Pia wird kastriert und ich drehe langsam durch

  • Hallo.
    Pia war bisher 2 x läufig. Beide Male war sie danach scheinträchtig, hat sich ihr Gesäuge blutig geleckt und gebissen und hatte Entzündungen in ihrer Vagina und beim letzten Mal auch einen blutig-eitrigen Ausfluss dabei.

    Ich habe lange überlegt und mich ganz lange mit Pias TÄ unterhalten. Sie rät mir absolut dazu, sie kastrieren zu lassen - sonst ist sie gegen Kastras und empfiehlt diese nur aus gesundheitlichen Gründen. Diese liegen bei Pia ja nun vor.

    Trotzdem habe ich total Angst vor der Narkose. Außerdem habe ich auch ein schlechtes Gewissen bzgl. der Kastration. Eigentlich bin ich auch gegen Kastras, solange keine gesundheitlichen Gründe vorliegen. Ich bin mir irgendwo sicher, dass sie bei Pia einfach sein muss, aber ich bin total hin- und hergerissen. Vielleicht auch einfach wegen meiner Angst vor der eigentlichen OP.

    Den Termin hat sie nächste Woche Donnerstag *zitter*

    Vielleicht könnt ihr ja mal eure Erfahrungen posten oder was auch immer :smile: ich musste das einfach mal los werden.

    Liebe Grüße

  • Jede Hündin ist nach der Läufigkeit, sofern sie nicht gedeckt wurde, scheinträchtig. Das ist also normal. Die Frage ist, wie sich die Scheinträchtigkeit gestaltet. Und was du beschreibst, ist für mich eine medizinische Indikation für die Kastration.
    Alternative wäre für mich höchstens, es noch eine weitere Läufigkeit zu probieren, ob die besser verläuft, sich da also noch etwas "eingroovt" mit zunehmender Reife.

    Mit medizinischer Indikation bist du aus dem "Kastration ja/nein" raus in meinen Augen, weil es dann eine Notwendigkeit ist, um der Hündin Leiden zu ersparen. Und zwar konkretes Leiden nach jeder Hitze.
    Also insofern kannst du dein schlechtes Gewissen runter bringen in den Müll ;)

    Die Narkose... Sprich die TÄ drauf an! Lass dich von ihr aufklären und beruhigen! Frag auch, ob es Alternativen zB beim Aufwachen gibt (wachspritzen vs von alleine aufwachen), damit du dir eine Meinung bilden kannst, was besser für "euch" ist.
    Frage auch nach, in welchem Zustand du deine Hündin nach Hause mitbekommst - damit du nicht erschrickst, wenn sie zB noch sehr schlapp ist und damit du die Betreuung/dein Zuhausesein darauf abstimmen kannst.
    Frag, wie lange die Narkose und die OP tatsächlich dauern - vermutlich ist das viel kürzer als du denkst.

    Euch alles Gute!
    Und letztlich ist eine Kastration ein Routineeingriff - wenn auch nicht für dich oder deine Hündin, so doch für den Arzt, der entsprechende Übung und Erfahrung, sprich Kompetenz, hat.

  • Zoey ist ebenfalls vor 4 Wochen kastriert worden. Ich habe sie morgens um 08:00 Uhr zum Tierarzt gebracht. Dort wurde Sie plötzlich ganz aufgeregt. Ich bin solange bei Ihr geblieben bis die Narkose gewirkt hat und sie eingedöst ist.

    Nachmittags hat Sie mein Schwiegerpapa abgeholt. 3 Tage wollte sie nur Schlafen. Pipi machen? Raus gehen? Neee Frauchen nicht mit mir. Hab sie dann immer vorsichtig auf die Wiese vor der Haustüre getragen.

    Nach 3 Tagen war sie fitter und nach 1 Woche war sie schon wieder die alte und heute? Ist Sie die Erwachsene Lady die momentan so unheimlich gut hört! Ob das an der Kastra liegt?

    Mach dir nicht so viele Gedanken. Sie wird es bestimmt gut überstehen. Drück euch die Daumen!

  • Ich gebs zu - bin ebenfalls gegen Kastra, es sei denn sie ist med. wirklich nötig ;)

    Trotzdem stand ich, nach bzw. während Jalas 1. Läufigkeit, auch vor der Entscheidung, sie kastrieren zu lassen, weil die ganzen 3 Wochen eine einzige Qual waren, sowohl für Hund als auch für mich - Jala hat erbrochen, hatte Durchfall, Krämpfe, hat gezittert. nicht durchgeschlafen.... kurz und gut, es war fürchterlich anzuschauen und ich hab mir geschworen, das sie das nie mehr durchmachen muss!

