nix Andres geholfen hat, und damit quasi schon feststeht, daß die Ursache der Testosteronüberschuß sein dürfte.


    - generelle Überforderung: mag sein, zu viel Neues auf einmal, zu viel Action. Aber da wird die Kastration kaum helfen, das ist gequirlte Sch...... wenn das tatsächlich so gesagt wurde vom Trainer. Deswegen kann es eben sein, daß das Aufreiten ein Streßanzeichen ist, d.h. Überforderung ja - aber derer wird man ganz einfach Herr, indem man die Action herunterschraubt (siehe oben, erstmal einfachste Mittel austesten, also Streß reduzieren). Überforderung kann man nämlich nicht wegschneiden. Viel schlimmer: die Kastra mit der Hormonumstellung wäre zusätzlicher Streß für den Kerl. Und Euer Problem ist dann sehr wahrscheinlich immer noch nicht gelöst, weil Ihr mit der Kastra die Ursache nicht beseitigt.


    Ansonsten: der Kerle ist erst Wochen bei Euch, laßt ihn erstmal ankommen. Für den ist ALLES neu bei Euch. Menschen, Nachbarn, Tiere, Tagesabläufe, Routinen, Anwesenheiten/Abwesenheiten von Euch, Futterzeiten, das Futter, die Hausregeln, die Gassizeiten, die Umgebung, andere Tiere etc. etc. Halt einfach ALLES. Das ist mehr als genug zu verdauen, der braucht noch keine Parties mit Freunden, die ihn alle kennenlernen wollen, kein Auslastungsspaziergänge etc. Der hat damit zu tun, zu verinnerlichen, was jetzt sein Alltag sein wird, und welches Verhalten daheim von ihm gewünscht wird. Wie zB daß er nicht auf Sofa darf. Wobei Du die Frage, WARUM er nicht aufs Sofa darf, nachdem er das erst durfte, ja noch nicht beantwortet hast. Wenn Du sagst, Du magst das nimmer, weil er zu sehr haart, wär das ok. Aber ich habe den Versacht, da steckt so eine "der reißt sonst de Weltherrschaft an sich und wird dominant"-Geschichte bzw. Begründung dahintersteckt - und dann vergiß das mal ganz schnell wieder. KEIN Hund reißt die Weltherrschaft an sich, weil er aufs Sofa darf zum Kuscheln..

    Ich denke, vielfach ist er Ruf "des Tierschutzes" auch einfach etwaigem Unverständnis oder Ahnungslosigkeit auf beiden Seiten geschuldet...


    Diejenigen, die den Hund gut meinend vermitteln, kennen den nur so, wie er sich im Tierheim gibt. Kommt er daheim an, gibt er sich oft komplett anders, wie ich gerade am eigenen Leib erlebe.


    Das ist vielen Menschen so einfach nicht bewußt. Viele Tierheime schreiben das heutzutage irgendwo im Kleingedruckten auf der Website oder im Vertrag schon dazu, daß sie das Tier nur so beschreiben können, wie es im Tierheim sich zeigt. Aber mir wird zB viel zu wenig betont, womit man als Halter alles rechnen muß, wenn man den "lieben, verspielten Hund, der nur eine liebevolle Hand sucht" zu sich holt. Daß der u.U. jagdtriebig sein kann bei Straßenhunden aus Ländern, wo es Galgos etc. gibt, die da halt auch mitgemischt haben könnten, etc. etc.


    Und die Halter gehn halt teilweise total unbedarft an das Thema Hund. Ich hol mir nen Hund, der sieht hübsch aus und gut ist. Falsche Erwartungen an den Hund, das kann nur schief gehen, und wenn dann "der Tierschutz" noch (für ihn wahrheitsgemäß, weil so zeigt sich der Hund im Tierheim/Auffangstation) beschreibt, daß das ein lieber, unsicherer Hund ist, der ne tolle Familie sucht, sich dann aber entpuppt als Jagdsau, die nie ohne Leine wird laufen dürfen o.ä., oder die keine andren Hunde mag, da ist halt dann ein Scheitern oder zumindest Enttäuschung vorprogrammiert. Und dann ist pauschal "der Tierschutz" schuld. Man muß sich halt auch als angehender Hundehalter darüber im Klaren sein, daß auch im Tierschutz viele Menschen unterwegs sind, die es gut meinen, aber nicht so extrem die Erfahrung haben, zB mit Fehlverhalten beim Hund..... Gibt doch genügend Menschen, die netmal den EIGENEN Hund kennen (ich sag nur "die spielen doch so schön", während das "Spiel" längst in übles Mobbing ausgeartet ist!) - warum erwartet man dann von Menschen im Tierschutz, daß die sich alle perfekt auskennen...... Die tun ihr Bestes, und die Halter sind schon auch selbst verantwortlich, sich über die gewünschte Rasse und das gewünschte Exemplar zu informieren, es kennenzulernen, und selbst zu überlegen, ob es passen könnte. UNd dafür, die Bereitschaft mitzubringen, mit dem Hudn zu arbeiten. Ein Kind kommt ja auch net mit nem Einser-Abi auf die Welt, da muß man auch arbeiten mit! Aber da wird dann halt mit Sicherheit gern die eigene Bereitschaft, sich mit dem Thema zu beschäftigen, zu "DIE sind doch die Experten", und damit die Verantwortung abgeschoben. Und andererseits dann aber beschweren über Vorkontrollen, wenn man aber den Andren die Entscheidung überläßt, obs passen würde.....


