Was haltet ihr von einem würgehalsband?

  • Unser Rüde hat ein "Zughalsband mit Stop",also kein wirkliches Würgehalsband.
    Es ist innen mit Neopren unterlegt und hat nur am Zugstop eine Kette.Für mich ist es in bestimmten ,prekären Situationen sehr praktisch,da er dann nicht so zieht wie bei einem normalen Halsband (obwohl der Druck bei beiden eigentlich gleich sein dürfte)und was mir noch wichtiger ist,er kann aus diesem Halsband nicht "rausflutschen",wie er es immer bei normalen Halsbändern geschafft hat.
    Ein Halsband ohne Stop würde ich nicht benutzen,verstehe aber manchmal die Begründung einiger HH warum sie eines nutzen.
    Bei Stachelwürgern hört das Verständniss aber schlagartig auf.....

  • Meine Dogge trägt ein Kettenhalsband das auf Zug eingestellt ist.
    Ich weis das viele leute das schrecklich finden und mir ist auch bewusst das es sehr viele gibt die das kritisieren.
    Ich jedenfalls bin damit zufrieden.
    Der Zug kommt nur noch wenn Eli stark nach vorne rennt. Durch das rascheln der glieder weis er das es besser wäre abzubremsen. Und das tut er auch. Er läuft von sich aus fuss.
    Parallel arbeiten wir selbstverständlich 3x die Woche in der Hundeschule daran das er vernünftig fuss läuft. In dieser zeit ist die kette nicht auf zug eingestellt. Das rascheln der glieder bleibt.

    Ich hatte bis vor 3 Wochen noch ein normales nylon halsband und die 65kg hund hingen permanent in der Leine. Er hat gezogen wie ein irrer, ist an wildfremden menschen hochgesprungen vor freude oder auf andere Hunde zugerannt.
    Ich hatte ihn nicht unter kontrolle und entschied mich auf diese Methode umzusteigen BEVOR etwas schlimmeres passiert.

    Hund hin oder her das Leben und die Gesundheit eines Menschen geht eben vor.
    Dazukommt das ich total gestresst war durch die tatsache das ER mit MIR gassi ging und nicht umgekehrt.

    Und mal ehrlich ich finde lieber hab ich ein Hund der im Ernstfall aus Angst vor dem Schmerz stehen bleibt, als so ein Hund der mit nylonhalsband einfach drauf losrennt und testet was passieren kann.

    Sobald sich die erfolge so einstellen das Eli auch ohne zug fuss läuft werde ich den zug abstellen aber bis dato wird das wohl so bleiben.

    In deutschland hat jeder das recht auf seine eigene Meinung von demher darf jeder seinen Hund so halten wie er es möchte. Ich finde dies ist moralisch vertretbarer als ein Hund mit nylonhalsband an dem man permanent rumzerren und rumziehen muss.

    :gut:

  • Zitat

    Parallel arbeiten wir selbstverständlich 3x die Woche in der Hundeschule daran das er vernünftig fuss läuft. In dieser zeit ist die kette nicht auf zug eingestellt. Das rascheln der glieder bleibt.


    Warum arbeitet ihr da nur in der Hundeschule dran? Warum nicht auch zu Hause? :? Gerade die Leinenführigkeit steht und fällt mit der Beständigkeit und Konsequenz des Besitzers.

    Zitat

    In deutschland hat jeder das recht auf seine eigene Meinung von demher darf jeder seinen Hund so halten wie er es möchte.


    Nur, wenn es mit dem Tierschutzgesetz vereinbar ist, möchte ich wenigstens der Vollständigkeit halber hinzufügen. ;)

    Zitat

    Ich finde dies ist moralisch vertretbarer als ein Hund mit nylonhalsband an dem man permanent rumzerren und rumziehen muss.


    Muss man das? :?

  • Hi, ich habe nichts gegen Würger.
    Ein gut Leinenführiger Hund läuft da nicht rein. Meine Welshis hatten meistens Würger aus kleinen Kettengliedern. Man kann solch ein Halsband prima über den Kopf ziehen und hat keine verklemmten Haare im Verschluß. Es bleibt nicht feucht wie ein Lederhalsband und riecht nach nichts. Der Hund kann es nicht abstreifen.

    Doch wenn der Hund am Fahrrad spinnt, weil uns sein Erzfeind entgegen kommt, dann hab ich mich damit immer sicherer gefühlt. Auch ein 12Kg Hund entwickelt dann ungeahnte Kräfte.