    Nach Rücksprache mit meinem, ebenfalls kastra-kritischen TA und meiner THP, habe ich mich jedoch überzeugen lassen, mind. eine weitere Läufigkeit abzuwarten, es kommt durchaus öfter vor, das bei den ersten 1, 2 Läufigkeiten durch die Hormonumstellung einige Probleme auftauchen können - gut soviele wie bei Jala sind ungewöhnlich, aber ich solle trotzdem nochmal warten mit Op.

    Ich habs gemacht, und was soll ich sagen? Die 2. Läufigkeit war deutlichst besser, 2x gebrochen in den 3 Wochen, sonst nix - und nun nach der 4. Läufigkeit muss ich sagen, ich würd kaum was merken, wenn sie nicht bluten würde und etwas ruhiger/schlafbedürftiger wäre als normal.


    Ich erzähle Dir die Geschichte, nicht weil ich Dich umstimmen will oder so - sondern einfach, daß Du siehst, manchmal kann es sein, das sich das ganze einspielt - und vielleicht wäre es eine Option mit einem guten THP im Hintergrund plus Deiner TÄ nochmals mit entsprechender Behandlung eine weitere Läufigkeit abzuwarten?

    Willst/Kannst Du das nicht, würde ich ganz offen nochmal über meine Ängste reden mit der TÄ - und auch hier kann ein guter THP unterstützend helfen das der Körper mit der Narkost ggf. besser zurechtkommt..!


    Alles Gute für Euch! :gut:

  • rocco wurde vor gut 7 wochen kastriert,und ich hatte anfangs auch bammel vor narkose und so, aber war auch alle ssuper verlaufne :) waren dabei geblieben bis er eingeschlafen ist und konnten ihn dann nahc 2 std wieder abholen, wenn dein hundemädchen gesund ist, würd ihc da einfach ganz locker bleiben, dann wird sicher alles gut :)

  • Also ich bin eigentlich auch gegen Kastration, eben weil es eine recht große OP ist aber ich finde wenn es medizinisch notwendig ist dann muss es gemacht werden.
    In deinem Fall finde ich dass du überhaupt kein schlechtes Gewissen haben musst, deine Hündin leidet unter der Scheinträchtigkeit und somit finde ich die Option der Kastration total gerechtfertigt.

    Ich denke jeder Hundehalter hat Angst vor einer OP, sprich mit deinem Tierarzt, lass dir alles so genau wie möglich erklären und dir die Angst nehmen.
    Und denke dran, für einen Tierarzt ist das Routine, der hat vermutlich schon mehrere Hunder Kastrationen hintersich & in den seltensten Fällen passiert dabei etwas.

  • Wenn man das mal beobachtet, sind Tierärzte meistens "offiziell" gegen eine unnötige Kastration, ist ja eigentlich auch gesetzeswidrig.

    Aber jede kleine Störung wird als gute Gelegenheit gesehen, diesen Hund dann in den Fall der medizinischen Indikation einzusortieren.

    Zyklusstörungen bei einer jungen Hündin sind ziemlich normal, auch ein paar Unregelmässigkeiten bei der Scheinträchtigkeit. Die Scheinträchtigkeit an sich ist normal.

    Ich kenne viele junge Mädchen, die Zyklusstörungen die ersten 1 bis 2 Jahre haben. Danach pendelt sich der Zyklus ein. Da Menschen nicht dem Kastrationswahn ausgeliefert sind, sagt jeder Frauenarzt, man soll sich keine Sorgen machen, das spielt sich ein.

    Bei Hunden ist jede Störung ein willkommener Grund, Geld mit einer Kastration zu verdienen. (Auch wenn manche TÄ eine Ausnahme sind.)

    So gut wie jedes Problem bei der Läufigkeit oder in der Scheinträchtigkeit lässt sich einfach und sanft mit Homöopathie behandeln. Tierärzte kennen diese Alternative meist nicht.

    Du hast zu Recht ein schlechtes Gewissen Deiner Hündin gegenüber.
    Auch wenn es ein "Routineeingriff" ist, sterben nicht gerade wenige Hunde bei einer Kastration. Sie sterben in jungen Jahren einen völlig sinnlosen Tod.

