HSH Hund als normaler Hund verkauft? Maremmano Mischling

  • Ich schieße mich den Vorrednern an. Gib ihn zurück. Der Knopf hat eine faire Chance verdient nach dem, was er in seinem kurzen Leben schon alles hinter sich hat .

    Ich bin sehr überfordert und irgendwie auch sauer, dass sie scheinbar wussten was drin und ihn aber als Anfänger und Familien Hund verkauft haben

    Wenn das nicht dein erster Hund ist und Du so klare Vorstellungen von dem hast, was du willst, warum dann ein "Katalogwelpe" als Direktimport? Wieso dann nicht gleich zum Züchter oder im deutschen Tierheim gucken? Im Übrigen: Auch ein HSH-Welpe ist seiner Rasse entsprechend ein ganz normaler Welpe.

    Viel Glück dem kleinen Kerl 🍀🍀

  • Ja, da bleibt dir tatsächlich nur: entweder damit arrangieren - oder eben sofort (!!!) zurück zur Orga. Bitte nicht erst in einem halben Jahr oder so.


    Falls du ersteres vorziehst: mein jetziger Hund ist ein HSH-Mix. Sein direkter Vorgänger war auch ein HSH-Mix (ein MaremmanoMix). Und beide waren/sind tolle Hunde geworden - allerdings habe ich bei beiden von Anfang an gewusst, was drinsteckt und mich ganz bewusst dafür entschieden. HSHMixe sind schon speziell, das ist richtig und man muss sich da auf alle Fälle drauf einstellen - aber wenn man das kann, dann s.o.

    Joey - der MaremmanoMix kam übrigens nur deshalb zu mir, weil die ersten Adoptanten/Käufer ihn nach einer Woche wieder zurück ins TH brachten, da ihnen nach einer Woche klar wurde, dass sie auf keinen Fall einen HSH zu Hause haben möchten....weil ihnen ihr TA gesagt hat, dass sind ganz gefährliche Hunde. Für mich persönlich und für Joey war das echt ein riesen Glück - für die vorherigen Besitzer schlicht Pech, ich finds bis heute schade, dass die nie erfahren haben, was für ein super Hund das geworden ist.

    Wie schon gesagt: wenn du dich damit nicht anfreunden kannst oder glaubst, du schaffst das nicht, dann bitte pronto wieder zurück zur Orga.

  • Du siehst jetzt schon ein "bewachendes" Verhalten was ich für nicht sonderlich wahrscheinlich halte in dem Alter. Also klar, Ansätze dazu können sicher schon vorhanden sein aber die Frage die sich mir stellt: siehst du das nur so weil du vermutest es ist ein HSH drin oder ist das deine tatsächliche Einschätzung vom Verhalten?

    Wie dem auch sei: ich kann nachvollziehen wenn man keinen HSH (Mix) will. Käme für mich auch niemals in Frage weshalb ich auch von Hunden (u.a.) aus Rumänien zum Beispiel Abstand nehme. Eine Garantie ist das natürlich nie, gibts ja auch genügend in anderen Ländern. Bei mir liegt es auch nicht daran, dass ich die Hunde für super gefährlich halte sondern schlichtweg daran, dass ich mit so einem Hundetyp nicht kann.

    Ich würde mich an die Orga wenden und den Hund wenn möglich zurückgeben. Kann natürlich auch sein sie nehmen ihn nicht wieder oder sagen dir dann wird er wieder nach Italien gekarrt. Wie genau wurde das im Vorfeld kommuniziert? Wusste die Orga, dass du auf gar keinen Fall einen Hund mit nennenswertem HSH Anteil möchtest? Oder war denen das gänzlich unbekannt?