    Ein Hund der permanent zieht, macht das egal mit welchem Halsband, auch mit Geschirr und bei Stacheln eben vorsichtiger. Den Würger für solche Übungszwecke (Leinenführigkeit) finde ich ungeeignet.

  • Zitat


    Warum arbeitet ihr da nur in der Hundeschule dran? Warum nicht auch zu Hause? :? Gerade die Leinenführigkeit steht und fällt mit der Beständigkeit und Konsequenz des Besitzers.

    Eben, an der Leinenführigkeit muss immer und überall gearbeitet werden (wenn der Hund an der Leine ist), sonst bringt das Training gar nichts ( wenn er mal ziehen darf und mal nicht).

  • Zitat

    Ganz einfache sache, ich wollte auch nicht mit würgen erzogen werden und werde dies auch keinem anderen Lebewesen antun.

    Wo wir grad bei erziehen sind:

    Da hat eine Frau mit ihrem Kind einen Test gemacht.
    Sie hat dem Kind ein Halsband umgemacht und eine Leine. Und hat ganz leicht an der Leine (nach hinten) gezogen.
    Das Kind hat sich sofort reflexartig nach vorne gebeugt, anstatt stillzu halten oder dem Zug nachzugeben.........

    Deswegen ist das ein Ammenmärchen, dass Hunde aufhören zu ziehen, wenn sie Druck oder Schmerzen haben, sie versuchen eher dafor zu flüchten.

    P.S. Nicht das ihr denkt, dass ich mit so einem Test einverstanden bin, ich weiß auch nicht mehr wo ich das gelesen hab......alo schlagt mich nicht :p

  • Zitat


    In deutschland hat jeder das recht auf seine eigene Meinung von demher darf jeder seinen Hund so halten wie er es möchte. Ich finde dies ist moralisch vertretbarer als ein Hund mit nylonhalsband an dem man permanent rumzerren und rumziehen muss.

    :gut:

    Ja, auf seine Meinung. Aber in Deutschland gibt es auch ein Tierschutzgesetz, daran hat sich auch jeder zu halten. Es kann also nciht jeder mit seinem Hund tun und lassen, was er möchte. Im Tierschutzgesetz ist ganz klar gesagt, daß keinem Tier vermeidbare Schmerzen zugefügt werden dürfen. Klar, das ist Auslegungssache, aber es werden Dir hier genug Leute bestätigen können, daß durch Erziehung (kompetente) der Schmerz durch das Würgehalsband vermeidbar wäre. Du verstößt also gegen das bestehende Tierschutzgesetz. Ja, Menschen gehen vor. Du hast aber die Verantwortung über das Tier übernommen. Hier sind viele Menschen, die ebenfalls Doggen führen oder ähnlich große und schwere Hunde. Die meisten haben es ohne würgen und Schmerzen zufügen geschafft, ihren Hund leinenführig zu machen und zu erziehen. Es liegt also an Dir, ob Du Deiner Verantwortung gerecht werden willst und Dich mehr bemühst, oder ob Du Deinem Hund weiterhin vermeidbare Schmerzen zufügen magst und gegen das Tierschutzgesetz verstoßen willst.
    Auch an einem Nylonhalsband sollte man nciht permanent rumziehen. Man sollte dem Hund vernünftig beibringen, was man von ihm möchte, dafür muß man den Hund weder würgen, noch an ihm rucken.

    Meine eigene ganz klare Meinung: Wenn ich nicht in der Lage wäre, einen so großen Hund )ohne gegen das Tierschutzgesetz und meine eigenen ethischen Vorstellungen zu verstoßen,) händeln und halten und erziehen zu können , würde ich mir keinen anschaffen.
    So egoistisch müßte ich nicht sein. Ich habe mir meine Hunde zu mir geholt, damit ich ihnen ein ebenso schönes Leben bieten kann, wie sie mir. Und da paßt Schmerz und Qual nicht rein.

  • Bei Balou war ich direkt vom ersten Tag an mit einem feingliedrigen Kettenhalsband konfrontiert dass er als einziger der vier Rumänen im Tierheim trug während 11- und 12jährige immer mit den Hunden spazierengingen.

    Von uns bekam er dann ein Nylonhalsband, doch da wir in einem SV mit unserer Hundeschule-Karriere begannen kamen wir dort erneut auf Kettenhalsbänder.
    Balou trug bei der Unterordnung eine Kette, beim Agility Nylon (die Leute vom Agility wollten keine Ketten, sie gehörten auch nicht direkt zum SV) und daheim wechselten wir viel ab.