    Kastration - ein Routineeingriff? Dies ist nur eine kleine Auswahl von Fällen, in denen der Hund die Kastration nicht überlebt hat.

    http://www.hundezeitung.de/threads/2717 ... on-und-Tod

    http://www.hundezeitung.de/threads/2867 ... -gestorben

    http://www.chihuahuaforum.de/index.php? ... eadID=9571

    grosze-angst-vor-op-kastration-da-vorheriger-hund-tod-t42769.html

    http://www.urbia.de/archiv/forum/th-324 ... -dann.html

    http://forum.zooplus.de/showthread.php? ... ilisation-!

    http://www.hundeforum-chat.de/hundeforu ... c&page=1#4

    http://forum.hundund.de/gesundheit/rued ... 08-15.html

    http://hunde.deine-tierwelt.de/gemeinsc ... m/42018/1/

    http://www.hundelexi.de/Das-Hundeforum- ... Routine-OP

  • HAllo,
    hier melde ich mich gerne mal zu Wort...

    PiaLiebling, auch mir geht es so..meine MAus wird am Freitag Kastriet...und ich habe solch ein dolles BAmmel...
    Warum ich so ein BAmmel habe ?? So genau weiß ich es nicht, aber ich weiß halt nicht ob es gut ist oder auch gut geht..

    Meine Dame ist nun 22 Monate alt...hat mit 6 Monaten ihre erste Läufigkeit gehabt und dann immer wieder nach monaten..also eine wirklich kurze Zeit dazwischen. meine Dam eist ein Wirbelwind mit sehr schwachen Nerve, sie ist auch nicht immer dieselbe, sie ist immer anders..

    jetzt nach der Zeit kann ich zurück blcikend wirklich sagen, das sind die Hormone. sie ist vor der Läufigkeit durch den wind...einfach aufgekratzt und makiert wie ne wilde..in der Läufigkeit ist sie matt, hat kein Hunger und ist genervt das die Jungs am Hintern hängen. Nach der Läufigkeit kurz wieder die alte, dann kommt die Scheinschwangerschaft mit Milch und allen drumund dran...depressives in der ecke liegen aber auch Zickig ohne ende !! Wenn das vorbei ist...ist sie nur noch wild, wild, wild, aufgekratzt ohne ende !! buhlt um jeder Aufmerksamkeit ..DANACH ist sie wieder ganz normal, nen ganz normaler HUnd mit schwachen Nerven..Tja und dann beginnt das Spiel wieder mit dem Anfang der Läufigkeit von vorne..

    Diese haben wir nun immer wider beobachten können, die Intervalle werden stärker und länger :(

    Also, habe auch cih mich mit Absprache von 2 TA für die Kastration entschieden..denn dieser Zustand ist weder für mich noch für Sie gut so. es kann also nur besser werden ;)

    Klar, es kann immer was passieren..

    ich weiß das meine Entscheidung die richtige ist, nur Angst vor der Op und den 10 TAgen danach habe ich doll !!

    Ich fühle also mit dir, du tutst das richtige, dein TA sagt es auch..es gibt sooo viele kastrierte Hunde..die leben auch glücklich. du bist mit deinen Gedanken nicht allein..

    Kopf hoch.....du/wir schaffen das.

    Die Links habe ich mir extra nicht angeschaut, denn cih möchte mich nicht wild machen..ich vertraue jetzt dem TA und gut ist....

  • Zitat


    Du hast zu Recht ein schlechtes Gewissen Deiner Hündin gegenüber.

    Aus der Diskussion halte ich mich raus, ich habe da eine ganz eigene Meinung, aber das finde ich extremst unangebracht. Es ist doch wohl offensichtlich, dass die TS Hilfe und Unterstützung sucht und dann direkt so eine Keule, muss sowas sein??

    Gruß
    Lilibeth

  • Danke für alle lieben und aufbauenden Worte =)

    Unsere TÄ hat auch schon mehrfach mit mir gesprochen wg. der Narkose. Ein Risiko ist immer da, klar, aber bei einer jungen Hündin ist das kleinstmöglich. Ich vertraue der TÄ da voll und ganz. Sonst würde ich auch nicht zu ihr gehen. Sie ist total lieb, kompetent und erklärt immer alles super verständlich.

    Ich werde auch bei ihr bleiben, bis sie schläft.

    Bubuka: Unsere TÄ ist unter anderem Homöopathin und sie rät mir davon ab (bzw. sie hat auch schon einiges an homöopathischen Sachen probiert) und das nicht aus Geldgründen (sie hat mir das auch genau erklärt warum). Ich vertraue ihr und ich weiß, sie würde einen Hund nie in Narkose legen, wenn es nicht wichtig ist. Das Risiko ist da und sie kann auch versterben, das ist mir klar und darum habe ich ja auch Angst.

    snowrose: Ich wünsche dir und deiner Maus alles Gute :smile:

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