Wohin mit meinem bissigen Dobermann?

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  • Er hat schon genug Auslastung am Tag.

    Vielleicht habe ich es überlesen aber wie genau wird er denn ausgelastet? Wurde er jemals seinen Anlagen entsprechend beschäftigt? Oder nur Gassi und Suchspiele? Was sagt denn dein Trainer dazu? Wie lastet der seine Malis aus?

    Bei Auslastung gehts nicht drum den Hund 5 Stunden am Tag sinnlos zu bespaßen sondern artgerecht auszulasten.

  • Ich danke euch schon mal für die ganzen Kommentare. Es ist ja nicht, so dass er einfach die ganze Zeit alleine im Garten ist. Ich bin ja im Home-Office. Dort wär er ungefähr von sechs bis 12:00 Uhr mit mir in der Wohnung. In der Zeit schläft er eigentlich auch regelmäßig. Von 12:00 Uhr bis 16:00 Uhr wäre er dann draußen. In dieser Zeit würde ich ungefähr eine halbe Stunde mit ihm schnuffel Spielchen machen, da ich von 12:00 Uhr bis 12:30 Uhr meine Mittagspause habe. Von 16:00 Uhr bis ungefähr 17:30 Uhr würde ich mich dann voll und ganz aufs Training mit ihm fokussieren. Im Winter ist das dann, so dass wir circa um 17:30 Uhr nach Hause kommen und er legt sich von selber in sein Körbchen und schläft bis abends um elf. Aktuell bin ich dabei ein großen Käfig als Kommode umzubauen, damit er auch mit im Wohnzimmer sein kann. Aber er bleibt dann in seinem Körbchen das gesichert ist in diesem Käfig, damit er sich nicht ausgegrenzt fühlt. Und wenn etwas sein sollte, gesundheitlich etc. oder ich länger mal ins Krankenhaus muss dann hab ich zwei Pensionen, die ihn spontan aufnehmen können. Ich muss halt hier realistisch denken, was ist, wenn ihm keiner nimmt und ich stand schon einmal vor dem Punkt, dass ich über ein halbes Jahr lang gesucht habe und keiner ihn genommen hatte. Es ist ja nicht, so dass ich ihn einfach vor sich vegetieren lasse. Er hat schon genug Auslastung am Tag. Den Rest Chillt er ja sowieso in meiner Wohnung auf dem Balkon oder halt eben jetzt zukünftig im Garten.

    Bei deinen ganzen Überlegungen kommt ein Säugling jetzt nicht vor… Schlafmangel, alle paar Stunden nachts aufstehen und füttern/stillen, stundenlanges herumtragen, Babygeschrei, weil der Hund durch sein Bellen das Kind wach gemacht hat, hormonelle Umstellung etc pp

    Dass man die Umstellungen, die ein Baby mit sich bringt, unterschätzt, ist normal, sonst würde niemand mehr Kinder bekommen (*Scherz*) aber es ist definitiv mit viel Anstrengung verbunden.
    Ich hatte eine dreijährige Schäferhündin, als mein Kind kam, und ich war froh und dankbar, dass mein Hund nebenbei einfach mitlief und eine Zeitlang zurückstecken konnte. Ich war irgendwann nur noch ein schlafdeprivierter Zombie, der von einem Nimmersatt ausgezutzelt wurde. Und ich hatte super Unterstützung von allen Seiten und einen unkomplizierten Hund.


    Muss bei euch nicht so laufen, aber ich würde das Thema Mutterschaft jetzt echt nicht unterschätzen. Und Fehler darf man auch nicht machen, immer zwei Türen zwischen Säugling und Hund zu haben und immer immer aufpassen, dass Kind und Hund getrennt sind, auch in der Krabbelzeit. Ich persönlich würde das Risiko nicht eingehen wollen.

  • Aktuell bin ich dabei ein großen Käfig als Kommode umzubaue

    Ist in Deutschland nicht legal, also umbauen kannst was du willst, aber Boxenhaltung ist verboten.

    Und alleine deine ganzen tollen Ideen zeigen dass es angebracht wäre alle Energie in die Vermittlung zu stecken, das Ende wird ansonsten ein Hund sein, der unter tierschutzwidrigen Bedingungen lebt.