    Meine Erfahrung daraus:
    Ich merkte NIE einen Unterschied, wenn er mal zog, ob er nun eine Kette mit Zug, Nylon mit Zug, Nylon ohne Zug oder Leder ohne Zug anhatte und auch bei anderen bekannten Hunden die ich mit beiden Ausführungen gesehen hatte fiel mir kein Unterschied auf.
    Daher glaube ich nicht daran, dass ein Würger sich auf die Leinenführigkeit auswirken kann.
    Ich merke auch keinen Unterschied darin wie gut ich ihn halten konnte, denn ein Umstand bleibt bestehen: Es ist ein Halsband, ich kann nur Kraft auf den Hundehals ausüben. Unterschiede merke ich nur zwischen Halsband und Geschirr.

    Aber:
    Ich bin nicht grundsätzlich dagegen den Hund an der Kette zu führen und dabei die Kette auf Zug zu stellen, wenn die Leinenführigkeit sitzt und der Hund nicht in der Kette hängt.
    Bei Balou habe ich z.B. das Problem, dass er einen breiten Hals und einen kleinen Kopf hat, folglich müsste ich ein normales Halsband verdammt eng stellen damit er nicht rausschlüpft. Da er in den ersten Jahren sehr schreckhaft war fühlte ich mich mit der Kette sicherer. Lieber einmal würgen als einmal überfahren werden. Ein Geschirr hätte mir die nötige Sicherheit nicht gegeben. Allerdings war Balou auch nie ein großartiger Leinenzieher, so dass der Zug nur entstand wenn er sich erschrocken hatte oder meinte er MUSS JETZT UNBEDINGT DA HIN!

    Heute führe ich ihn bei den alltäglichen Spaziergängen an einem zuglosen Nylonhalsband. Wenn wir allerdings in der Stadt unterwegs sind, auf Ausstellungen etc. trägt er einen Nylonwürger der auch so eingestellt wurde, dass kein Stop drin ist. Ich fühle mich damit einfach sicherer.

    Irgendwo habe ich z.B. auch von jemandem gelesen, dass er seinen Hunden Kettenhalsbänder anzieht weil sie sich jahrelang gegenseitig die Nylon- und Lederhalsbänder kaputtbissen und irgendwann wars ihm dann einfach zu blöd :lol:

    Wovon ich allerdins auch nichts halte sind Aussagen über Halsbänder die sich auf Tests berufen in denen ein Mensch das HB um hatte - ob nun um den Hals oder das Handgelenk. Der Hundehals ist vollkommen anders aufgebaut, daher können wir das Gefühl des Hundes so gar nicht nachvollziehen. Außerdem spielt es denke ich auch eine Rolle was es für ein Hund ist, welches Fell er hat etc. (das also z.B. ein Kettenwürger auf einen kurzhaarigen Windhund anders wirkt als auf einen Neufundländer?)

  • Zitat

    Aber:
    Ich bin nicht grundsätzlich dagegen den Hund an der Kette zu führen und dabei die Kette auf Zug zu stellen, wenn die Leinenführigkeit sitzt und der Hund nicht in der Kette hängt.
    Bei Balou habe ich z.B. das Problem, dass er einen breiten Hals und einen kleinen Kopf hat, folglich müsste ich ein normales Halsband verdammt eng stellen damit er nicht rausschlüpft. Da er in den ersten Jahren sehr schreckhaft war fühlte ich mich mit der Kette sicherer. Lieber einmal würgen als einmal überfahren werden. Ein Geschirr hätte mir die nötige Sicherheit nicht gegeben. Allerdings war Balou auch nie ein großartiger Leinenzieher, so dass der Zug nur entstand wenn er sich erschrocken hatte oder meinte er MUSS JETZT UNBEDINGT DA HIN!


    Genau dieses Problem habe ich mit meiner Kleinen auch und genau aus diesem Grunde und aus keinem anderen hat auch die ein Nylonhalsband mit Zug.

    Im Wald, beim Sport oder wenn andere mit Ihr laufen trägt sie ein Geschirr.

    Das Halsband trägt sie hauptsächlich in der Stadt und auf dem Hundeplatz. Im Wald läuft sie ja frei und sobald die den Kopf runter macht verliert sie das Halsband :hust:

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