    Das ist halt das Probem: geht was schief (weil Hund paßt tatsächlich net, oder Halter kann einfach net mit genau DEM Verhalten umgehen, oder hatte überhöhte Erwartungen), brauchts nen Schuldigen, und den suchen die Leute seltenst bei sich selbst, sondern das muß dann "der Tierschutz" gewesen sein. Die haben dann eben alles falsch gemacht *gggg


    Abgesehen davon ist "schlechter Tierschutz" auch relativ. Ist immer Definitions- und Ansichtssache. Tierschutz kann einerseits nicht schlecht sein, weil hilft immer und meints erstmal nur gut. Andererseits stelle ich an ne Orga andere Ansprüche: das sollte nachhaltig sein. Also einfach Viecher ausm Ausland hierher karren, immer wieder, halte ich für absolut sinnlos. Weil der Nachschub nie versiegen wird, man tut nie was dafür, daß es den Tieren vor Ort besser geht und sich die Situation ändert. Nutzt nur, wenn man mit den Tieren von dort Geld machen wollte, weil der Nachschub dann nie versiegt. Da muß ein Konzept dahinterstehen: Menschen vor Ort aufklären, an den Strukturen vor Ort versuchen, was zu ändern, in Schulen gehen und dort arbeiten am Verständnis für Tiere, Kastrationsaktionen für Straßentiere, und auch vor Ort mit den Menschen arbeiten, denen es nicht gut geht: habe ich nichts zu essen, ist es mir reativ wurscht, ob der Hofhund heute Bio-BARF bekommt oder die Katze vom Nachbarhof frißt oder halt mal Hunger hat.


    Nichsdestotrotz: wenn ich mich in die Menschen reinversetze, die "einfach nur Viecher dort rausholen", wie ich oben so bildhaft beschrieben habe, kann ich gut verstehen, daß man einfach mal irgendwo anfangen muß. Man sieht, den Tieren geht es schlecht, man will denen helfen, man bringt sie wo hin, wo es ihnen (hoffentlich) besser geht. Das hilft in dem Moment, trotz allem, denn man kann was gegen das Elend tun. Dennoch ist für mich persönlich "gute" Tierschutzarbeit eine, die viel weiter geht. Aber deswegen kann und darf ich nicht die Menschen verurteilen, die dort hingehen und einfach erstmal die Ärmel hochkrempeln, indem sie einfach nur erstmal Tiere vermitteln.


    Ein bißchen Verständnis für die Arbeit im Tierschutz - aber das ist glaube ich sehr schwer, den Menschen ist nicht klar, daß man da halt oft in Abgründe sieht (weil sie es gottseidank nie sehen mußten), und deswegen fehlt das Verständis.


    Das ist halt sehr vielschichtig, jeder hat ne andre Vorstellung von Tierschutz, wie er sein sollte. Und es spielen viele Emotionen mit, denn das Engagement im Tierschutz passiert sicher nicht, weil man dort reich werden kann. Und wenn Emotionen im Spiel sind, Menschen enttäuscht sind, dann wirds halt schnell mal unfair, die Leute lästern, schimpfen, weil sie ein Tier bekommen haben, das nicht nur "Steiff"-Plüschtier ist, sondern Arbeit macht, oder jemand, der halt ganz offensichtlich nicht geeignet ist für die Haltung dieses einen Hundes, bekommt ihn nicht und ist beleidigt und zieht nun über den Tierschutz her.


    Da ist es halt wie überall im Leben: bin ich zufrieden, halte ich die Klappe, bin ich enttäuscht, schrei ich meine Entrüstung in allen Foren und via Facebook laut raus, und ziehe über "den Tierschutz" her.


