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Beiträge von Hummel

    Ich würd das Ei so abbauen, wie empfohlen. Also erstmal oben ein "Depot" hinstellen und ihn im Zweifel mit der Leine hochleiten. Und dann gibts halt oben was. Und dann mal einen Tag nicht und dann wieder ein paar Tage schon und so weiter.


    Bzgl der Kekse - ich denke da würd ich Emil sagen, dass er sich über den Keks für Fiete nicht aufregen soll. ;) Bzw dass seine Aufregung bezogen auf die Situation zu hoch ist.

    Meine Welpen hatten immer ne Runde mit den anderen zusammen, sind dann ins Auto gewandert und dann gabs noch ne Runde für die Großen (oder Training). Manche Tage hatten die Großen auch nur die kleine Runde - also so, wie es für mich grad gut gepasst hat. Wichtig ist nur, dass beide lernen, mal zurück zu stecken. Und als Empfehlung: Das sollten sie von Anfang an lernen.

    Nein. AUS ist immer hier das sofortige, Reflexartige "Klappe auf und sich n Stück zurücknehmen und warten auf das, was als nächstes kommt.


    Wenn ich will, dass der Hund etwas nicht nimmt oder einfach lässt, gibts nen Abbruch hier. Das ist aber dann nicht auf der "konditionierten" Ebene, sondern auf der sozialen Ebene ein "Lass das".

    Versuch doch mal jetzt statt mit Tausch mit nem neuen Anbiss zu belohnen. Dass sie richtig Bock auf "aus" bekommt und es nicht nur "okay, ich krieg ja auch was Gutes" sieht. Und wenn du dann stopp sagst, dann schau dass du was auch immer nciht wegstecken musst, sondern dass sie es seinlässt, auch wenn du den Gegenstand noch in der Hand hast oder auf den Boden legst. Dann ist das sicher Geschichte. Wenn sie weiß, dass der beste Weg zu mehr Spaß ein Aus ist.

    Ich glaube, sie sucht eine Möglichkeit ein Exempel zu statuieren. Das ist für Hunde oft wichtig. Wenn sie weiß, sie bekommt es hin, ihn runterzuregeln nur auf ihre Unmutsbekundung hin, dann braucht sie sich auch nicht über irgendetwas aufregen oder das Feuerwerk an Energie abzufackeln. Die "offensichtlichen" Korrekturen sind nur da, damit ein Blick reicht ganz bald. Nachvollziehbar?


    Hunde denken anders - nicht "ich könnte auch was anderes nehmen", sondern "ist das zwischen uns geklärt oder nicht".


    Schau mal, was mit dieser Sichtweise so auffällt für dich. Ganz oft ändert sich mit einem veränderten Blick darauf schon ganz viel.


    Wenn sie natürlich irgendwann anfängt, explizit den Welpen zu mobben - dann würd ich da auch sagen "Nee Mädel, DAS muss jetzt auch nicht sein." Aber derzeit ist für sie da ja gefühlt noch viel in Schieflage.

    Ich würde einfach fix ein schnelles und sehr freudiges AUS konditionieren. AUS heißt, dann geht der Spaß erst richtig los.


    Ich finde es normal, dass ein halbwegs selbstbewusster und Beute/Futter orientierter Hund das mal versucht. Würde mich jetzt gar nicht bedenklich stimmen. Und auch wenn das natürlich nie das Mittel der Wahl in der "durchdachten Erziehung" sein sollte - ein solcher Affekt war authentisch und ist sicher angekommen. Wenn du nun einfach ganz klar ein positives Aus aufbaust, hat euch das bestimmt kein Trauma verpasst.

    Ja, im Recht ist sie auf jeden Fall. :nicken:


    Aber Hummel meinst du nicht, dass der Welpe sehr schnell stark wird und merkt, dass Julie eigentlich nur Geschrei macht aber er sich locker wehren könnte und sie ihm dann nichts entgegen zu setzen hat? Dass man sich durch das Laufen lassen von dem halbherzigen Gezeter quasi einen Welpen ranzieht der dann erst recht frech und mit der Zeit grob wird (was gerade bei einem Terrier ja eh zu erwarten ist) So lange wie es jetzt schon dauert bis er klein bei gibt schätze ich, dass der sich in allerspätestens zwei Wochen nichts mehr sagen lässt.

    Deshalb wäre mein Weg eben schon jetzt einzuschreiten (auch wenn ich deine Argumentation total nachvollziehen kann und grundsätzlich die Meinung teile) damit Julie sich das hysterische Rumgekeife gar nicht angewöhnt sondern mit der Zeit souveräner wird weil sie weiß "Frauchen unterstützt micj". Mein älterer, aber kleinerer Hund wurde durch die viele Unterstützung von mir und dem älter werden deutlich energischer in seinen Ansagen und brauchte mich immer weniger.

