Beiträge von Montagsmodell

    Das scheint wohl irgendwie so zu gehören, oder? :lol:


    Wobei, von wegen gemütlich-Box: Kaya-Senioren und Baby Sandor auf der Arbeit

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    Und daheim: Kaya hätte gerne ihre Ruhe

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    Und wieso nur ist mir beim Anschauen deines Bildes nun dieses hier wieder eingefallen? :pfeif:

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    Der Hund wird aus Bequemlichkeit eingesperrt, weil man nicht im Zweifelfall putzen möchte.

    Auch das ist wieder so eine Spekulation. Andere Möglichkeit: Mensch hat verinnerlicht, man sollte möglichst jede "Panne" verhindern - und fragt sich nun, was mach ich während ich schlafe und von daher den Zwerg ja nicht im Augen haben kann? Aha, irgendwo unterbringen, wo ich es merke wenn er sich "auf die Socken machen" will, ihn dann sofort schnappen und mit ihm rausgehen kann.


    Ich will nicht behaupten, dass es nicht durchaus Menschen gibt, die einen Welpen da aus Bequemlichkeit einsperren, seine Notzeichen friedlich verschlafen, und dann morgens vielleicht sogar noch schlecht gelaunt sind, wenn der Welpe in die Box gemacht hat. Es gibt ja auch Leute, die ihre Welpen mit Wasserspritzen strafen, an der Leine rucken, und ähnlich nette Dinge. Aber deshalb sofort zu behaupten, genau das ist der Plan sobald jemand nur das Wort "Box" erwähnt? Und die Sache mit der halben Stunde fand ich dann restlos klasse. Der Welpe, der eine halbe Stunde einhalten kann, den würde ich gerne mal sehen - meine hätten niemals so lange dicht gehalten wenn es so weit war mit "muss Pipi". Und wenn ich überlege, wie oft ich mit dem Krümel schlaftrunken und wenig gesellschaftsfähig bekleidet vom dritten Stock nach unten gewankt bin, da frag ich mich: Was in aller Welt machen denn diese Hundehalter angeblich in dieser halben Stunde? Sorry, da ist für mich eindeutig der Bereich einer sinnvollen Diskussion verlassen und das Feld der reinen Provokation erreicht. Egal wer den Beitrag verfasst. :ka:

    Ok, meine Hunde haben alle nachts bei mir im Bett geschlafen, aufwachen und aufstehen muss man aber natürlich trotzdem wenn sie mal müssen. Und da frag ich mich:

    HalbeStunde Druck im Hintern

    Eine halbe Stunde? Gehst du dir etwa erst was schickes anziehen und das Näschen pudern bevor du mit dem Zwerg rausgehst?!? :emoticons_look:

    ich denke mal, dass die wenigsten Züchter mit den Welpen spazieren gehen. Vielleicht mal kurz vor der Abgabe, denke es ist noch genug Zeit für Spaziergänge wenn die Welpen ausziehen.

    Welpen müssen auch nicht unbedingt schon spazieren gehen. Was sie aber brauchen: Das Drinnen wie Draußen kennen lernen, und beides mit immer wieder neuen Reizen, so dass sie lernen, zu lernen. Eine Strategie entwickeln können, wie sie sich neuen Erfahrungen annähern, und eine positive Grundeinstellung zum Weltentdecken entwickeln. Das kann man auch in einem ausreichend großen, abwechslungsreich gestalteten Garten leisten, wenn man sich entsprechend Mühe gibt, den Kleinen vielfältige Erfahrungen zu bieten. Wenn das gut läuft, dann sehen sie später Straßenverkehr und ähnliche Reize als einfach nur eine weitere Spielart von Neuem.


    Im Grunde sind es drei Bausteine, die den Hund ausmachen: Genetik, Frühprägung und Erfahrung. Wie gut die Genetik bei einem Mops ist, sei mal dahin gestellt. Körperlich jedenfalls eine Katastrophe, wie es nervlich aussieht, das wissen wir in diesem Fall nicht. Noch befindet sich die Kleine in der Phase der Frühprägung; diese ist bei der Züchterin wohl nicht optimal gelaufen, und wurde bei den Käufern noch weiter in den Sand gesetzt. (Noch mal betont: Nicht mit böser Absicht, das ändert aber nix an den Fakten.) Und dieses Zeitfenster schließt sich rasant, mit plusminus 16 Wochen ist dieser Drops gelutscht. Dann bleibt nur noch die Erfahrung, um da das eine oder andere auszubügeln, 2/3 sind dann also schon den Bach runter. Und auch um das letzte Drittel, sprich die Lern- und Lebenserfahrung, zu Gunsten des Hundes zu nutzen, müssten nahezu ideale Bedingungen her, die zur Zeit nicht absehbar sind.

