DiscDogging und Border Collies...

  • ... scheint ja ein heißes Thema zu sein! Wenn also jemand dazu etwas Beitragen möchte, dann könnt ihr das hier tun!


    Und somit gebe ich als discdoggender Border Collie-Besitzer auch mal meinen Senf dazu! Für mich ist das Frisbeespielen mit Teak die erste Beschäftigung mit meinem Border Collie gewesen. Anfänglich habe ich es leider so gemacht wie viele: Stupides Wegwerfen und Wiederbringen... Dann habe ich ein Video gesehen und erkannt, dass DiscDogging doch etwas anderes ist als das... Ich müsste lügen, wenn ich nicht sagen würde: Ja, ich habe die ganzen typischen Anfängerfehler (mit einem Border Collie) gemacht. Ich habe Teak zum Junkie gemacht (Balljunkie war sie schon vor ihrer Ankunft bei mir) und habe es anfänglich auch noch toll gefunden! Mittlerweile habe ich doch eine andere Sicht der Dinge - ganz zur Entspannung meiner Hunde!


    Dass man jeden Sport gemäßigt, mit einem angepassten Trainingsprogramm angehen muss, ist klar - das ist nicht rassespezifisch. Doch ist es für den Border Collie meiner Ansicht nach nur ein nettes Hobby, wenn man es richtig macht, und sollte niemals auch nur Ansatzweise als Ersatz für das Hüten betrachtet werden!


    Ganz ehrlich - ich finde es grauselig, wenn ich mitbekomme, dass man Border Collies mühselig das Scheibe glotzen und umkreisen abgewöhnen musste (und das dann auch noch als "Hüten" betitelt!) um dann irgendwann einen Scheibenjunkie zu haben, der sich im Zweifel dabei den Hals brechen würde, hauptsache er hat seine Droge!


    So, das ist meine Meinung zum Thema... und nun stürtzt Euch drauf...


    Viele Grüße
    Corinna

  • Hallo!


    Ich persönlich denk mal, dass jede Beschäftigung mit dem Hund, an dem sowohl der Hund als auch Herrchen/Frauchen Spaß hat, die nicht gesundheitsschädlich ist und keinen überfordert, ok ist. Mit DiscDogging hab ich noch nicht viel Erfahrung, wär ja mal froh, wenn meiner das Ding fangen würde *gg*


    so long, hauts Euch nicht die Köpfe ein :clowm:


    schnupp & wahnsinnige

  • Hi
    Da sieht man doch immer wieder wie unterschiedlich Border Collies sein können (bzw. gemacht wurden :shock: )
    Sydney z.B. benimmt sich wie ein ganz "normaler" Hund beim Frisbee-Spielen. Denn wenn ich nur ansatzweise erlebt hätte, dass sie glotzt und die Scheibe umkreist, hätte ich damit aufgehört. Wenn ich die Scheibe in der Hand halte, duckt sie sich zwar etwas, schaut aber nicht zur Frisbee, sondern schaut in die Richtung wo ich die Scheibe hinwerfe. Wenn sie die Scheibe gefangen hat (jedenfalls beim ersten Wurf) darf sie erstmal mit Spielen (was sie auch besonders gerne tut) zum Runterfahren. (Umsich schleudern, reinbeißen, anknurren, vorne ducken Hintern rauf - eben das normale Beute-Hund-Spiel) Danach ist sie konzentrierter und unsere Übungen klappen wie am Schnürchen. Aber habe ja schon des öfteren betont, dass Sydney eh nicht wirklich bordertypisches Verhalten zeigt (manchmal zeigt sie es doch ansatzweise, weshalb ich immer total happy bin - so nach dem Motto: hey, ich hab ja doch nen Border Collie ;-))
    Insofern denke ich schon, dass man mit manchen Border Collies doch Frisbee spielen kann, ohne einen Junkee draus zu machen.
    Wenn Heaven jedoch auf Arbeitslinie züchtet, kann ich mir gut vorstellen, dass sie viele Junkees erlebt hat. Bei Euch, Corinna, habe ich das "Spiel" auch als guten Team Sport empfunden und von Seiten Teaks nicht junkeetypisch!
    Wenn aber doch Frisbee für die Gelenke schädlich sein soll, was ist dann mit Agility oder Flyball? Bei Agility gibt es doch auch die Wand, den Tisch, den Slalom, bei denen mit Sicherheit auch die Gelenke strapaziert werden. Wenn die Frisbees richtig geworfen werden und der Hund seinen Sprung gut abschätzen kann, dürfte dieser Sport doch nicht gefährlicher sein als die anderen Sportarten, oder?
    LG Maren und Sydney


