Hilfe mein Hund hat eine Henne ermordet!!!

  • Ist es nicht völlig egal, ob es ihr Hund war der das Tier so zugerichtet hat, oder ein Greifvogel oder sonstiges?

    Die meisten Hunde würden, wenn sie die gelegenheit haben, ein Beutetier packen, verletzen oder direkt töten.

    Aufpassen muss man so oder so mit jedem Hund.

  • Zitat

    Was soll ich jetzt machen? Filou wird es jetzt nach dem ersten Jagderfolg doch immer wieder versuchen oder? :sad2:

    Danke schon mal und seid nicht schon vorwufsvoll das kann ich jetzt echt nicht gebrauchen..


    Hallo hab mich grade erst angemeldet, deswegen weiß ich nicht genau, ob ich richtig liege. Beim Stöbern hab ich noch nen anderen Beitrag von Dir gefunden. Demnach hast Du den Hund im Juni als Welpen bekommen, also müßte er jetzt zwischen 6 und 8 Monaten alt sein. Das ist leider genau die Zeit, in der bei einem Welpen der Jagdtrieb erwacht. Ist wie in der Prägephase - wenn sie da mit irgendetwas Erfolg haben, kriegt man´s nicht mehr so leicht raus. Übersteht man das erste Jahr ohne Jagderfolg, hat man gute Chancen, daß der Hund nicht übermäßig jagt.
    Ich könnte versuchen, Dir zu erklären, wie Du das wiede hinkriegs, aber ich bezweifle, das es über´s Netzt rictig rüberkommt, verstanden und ohne Anleitung umgesetzt werden kann.
    Wenn es wirklich schlimm ist, solltest Du Dich an einen Hundetrainer wenden, der was von dieser Problematik versteht und mit Dir und Filou Einzelstunden vorOrt macht.

  • Arme Tee, ich kann verstehen, dass du die Henne da liegen gelassen hast, denn ich könnte es auch nicht und mal ehrlich: da steht man auch unter Schock, da denkt man nicht daran sie mitzunehmen oder ähnliches....

    FInde gut, dass du an Filous Jagdtrieb arbeiten willst :gut:

  • @ acidsmile

    natürlich muß du bei jedem Hund aufpassen - das ist sicher die unmißverständliche Lehre, die hier übergekommen ist!

    Wenn du aber an diesem Aufpassen arbeitest, macht es in der Praxis durchaus einen Unterschied, ob der Hund nur "Fundsachen" anschleppt oder auch schon das Riesen-Erfolgserlebnis des Selber-Reißens gehabt hat - danach kann's schon nochmal schwieriger werden, weil er den gesamten Ablauf des Jagdverhaltens kennt und erlebt hat, wie viel Spaß das macht.

    Aber egal was, in den Griff zu kriegen ist das bei einem so jungen Hund ganz sicher noch - und dabei wünsch ich derTS nochmal viel Erfolg!

  • find ich gut, dass dein papa letztendlich doch nach dem hühnchen gesehen hat. jetzt musst du mit deinem hund natürlich vermehrt aufpassen.

    falls du noch einmal ein verletztes tier findest, von dem du glaubst, dass es erlöst werden muss: bring es zu einem ta. der kann dann entscheiden, wie es weitergeht.

    ich könnte selbst auch kein huhn töten und habe auch schon ne taube und ne katze zum einschläfern zum ta gebracht.

  • Zitat


    Na das ist mal ne Begründung. Mein Mann hat vor nicht mal vier Wochen nach ner 15 Stunden Schicht ne sterbende Katze in die Nachbarstadt zum Notfalltierarzt gefahren, damit sie sich nicht quälen muss. Und er hat sie nicht mal selbst überfahren... Und ne, er ist kein Held, ich halte das für selbstverständlich. Entweder man tötet das Tier, damit es ein Ende hat oder man bringt es irgendwo hin wo ihm geholfen werden kann. Aber Liegenlassen finde ich einfach nur fies.

