Bis hierhin und nicht weiter
-
-
Hier!
Und zwar laut und deutlich. Es geht mir nicht um's Geld. Und solange mein Hund noch ein lebenswertes Leben führen kann, werde ich ihm dies auch ermöglichen. Und doch finde ich es immer wieder schockierend, was für Tiere ich in meinem Leben schon sehen musste, die ohne Ende gelitten haben und doch aus purem Egoismus der Halter nicht erlöst wurden.
Angefangen von der Doggenhündin die so voll mit Krebs war, dass sie nicht mehr fressen und laufen wollte, die sich aber erst selbst das Gesäuge aufreisen und die Organe rausziehen musste, bis sie endlich erlöst werden durfte. Bis hin zu der inzwischen 24 jährigen Katze, die schon seit 6 Jahren nicht mehr richtig laufen, sehen, hören und fressen kann. Sie hat keine Zähne mehr, kommt nicht mal mehr auf 'nen Stuhl oder auf's Bett hoch, sieht nichts mehr und ist nur noch Haut und Knochen, fällt beim Laufen von selbst um.
Aber die Menschen "lieben" ihre Tiere ja so sehr, dass sie "alles tun wollen, damit sie ein langes Leben haben".
Und genau das finde ich in diesem Maße schlimm und grenzt für mich eigentlich schon an Tierquälerei. (Natürlich immer voraus gesetzt man weiß, dass sein Tier so krank ist und leidet.)
Ich persönlich würde meinen Hund niemals in einen Rollstuhl stecken, würde sie nicht krampfhaft am Leben erhalten, wenn sie nicht mehr laufen oder fressen kann. Medikamente würde sie nur so lange bekommen, wie es nicht schädlich für Leber und Herz (oder andere Organe) ist. Wenn die Dosis an Schmerzmedikation so hoch wird, dass man dadurch Organversagen hervorruft - Sorry, aber das geht einfach nicht. Niemand würde das für sich selbst wollen und trotzdem müssen es so viele Tiere über sich ergehen lassen, weil sie da keine eigene Entscheidungsgewalt haben.
Natürlich tut man alles, damit es dem eigenen Tier gut geht, keine Frage. Aber dann doch bitte auch nur so lange, wie es dem Tier wirklich hilft und nicht schon wieder schadet.Edit: Lebensverlängernde Maßnamen finde ich im Übrigen so lange völlig in Ordnung, wie das Tier - wie oben genannt - noch Lebensqualität hat, sich nicht quält, wärenddessen keine Schmerzen hat und es ihm sonst nicht anderweitig schadet.
- Vor einem Moment
- Neu
Hallo,
hast du hier Bis hierhin und nicht weiter schon mal geschaut ?*
Dort wird jeder fündig!-
-
Zitat
Meine Hunde bekämen keine Lebensverlängernde Maßnahmen und auch keine Rollstühle. Sollte von ihnen so erkranken, das sie massive Einschnitte hinnehmen müssten, würden sie erlöst werden. Aber das ist ja eine individuelle Sache. Wobei es so genannte Tierschutzfälle gibt, die unbedingt am Leben erhalten werden und ich mich frage , wer daraus einen Vorteil hat... :/
same here. Ich war fast soweit das ich Laila erlöst hätte, wenn ich nicht im letzten Moment einen TA gefunden hätte, der uns Hoffnung gemacht hat, das es noch nicht verloren ist. Damals wurde sie kaputt operiert am Ellenbogengelenk, beidseitig. Ein Stück Knochen wurde entfernt und dieser Schnitt heilte nicht zu. Laila war gerade mal 2,5 Jahre alt. Sie lief 1 Jahr lang nur an der kurzen Leine, machte aus dem Stand Lutsprünge und war kaum zu bändigen. Die Klinik hat mich immer wieder versetzt und allein gelassen mit der humpelnden Laila. Dann bin ich doch nochmal mit ner damaligen Freunding zu einem TA der mich aufklärte und meinte, das wir es jetzt noch ein letztes Mal probieren den Spalt zu schließen, ohne OP. Also noch ein viertel Jahr Leinenknast. Wäre es dann nicht besser geworden, hätte ich sie laufen lassen, toben lassen, bis nichts mehr geht und dann erlöst. Jetzt wird Laila 4 und läuft super. Das hätte ich nie gedacht, nach dem Theater.
