Verdacht auf Mammatumor Hündin

  • Hallo liebes Forum!


    Bei einer Routineuntersuchung wurden bei unserer 10jährigen, unkastrierten Hündin zwei Verhärtungen an der Milchleiste festgestellt; eine davon sehr klein, die andere ca so groß wie ein Cashewkern.

    Der TA hat uns folgende Optionen aufgezeigt :

    1. Punktion: Hätte das Risiko, dass die Tumorbildung dann erstrecht "in Fahrt" kommt, wenn der Tumor einmal geöffnet ist

    2. Entfernung der beiden Verhärtungen mit dem Risiko, dass danach weitere Tumore an anderen Stellen der Milchleiste entstehen

    3. Entfernung der kompletten Milchleiste, wobei vorher untersucht wird, ob sich bereits Metastasen in anderen Organen gebildet haben.


    Hat hier jemand vielleicht Erfahrungen mit dieser Art von Diagnose? Wie war euer Vorgehen?

    Schreibt gerne eure Meinung, Erfahrungen etc.

  • Ich würde entweder die Tumore oder gleich die ganze Milchleiste entfernen lassen, je nachdem wie leicht die Tumore zu entfernen sind und wo sie genau sitzen.


    Punktieren würde ich nicht.


    Meine Hündin hatte vor ein paar Jahren einen apfelkerngroßen Mammatumor ganz unten an der Milchleiste.

    War durch einen winzigen Schnitt gut zu entfernen und kam dann als Ganzes im gesunden Fleisch in die Pathologie.

    Als das Ergebnis kam (bösartig, aber mit geringer Streuungsneigung) wollte ich eigentlich nur weiter beobachten.

    Leider hatte sie immer überlange Läufigkeiten mit enormen Veränderungen der Milchleiste während der Scheinschwangerschaften.

    Als dann noch wieder mal eine Gebärmutterentzündung dazu kam und außerdem ein weiterer Knubbel entdeckt wurde, hab ich sie kastrieren und den neuen Knubbel entfernen lassen. Der war allerdings zum Glück gutartig.

    Die Milchleisten sind noch drin.

    Einmal im Jahr wird sie vom TA abgetastet und ich schau auch sehr regelmäßig.

  • Bei meiner Hündin wurde vor 5 Jahren ein Knubbel an der Milchleiste entdeckt. Tierarzt riet zur OP.


    Weil ich dies schon zweimal bei anderen Hündinnen durch hatte, habe ich mich dagegen entschieden.

    Bei erster Hündin OP machen lassen mit Entfernung der kompletten Milchleiste - Hund war wenige Wochen später tot.

    Zweite Hündin nicht operieren lassen, hat nach Diagnose top fit weitere 3 Jahre gelebt.


    Derzeitige Hündin erfreut sich bester Gesundheit und ist nun 12 Jahre alt.


    Ich kann da niemandem raten was zu tun. Man muß halt nur wirklich hinter seiner Entscheidung stehen und damit klar kommen.

  • Bei erster Hündin OP machen lassen mit Entfernung der kompletten Milchleiste - Hund war wenige Wochen später tot.

    Zweite Hündin nicht operieren lassen, hat nach Diagnose top fit weitere 3 Jahre gelebt.

    Das hat aber wahrscheinlich weniger mit der OP oder der Entfernung der Milchleiste zu tun, als vielmehr mit der Art und Aggressivität des Tumors.

    Und da kann man halt ohne pathologischen Befund nur raten...

  • Schonmal Danke für eure Infos und Erfahrungen.


    Sollte operiert werden, wurde auch geraten die Kastration mitzumachen.


    An diejenigen, die Erfahrungen mit der kompletten Entfernung der Milchleiste haben: Der TA sagte, Mindestregenerationszeit 1 Monat. Kommt das hin?

  • Noch eine Stimme für eher nicht operieren.

    Bei meiner alten Hündin war die Entfernung der Milchleiste das Anfang vom Ende. Sie war damals auch 10 und danach ging es dann rapide bergab. Als sich dann auch noch im nächsten Halbjahr ein Knoten in der zweiten Leiste bildetet riet der neue TA von der OP ab.

    Er argumentierte damit, dass der Mammatumor bei Hunden in dem Alter im Großteil der Fälle nicht mehr so aggressiv ist, dass er dem Hund in der verbleibenden ebenszeit noch Probleme bereitet, während der große Eingriff den Hund oftmals derart schwächt, dass es Tumore in anderen Bereichen quasi einen Booster verpassen kann.

    Ich würde in dem ALter nicht noch einmal operieren lassen.


    Wie gut und schnell es abheilt, hängt von vielen Faktoren ab, aber da es eine enorme Naht ist, dauert es seine Zeit.

  • Danke für deine Stimme. Das ist eins zu eins das, was uns auch Gedanken macht.

  • Ich würde auf jeden Fall wieder operieren lassen!


    Meine Frieda hatte Knoten in der Milchleiste - wurden entfernt als sie ein Jahr bei mir war, mit 9 Jahren. Nie wiedergekommen, Frieda wurde 18,5 Jahre alt!


    Kastration mußte ih bei ihr dann mit 16 machen lassen, weil eine Läufigkeit nicht mehr aufhören wollte. Auch diese hat sie problemos überstanden, Heilungsprozeß war aber etwas langsamer als bis dahin von ihr gewohnt. Das hat ihr noch 2 Jahre geschenkt. Gestorben ist sie an Altersschwäche, nicht an Krebs.


    Bibi war 13, als ich im Dezember beide Milchleisten im unteren Buchbereich hatte entfernen lassen wegen mehrerer bunt verteilter Knoten. Eigentlich kein Problem, weil sie viel lose Haut hatte, nichsdestotrotz gab es eine Stelle zwischen den Beinen, die ständig in Bewegung war, und natürlich massiv unter Spannung stand, nachdem beide Leisten gleichzeitig rausgemacht worden waren, das hat dann glaub ca. 7 Wochen gedauert, bis das letzte Löchlein ganz zu war...... Seither isse wieder fit wie eh und je....


    Würde also Variante 3 wählen. Allerdings würde ich auch bei Variante 2 vorher die Organe auf Metastasen checken wie für die 3. Variante beschrieben, bevor ich überhaupt was machen ließe.


    PS: Deine Rasse wird 12-15 Jahre alt, die ist doch noch nicht scheintot, sodaß sich eine OP nicht mehr lohnen würde!!

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!