  • Du kannst doch den Hund nicht in einen Käfig sperren!
    Innen Zwinger wäre was anderes. Aber dann reden wir von gesetzlich vorgegebenen Bedingungen!


    Also das wird nichts. Schnuffelspielchen zur Auslastung? Ernsthaft?

  • Aber er bleibt dann in seinem Körbchen das gesichert ist in diesem Käfig, damit er sich nicht ausgegrenzt fühlt.

    Diese Art der Haltung wäre selbst für einen Kanarienvogel Tierquälerei - ganz abgesehen davon, dass es verboten ist!

    Der Hund kann nix dafür, dass ihm Führung und Erziehung fehlt - jetzt hast du das Problem 4 Jahre wegignoriert und weil es dir jetzt auf die Füße fällt muss der Hund so massiv darunter leiden - Ganz großes Kino!

  • Ich danke euch schon mal für die ganzen Kommentare. Es ist ja nicht, so dass er einfach die ganze Zeit alleine im Garten ist. Ich bin ja im Home-Office. Dort wär er ungefähr von sechs bis 12:00 Uhr mit mir in der Wohnung. In der Zeit schläft er eigentlich auch regelmäßig. Von 12:00 Uhr bis 16:00 Uhr wäre er dann draußen. In dieser Zeit würde ich ungefähr eine halbe Stunde mit ihm schnuffel Spielchen machen, da ich von 12:00 Uhr bis 12:30 Uhr meine Mittagspause habe. Von 16:00 Uhr bis ungefähr 17:30 Uhr würde ich mich dann voll und ganz aufs Training mit ihm fokussieren. Im Winter ist das dann, so dass wir circa um 17:30 Uhr nach Hause kommen und er legt sich von selber in sein Körbchen und schläft bis abends um elf. Aktuell bin ich dabei ein großen Käfig als Kommode umzubauen, damit er auch mit im Wohnzimmer sein kann. Aber er bleibt dann in seinem Körbchen das gesichert ist in diesem Käfig, damit er sich nicht ausgegrenzt fühlt. Und wenn etwas sein sollte, gesundheitlich etc. oder ich länger mal ins Krankenhaus muss dann hab ich zwei Pensionen, die ihn spontan aufnehmen können. Ich muss halt hier realistisch denken, was ist, wenn ihm keiner nimmt und ich stand schon einmal vor dem Punkt, dass ich über ein halbes Jahr lang gesucht habe und keiner ihn genommen hatte. Es ist ja nicht, so dass ich ihn einfach vor sich vegetieren lasse. Er hat schon genug Auslastung am Tag. Den Rest Chillt er ja sowieso in meiner Wohnung auf dem Balkon oder halt eben jetzt zukünftig im Garten.

    In der Theorie klingt das alles ganz nett und durchdacht… aber das echte Leben läuft einfach anders. Gerade mit Baby. Wenn man wochenlang kaum schläft, ein schreiendes Kind hat und einfach nur versucht, irgendwie durch den Tag zu kommen, dann sind solche festen Pläne mit Uhrzeiten schnell Makulatur. Und sobald das Kind anfängt zu krabbeln, überall reinzugreifen und man nicht mehr alles kontrollieren kann, wird es eher noch schwieriger statt einfacher.

    Mir geht es da weniger um „ob das irgendwie machbar ist“, sondern um die Einschätzung, wann ein Punkt erreicht ist, an dem es nicht mehr passt. Bevor der Hund nicht nur für dich und andere Menschen, sondern auch für das Baby ein Risiko wird. Und ganz ehrlich… ich finde es dem Hund gegenüber auch nicht fair, ihn in ein Leben zu pressen, das einfach nicht zu ihm passt. Ein Hund, der ständig gemanagt, weggesperrt oder kontrolliert werden muss, ist in der Regel auch keiner, der wirklich entspannt und glücklich ist.

    Das ist kein Vorwurf, sondern eher ein realistischer Blick auf die Situation. Manchmal passt ein Hund einfach nicht in das Leben, so wie es sich entwickelt, und das darf man auch aussprechen.