Dann kam Roxy mit nem Bandscheibenvorfall. Würde sie nicht mehr hochkommen und es keine Aussicht auf Besserung gibt, werde ich sie gehen lassen. Ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen, das sie im Rollstuhl zufrieden wäre.
Aber das muss jeder Halter selber entscheiden. Ich mag es nur nicht wenn man Leute verurteilt, wenn man seinen Hund eben doch gehen lässt. Und leider höre ich zu oft von der lebensverlängernden Fraktion, das ich ein Tierschänder sei, wenn ich nicht alles mögliche für meine Hunde tue. U.a. so lange dran rumschnippeln lass, bis es wieder passt, oder nen Rollstuhl rankarre...
-
Ich denke auch, das es auf den Hund ankommt und die Aussichten auf Erfolg. Wobei für mich eigentlich schon Schluss wäre, wenn mein Hund lebenslang sehr starke, schmerzlindernde Medikamente bekommen würde. So ein Leben wünsche ich mir für mich auch nicht, warum sollte ich das dem Hund dann antun?!
Paco würde niemals ein Rollstuhl bekommen, das würde einfach nicht zu ihm passen.
-
Ich denke, ein bißchen muß man sowas auch vom Hund abhängig machen - für einen jungen, eher bewegungsfreudigen, dauernd rennenden Hund ist es vielleicht eher ne Quälerei, nicht mehr laufen zu können als für einen eher bequemen Hund, der in dem Alter eh nur noch ein paar Schritte Gassi gehen möchte.
So wird dann die Lebensfreude sicherlich beim einen etwas abnehmen, wenn er nicht mehr rennen kann, und den anderen stört´s überhaupt net, daß er nur noch mit Rolli unterwegs sein kann.Ein bißchen ist es vielleicht auch abhängig von der eigenen individuellen Situation: arbeite ich Vollzeit, und der Hund ist sehr alt und so krank, daß er z.B. tagsüber häufig epileptische Anfälle kriegt, bei denen ich nicht eingreifen kann, weil auf Arbeit, und so längeres Leiden vorprogrammiert ist, wenn so ein Anfall kommt, oder der Hund in meiner Abwesenheit den ganzen Tag in seinem Urin o.ä. liegen muß, weil er nicht mehr selbst aufstehen kann, das wäre für mich schon ein Grund, zu überlegen, inwieweit ich noch Freiheit von Leiden gewährleisten kann, oder Lebensfreude beim Hund sehe. Denn einen Hund, der so alt und dann noch schwer erkrankt ist, kann man ja auch nicht einfach abschieben zu anderen Menschen, oder ins Tierheim, da hat man meiner Meinung nach schon die Pflicht, eine Entscheidung zu treffen, die sich nach dem Wohl des Hundes richtet. in einem anderen Haushalt, wo tasüber immer jemand daheim ist und auf einen hund achten kann, der evtl. nen Anfall kriegt ubnd dann ne Spritze verabreichen kann, lebt so ein Hund dann evtl. auch ein paar Monate länger, weil er nicht leiden muß, wenn er einen Anfall kriegt, sondern evtl. wer eingreifen kann.
Trotzdem würde ich in solchen Situationen alles tun, um diese endgültige Entscheidung nicht treffen zu müssen - Hund mit in die Arbeit nehmen, nen Hundesitter suchen für die Zeit, wo ich nicht da bin, etc. Solange mir dies für den Hund vertretbar erscheint.