    Und Selbiger hat Besseres zu tun, als via Marketingkonzept die Leut davon zu überzeugen, daß sie ihren Job echt gut machen, also bleibt er halt so stehn, der Ruf......


    Ich denk da immer an den guten alten Spruch meiner Großmutter: "Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die keiner kann."..... *ggg

    JA, ernsthaft!! Und das kommt von mir, deren Kleinhund auch schonmal fast tödlich angegangen worden war! Verdammt, sowas kommt vor, und wenn der Halter die Konsequenzen daraus zieht und den Hund anständig sichert, was soll der Käse! Der Sinn eines Leinen, und Maulkorbzwangs oder einer Anzeige ist, daß niemand mehr gefährdet wird. Und wenn der Halter das von sich aus tut, dann ist der Sinn erfüllt, kann ich mir die Anzeigen sparen.


    Eine Anzeige ist kein Mittel, sich für irgendwas zu rächen......


    Hunde sind Hunde sind Hunde sind Hunde. Keine Steiff-Tiere. Und wer sich dessen nicht bewußt ist, sollte besser keinen halten.....

    War gestern mit Faro alleine 2 Stunden unterwegs. Hab erstmals 10 Meter Schlepp mitgenommen. Ganze Strecke mit Maulkorb, weil ich bei 10 Metern Schlepp net einwirken könnte, wenn einer kommt und Faro dort hingeht, und dann mit der Angst zu tun kriegt und loslegt in Richtung "nach vorn".


    Den Mauli hat er superschön getragen, 1-2mal kurz versucht, abzustreifen, aber NEIN versteht er und geht dann echt weiter.


    Er bekommt langsam ne Idee, was SITZ bedeuten könnte *gg, orientiert sich superschön an mir, wenn ich weitergehe, geht er auch weiter, ohne daß irgendwo an der Leine was ziehen muß dafür. Wenn ich stehnbleib, um mir nen Schuh zu binden, bleibt er stehn, ohne daß ich überhaupt was sage. Cool..... dog-face-with-floating-hearts-around-headface Er zeigt Wildspuren gaaaanz deutlich an, bin extra durchs Naturschutzgebiet mit ihm, weil ich weiß, daß es dort Spuren gibt, wollte ihn in so Situationen sehen, die Reaktion kennenlernen. Steht zum Teil vor wie ne Eins, das hab ich angefangen, mit "ZEIGEN" zu bezeichnen und zu loben. Kommt wenn ich weitergehe und ihn anspreche, jeweils problemlos mit. Am Waldrand dann, wo Millionen Rehe leben (mein Anti-Jagdtrainings-Reservat hier - da trifft man garantiert an jeder Ecke eines! *ggg), war er ziiiiemlich aufgeregt, ist nur noch durchs hohe Getrüpp gehüpft, aber trotzdem noch durchwegs ansprechbar, kein Spurlaut o.ä.! Einmal ne Katze getroffen, die ist fauchend auf ihn zugerannt, mußte ich mit dem Fuß aufhalten!:shocked: Da isser kurz neben der Spur gewesen, und gab Hetzlaut. Aber war auch ganz schnell wieder ruhig; nach wie vor: er kommt uuuunheimlich schnell wieder runter..... und: ihn interessieren Leute, Fahrräder, Kinder etc. halt mal sowas von überhaupt net, solang ihn keiner anspricht. Wenn wer frontal auf uns zukommt mit 5 Taschen der so, zögert er bissel. Orientiert sich aber zu mir, nicht nach vorne. Guckt mich richtig an "was machen wir jetzt?" Nehm ihn dann hinter mich und gehe weiter. Scheint ok zu sein für ihn, er kommt dann mit und bleibt entspannt.

    Rückruf ohne Ablenkung funktioniert schon meist sehr schön:

    Datei von filehorst.de laden


    Er bekommt langsam ne Ahnung, was mein Freigabesignal bedeutet, und daß man an Türen wartet, bis Selbiges kommt, bevor man losdüst.


    Zwischendurch hab ich ne kleine Pause gemacht, auf einer Bank sitzend - lt. Tierheim hatte er massive Probleme damit, wenn jemand stehenblieb, weil er überfordert war, es könnte wer was von ihm wollen. Also, bei mir isser da tiefenentspannt. Kam sogar ne Runde genußvoll kraulen lassen zu mir!