    Das würde ich nur nicht der TE ankreiden.

    Es geht doch gar nicht darum, irgendwem etwas anzukreiden, Schuld zuzuweisen oder ähnliches. Es geht darum, dass die Situation hier für keinen der Beteiligten gut ist. Ich finde es ja sehr sympathisch, wie du dich immer bemühst, konstruktiv zu bleiben. Allerdings kommt es mir allmählich vor, als würde aus konstruktiv fast schon zwanghaft positiv werden. Ich weiß ja nicht, ob wir die gleichen Texte lesen. Aber zu sagen, abgesehen von den aversiven Einwirkungen kann zwischendurch doch alles prima sein, ist auch nicht mehr oder weniger als Spekulation, oder? Nehmen wir nun das, was hier wirklich berichtet wird: Ein Welpe, der sich nicht anfassen lassen will, schreit, sich wehrt, panisch wird wenn man ihm zu nahe kommt. Da schaffe ich es bei allem Wohlwollen nicht, irgendwo eine Vertrauensbasis rauszulesen. Und diese Vertrauensbasis ist unerlässlich, wenn das was werden soll. Ja, ich lese auch, dass die TE sich durchaus bemüht, etwas zu ändern, das hinzubekommen. Was ich echt prima finde! Bloß lese ich auch, dass sie dabei immer und immer wieder an der reinen "Sachebene" hängen bleibt, versucht sich klare Anleitungen rauszupicken, statt das Gesamtbild zu hinterfragen, und vor allem auch die eigene Grundeinstellung. Ich finde es normalerweise immer gut, wenn jemand seinen Hund nicht einfach aufgibt, sondern zuerst alles mögliche versucht, um es doch noch hin zu bekommen. Aber in diesem Fall, wo wirklich alle Umstände gegen ein Gelingen sprechen, wäre für mich ein wirkliches Zeichen von Verantwortungsbewusstsein, nicht noch mehr wertvolle Zeit für den Welpen mit Herumprobieren verstreichen zu lassen. Jeder Tag, den Molly in diesem Zustand von Panik verbringt, ist ein Tag mehr, der das festigt, und ein Tag weniger in diesem so unglaublich wichtigen Zeitfenster.


    Ja, Molly ist mittlerweile schwierig. Allerdings nicht wegen der Dinge, die die TE immer wieder als schwierig benannt hat - sondern weil sie mit jedem Tag mehr leidet, mit jedem Tag unsicherer wird, mit jedem Tag weniger Chancen hat, sich noch halbwegs normal zu entwickeln. Und mir blutet das Herz bei diesem Gedanken, für alle Beteiligten. Am meisten zugegeben für Molly, die in einen kaputten Körper geboren wurde, aufgezogen von einer Züchterin ohne Kompetenz, und jetzt in einem Umfeld lebt das ihr statt Geborgenheit jede Menge Angst vermittelt. Aber auch für das Kind, das laut Aussage der TE bereits Angst vor dem Hund hat, also auch mit einem "Feind im eigenen Haus" lebt - und sicherlich den Stress der Mutter ebenfalls mitbekommt. Und nicht zuletzt tut mir auch die TE leid, die hier über ihre eigenen Möglichkeiten gefordert wird, den Spagat mit Hund und Kind schaffen soll, hier im Forum ganz schön was einstecken muss (weil die Kernaussagen einfach nicht ankommen, da ist wohl eine Menge Selbstschutz im Spiel), und - ich hoffe, das wenigstens dämmert ihr allmählich - den Traum vom Hund als Spielgefährten für das Kind begraben darf. Denn so viel kann man ohne Glaskugel sagen: Das wird Molly NIEMALS leisten können. Um so mehr frage ich mich, welchen guten Grund es geben kann, eine derartig unglückliche Kombination zwanghaft aufrecht erhalten zu wollen? Im Grunde auf Kosten aller Beteiligten?