    Bin gerade erst am Anfang des Threads, aber Biomais ich weiß nicht, ob du`s bemerkt hast, Tee ist erst 15! Sie war in einer außergewöhnlichen für sie neuen Situation. Möchte mal die oder den 15 Jährigen sehen, der spontan dem Huhn den Hals umgedreht hätte (außer man wird auf nem Bauhernhof groß und erlebt es tagtäglich)?! =) Selbst ich mit meinen 42 Jahren könnte das nicht. Hätte natürlich anderes reagiert und das Huhn mitgenommen, aber das sei mal dahingestellt.

    Manchmal frage ich mich, ob manche hier die Souveränität mit Löffeln gefressen haben!!! :???:

    Tee, ich kann dich gut verstehen, dass du völlig geschockt warst. Ab sofort würde ich Filou an die Schleppleine nehmen und mit dem Training beginnen. Vielleicht findet ihr auch eine gute Hundeschule, die euch dabei unterstützen kann! ;)

  • Hallo,

    nun sind ja 2 Tage vergangen undich hoffe du hast dich erholt. Ich wollt dir nur mal eben schreiben das ich

    a. klasse finde das du den Mut hattest das hier zu Posten,
    b. dir gedanken um das Hühnchen gemacht hast und
    c. dir Hilfe holen möchtest.

    Genau so finde ich es super Toll, du bist 15 Jahre alt und ich finde es Klasse das du mit deinen Sorgen zu uns ins Forum kommst, so kannst du eine menge lernen was du ja auch möchtest. :gut: :gut: :gut: :gut:

  • Hallöchen,

    passend meine Geschichte von gestern...
    Wir haben hier viele Falken auf meiner Hundewiese. Gestern hat einer eine Amsel erlegt und Paula kam genau in diese Sekunde aus dem Gebüsch und hat in quasi gestört und er ist weggeflogen.
    Paula hat das halbtote tier apportiert und mir vor die Füße gelegt und sich neben mir hingesetzt...
    Da stand ich nun. Ich habe mich umgesehen und der Falke war noch zu sehen also hab ich den Vogel liegen lassen weil ich davon ausging das er, sobald wir weg sind, sich den Vogel dann endgültig schnappt.

    Ich erzähle das weil ihr auch ein Flügel und etliche Federn fehlten...
    Vielleicht war es in deinem Fall auch ein Greifvogel.

    Wie auch immer, ich hätte den Vogel auch nicht töten können, mach dir keine Vorwürfe. Gut das du dich jetzt mit deiner Trainerin zusammensetzten willst! :gut:

  • Zitat


    Hallo hab mich grade erst angemeldet, deswegen weiß ich nicht genau, ob ich richtig liege. Beim Stöbern hab ich noch nen anderen Beitrag von Dir gefunden. Demnach hast Du den Hund im Juni als Welpen bekommen, also müßte er jetzt zwischen 6 und 8 Monaten alt sein. Das ist leider genau die Zeit, in der bei einem Welpen der Jagdtrieb erwacht. Ist wie in der Prägephase - wenn sie da mit irgendetwas Erfolg haben, kriegt man´s nicht mehr so leicht raus. Übersteht man das erste Jahr ohne Jagderfolg, hat man gute Chancen, daß der Hund nicht übermäßig jagt.
    Ich könnte versuchen, Dir zu erklären, wie Du das wiede hinkriegs, aber ich bezweifle, das es über´s Netzt rictig rüberkommt, verstanden und ohne Anleitung umgesetzt werden kann.
    Wenn es wirklich schlimm ist, solltest Du Dich an einen Hundetrainer wenden, der was von dieser Problematik versteht und mit Dir und Filou Einzelstunden vorOrt macht.

    welche Hunde sind denn hier gemeint? Das hört sich etwas allgemein an.

    Hunde die auch zur Jagd eingesetzt werden, werden schon im Alter vo 3 -4 Wochen auf Wild geprägt. Und der Jagdtrieb erwacht nicht unbedingt im Alter von 6-8 Monaten. Mein Hund hatte schon im Welpenalter einen ausgesprochen Jagdtrieb.

    Weiterhin gibt es Jagdhunde die erst mit 2-3 Jahren ihr "wahres Gesicht" zeigen.

    Also von einer Prägephase für den Jagdtrieb höre ich jetzt zum ersten mal.

    Wo ich Dir recht gebe: wenn er einmal Erfolg hatte, kann es schwierig werden.

    LG
    Andrea

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