  • Zum Hund ist hier schon sehr viel gesagt worden. Aus sehr vielen Jahren beruflicher Tätigkeit im Bereich Familienbildung möchte ich noch einen Punkt ergänzen, den so ziemlich alle jungen Eltern gnadenlos unterschätzen: Schlafmangel. Und damit meine ich nicht müde nach einer durchgefeierten Nacht, sondern sich wochenlang täglich durch einen Nebel der Erschöpfung kämpfen und dabei immer voll funktionieren zu müssen. Natürlich gibt es Babys und Kleinkinder, die da etwas pflegeleichter sind - aber das sind Glückstreffer. Viel wahrscheinlicher ist, dass man von der Anpassung über Koliken, Zähne und Fantasiephase mit Monstern unterm Bett irgendwann vergisst, wie es sich anfühlt ausgeschlafen zu sein.

    Das alles ist herausfordernd, und nicht umsonst sind Babys so unendlich niedlich; sie bringen dich immer wieder an deine Grenzen. Das ist auch völlig in Ordnung so, dafür geben sie einem auch unendlich viel - aber der Fakt Erschöpfung bleibt. Gibt es in dieser Zeit auch noch einen Hund in der Familie, mit dem alles eingespielt ist und der das Chaos (auch im Tagesablauf, der ändert sich mit der Entwicklung des Kindes nämlich ständig) wegstecken kann, super - go for it!!! Hat man aber einen Hund, der schon im Alltag ohne Kind einen an die eigenen Grenzen bringt, dann sollte man radikal ehrlich mit sich sein und sehr gut überlegen, ob man zwei kräftezehrende Aufgaben gleichzeitig in einem Zustand chronischer totaler Übermüdung wirklich leisten kann und will, ohne das zumindest einer, meist aber alle Beteiligten darunter leiden. Die ehrliche und oft auch schmerzhafte Antwort darauf kannst du dir nur selbst geben. Meine Bitte ist nur: setz auf jeden Fall die rosarote Brille bei dieser Überlegung ab. Im Sinne derjenigen, die auf dich und deine Entscheidung angewiesen sind bzw sein werden.

  • Und an wen oder wohin konkret

    An Dobermann-Nothilfen? Das örtliche Tierheim anfragen, ob sie ihn nach Zahlung einer entsprechenden Aufnahmegebühr nehmen? Den „Züchter“ fragen ( falls der Hund aus einer seriösen Zucht kommt).
    Es liegt in der Verantwortung der Besitzer, mit allen Kräften nach einer Unterbringungsmöglichkeit zu suchen. Ich würde mir persönlich den Hi…..ern aufreißen, um für meinen Hund einen geeigneten Platz zu finden!

    Verbockt hat es nicht der Hund, sondern die Halter.

  • Ich bin ja im Home-Office.

    Jetzt ja. Aber das Baby kommt in ein paar Monaten. Und ein Baby ist noch easy zu managen im Vergleich zu einem Krabbelkind.

    Mein Fokus ist hier auf der wirklich erheblichen! Gefährdung für das Kind - und auch für dich und deinen Partner. Was sagt denn der dazu?

    Abgabe ist eigentlich das einzige, was irgendwie sinnvoll scheint. Da solltest du wirklich alle Möglichkeiten ausschöpfen.

    Wenn der Hund bei dir bleiben soll, dann müsstest du eine tierschutzgerechte Zwingeranlage bauen (ob drinnen oder draussen) und eine zuverlässige Betreuung haben, die dich unterstützt.

    Wo bleibt bei all dem der Mensch, der den Hund wollte? Kannst du deinen Ex-Partner in die Pflicht nehmen? Z.B. um Unterbringung zu finanzieren in der Hundepension oder sowas?

  • Schlafmangel. Und damit meine ich nicht müde nach einer durchgefeierten Nacht, sondern sich wochenlang täglich durch einen Nebel der Erschöpfung kämpfen und dabei immer voll funktionieren zu müssen

    Das.

    Und irgendwann passieren dann unweigerlich natürlicherweise Fehler. Ich möchte keinesfalls den Teufel an die Wand malen. Manche Fehler sind einfach aber lebensverändernd und lassen sich nicht mehr rückgängig machen. Der meistgesagte Satz „es ging alles so schnell“ vermutlich dann.

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