So , Spike ist nun kastriert.

  • Zitat

    Und ganz ehrlich? Bevor ich meinem Hund, wie ja auch hier empfohlen, regelmäßig "einen runter hole", damit sein Stress weniger wird - sorry, aber den Stress will ICH mir ersparen, weil DAS ist für mich dann einfach abartig und unnatürlich.

    :hust: :irre2: ...ach Silvia,

    sag' nicht so etwas...zumindest wird es hier nicht empfohlen.

    Mag' sein, dass es der Vorschlag vereinzelt ist,

    aber sicherlich nicht das Mass aller Dinge. :???:
    Sonst wäre der besagte Thread sicherlich noch offen. :D

  • Zitat

    Jeder hat seine Meinung zu dem Thema.
    Ich fände es schön, wenn meine dazu auch aktzeptiert wird.
    Weil ich muss mit dem Hund zusammenleben, ich muss mit ihm rausgehen.

    Sicher hat jeder ein Recht auf seine eigene Meinung, aber beim Thema Gesundheit und einem derartigen Eingriff sehe ich das etwas anders.
    Würde jemand nachfragen, welcher TA noch Ohren kupiert, das Geschrei wäre groß. Bei einer Kastration, die ein viel einschneidender Eingriff ist, da wirds gleich zum Kavaliersdelikt und somit legal !

    Was mich persönlich sehr nachdenklich macht ist, daß du ein paar Monate hier bist, in der kurzen Zeit viel geschrieben und bestimmt auch viel gelesen hast. Ich kann verstehen, wenn es Momente gab, wo du verzweifelt bist, das Viech (obwohl ich ihn allerliebst finde !!) an die Wand klatschen konntest, aber:
    Das ist ein Hund, ein Rüde, im besten Flegelalter, da sind die meisten so, da MUSS man durch - oder man sollte sich keinen anschaffen. Das selbstverständlichste wäre doch gewesen, ihm wenigstens die Zeit zu geben, erwachsen zu werden und dann zu entscheiden.

    Wenn auch nur kurz, so habe ich Spike als einen sehr aufmerksamen, gehorsamen und gelehrigen Hund kennengelernt und ich bin mir sicher, wenn du dir die Arbeit machen würdest und die Zeit nimmst, diesen Hund zu beschäftigen, mit ihm zu arbeiten, ihn zu fordern und somit auszulasten, dann würden sich manche deiner Probleme mit dem Kerl erledigen. Das ist ein Jacki-Mix, ein Powerpaket, der will arbeiten - kein klassischer Mitläuferhund.

    Ich hatte gehofft, du würdest nochmal ernsthaft darüber nachdenken, zu verlieren hättest du gar nix gehabt....

    Trotzdem liebe Grüße, staffy

  • Schaue gerade hier rein und bin entsetzt.

    das ist doch wohl nicht wahr. Ich weiss wie schwer Nillay sich damit getan hat, weiss gGott

    ich selber habe mit Chandro,dessen Vater hypersexuell war und inzwischen kastriert wurde, mir auch die Gedanken gemacht.,weil Chandro genauso anfängt,wie es bei seinem Vater auch lief. und der hat gelitten der Hund,sehr sogar. das möchte ich hier niemandem zumuten,den eigenen Hund so von der Rolle zu erleben. Wie kann ich von Liebe zu meinem Tier sprechen,wenn ich mir das andauernd tatenlos anschaue.

    Viele die hier dagegen sind,haben so etwas sicher noch nicht erlebt.

    Und Chanderos Papa ist jetzt ein in sich ruhender Hund,er verprügelt keine rüden mehr,knurrt keine menschen mehr an,hat keine Leckekzeme mehr und frisst wieder. das ewige heulen hat auch aufgehört.

    Jetzt spielt er mit anderen Hunden ohne die Hündinnen zu besteigen und die Rüden zu verprügeln. Er ist um 180 Grad gedreht.
    Vor der kastra wurden 2 TA und ein Psychologe hinzugezogen.

    Nun habe ich mit Chandro ähnliche Probleme und ich habe Homöopathie versucht, aber das ganze steigert sich. Bevor sich dieses Verhalten verfestigt,muss was passieren. das sagen mir bis jetzt alle,selbst Kastra Gegner.
    Ich habe mich schlau gemacht, bis in den letzten Winkel, meine Trainerin würde mir nicht raten wenn er unsicher gegenüber anderen Hunden wäre. Aber er ist alles andere als das. Beim scharren fliegen ganze Grassoden.

    Und ich warte immer noch ab.
    äWisst Ihr eigentlich wie schwer einem das fällt, was ich schon gegrübelt und gefragr habe. Was ich alles versucht habe.

    Einige hier aus dem DF haben ihn beim Forumstreffen erlebt, selbst die haben mir dazu geraten.

