Welche Fütterung bevorzugt ihr und vor allem: Warum?

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    Sooo,


    ein heikles Thema, ich weiß. In fast allen Futterthreads kommt irgendwann eine Diskussion darüber auf, was man füttert/füttern sollte und warum das so ist - egal, ob es um die TroFu-NaFu-Frage geht, den Fleischanteil, getreidefrei oder nicht, usw.


    Deshalb dachte ich, dass es vielleicht nett und auch hilfreich wäre, wenn man hier einen eigenen Platz für solche Fragen und Diskussionen hätte. Also: Wieso seid ihr von eurer Fütterung überzeugt und würdet sie weiterempfehlen? Vielleicht - hoffentlich - können wir uns darüber austauschen, ohne uns die Köpfe einzuhauen :D Jede Fütterung hat ihren Platz, jeder Besitzer füttert auf seine Art, weil er es für das Beste für seinen Hund hält - und draufzuhauen (worauf auch immer) soll nicht das Ziel dieses Threads sein. Eher das gemeinsame Überlegen und Anregungen finden.


    Ich selber bin ein Freund von Futter, welches einen recht hohen Wasser- und Fettanteil hat und nicht zu mehr als 40% aus Kohlenhydraten besteht. Lieber sind mir 20-30% maximal. Warum? Meine Hunde verdauen KH nur sehr schlecht, meistens sind die Haufen dann größer als das, was sie gefressen haben. Würde ich nur auf KH bei der Energiegewinnung setzen, würden meine Hunde wohl zwangsläufig Protein dazu heranziehen, und genau das darf ja nicht passieren. Deshalb setze ich in meiner Fütterung auf Fett.

    Zudem würde ich persönlich nicht ausschließlich (oder zu hohen Anteilen) etwas essen wollen, das praktisch komplett dehydriert ist. Das finde ich für so ziemlich jedes Lebewesen widernatürlich und der Sinn darin, etwas Trockenes zu kaufen und dann wieder mit Wasser zu mischen, geht mir auch irgendwie ab. Ich hab mich allerdings erst im Laufe dieses Jahres dazu durchringen können, TroFu wirklich nur noch als Leckerchen zu geben, wenn überhaupt - und Lobo knuspert auch die letzten Vorräte noch zum Hauptfutter auf. Er bekommt einfach immer ein paar Bröckchen ins NaFu, bis die Säcke leer sind. Denn, da sind sich wohl alle einig, es ist einfach saupraktisch. Und ich bin faul. Und geruchsempfindlich. Deshalb stehen hier auch noch zwei Säcke rum...

    Das heißt aber nicht, dass ich KH-frei füttere. Meine Hunde bekommen Flocken, Gemüse und Obst, vorrangig als Ballaststoffe. Und zu fast jeder Mahlzeit Fett dazu, das ist mir wichtig.


    Tatsächlich würde ich gerne wieder roh füttern (oder zumindest frisch, mir schwebt da immer ein leckerer Fleischtopf aus Putenbauch für die Hunde vor), aber das ist mit Elli nicht mehr machbar. Vielleicht eines Tages, wenn sie wieder ein Immunsystem hat, das tut, was es soll. Bis dahin ist mir das zu heikel.


    Wie ist das bei euch? Gerne Getreide? Gerne völlig verrückte Futtermischungen, die sonst kein Mensch kennt? Kräuter dazu? Warum füttert ihr so, wie ihr füttert - was sind eure Gedanken und Überzeugungen dahinter


    LG,

    Kata

  • Edit: Jetzt musste ich gerade über mich selber lachen, denn ich füttere sehr wohl etwas, das man mit Wasser mischen muss: Trockenbarf. Weil ich mag, dass man es nach den Bedürfnissen des Hundes zusammenstellen kann. Weil ich sehe, was ich füttere. Mein Kopf findet das also anscheinend okay mit dem Wasser, solange es "natürlich" ist (bitte die Anführungszeichen nicht überlesen ;) )...

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  • Ich versteh nicht recht. Hunde ziehen doch ihre Energie aus den Proteinen.