Ich hab mich auch schonmal gefragt, wie weit Tierschutz geht: als ich meine Frieda geholt hatte - die war als blinde Jagdterrine mit ca. 8 Jahren in der Auffangstation seit 7 Monaten nur in einer Gitterbox (mit Ausnahme kleiner Kuschelrunden o.ä.), weil sie auf jeden anderen Hund losgeht. Ob sie diese 7 Monate toll fand, kann ich nicht beurteilen, aber erahnen...... Andererseits: hätte man damals die Entscheidung getroffen, daß das mit diesem Hund keinen Sinn macht so, hätte ich heut mein Fusselchen nicht. Ist halt schwierig, diese Frage: wie lange schaue ich zu, wenn ich einen solchen (oder einen kranken) Hund habe, der zwar noch leben könnte, aber nicht weiß, wann oder ob sich die Umstände, unter denen er leben muß, nochmal ändern können.
Ich würde auch nicht pauschal sagen, der Hund kommt mir nie in den Rollstuhl - im Gegenteil, versuchen würde ich´s (notfalls erstmal nen Gebrauchten holen, ob der Hund damit zurechtkommt), und dann eben sehen, wie ich das Tier entsprechend anderweitig beschäftigen kann, wenn es nicht mehr so viel laufen kann, darauf achten, daß es keine Verspannungen oder Fehlhaltungen gibt durch den Rolli, und dann erstmal gucken, wie der Hund damit zurechtkommt.
-
Hätte mir damals bei Schara jemand gesagt, dass uns 3 große OPs bevor stehen, die Kosten sich auf über 4.000€ belaufen werden und der Hund sehr leiden wird, hätte ich mich definitiv dagegen entschieden.
Aber man schlittert da so rein. Da kommt die erste OP, dann war halt doch nochmal was, kann ja passieren. Man läßt nochmal operieren. Wieder ist was, na ja, jetzt hat man ja schon zweimal operiert, das soll ja nicht umsonst gewesen sein, schaut man halt mal genauer hin, mit einem CT. Diesmal natürlich in die beste Großstadtklinik, die einem so einfällt. Ja, jetzt weiss man endlich was es ist, also nochmal operieren.
Dazwischen liegen auch noch Anlaufpunkte in der Alternativmedizin, teure Medikamente und und und......Rollwägelchen und andere Hilfsmittel, die der Natur des Hundes nicht entsprechen würde ich momentan ablehnen. Aber sag niemals nie. Auch das kommt wohl nicht von heut auf morgen. Da schlittert man genauso rein, probiert was aus und schon ist man mitten drin.
Auch wenn ich für mich sage das lehne ich ab, würde ich es bei jemand anders niemals verurteilen.
-
-
Es kommt doch ganz darauf an.
Bei massiven Bewegungseinschränkungen würde ich meinen jetzigen Rüden erlösen. Der ist viel zu tempermentvoll und spinnerig, um mit größeren Einschränkungen zurecht zu kommen. Dazu würde er "im Trieb" immer über seine Grenzen gehen und erst hinterher leiden.
Wegen seiner Größe würde ich ihm auch keinen Vorderlauf amputieren lassen, einen Hinterlauf dagegen vielleicht.
Aber hatten wir vor Jahren eine Hündin, die brauchte nach einem Bandscheibenvorfall eine Weile einen Rollwagen. Die war ganz anders und kam bestens zurecht. Die hätten wir auch dann nicht eingeschläfert, wenn sie den Wagen dauerhaft gebraucht hätte. Im Haus zog sie sich locker durch die Gegend und wirkte sehr gelassen und zufrieden und draußen wirkte sie "on wheels" wie immer. -
Wir hatten am Stall einen Jack Russel der unters Auto kam und dabei sein linkes Vorderbein verletzt wurde.