    Ich glaube schon auch, dass der Welpe sehr schnell stark werden wird. Aber eben immer das Auge drauf haben - wenn die Hündin es nicht schafft, bringt es Mutti eben zu Ende. Damit ist die Message klar. Wenn ich die Situationen verhindere, findet für beide Seiten untereinander kein Lerneffekt statt. Und ich bin schon grundsätzlich Freund davon, dass ein Hundegefüge miteinander gutklarkommt. Beim Welpen wird auch schnell wenn er etwas älter wird ein generelles Verständnis von höflichem Verhalten einsetzen, wenn er das jetzt lernt. Aber eben auch lernt, dass es wichtig ist, was die Hündin gerade will. Wenn die Hündin immer länger braucht zum Abstellen, würd ich wenn die Hündin schon Anstalten macht, den Welpen abbrechen zu wollen, sie unterstützen. Ihr Meinungsverstärker werden. Ich glaube mit dem Stock zu Beginn hatte sie vor, an einem recht einfachen Moment ein Exempel zu statuieren, weil sie schon weiß, dass sie es nicht leicht haben wird. Ist da eher ins Spielerische gegangen - auch das kann eine Konfliktlösungsstrategie sein, nur nicht die, die sie eigentlich wollte. *gg - aber da ist sie eben nicht das größte Naturtalent.

    Das freut mich!


    Die Antwort auf deine Frage ist etwas vielschichtig.

    Punkt eins: Aus einem eher unsouveränen Hund, macht man (meiner Meinung nach) nie einen wirklich souveränen. Und dabei bezieht sich das Wort "souverän" für mich an die grundsätzliche Eigenschaft, Raum und Ruhe verwalten zu können und einen Überblick zu haben, wo es richtig und falsch ist.

    Was man durch die richtigen Hundekontakte aber unterstützen kann ist, sicherer zu werden in der Wahl der Kommunikationsmittel. Ich glaub ihr täten einige so Welpis gut. Grenzen annehmen kann sie ja von anderen Hunden sehr gut, wie du beschrieben hast. Kaum ist was Souveränes dabei, ist sie "abgestellt" und ruhig. Es ist ein Unterschied, Grenzen annehmen zu können oder sie setzen zu können.

    Außerdem kannst du ihr Sicherheit geben, wenn du ihr Anliegen unterstützt im Bezug auf den Welpen. Da wo du merkst, sie will ihn abstellen, tu du es. Und gib ihr zu verstehen damit, dass du siehst und wertschätzt, was sie tut.


    Aber mehr kann man meiner Meinung nach nicht tun. Viel Kommunikationssicherheit ist das Wichtigste. Und der Welpe sollte Grenzen (sowohl innerartlich gesetzt als auch von dir) im Bezug auf Unruhe und räumliche Denken kennen und befolgen lernen.


    Dann wirds sicher ne Runde Sache. So Welpen sind für viele erwachsene Hunde auch erstmal eine Herausforderung.

    So - also - ich gebe Syrus schon recht, dass Julie das nicht gut kann. Aber sie hat RECHT aus Hundesicht. Und darum ist es wichtig, dass du nicht IHR den Schneid abkaufst, sondern sie unterstützt oder eben machen lässt (das wäre mein Weg) solange sie noch durchkommt. (Danach würde ich ihr einfach sofort helfen ihr Anliegen durchzusetzen. Aber NICHT SIE abbrechen, sondern den Welpen!)


    Deine zwei Szenarien ist ganz klar: Variante 1 - der Welpe denkt sich "ja und jetzt? Was haste noch?" - Frech, dreist, selbstbewusster Welpe halt - aber trotzdem das Falsche zum Lernen.

    Variante 2: Super. Alles richtig. Nicht "ihm ist das zu viel", sondern "sie konnte die Botschaft übermitteln."


    Und da unterscheide ich mich in der Ansicht von Syrus: Solange sie noch eine CHANCE hat, auch wenn es etwas hilflos ist, es durchzusetzen - lass sie. Sie kann daran auch noch wachsen und reifen. Wenn sie nicht durchkommt, dann hilf ihr. Korrigier den Welpen, fahr ihn runter.


    Denn das, wa sie will ist RAUM und RUHE in ihm. Und dieses Gefiddel, die aktive Demut, quietschen und Schreien - das ist alles aber keine Ruhe. Wenn er "bedrüppelt" abzieht gibt er ihr Raum und ist auch innerlich runtergetaktet. Und genau DAS solltest du dann für sie durchsetzen. Aber nicht ihr dabei sagen "Lass das du machst nen Fehler." Denn das macht sie nicht. Sie ist nur nicht gut genug, um es mit weniger viel Energieaufwand zu tun. Da fehlt ihr mentale Präsenz. Das ist aber Typsache.


    Es wird der Tag kommen, da kann sie es nicht mehr. Und ab da, würde ich ihre Interessen durchsetzen. Bis der Welpe einfach gelernt hat, höflicher zu sein. Wer am Ende von den beiden der souveränere Hund ist und innerhalb dieser Hunde-Zweiergruppe die Gruppe führt, das steht noch in den Sternen (würde denken, es wird der Terrier von dem was ich sehe). Nichtsdestotrotz sollte er jetzt lernen, Kommunikationsgesten an- und ernstzunehmen.


    Ich hoffe, das war verständlich?

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