    Zu lernen, als Hundeanfänger aus den ganzen zuerst geglaubten Falschinformationen rauszukommen - braucht Zeit.

    Sich Wissen, vor allem aber auch einen Blick für den Hund und richtiges Timing anzueigenen - braucht Zeit.

    Sich durch Trainingsansätze durchzutesten - braucht Zeit.

    Ein Vertrauensaufbau, vor allem wenn nie viel da war und das dann auch noch in Scherben liegt - braucht Zeit.

    Einem panischen, zutiefst verunsicherten Hund die Welt in kleinen Schritten näher zu bringen - braucht Zeit.

    Diesen Hund zuerst mal ein wenig aus dem Dauerstress runter zu fahren, schon rein hormonell - braucht Zeit.


    Das Problem ist: Diese Zeit hat es hier nicht!


    Und ein weiterer Faktor kommt mir hier immer ein wenig zu kurz, und das ist das Kind. Für all das, was für Molly nötig wäre, braucht Selinchen ordentlich Zeit und Nerven. Zwei Dinge, die mit einem Kleinkind im Haus nicht gerade üppig vorhanden sind, zumindest so, wie ich Kinder in diesem Alter täglich erlebe. Dazu die Ruhe, damit Molly draußen die Schritte in ihrem Tempo machen kann, gar nicht so einfach wenn dann im Hintergrund kommt "hab Hunger, muss Pipi, ..." Wieder drin bräuchte Molly dann viel Ruhe, um alles zu verarbeiten. Ruhe und Kleinkinder? Das ist oft genug so was wie die Quadratur des Kreises, Kinder sind lebhaft, entdecken die Welt, machen Quatsch, und all das sollen sie auch dürfen! Tja, und entgegen jeder Hoffnung wird sich das nicht unbedingt legen, im Gegenteil. Molly wird zu allem Glück als kleiner Hund in wenigen Monaten in die Pubertät kommen, mit all dem Chaos, das damit einher geht; das Kind - zwei Jahre, wenn ich das richtig im Kopf habe? - dann demnächst ordentlich in die Fantasiephase, in der die Welt von allerlei Eindrücken wimmelt, die man als Erwachsener nicht sehen kann, wo auch diffuse Ängste auftauchen, wo Rollenspiele gelebt und ernst genommen werden wollen, auch mit dem Hund... Das ist das, was absehbar bevorsteht. Bevor man es sich versieht, kommt das Kindergartenalter, da wird es laut und albern, und vor allem, nun wollen Kinder auch Freunde daheim haben, die mit ihnen laut und albern sind. Völlig normal und ok, aber die Hölle für einen Hund mit Angst. Nicht umsonst ist "nur Familienhund" ein echt harter Job, wenn es um eine Familie mit Kindern geht, da muss ein Hund so einiges abkönnen. Das krieg ich in meinem Kopf mit einem Hund wie Molly einfach nicht zusammen, ich sehe nicht, wie irgendwer damit glücklich werden soll. Auf keinen Fall Molly. Auch nicht das Kind, das lernen muss, "lass den Hund in Ruhe", "nicht anfassen", "nicht mit ihr spielen", "bleib da weg", "nicht so laut jetzt", "nein, du darst sie nicht an der Leine halten", "sag deinen Freunden aber dass...". Und Selinchens Traum kann da schnell zum Alptraum werden, wenn sie beides, Kind und Hund, unter diesen Umständen jonglieren soll. Deshalb wiederhole ich noch mal die Frage, die ich schon ganz zu Anfang dieses Threads gestellt hatte: Wer wird in dieser Situation eigentlich glücklich?

    An sich ist mein Krümel sehr hitzetolerant, aber für das Auto (oder besonders üble Hitzetage) hat sich eine Kühlhöhle bewährt: Ein großes Badehandtuch nass machen, auswringen, zusammenrollen und 1-2 Stunden in den Frost. Wieder rausholen, vorsichtig aufrollen und das Frosttuch über die Box oder alternativ einen Couchtisch, Stuhl oder ähnliches decken. In dieser Höhle wird es schnell angenehm kühl. Und wenn das Handtuch aufgetaut und nur noch feucht ist, einfach auswechseln.