Bis hierhin und nicht weiter
-
-
Zitat
Und ich bleibe dabei: Meine Hunde (so wie sie gerade da stehen) bekommen weder einen Rollstuhl, noch eine/n dauerhafte/n Ernährungssonde/Blasenkatheter und auch eine Chemo würde ich bei vielen Krebserkrankungen ablehnen.Ich auch. Und das nicht zuletzt aufgrund gemachter Fehler.
Chico, mein super toller Doggen-/Riesenschnauzer-Mix hat sich ein Jahr lang durch mehrere Operationen gequält, bis nach diesem Jahr nichts mehr ging und ich ihn mit 9 Jahren erlösen lassen mußte. Er hatte einen Kreuzbandriss und vor 18 Jahren konnte man nicht einfach mal im Internet nach Möglichkeiten/Erfahrungen googeln
. Er wurde von einer Tierärztin operiert, für die dieser Eingriff angeblich absolute Routine war, und damit fing sein Leidensweg an. Aus der Narkose war er auch am darauffolgenden Tag noch nicht wieder ganz wach. Sie diagnostizierte dann eine Herzschwäche und gab Lanitop. Der Hund war übrigens vorher topfit, schlank und durchtrainiert.Eine Woche später kam er als Notfall in eine große, renommierte Kleintierklinik in Norderstedt, da die Wunde blutete wie Hölle. Die Fahrt dorthin werde ich nie vergessen
. Er wurde "nachoperiert" und es wurde "Schadensbegrenzung" betrieben. Nach weiteren drei Wochen wurde festgestellt, dass das Kreuzband nach wie vor nicht in Ordnung war und sich bereits Arthrosen gebildet hatten. Er wurde erneut operiert. In der Folge setzte er die Pfote nicht mehr richtig auf, so dass sich die Krallen abnutzten. Er trug dann einen Krankenschuh. Trotzdem entzündete sich eine Zehe derart, dass sie amputiert werden sollte. Nach langen Debatten und der Zusicherung, dass das für den Hund keine nennenswerte Einschränkung sei, wurde also die Zehe amputiert. Während dieser gesamten Zeit stand der Hund unter Antibiose. Verbessert wurde durch die Amputation nichts. Statt dessen bekam der Hund Fieber, welches sich irgendwann nicht mehr bekämpfen liess, weil einfach alleszusammenbrach. Er wurde dann schließlich nach einem Jahr Tortur und 12.000,-DM später eingeschläfert. Für dieses Jahr habe ich heute noch ein schlechtes Gewissen. Das hatte dieser tolle Hund einfach nicht verdient.Etwas ähnliches passierte mir nochmal mit einem Fohlen, welches sich durch eine schwere Operation monatelang durch sein kurzes Leben quälte um dann letztendlich doch eingeschläfert zu werden.
Seitdem habe ich mir geschworen, so etwas passiert mir nie wieder. Lieber zwei Tage zu früh, als einen zu spät!
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
-
-
hmmh. Ich denke schon, dass man irgendwo im Hinterkopf immer "rechnet".
Also Einschränkungen und Beeinträchtigungen <----> Lebensqualität, wobei die Lebensqualität halt nicht nur aus satt werden und einem bequemen Körberl bestehen sollte.
Je älter der Hund wird, umso mehr wird "mit eingerechnet", Risiko, Lebenserwartung etc.
Und klar gibts da keine Exceltabelle zu, das macht jeder so gut er kann mit sich selbst aus.
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!