    Hier, ich konnte das einfangen:

    Datei von filehorst.de laden

    (das Gelaber bitte ignorieren *ggg)


    Ansonsten hatten wir mega viel Spaß zusammen. Ein kleines Erlebnis hatte Faro noch: er hat den Stein des Todes gefunden!! :ugly::ugly::ugly: Bei uns im Flüßle gehen Bossi und er bei so ziemlich bei jedem Gassi baden - meist an derselben Stelle. Und gestern war er auf einmal mega-aufmerksam aufs Wasser. Hab schon gedacht, er hätte ne Ratte oder so im Visier, weil er das Wasser so angestarrt hatte. Aber da war - nix...... Dann isser langsam mit der Nase weiter rein. Die Hinterfüße blieben aber stehen. Gaaaaanz vooorsichtig hat sich die Nase in eine bestimmte Richtung gestreckt. Irgendwann nahm er dann das Füßchen dazu, und tappte wo dran. Bis ich geschnallt hab: da lag ein Stein von ca. 20-30 cm Durchmesser im Wasser, und der Wasserstand war halt heut 2 mm höher/tiefer als sonst, sodaß um den Stein rum ne "komische" Strömung entstanden war. Und diesen "gefährlichen" Stein hatte Faro im Visier... :lol::lol: immer wieder hat er ihn mit dem Fuß angetippt. Drumrumgelaufen, von der andren Seite angetippt. Nachdem sich das Gemeine Wassermonster aber nicht bewegt hat, hat er sich getraut, es auch mit der Nase anzustupsen. Immer schön vorsichtig, die Hinterbeine gaaanz weit weg stehengelassen, stets fluchtbereit. Irgendwann hat er dann festgestellt, daß das Ding sich net bewegt. Also muß man es auffressen. Ähm, bissel schwierig mit Mauli...... *ggggg Hat aber auch da auf ein NEIN reagiert - ihm fehlen schon genügend Zähne, die muß er net noch an nem Stein ausbeißen.....

    Komisch fand ers dennoch: beim Verlassen des Wassers wirkte er doch bissel erleichtert, und hat sich dann auch mal richtig feste geschüttelt...... :herzen1::herzen1::herzen1: So süß, der kleine Dummbatz.....

    (ich habs auf Video, is aber zu lang, das hier einzustellen....)


    Hinterher hat er gut geschlafen...... *ggg


    Achja, das Coolste überhaupt: er bleibt genauso problemlos alleine wie die andren beiden auch.... Ich geh raus wie selbstverständlich, er legt sich hin wie selbstverständlich. Fertig. So einfach geht das...... Wow..... (ok - er war drei Jahre im Tierheim und hatte niemanden, dem er sich hätte anschließen können, hätte mich also sehr gewundert, wenn er bei mir dann Terz gemacht hätte. *ggg Hätte er auch nicht lange gemacht. Mit dem Hintergrund, daß er das seit mindestens 3 Jahren kennen mußte, hätte er beim ersten Versuch nen Anschiß kassiert *ggggg)


    Gestern war mein Freund da, den er ja schon zweimal zwickend angehen wollte. Hab ihn (den Hund!) diesmal aber net in die Box gesetzt wie die letzten Tage, sondern Mauli aufgesetzt. Er ging ihn damit wie immer an der Wohnungstüre begrüßen, aber ohne zu grummeln, und hat sich anschließend mitsamt dem Mauli auf seine Decke gelegt, Kopf abgelegt, und gechillt...... :bindafür:Yeah....!


    Wenn ich ihn in die Box setze, und er aufgeregt ist, fängt er neuedings an, ganz hoch zu qietschen, fast unhörbar, eher Richung Kreischen, kann das schlecht beschreiben.... Da kommt dann die Aufregung raus, wenn er lieber springen möchte, weil er jemanden begrüßen will oder so. Aber auf ein "RUHE!" hält er die Klappe, setzt sich anständig hin, und meist echt schnell entspannt er so weit, daß er sich hinlegen kann.


    Sechs Wochen bei mir, und immer noch voll in der Kennenlern-Phase. Es macht Spaß, Dinge zu testen, zu sehen, wie er reagiert, und ist mega-spannend.... Mein kleines PowerPaket..... :herzen1:

    Es klingt manchmal so als gehöre es zum "guten Ton" eines Terrierhalters die Schilddrüse untersuchen zu lassen. Lasst ihr das prinzipiell machen oder nur bei Auffälligkeiten?

    Hab ich nie machen lassen, wozu auch. Sowas macht man dann, wenn ein VErdacht besteht, oder irgendwelche Symptome, für die Schilddrüsenprobleme ursächlich sein könnten. Halt wenn ich ein Verhaltensproblem habe, dann muß ich zuerst nach körperlichen Ursachen suchen, um diese auszuschließen. Denn wenn Hund aus hormonellen Gründen nicht in der Lage ist, zB sich zu konzentrieren o.ä., ist er nicht aufnahmefähig, und wenn es Aggressionsprobleme gibt, die auf hormonelle Probleme zurückzuführen sind, komm ich halt mit egal welchem Verhaltenstraining nicht weiter. Daher bei Verdachsmomenten ERST alles körperlich abchecken (v.a., wenns bisher gut gelaufen war, und auf einmal nimmer paßt), bevor ich mit Training am Verhalten rumdoktere.


