Würdet ihr dazwischen gehen wenn sich 2 Hunde bekämpfen??
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Also ich bin schon dazwischen gegangen bzw. habe meinen Hund vor dem drohenden Angriff verteidigt. Einmal kam ein Schäferhund auf uns zugerannt und hat gefletscht und laut geknurrt. Das ganze Fell gestellt und schon in Angriffslaune... da bin ich vor meine Jenny und hab den Hund mit meinem ganzen Mut angeschrien, dass er abhauen soll. Hat er brav ausgeführt.
Ein anderes Mal bin ich gebissen worden. War aber meine Schuld, ich hab meinen Fuß zwischen zwei kämpfende Hunde geknallt - wollt dem Angreifer gegen den Kopf treten (ist fies, ich weiß) und da hat er mich erwischt, statt Rocky. War aber nur der Stiefel und ein Eckzahn in der Wade. Er hat auch gleich wieder losgelassen, als ich ihn angebrüllt habe.
Mein Nachbar hat mal seinen Schäferhund und ne Dogge, die sich gehasst haben, getrennt. Da war ich 8 Jahre alt. Der ist einfach hingegangen und hat mit je einer Hand einen Hund am Hals gepackt und sie auseinander gehalten. Beide waren am zappeln und knurren und fletschen... Der Schäfi war seiner. Es kamen dann die Besitzer der Dogge und haben den Hund abgesammelt und der Schäferhund wurde auch gleich wieder ruhig, nachdem die Dogge weg war. Aber ich weiß nicht, wie er es geschafft hat, die Hunde so blitzschnell zu trennen und nicht dabei verletzt zu werden.
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Aber ich weiß nicht, wie er es geschafft hat, die Hunde so blitzschnell zu trennen und nicht dabei verletzt zu werden.
Das ist kein Problem wenn Du weisst wie und wo Du die Hunde anpacken musst

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Zitat
Das ist kein Problem wenn Du weisst wie und wo Du die Hunde anpacken musst

Und wie und wo wäre das wenn 2 50 Kilomonster sich streiten und ich selber nicht viel mehr wiege?
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Zitat
Und wie und wo wäre das wenn 2 50 Kilomonster sich streiten und ich selber nicht viel mehr wiege?
Das kommt eben immer auf die individuelle Situation an.........ich hatte auch letztens 2 Pits die aneinander gehangen hatten im Hundepark.....und die Besitzer standen hysterisch daneben