  • Mein Gremlin


    Wie meinst du das mit deiner ist nicht dicht?
    Ich würde schon sagen dass Spike dicht ist ;) ein Durchschnittshund ist er dennoch nicht.
    Spike ist übrigens der extremste "Balljunkie" hier. Würde ich 10000x werfen würde er sooft hinterherdüsen bis er irgendwann vor Erschöpfung mittendrin tot umfällt. Aufgeben kennt er nicht. Also ein bisschen crazy-dog-face ist er schon. Deswegen bestimme ich wann, wie lange und wie gespielt wird.
    Ebenso bei Thika die sich auch reinsteigern kann, genauso wie der Aussie meiner Freundin - irre dich nicht, es gibt auch extreme Aussies, die findest du aber nicht in den Showlinien.
    Allerdings glotzen Aussies keine toten Gegenstände an, gottseidank, dieses Verhalten fände ich doch sehr beängstigend. Übrigens hat das auch keiner der Border meines Exfreundes gemacht der sehr wohl sehr viel Ball geworfen hat.
    Also kommts dann wohl sehr auf den Hund an und wie man ihm das Spielen beibringt - meine Hunde dürfen kein Spielzeug das geworfen wurde von sich aus behalten sondern bringen es. Dafür brauch ich keinen Retriever????! Das kann jeder Hund.
    Fremden Leuten bringt keiner meiner Hunde seine Beute, ich bin die Bezugsperson. Lediglich wenn sie von jemand bekannten gerufen werden oder ich ihnen sage sie sollen es hinbringen apportieren sie es auch zu jemand anders. War übrigens auch bei den Bordern meines Ex so...
    :flehan:
    Natürlich ist es dein gutes Recht deine Kriterien aufzustellen nach denen du deine Hunde abgibst. Das was du schilderst (Nadeln hüten) klingt für mich sehr gruselig und - sorry gestört. Gottseidank kenne ich hier keinen Border oder anderen Hund der das macht. Auf das das so bleibt!
    Knuddelz an alle!
    Bye Karo

  • Auf die Gefahr hin, das ich mich a) wiederhole, und b) ich gesteinigt werde!
    Ich sehe einfach folgendes Problem.
    Beim Discdogging, sowie beim Agility werden die Border eben nur immer wieder aufgeputscht, zur Versammlung und inneren Ruhe findet dá definitiv kein Border! (Ich beschränke mich auf diese Rasse, weil ich zu anderen Rassen nicht genügend diesbezüglich sagen kann).


    Wenn jemand wirklich ein Freizeitproblem hat, dann kann er wegen mir seinen Border auch gerne hopsen lassen und was auch immer, aber als Arbei kann ich das beim besten Willen nicht ansehen, und einen auslastenden Aspekt kann ich da auch wirklich nicht erkennen.
    Genaugenommen finde ich persönlich es absolut entwürdigend für einen Border wenn er durch einen bunten Parcours springt, oder Scheiben fängt.
    Gemessen daran zu was diese Hunde fähig sind. Wurde mir mal wieder sehr deutlich auf der EM, wo paralell zur echten Arbeit auch ein paar Border durch die Stangen sprangen. Man hätte es halt sehen müssen um zu verstehen wie mein Herz blutete!