    Was meinst du damit, dass sie das nicht dürfen?

    Proteine werden zum Aufbau genutzt, aber Energie daraus ziehen? Das belastet doch unheimlich die Organe...

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ich weiß nicht was du meinst.

    Meinst du bei reiner Fleischfütterung?

    Ich meine immer dann, wenn der Hund seinen Energiebedarf nicht aus was anderem ziehen kann - wenn das Futter wenig Energie in Form von Fett oder KH hat, muss der Körper Proteine dafür verwerten. Und jetzt überlege ich gerade, ob ich mich falsch ausdrücke :tropf::???:

  • Da stimme ich zu, weil Hunde - wie Menschen auch, Energie aus aufgeschlossenen KH und Fett ziehen. Sind mangels zu wenig Fett oder KH zu wenig Energielieferanten dabei, muss das Eiweiss genommen werden. Da Hunde aber keine reinen Fleischfresser sind, wie zB Katzen, sind die Organe - vor allem Leber und Niere - damit auf Dauer überlastet und können leicht Schaden nehmen.


    Edit: Siehe Energiestoffwechsel und Baustoffwechsel. Eiweiss braucht der Hund für den Baustoffwechsel. Die Katze zB zieht aus Eiweiss Energie und ist darauf ausgelegt.


    Bei den meisten meiner Hunde wurde bisher am besten eine Fütterung vertragen, bei denen es mehr KH als Fett gab. Einen Hund hatte ich mal, der hat KH auch nicht so gut vertragen. Aber im Grunde genommen haben sich hier bei den vielen Hunden, die hier waren (oder die ich im engen Bekanntenkreis habe) auch eher KH als außergewöhnlich viel Fett als Energielieferant am besten bewährt.

    Natürlich (!) braucht es Fett - allein schon für ungesättigte Fettsäuren. Haut, Fell und Co quittieren zu wenig Fett auch meist.

    Aber so im Großen und Ganzen bestätigen mir hier die Hunde, was ich auch auf Seminaren von Diätetik TÄ erfahren habe.


    Ich füttere gemischt. Großteilig Trockenfutter, bei dem ich auf ausgewogene Werte achte und die sehr gern auch Getreide enthalten dürfen (gibt aber auch mal welches mit Kartoffel, aber ist eben sehr vieles, wo zB Reis drin ist), manchmal koche ich und manchmal gibts was Rohes.


    Wenn ich mal Dosen geschenkt kriege, werden die aber auch gern gefuttert.

  • Diego wurde gemischt gefüttert, ein Teil hochwertiges Trockenfutter das meinen Kriterien entsprach, und nicht nur eine Sorte, dazu ebensolches Naßfutter, auch gekochtes Gemüse Kartoffeln usw., Rohfleisch und Fleischknochen, und so hatte er immer Abwechslung im Napf und hatte sein Leben lang keinerlei Verdauungsprobleme.:nicken:

    Ich fand das für ihn die optimale Fütterung, und er fand das auch.blushing-dog-face

    Würde ich bei jedem Hund wieder so machen.

  • Kann es sein, dass du meinst, wenn der Hund mangelernährt wird, dass er dann auf die eigenen Reserven zurückgreift und an Muskel, also Proteine, geht?


    Davon abgesehen, kann man nicht alle Hunde nur mit Fleisch ernähren, weil bei manchen Hunden wären das enorme Mengen.

    Aber das geht durchaus. Aber Fleisch ist ja nicht gleich Protein.

    Oder versteh dich grad gänzlich falsch.

    :ka:

    Die normale Proteinverdauung ist für einen gesunden Hund völlig unkompliziert..

  • Was ist dir denn bei den Werten wichtig? :) Ich orientiere mich da meist an Rohprotein und Fett, die Asche versinkt gerne mal in irgendeiner Schublade im Gehirn und auf Rohfaser habe ich, bei TroFu, ehrlich gesagt noch nie geachtet. Calcium noch, weil davon meist so unfassbar viel im TroFu enthalten ist.

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