ANZEIGE

Beiträge von Hummel

    Hast du die offizielle Genehmigung diese privat an dich adressierte Mail zu veröffentlichen? Ansonsten melde das bitte, dann muss das gelöscht werden.

    Genau das meine ich ja. Den Babyblues gibts und das hat eine medizinische Ursache die 1:1 mit der Geburt verknüpft ist. Deswegen ist das auch eine anerkannte Krankheit. Beim Kauf eines Welpen ist das etwas anderes - es sei denn, man ist eben ggf insgesamt etwas instabil emotional - das wäre aber dann eine andere Krankheit und kein "Welpenblues". Sonst müsste es für einige Dinge im Leben einen medizinisch anerkannten Blues geben...

    Eben nicht. Deshalb können ja auch Väter und Adoptiveltern den Babyblues bekommen.

    Postnatale Depression bei Vätern ist aber was anderes als bei Müttern.

    Mich würde mal interessieren, welcher Mediziner den "Welpenblues" kennt. (Parallel gern nach "Babyblues" fragen...)

    Den Babyblues gibt es tatsächlich. Da allerdings mit medizinischer Erklärung. In der Plazenta werden während der Schwangerschaft sehr viele Glückshormone produziert, die nach der Geburt weg sind. Endorphin und Östrogen werden recht plötzlich weniger und das verursacht Gefühlschaos.

    Und ja, frischgebackene Mütter haben viel mit frischgebackenen Hundebesitzern gemeinsam, nur ohne Plazenta 😅.

    Erst ist die Vorfreude da, die jahrelang (!!) aufgebaut wurde. Erwartungen und Träume haben sich entwickelt, man sieht sich, das kleine Wesen und das gemeinsame Leben klar und deutlich vor sich.

    Genau das meine ich ja. Den Babyblues gibts und das hat eine medizinische Ursache die 1:1 mit der Geburt verknüpft ist. Deswegen ist das auch eine anerkannte Krankheit. Beim Kauf eines Welpen ist das etwas anderes - es sei denn, man ist eben ggf insgesamt etwas instabil emotional - das wäre aber dann eine andere Krankheit und kein "Welpenblues". Sonst müsste es für einige Dinge im Leben einen medizinisch anerkannten Blues geben...

    Mich würde mal interessieren, welcher Mediziner den "Welpenblues" kennt. (Parallel gern nach "Babyblues" fragen...)


    Wenn ich einem Psychiater allerdings beschreibe, was hier in manchen Threads steht:


    "Ich hab mittlerweile seit über zwei Wochen nicht mehr geschlafen, bin nur noch am Heulen"

    "Kann schon lange nichts mehr essen, ich weiß einfach nicht weiter! Ich mach mir Vorwürfe, wenn ich ihn ansehe, ich schaffe das nie. Vielleicht sollte ich ihn abgeben, ich kann einfach nicht mehr und heule seit Wochen"


    und so weiter... ich bin mir sicher, dass er für solch eine Reaktion durchaus Namen von Krankheiten hätte. Nur die sind nicht in der Anschaffung eines Welpen begründet.


    Ich find es auch total normal, dass einen ein neuer Hund nerven kann, in den Wahnsinn treibt etc pp - wenn das der "Welpenblues" wäre, würde ich das Wort sogar putzig finden und unterschreiben, dass es das gibt. Mir gehts um diese wirklich krankhaften Auswüchse und das mit "das ist normal, das ist der Welpenblues" zu begründen, wie es OFT passiert - als wäre es eine normale oder zumindest häufig auftretende, medizinische Folge des Welpen (wie beim Baby...) - das ist für mich nicht nachvollziehbar und hilft weder den Betroffenen (die wirklich Hilfe brauchen) noch sonstwem.

    KOMM MAL KLAR. Da ist ein Hund eingezogen - sonst nichts.

    Wie war denn dein Gefühl beim ersten eigenen Hund? Kein Angriff und ich hab einen Welpen-Blues auch noch nie erlebt und stimme dir an sich völlig zu. Da ist "nur" ein neues Familienmitglied, ich liebe Welpen und mit ihnen die Welt zu entdecken :herzen1: und weiß eh, dass Hunde absolut in mein Leben passen und dass auch Sorge und Training und Charakter und Yipieh und Zusammenwachsen dazu gehört

    Ich hatte schon immer Hunde um mich - aber nie meine eigenen. Und ich war fest davon ausgegangen, dass meine Eltern sich freuen und ich - wie immer im Leben - immer zu ihnen kommen kann, falls dann doch mal ein Problem auftaucht. Als das nicht war - hatte ich Angst. Was mach ich wenn..? Ich hatte sicherlich zwei, drei schlafarme Nächte und habe am Ende abgewogen: Was ist wichtiger? Der Wunsch nach Hund oder der Wunsch nach Hilfe und hab mich dann entschieden. Und dann war es auch gut. Klar, war ich mal unsicher oder so. Aber ich hätte deswegen nie wochenlang kaum geschlafen, nicht gegessen, stundenlang geweint oder so.


    Ich sag ja nicht, dass man nicht durchaus mal Muffensausen bekommen kann, wenn man das erste Mal einen Hund bekommt. Aber das ist für mich keine Krankheit, sondern völlig normal und damit sollte man als erwachsener Mensch umgehen können. Auch wenn es keine "schöne" Zeit ist. Sie sollte auch irgendwie zeitlich recht eng begrenzt sein und sich nicht wochenlang hinziehen. Dann ist das alles normal und hat meiner Meinung nach, keinen Krankheitsnamen verdient.