    Es ist keine Kunst einen Border zu beschäftigen, wohl aber einen Border bis zu vollen Versammlung runterzufahren!
    Mehr möchte ich zu diesem Thema nicht sagen!


    VG Kai

  • Hi Kai
    Schön geschrieben vor allem den Satz "bis zur völligen Versammlung runterfahren". Aber dazu muss der Border Collie dann auch erstmal in der Lage sein, also ich meine zum völligen versammeln.
    Wie sieht es denn in Regel bei den Showbordernbeim Hüten aus? Sind die immer noch in der Lage sich völlig zu versammeln oder gibt es auch Ausnahmen?
    Als Sydney am Netz war, war sie völlig aufgedreht und bellte. (Das kann sich natürlich mit entsprechenden Training bestimmt legen) Allerdings beim Frisbeespielen fährt sie total runter und ist völlig konzentriert. Nicht hibbelig oder überdreht. Sie bellt dabei nicht und verhält sich sehr ruhig. Und wenn Schluss ist, ist schluss und sie widmet sich wieder ganz normalen Dingen wie Schnüffeln usw.
    Bis zu völligen Erschöpfung kann ich sie nicht nicht bringen. Denn nach einer bestimmten Zeit (die nicht lange ist), hat sie keine Lust mehr und wird unkonzentriert.
    Wie sieht es denn bei Euch anderen aus?
    LG Maren und Sydney

  • Hallo Maren,


    ich sehe bei "versammeln" und "ruhig sein" einen großen Unterschied! Versammeln bedeutet für mich, dass der Hund (an den Schafen!) mit voller Konzentration dabei ist, jedes Wimperzucken der Schafe sieht, auf Bewegungen schnell aber ruhig reagiert und hochkonzentriert ist. Und: Er würde diese Aufgabe niemals von selbst beenden!


    Mal sehen, ob Kai es auch so sieht.


    Ich würde dem "bellend ums Netz" rennen nicht so wahnsinnig viel Bedeutung zukommen lassen. Es ist doch ersteinmal nur ein Zeichen, dass sie interessiert und aufgeregt ist. Ich denke, dass es gerade bei älteren Border Collies länger dauert, bis sie ihre Instinkte wieder voll ausleben können und ersteinmal darauf kommen, was sie eigentlich alles (von selbst) können! Und das geht meiner Meinung nach sowieso nur frei an den Schafen - ein Netz dazwischen verfälscht, die Schafe reagieren anders als ohne, der Einfluss des Hundes ist beschränkt usw... Natürlich ist das für den Anfang zum Schutz der Schafe sinnig!
    Ups, müssen wir das Thema jetzt doch wieder zum Hüten zurückverschieben :gruebel:


    Frisbee und Hüten kann man nicht vergleichen! Wirklich in keiner Weise!


    kai: Entwürdigend... mmh, ich denke, dass unsere Hunde da weniger Probleme mit haben. Aber es stimmt schon: Ich hätte in diesem Fall auch kein Auge auf die Agi-Hunde geworfen, in der Befürchtung einen toll arbeitenden BC zu verpassen!


    Viele Grüße
    Corinna

  • ächz... so, ich kopier hier einfach mal rein, was ich heute morgen schon geschrieben habe:


    Hallo,


    da sieht man mal wieder, das einige Überergeizige es tatsächlich schaffen ein komplett falsches (leider ist es bei manchen auch Tatsache) Bild vom Frisbee-Sport zu vermitteln.
    Ich spiele nun schon geraume Zeit mit meinen Hunden (Galgo und Labbi) Frisbee, auch turniermäßig. JA, ich habe bekloppte übertriebige Border (aber auch andere Rassen) gesehen, die sich doofkläffen bis endlich die Scheibe fliegt. Ich habe aber auch konzentrierte, gut lenkbare aufmerksame Hunde gesehen, die freudig "arbeiten" und bei denen das Spiel mit der Frisbee die Bindung zwischen dem Mensch-Hund-Team gefördert hat. Richtig betrieben geht dieser Sport auch viel weniger auf die Gelenke, da man eine Frisbee viel berrechneter werfen kann, das heißt ich kann selbst die Höhe bestimmen auf der die Scheibe fliegt. Ein Springen (wie nach Ball oder Kong) ist so nicht nötig. Immer vorausgesetzt der Werfer beherrscht seine Scheibe.
    Da aber leider von manchen Frisbee-Spielern immer wieder höher, schneller, weiter vermittelt wird und Körpersprünge, noch dazu auf schlechtem Boden (Beton mit Teppich drauf, oder auf Schotter-Asche-Platz), fühlen sich viele Leute berufen auch so toll "coole" Sachen mit ihren Hunden zu machen. Am besten noch ohne Anleitung eines erfahrenen Spielers und das Chaos ist perfekt. Wenn Du diese Sorte "Frisbee-spielen" meinst, gebe ich Dir recht. Aber es ist nichts einzuwenden gegen Frisbee-Sport, bei dem der Mensch VORHER anständig werfen gelernt hat und weiß wie er die Scheibe sicher für seinen Hund wirft. Ich habe auch nichts gegen Körpersprünge, kommt alles auf den Hund an. Ich habe einen sicheren Springer, die darf springen, sie landet schön und sicher, also mache ich das. Der Labbi wird im Leben keinen Körperabsprung machen, dafür ist sie (obwohl gut durchtrainiert) in sich zu "wabbelig". Flache Sprünge über das gestreckte Bein macht sie auch, aber diese bewegen sich auf einer Höhe von ca. 40 cm.


    Springen sollte ein Hund ohnehin erst wenn er ausgewachsen ist, ich weiß aber auch, dass manche Leute das anders handhaben... aber solche gibt es in jedem Sport. Und ja, solchen Leuten würde ich auch keinen Hund geben, wahrscheinlich wäre mir eh keiner gut genug, da bin ich ehrlich ;o))


    Und zum Thema Jagen. Das stimmt nun leider mal gar nicht. Galgos sind gezüchtet worden für die Jagd auf Sicht. Im Prinzip also ideal für Frisbee ;o)) Als ich sie bekam, sagte die erste Hundeschule ich würde sie niemals ableinen können, die hätten einen zu hohen Jagdtrieb. Gott sei Dank hat mich eine andere Hundeschule eines besseren belehrt. Nach intensiver Arbeit ließ sich der Hund auch von Krähen etc. abrufen. Frisbees hingegen jagt sie nach gutem Motivationstraining mit viel Spaß und kann das glaube ich SEHR gut unterscheiden. Und nur weil mein Hund Lichtschalter betätigen kann, macht sie noch lange nicht nachts wenn wir schlafen Licht an. Dafür bedarf es, wie beim Frisbee auch, meiner Aufforderung (und die kriegt sie bei Krähen logischerweise nicht)


    Als Ausgleich zum Frisbee machen wir hier auch viel Kopfarbeit, Klurig, Knepig, Tricks... wie bei allen Dingen im Leben kommt es auch hier auf die richtige Mischung an....


    Samstag ist übrigens die Deutsche Meisterschaft im Dog-Frisbee in Dinslaken, da kann man sich dann auch mal live ein Bild machen und aber auch mal mit dem ein oder anderen Spieler persönlich sprechen.


    liebe Grüße


    Ella

  • Hi Corinna
    Wollte das auch gar nicht vergleichen! Wollte nur sagen, dass sich Sydney mit der Scheibe konzentrieren kann und eben nicht hochfährt!
    Ich bin sehr gespannt bezüglich des Hütens, ob sie sich jemals wirklich "versammeln" kann, da sie ein ganz schönes Powerpaket ist! Aber da lasse ich mich mal überraschen.
    LG Maren und Sydney

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