    Bei Faro werd ichs machen müssen, weil der schlichtweg mit Schilddrüsenproblemen schon herkam. Da sind weitere Tests und ein gewisses "monitoring" natürlich Pflicht. Der ist eh unsicher und geht bei Unsicherheit gern nach vorne (zwickt "nur", bislang kein Blut geflossen - aber muß ja nicht mehr werden *gg), wenn dann noch die Hormone net passen, sind irgendwelche potentiellen Vorfälle vorprogrammiert, und ist ein Training sinnlos, weil nicht zielführend. Denn dann arbeitet man an einer Baustelle, die eigentlich gar keine ist, weil eigentlich die Hormone schuld sind, net das Verhalten selbst.

    .....

    Mit so einem Hund in den "falschen" Händen (und das ist NICHT böse gemeint, aber wärst du die richtige Person für diesen Hund, wäre es nicht so weit gekommen und der Hund wäre schon vorher mit MK gesichert) bist du eine Gefahr für die Umwelt. Und das geht einfach nicht...

    ....

    DAS ist unfair! Der Hund ist seit 4 Wochen bei dem jetzigen Halter, der konnte das nicht vorhersehen, geschweige den wissen! Der Hund war angeleint, also sogar gesichert. Und der getötete Hund lief frei und unbeaufsichtigt und hat sich nicht wegschicken lassen. Der/die TS hat also sogar eingeriffen, sobald er/sie konnte - und ich weiß genau, WIE schnell sowas gehen kann. So schnell kann man manchmal gar nicht gucken.


    Der/die TS schreibt hier, weil er/sie nicht weiß, was er/sie tun soll. Sucht Hilfe. Dann mußt Du ihm/ihr nicht vorschmeißen, er/sie wäre ungeeignet für diesen Hund. Einen neuen Hund muß man grundsätzlich erstmal kennenlernen, und selbst wenn man Bescheid weiß - Situationen einschätzen kann man erst nach einiger Zeit. Was sind die Auslöser, wie weit wird der Hund gehen, wenn ich s niht verhindere - all das sind Sachen, die man nicht wissen kann, bevor man nicht den Hund kennt. Jemanden zu verurteilen, nur weil er nach den ersten 4 Wochen mit seinem Hund diese Katastrophe nicht hat kommen sehen und verhindern können, ist nicht sehr hilfreich...


    Ich habe noch nicht alles gelesen, aber mir tut der kleine Hund leid (nicht die Halter, die wollten es offenbar nicht anders), aber auch der/die TS - es ist nicht leicht, sowas zu erleben..... Aber, liebe(r) TS: versuch, Dir klarzumachen, daß der Hund nichts dafür kann. Er ist nur das, was in ihm steckt, oder was ihm beim Vorbesitzer beigebracht wurde! DAS wird jetzt Deine Aufgabe sein, die Du ja schon begonnen hast: weiterhin aufpassen, daß nichts passiert, weiterhin an seinem Verhalten arbeiten, und - ausreichend sichern, sprich mit Maulkorb......


    Es wird dauern, bis Du darüber hinwegkommst. Aber man wächst mit jedem Hund, den man bekommt.


    Aber was ganz wichtig ist: ich würde echt umgehend zum Besitzer des getöteten Hundes hingehen, ihnen sagen, wie leid es mir tut, mich tausendmal entschuldigen. Und hoch und heilig versprechen, daß sowas nie wieder vorkommen wird, weil Du den Hund künftig sicherst wie Fort Knox..... Vielleicht kannst Du damit auch dazu beitragen, daß es keine Anzeige geben wird gegen Deinen Hund und Dich. Und das hat auch bissel was mit Anstand zu tun. Ein schwerer Gang, ja - aber das muß schon sein...


    Alles Gute!

    Mit bissel Glück hat ein Freund den A... vorhin an Ort und Stelle gesehen (seine Familie hat dort den Garten, und er ist gerade dort). Haben jedenfalls mal ein Kennzeichen, scheint da unten in der Straße zu wohnen, wo es passiert war. Dann guck ich den Kerl mal aus der Nähe an morgen, er hat den aus seiner Einfahrt rausfahren sehen, weiß jetzt also wo der etwa wohnt..... *yeah....

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