    Ich denke immer ich hole mir hier gerne Rat, einige User schätze ich sehr, aber wenn s hart kommt, dann gibt es für euch nur die eine Seite.

    Was mich so wütend macht, hier ist der Hund schon kastriert worden,und trotzdem werden Vorwürfe gemacht.ä
    Als wenn es einem mit so einer Sache nicht schon beschissen genug ginge.

    Es gibt genügend Leute,die gehen mal eben wie zum Friseur zum kastrieren,in der Hoffnung, dann wieder selber auf dem Sofa sitzen zu können und der Hund sie nicht mehr anknurrt wenn man ihn runterschickt.

    Die gibt es,ja das weiss ich. Und die Aufklärung ist da nicht weit genug,das weiss ich auch.
    Aber glaubt ihr,das wir unsere Hunde nicht selber gut genug kennen um zu wissen was gut für sie ist?

    Ihr trefft mit Euren Vorwürfen immer die,die es sich eben verdammt noch mal nicht leicht gemacht haben.

    Und genau das musste ich jetzt und hier einmal loswerden.

    Nillay,ich weiss was das bedeutet hat für Dich und ich wünsche Dir das dein Hund schnell wieder auf den Beinen ist und die Welt um sich rum wieder wahrnimmt

  • Hallo,
    möchte mal zu dem Thema bemerken, daß Tierheimhündinnen grundsätzlich nur kastriert vermittelt werden und es ist erwiesen, daß Hündinnen viel mehr Probleme nach einer Kastration haben als Rüden.
    Regt Euch doch mal über die auf und nicht nur über die eh schon gestreßte Halterin von Spike
    :kopfwand:
    Liebe Grüße Kinga

  • So ich hab erst mal drüber geschlafen....

    Aber das Ohrenkupieren mit dem kastrieren zu vergleichen find ich echt traurig.

    eine Kastration ist doch keine optische Verschandelung.

    Ich habe mich der Diskussion hier schon bewusst gestellt und ich wusste auch was kommt.

    Aber ich weiss auch das viele User die gleichen Probleme haben und sich gar nicht mehr trauen sie anzusprechen,.

    Eine Diskussion ist etwas wo alle draus lernen, und jeder seine Meinung kundtun soll. Aber entscheiden muss doch bitte jeder selber.


    Natürlich tut der Lütte mir leid. Ich hab heut nacht um 12 noch nen Anzug genäht damit er nicht lecken kann, weil aufgrund seines Rüssels der Trichter nicht ausreicht.

    Es ist nun aber so das ich meine Hunde liebe, alles tue und mache., Hundeschule, Üben , Spazieren gehen....trainieren, u.s.w.

    Aber der Hund ist nicht mein einziger Lebensinhalt. Bin ich jetzt ein schlechter Hundehalter????
    Ich habe Familie...auch dort Sorgen und Probleme.....und ich bin nicht bereit mich 24 Stunden rund um die Uhr nur mit dem Hund zu betun.

    Das kann ich nicht und das will ich auch gar nicht. Ich denke aber das meine Hunde nicht nur so nebenher laufen. Wir machen eine Menge.

    Aber ich habe für mich und meinen Hund beschlossen das diese Kastration sinn macht.
    Für Spike weil er wieder entspannt mit den anderen Hunden spielen kann , ohne Sexuelle Ambitionen und Rüdenkämpfe.
    Damit gewinnt er auch eine Menge.

    Chandrocharly hat ja auch was dazu geschrieben , vielleicht sollte der ein oder andere mal darüber nachdenken.

    Kastration heisst nicht immer den einfachen Weg suchen, manchmal geht es für den Betreffenden einfach nicht mehr anders.

    Und auch das sollte so angenommen werden.

    Ich erwarte kein Lob oder Beifall...Aber Aktzeptanz und Toleranz wäre prima.

  • gute besserung an deinen patienten :2thumbs: das wird schon wieder!

    ich habe den eindruck, dass du die entscheidung nicht leichtfertig getroffen hast - die vorwürfe und angriffe solltest du daher am besten geflissentlich überlesen ;) wer eine wohl überlegte kastration mit dem kupieren von ohren vergleicht, disqualifiziert sich meiner meinung nach für diese diskussion selbst.

    eine andere meinung zu vertreten, ist ja ok, aber muss man denn gleich so dogmatisch sein, dass man keine andere gelten lassen kann?

  • Lange, ganz lange habe ich mich auf meine Hände gesetzt und mir gesagt, dazu schreibst du nix aber nu kann ich nicht mehr. Jetzt muss ich auch meinen Senf dazu geben.

