Bis hierhin und nicht weiter
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Nochmal, wieso ist das so ein Unterschied, ob ein Mensch so behandelt wird oder ein Hund?
Ich weiß, ein Hund mit dem Krankheitsbild meines Mannes wäre eingeschläfert worden bzw. hätte da keiner was länger versucht. Weil es um Geld geht, weil man alles selber zahlen muss.
Aber wenn das Jemand kann und diese Sachen helfen, diesem Hund wieder ein Leben zu ermöglichen, dann kann ich doch nicht sagen, nur weil es ein Hund ist, dass das verwerflich ist?
Oder würde man einen Menschen, der sonst gesund war und jetzt eben krank geworden ist, aufgeben? - Vor einem Moment
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Ein Mensch hat in den meisten Fällen noch die Möglichkeit, selbst zu bestimmen, was mit ihm geschehen soll. Zum Beispiel über eine Patientenverfügung. Oder er kann sagen, ob die Schmerzen erträglich sind, ob er nochmal eine Chemo will etc.
Wenn das nicht mehr der Fall ist, dann wird es schwierig. Deshalb wird ja auch immer wieder darüber diskutiert.Und umgekehrt wäre vieles einfacher, wenn die Hunde uns sagen könnten, was sie sich wünschen. Können sie aber nicht, also müssen wir für sie entscheiden. Ob das immer richtig ist, weiß keiner. Das ist das Problem.
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Außerdem kann man es einem Menschen erklären. Meinem Hund kann ich nicht sagen wieso er nun für den Rest seines Lebens eine Ernährungssonde oder einen Blasenkatheter tragen muß und er kann nicht einwilligen oder irgendwann 'Stopp' sagen. Für eine kurze Zeit wäre es eine Überlegung. Dauerhaft? Nicht bei meinen Hunden!
Und nur weil man in unserer Gesellschaft Menschen nicht erlösen darf, muß es noch lange nicht (immer) das richtige sein.
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Ich sehe es so wie Fusselnase und Harvey.
Jedoch setzt natürlich jeder individuell seine Grenzen, bis wann ein Leben noch lebenswert ist.
Ich halte von einigen Hilfsmitteln wie im Eingangspost beschrieben nicht so viel.
Wüsste aber auch nicht ob das immer noch der Fall wäre, würde ich tatsächlich mal in diese Situation kommen
.Bei meinem Pferd stand ich schon 2 x vor der Entscheidung ob es nun reicht oder nicht.
Das war unheimlich schwer, und nachdem sie nach dem letzten Kampf nun schon 2 Jahre beschwerdefrei über die Wiese tobt bin ich dankbar nicht aufgegeben zu haben.
Jedoch bin ich ehrlich, dieses Tier ist mein absolutes Seelentier. Von allen am wichtigsten. Ich weiß nicht ob ich hätte gleich entschieden bei einem anderen meiner Tiere (bei dem ich hätte vielleicht besser loslassen können). Klingt vielleicht gemein oder unfair, aber die Emotionen lassen sich nunmal nur ganz schwer in solchen schwierigen Entscheidungen verbarikadieren. -
Ich hab jetzt nicht von Hunden oder Menschen gesprochen, die zig Vorerkrankungen haben, sondern von welche, die plötzlich erkrankt sind und vorher gesund waren.
Da beim Menschen zu sagen manchmal wäre die Alternative besser ist ein Schlag ins Gesicht. -
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Auch da kommt es doch ganz auf den jeweiligen Menschen und seine Erkrankung an.

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Nö ist es nicht. Denn es sagt keiner, in diesem einem Fall wäre es besser. Ich habe nur gesagt, es ist nicht immer besser alles an Möglichkeiten auszunutzen und das ausschließlich weil 'alles andere' nicht erlaubt ist. Vorher gesund ist mir persönlich dabei egal. Es kommt auf die aktuelle Krankheit an, auf die Schmerzen/das Leiden des Patienten, dessen Leidensfähigkeit und Willen und auf die Chancen der Heilung/massiven Besserung!
Und ich bleibe dabei: Meine Hunde (so wie sie gerade da stehen) bekommen weder einen Rollstuhl, noch eine/n dauerhafte/n Ernährungssonde/Blasenkatheter und auch eine Chemo würde ich bei vielen Krebserkrankungen ablehnen.
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Zitat
Auch da kommt es doch ganz auf den jeweiligen Menschen und seine Erkrankung an.

Das auch, aber ich glaube dass man da genauso wenig fragen kann, was sie wollen wie bei Tieren. Denn je nachdem, ob sie grade nen Schmerzschub haben oder das Fieber grade unten ist, je nachdem fällt auch die Antwort aus.
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Nur haben wir den Vorteil bei klarem Verstand Verfügungen treffen zu können, Und wir können auch uns nahe stehenden Menschen immer sagen, was wir wollen oder nicht.
So kann für den Notfall vorgesorgt werden und wir müssen uns nicht völlig auf andere verlassen. In unserer Familie weiß jeder über die Ansichten der anderen genau Bescheid. Die fallen sehr individuell und unterschiedlich aus, aber sie werden respektiert und bei Bedarf auch vertreten.Tiere haben diese Möglichkeit nicht, Sie sind vollkommen abhängig.
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Es ist nie einfach zu entscheiden, und wenn es einen Menschen betrifft, ist die Hilflosigkeit sicher ein Albtraum.
Sicherlich ist es beim Hund auch ein Vorteil, dass man es beenden kann, auch für einen selbst. Ich finde es legitim, wenn man einen Hund einschläfern lässt, weil man selbst nicht mehr kann, vorausgesetzt, die medizinische Indikation ist dafür gegeben.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich froh bin, dass es diese Möglichkeit beim Menschen nicht gibt, denn ich würde das nicht entscheiden wollen.
Aber da ich in dieser Situation glücklicherweise noch nie war, kann ich es eigentlich nicht wirklich sagen.Ein Hund hat auch andere Bedürfnisse als ein Mensch. Ein Hund will laufen, mal hier schnüffeln, mal da schnüffeln, Beute zerlegen, mit anderen Hunden kommunizieren, hier und da markieren, mal in der Sonne liegen, mal im Schatten (er kann ja nicht mal sagen "Ich will jetzt in Schatten liegen"). Wenn das alles nicht mehr geht, dann hat das keinen Wert mehr. Ein pflegebedürftiger Hund ist dem Menschen total ausgeliefert, noch mehr als sonst. Und ein Mensch kann sich immer noch geistig beschäftigen. (Abgesehen davon, dass es auch Menschen gibt, die stumpfsinnig vor sich hin dämmern müssen)
Das meine ich damit, dass ein Hund noch Hund sein können muss. Wenn er das mit Rolli kann, finde ich das O.K. - Vor einem Moment
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