    Mit der Einstellung wirst du keine Probleme haben, die sich nicht lösen lassen!

    Ich sage nicht, dass Menschen, die einen "Welpenblues" haben - also krankhafte Zustände von Stress und Depression - nicht krank sind!! Sie haben definitiv ein Problem und eine Krankheit und sie brauchen ärztliche Hilfe und das schnell und gut.

    Ich nehme das absolut ernst.


    Aber der Welpe ist nur das Symptom. Nicht die Ursache. Und darum gehts. Da wird der Bock zum Gärtner gemacht.

    Es "trifft" einen nicht. Es ist eine - in meinen Augen - Entscheidung, sich in die Opferrolle zu begeben.


    Wie gesagt - ich hab ja meine Geschichte vom ersten eigenen Hund geschrieben - ich habe auch nur "mach das bloß nicht" und "auf uns brauchst du nicht bauen, das musst du alles ganz allein hinbekommen" zu hören bekommen. Und ja, ich hab mir ein paar Tage hart Gedanken gemacht. Aber es ist definitiv eine grundsätzlich psychische Haltung sich dann in ein "oh mein Gott, ich kann das alles nicht und ich renn in eine Depression" fallen zu lassen. (Und ja, ich weiß, was Depressionen sind. Nur, falls jemand denkt ich rede von einer Krankheit, die ich vom Papier kenne.)

    Es ist schlicht ein Phänomen der neuesten Neuzeit - vermutlich begann es mit der Popuplarität von Foren und Facebook - da nämlich, wo man plötzlich am Perfektsein gemessen wird - öffentlich.


    Ich bin seit 2006 im DF - und ich sag dir, dass dieses Phänomen erst seit einigen Jahren überhaupt besprochen wird. Da fällt es schwer, wenn man plötzlich eine bislang unentdeckte Krankheit namens "Welpenblues" ernst nehmen soll.

    Ich kenn das selbst, dass man sich nen Kopf macht beim ersten Hund. Lag bei mir vor allem daran, dass meine Eltern damals rigoros dagegen waren und mir jede Unterstützung nicht geben wollten. Also ist nicht so, dass ich nicht weiß, was Sorgen sind, dass etwas nicht klappt. Aber da hatte ich trotz allem keine Ausfälle im Sinne von Ess-, Schlaf- oder sonstwas Störungen.

    Ich schließe mich der Meinung von Helfstyna an.


    Welpenblues gibt es nicht. Es gibt den Welpen als Auslöser für ein ganz anderes psychologisches Ungleichgewicht und weil es ja einen Babyblues gibt (der aber medizinisch tatsächlich begründet ist durch die Hormone), wurde der Begriff übernommen, damit sofort klar ist: Das ist eine Krankheit, da kann ich nichts für und es ist schlimm.


    Immer perfekter sein wollen, mit Frust nicht umgehen können, sich nicht in seinem Können verwirklicht sehen im Welpen... all sowas halt.


    Ich find es völlig normal, dass man sich bei JEDER großen Anschaffung ein paar Gedanken macht. Alles andere wäre auch nicht normal. ABER - dass das gleich mit Heulen, Schlafstörung, Essstörung und Depressionszuständen einher geht ist - wie es so oft beschrieben wird - da kann ich nur den Kopf schütteln und denke mir auch ganz ehrlich: KOMM MAL KLAR. Da ist ein Hund eingezogen - sonst nichts. Das ist ein nettes, soziales Lebewesen, was man als Hobby hat.

    Armes Kerlchen. Hat versucht das einzig Sinnvolle zu tun aus Hundesicht - nämlich Ruhe und Ordnung herstellen - und hat dafür von einer Hundetrainerin den Stempel "Asi" bekommen.


    Du kannst da nichts für!! Ich ärgere mich über solche sogenannten Hundetrainer, sonst nichts.

    Also ehrlich jetzt. Was ist denn das für eine Schwachsinnsaussage "hoch unverträglicher Hund"? Sorry, die meisten Dinge sind via Internet nicht wirklich gut zu beurteilen, weil man es nicht live sieht. Aber ein Hund, der eigentlich nur seinen Raum und seine Ruhe haben will ist ein NORMALER HUND!!! Dass er als Kommunikationsmittel dafür eher deutlich wird, ist Charakter- und Rasse abhängig. Wenn er es nicht kennt, kommt ggf auch einge gewisse Unsicherheit dazu - das wiederum liegt im Bereich der Glaskugel, das müsste man sehen.

    Und ich glaub tatsächlich wirklich nicht, dass er gemobbt hat. Kann dir auch sagen warum: Weil es null Sinn macht, dass er wenn er kann, andere Hunde ignoriert. Das widerspricht Mobben. Das klingt eher nach: Er wollte in einem eskalierenden Haufen ungeregelter Hunde einfach mal für Ordnung sorgen. Und das passt zu meiner ersten Aussage: Er ist ein total normaler und durchaus sozialer Hund!!


    Dieser Quatsch, dass Hunde immer nur lustig spielen wollen müssen um "normal" zu sein. Menschen, die das denken, vergessen, dass dieses übermäßig Kindliche erst über viel Zuchtselektion in Hunde hineingezüchtet wurde.

ANZEIGE