Zunächst wurde ein externes Fixateur für ca 8 Monate angebracht, die Kosten waren ja glaube ich gedeckt von der Versicherung sonst hätte man ein solches Unterfangen nicht gemacht.
Der Hund war damals glaube ich 5 Jahre und fit.
Nun lief er eben auf drei Beinen und diesem Fixateur und dieser Hund strahlte vor Lebensfreude, er war nicht beeinträchtigt oder sonst was, er spielte und rannte mit den anderen Hunden, strahlte wirklich immer übers ganze Gesicht.
Das Fixateur brachte jedoch nichts und so wurde dann nach 8 Monaten das Bein abgenommen, da es keine Chance auf Heilung für die Knochen gab. Auch danach wurde der Hund innerhalb ein, zwei Wochen wieder fit und munter, er jagte auf drei Beinen erfolgreich Ratten, sprang Strohballen hoch und war seines Lebens froh.
So einen Hund hätte man zu diesem Zeitpunkt nicht einschläfern können meiner Meinung nach. Und ich glaube so geht es auch manchen Rolli Hunden. Wenn die Hunde doch noch Spaß am Leben haben und es für den Besitzer möglich, sowohl finanziell als auch logistisch, ist, warum denn nicht.
Der Dreibeiner bekam mit 8 Jahren dann einen Bandscheibenvorfall und wurde dann nach kurzer Zeit auf Medis eingeschläfert weil er oft umfiel und auch nicht mehr so aktiv war, man hat gemerkt, dass er nicht mehr will.Ich denke man muss jeden Fall immer sehr individuell betrachten, kein Fall ist gleich und pauschalisieren kann man es nicht!
-
Viele Menschen hätten Quintus schon lange eingeschläfert.
Er ist blind (PRA)
Hat Spondylose (schmerzfrei durch Goldimplantate)
Hat div. Allergien (weitesgehend beschwerdefrei durch entsprechendes Management)
hat eine neurologisch bedingte Blasenentleerungsstorung. Bekommt sündhaft teure Medies und braucht gelegendlich (mittlerweile sehr selten) einen Katheder
Er ist undicht und tragt zuhause Windeln
Er ist ziemlich senil
Er ist also sehr teuer und unbequem
ABER er hat Lebensqualität! !!
Er ist topfit. Geht mit freuden jeden Tag 1, 5 Stunden spazieren, frisst wie ein Scheunendrescher und schleppt jeden Abend seine Stofftiere an damit ich sie ihm werfe.
Solange es ihm gut geht und er schmerzfrei ist, soll er sein Leben genießen. Wenn das irgendwann nicht mehr der Fall ist, werde ich ihn gehen lassen.Ich finde auch das viele Leute viel zu lange warten und ebenso viele gehen diesen Weg aus bequemlichkeit zu früh.
Für mich ist diese Grenze überschritten wenn der Hund dauerhaft Schmerzen hat, nicht mehr laufen kann, keine Lebensfreude mehr hat oder keine Nahrung mehr aufnimmt.
-
Wir würden das ebenfalls nie in Erwägung ziehen. Alles, was massivere Spätfolgen hat, ist kein schönes Hundeleben mehr. Ein Hund hat schliesslich nicht noch Lebensqualität dadurch, dass er, wie ein Mensch, der körperlich sehr pflegebedürftig ist, sich unterhalten kann, eine Zeitung lesen, gutes Essen genießen, ... ein Hund ist,so finde ich, nicht dafür gemacht, Ruhe zu halten, ständig aufzupassen und vorsichtig zu sein.
-
Ich denke im Normalfall kenn man seinen Hund am besten, sollte ich irgendwann das Gefühl haben, dass sein Lebenswille zu Ende ist, lasse ich ihn gehen.
Aber ich denke das ist je nach Hund sehr sehr verschieden. Deshalb kann ich nicht grundsätzlich sagen, ab wann bei mir Schluss ist, sondern mache das von dem jeweiligen Hund abhängig. - Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!