Die hatten gluecklicherweise aber beide normale Halsbaender an die auch nicht zu eng war so das man reingreifen konnte, die Faust umdreht sodas es abwuergt und dann eben beide Hunde auseinanderziehen sobald einer loslaesst.
Aber wie gesagt....dafuer gibt es kein Patentrezept da es eben immer auf die individuelle Situation drauf ankommt.
Ich hatte aber auch schon zwei Hunde die kaempften wo ich alleine ueberhaupt nichts ausrichten konnte und einem ein Betaeubungsmittel in die Flanke jagen musste.
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DAZWISCHEN geht man NIE !!!
Das ist extrem gefährlich - kenne einen Fall, da kämpften zwei große Rüden und Frauchen tat eben obiges - beide Arme bis zu den Schultern eingegipst, Ohr ab. Die Versicherung zahlte NIX, weil sie selbst schuld war, wenn sie dazwischen ging und dem kann ich mich nur anschließen. Beide Hunde hatten übrigens nur winzige Kratzer.Sobald man sich in irgendeiner Form in den Kampf einmischt, erlischt jeglicher Versicherungsschutz! Dies ist auch der Fall, wenn der eigene Hund angegriffen wird, während er an der Leine ist und man die Leine nicht loslässt (normalerweise ist der Hundehalter mit dem angeleinten Hund im Recht - aber sie in so einer Situation nicht loszulassen, ist unnötige Selbstgefährdung und daher greift dann die Versicherung nicht.
Da aber viele Hundehalter auch ohne Rücksicht auf finanzielle Gefährdung ihren Hund schützen würden (mich eingeschlossen) hier ein paar Tips aus meiner persönlichen Sicht.
Wann greift man eher NICHT ein:
unkastrierter Rüde gegen unkastrierter Rüde
unkastrierter Rüde gegen Hündin (selten, aber kommt vor)
Kampf von zwei Junghunden (bis ca. 1,5 J.)Bei einem Hochkampf (beide auf den Hinterbeinen) macht man nix, das sieht furchtbar aus, ist aber harmlos, wenn es dabei bleibt.
Wenn man weiß, dass beide Hunde gut sozialisiert sind
wenn der Kampf locker wirkt, also kein ineinander verbeißen, sondern hektisches Gefuchtel mit Gliedmaßen und Mäulern
Bei Rüden gibt es die wildesten Gerüchte und Horrorgeschichten, weil Rüden einfach gern stänkern, ABER: Wenn es zwei unkastrierte Rüden sind, kann zwar theoretisch was passieren, ist aber extrem selten und wenn, dann meist nur leichte Verletzungen wie Tackerbisse der Eckzähne, ausgerissene Fellbüschel, kleinere Risse in den Ohren etc.
Es gilt allgemein: Je lauter ein Kampf ist, desto harmloser ist er, weil das bedeutet, dass die Hunde noch über Drohsignale versuchen, ihr Problem zu klären. Gefährlich ist ein lautloses oder sehr leises ineinander verkeilen.
UND: Je länger die Drohphase vor dem ersten Körperkontakt ist, desto geringer ist das Eskalationsrisiko. DARUM: Hunden niemals das Drohen verbieten (Knurren, Bellen, Starren, Großmachen, Schnauze auflegen, Aufreiten etc.) Gefährlich sind Kämpfe, wo die Hunde sich sofort aufeinander stürzen, ohne vorher zu drohen.
Wann KANN man eingreifen:
Hündin gegen Hündin
Hündin gegen kastrierter Rüde
Hündin gegen Welpe (dass ein Rüde einen Welpen angreift, habe ich bisher weder erlebt noch jemals gehört)
unkastrierter Rüde gegen kastrierten RüdenBei extremem Größenunterschied, wenn der kleinere sich nicht unterwirft bzw. der größere die Unterwerfungsgesten nicht akzeptiert
Wenn einer auf dem Rücke liegt und der andere ihm an der Kehle hängt, kann man versuchen, den oberen am Schwanz oder den Hinterbeinen herunter zu ziehen - niemals am Halsband! Bissgefahr! Das sollte aber der Besitzer des oberen Hundes machen, ich persönlich würde einen fremden Hundin so einer Situation nie anfassen.
Es besteht auch die Möglichkeit, den Hund herunterzubrüllen ("Schluss jetzt!!!" --> "Aus" ist zu kurz und daher zu gering in der klanglichen Wirkung) aber hier ist die Gefahr, dass man die Hunde anstachelt und es erst recht schlimmer wird.
Totensicher ist, die Hunde mit Wasser zu bespritzen, zB mit ner Blumensprühe. Dadurch werden sie verwirrt und unterbrechen ggf ihren Kampf, wenn nicht, wird es dadurch aber auch nicht schlimmer.
FAZIT:
es kommt immer auf die Hundekonstellation an, auf ihr Alter, ihr Geschlecht, ihre Größe, ihr Sozialverhalten. Dazu hast du zu wenig Angaben gemacht. Im Zweifelsfall würde ich dir empfehlen, die Blumensprühe zum Gassi mitzunehmen. -
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Totensicher ist, die Hunde mit Wasser zu bespritzen, zB mit ner Blumensprühe. Dadurch werden sie verwirrt und unterbrechen ggf ihren Kampf, wenn nicht, wird es dadurch aber auch nicht schlimmer.
Hast Du schon mal einen echten Hundekampf (kein Imponiergehabe und Rauferei) versucht zu trennen?
Da spueren Hunde keine Wasserspritzer oder aehnliches.....hoeren auch auf keine Schreie etc.
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Zitat
Totensicher ist, die Hunde mit Wasser zu bespritzen, zB mit ner Blumensprühe. Dadurch werden sie verwirrt und unterbrechen ggf ihren Kampf, wenn nicht, wird es dadurch aber auch nicht schlimmer.
sorry, dann hast du noch keinen echten kampf erlebt. ich schon. da hätte vielleicht ein feuerwehrschlauch geholfen, aber sicher keine blumenspritze.

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Stimmt denn das Gerücht, dass Hündinnen solange kämpfen, bis eine stirbt? Meine Freundin hat mir das letztens erzählt, aber ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich das kaum glaube.
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@ Corydoras
Schöner ausführlicher Text, eins verstehe ich aber nicht.
Warum kann man beim Kampf Hündin gegen Hündin generell eingreifen?
Warum wäre ich da potenziell ungefährdeter als wenn ich in einen Kampf Rüde/Rüde (beide unkastriert) eingreife?LG
Tina -
Zitat
(dass ein Rüde einen Welpen angreift, habe ich bisher weder erlebt noch jemals gehört)
Dann hörst du es jetzt:
Als unsere Hündin 14 Wochen alt war, hat ein Schäferhund sie ins Maul genommen und geschüttelt. Er kam auf sie zu, sie hat sofort beschwichtigt (klein gemach, Kopf weg gedreht) und er hat sie gepackt.
Ich finde es sehr gefährlich pauschalisierte Ratschläge zu geben, denn wenn ein fremder Hund meinen angreift, dann kenne ich weder sein "Kampf-" noch sein Sozialverhalten!
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