    Ich finde es traurig, wenn man einen Rüden nicht erwachsen werden lässt und sich gemeinsam mit ihm durch die Pubertät kämpf.
    Ja, Rüden sind in der Pubertät sehr anstrengend. Sie wollen sich an anderen Rüden messen; Sie wollen sich an dem Menschen messen; Sie rüpeln rum und sind oft super maßlos.
    Aus eigener Erfahrung möchte ich berichten, warum ich es traurig finde, wenn man einen Rüden vor oder während der Pubertät kastrieren lässt:
    Paul hat uns fast in den Wahnsinn getrieben. Alles Erlernte war weg. Hören war ein Fremdwort. Immer und immer wieder wurden wir auf die Probe gestellt und es wurde ausgetestet ob wir das was wir sagen auch wirklich durchsetzen. Jeder Rüde musste mal eben auf den Rücken gedreht werden. Jede Hündin musste bestiegen werden – eigentlich wurde alles bestiegen. Wenn wir auf die Hundewiese kamen, hörten wir schon: Ach da kommt ja wieder DER PAUL.
    Ganz ehrlich, es war zum Kotzen aber wir haben es durchgestanden. Gemeinsam mit Paul.
    Und heute, heute ist Paul ein super angenehmer Hund. Es gibt immer noch Rüden, die er nicht unbedingt mag aber er lässt sich abrufen. Vielen Streitigkeiten weicht er einfach aus. Rüpeleien versucht er zu ignorieren. Kommt es zum Streit haben wir als Menschen zu 99% nicht aufgepasst.
    Um dahin zu kommen, haben wir – mein Mann und ich – ein ganzes Jahr oder sogar länger konsequent an unserer Erziehung festgehalten. Oft gab es Zeiten, da war mein Mann, ja mein Mann, soweit, dass er Paul kastrieren lassen wollte. Da ich aber die ganzen negativen Dinge einer Kastration von unserem ersten Rüden her kannte – ihn mussten wir leider mit 7 Jahren wegen Krebs und Prostata kastrieren lassen und ich habe es immer bereut – habe ich mich konsequent gewehrt. Für mich stand fest, Paul wird nicht kastriert, dass kriegen wir hin. Ich habe gekämpft und mit Paul gearbeitet und das Ergebnis ist klasse. Er lässt sich sogar von einer heißen Hündin abrufen – es sei denn, sie ist in der Standhitze, dann haben wir verloren und müssen ihn holen.

    Ich möchte keinen persönlich angreifen und hoffe auch, dass sich keiner persönlich auf den Schlips getreten fühlt. Ich möchte einfach nur zum Nachdenken anregen. Gut in diesem Fall ist es zu spät, der Rüde ist kastriert aber alle die dieses Lesen, werden vielleicht zum Nachdenken angeregt und versuchen zumindest die Pubertären Phasen zu kämpfen und durchzustehen.

    Sich Gedanken machen und es sich nicht leicht machen ist schön und gut aber wieviel Zeit ist denn ‚Gedanken’ machen? Wieviel Zeit gibt man denn einem Rüden um sich zu entwickeln und um die Erziehung zu festigen? Mit einem Monat, einem halben Jahr oder manchmal auch mit einem Jahr ist es nicht ausgestanden. Manchmal braucht man auch zwei Jahre. Wichtig ist einfach nur, dass der Hund erwachsen werden durfte und das man auch wirklich an sich und dem Umgang mit dem Hund arbeitet, so dass der Hund eine klare Erziehung hat

    LG
    Ulli

  • Zitat

    gute besserung an deinen patienten :2thumbs: das wird schon wieder!

    ich habe den eindruck, dass du die entscheidung nicht leichtfertig getroffen hast - die vorwürfe und angriffe solltest du daher am besten geflissentlich überlesen ;) wer eine wohl überlegte kastration mit dem kupieren von ohren vergleicht, disqualifiziert sich meiner meinung nach für diese diskussion selbst.

    eine andere meinung zu vertreten, ist ja ok, aber muss man denn gleich so dogmatisch sein, dass man keine andere gelten lassen kann?

    Der Meinung bin ich auch. Nillay hat sich die Entscheidung gewiss nicht leicht gemacht und hatte ihre Gründe dafür.
    Weiterhin gute Besserung für Spike!
    LG Noora und Jerry

  • Nillay hat , bevor sie Spike hat kastrieren lassen , auch hier im Forum sich der Diskussion gestellt .

    Sie hat sich die Entscheidung reiflich überlegt und auch sicherlich nicht leichtgemacht .

    Ich denke , wir alle sollten ihr mit mehr Toleranz und Akzeptenanz begegnen .

    Im Übrigen , warum melden sich erst hier etliche zu Wort und haben dies nicht schon in dem Thread getan , den Nillay bei ihrer Überlegung bezüglich der bevorstehenden Kastration eröffnet hatte ?

    Jetzt , denke ich , ist es müßig noch darüber zu diskutieren , dies hätte man in dem anderen Thread tun können.

    Liebe Grüsse,

    Katzentier

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!