  • Ich weiß, dass die Schuld bei mir selber liegt.
    Ich will sie auch keinem anderen geben.
    Ich dachte mir halt ach das wird schon und die hätten uns das ja gesagt, wenn es einer wäre und wenn kriegen wir das hin..
    Die tragweite wird mir aber erst jetzt bewusst und das ist absolut doof von mir.
    Aber ich weiß trotzdem nicht ob ich diese Verantwortung tragen kann/Möchte, auch wenn ich sie mir selber eingebrockt habe.
    An sich gehts mir nur darum, dass der Hund kein HSH Anteil hat, es muss keiner vom Züchter sein.
    Und ich weiß, dass diese Hunde viel erlebt haben können und Angst haben können, was auch okay ist.
    Es geht mir darum, dass ich mir Sorgen mache, wenn er erwachsen ist und dann halt dieser Anteil doch größer ist als erwartet.
    Das bereitet mir Sorgen und Bauchschmerzen. Den DNA test lass ich im übrigen jetzt machen, um diese These dass Maremmano drin steckt überhaupt zu belegen. Vielleicht stimmt das ja auch gar nicht und ich mache mich hier umsonst verrückt. Außerdem wäre es nicht fair dem Hund gegenüber.
    Er wurde mit seiner Mutter von der Straße geholt und soll angeblich im September 2025 geboren sein. Er wiegt 9,5kg, seine Höhe konnten wir noch nicht nach messen.

  • Du siehst jetzt schon ein "bewachendes" Verhalten was ich für nicht sonderlich wahrscheinlich halte in dem Alter. Also klar, Ansätze dazu können sicher schon vorhanden sein aber die Frage die sich mir stellt: siehst du das nur so weil du vermutest es ist ein HSH drin oder ist das deine tatsächliche Einschätzung vom Verhalten?

    Wie dem auch sei: ich kann nachvollziehen wenn man keinen HSH (Mix) will. Käme für mich auch niemals in Frage weshalb ich auch von Hunden (u.a.) aus Rumänien zum Beispiel Abstand nehme. Eine Garantie ist das natürlich nie, gibts ja auch genügend in anderen Ländern. Bei mir liegt es auch nicht daran, dass ich die Hunde für super gefährlich halte sondern schlichtweg daran, dass ich mit so einem Hundetyp nicht kann.

    Ich würde mich an die Orga wenden und den Hund wenn möglich zurückgeben. Kann natürlich auch sein sie nehmen ihn nicht wieder oder sagen dir dann wird er wieder nach Italien gekarrt. Wie genau wurde das im Vorfeld kommuniziert? Wusste die Orga, dass du auf gar keinen Fall einen Hund mit nennenswertem HSH Anteil möchtest? Oder war denen das gänzlich unbekannt?

    Ich bin mir nicht sicher ob ich das nur "sehe", weil ich es denke.. Ich weiß was du meinst. Hab ich mich auch schon gefragt und keine Antwort drauf gefunden. Ich bin gerade einfach überfordert und wollte euren Rat.

  • Du hast ja recht. Aber sei mal ehrlich und realistisch, denkst Du der TE kann das umsetzen? Kommt das gut? Bringt das was?

    Wahrscheinlich nicht - denn wenn man sich und seine Hundewahl realistisch beurteilt haben möchte dann fragt man vorher - die meisten Staubsaugerkäufe sind besser geplant und durchdacht, als die Anschaffung eines Lebewesens - der Hund ist völlig abhängig von menschlichen Entscheidungen - und auch der, der sie letztendlich ausbaden muss.

    Die TE möchte eigentlich keine Lösung, sie möchte ihr Problem bewundert haben - und Absolution für eine Abgabe!

    Die würde ich im Sinne des Hundes wohl befürworten, jeder Hund sollte ein Zuhause haben, wo er geliebt wird, genau so wie er ist! Ich mag da nicht mehr bauchpinseln, die TH sind voll mit solchen Hunden- und viele davon haben nix falsch gemacht außer auf einem Foto niedlich zu gucken!

    die Importiererei muss geregelt werden

    Es muss zwingend eine Not PS vorhanden sein - und das sofort, wenn es nicht passt - das müsste Grundlage sein um einen Hund einführen zu dürfen!

    Die guten Tierheime / guter Tierschutz fühlen sich zeitlebens verantwortlich für einen vermittelten Hund - auch nach vielen Jahren!

    Genau wie die guten Züchter - Moros Züchterin hat mir sein Leben lang gesagt, wann und wie auch immer wir irgendwann mal Hilfe brauchen - dann ist sie da für diesen und jeden anderen Hund, der dort seine erste Heimat hatte!

  • Huhu,

    ein Bekannter von mir hat auch einen 2nd Hand HSH-Mix von einer Familie übernommen, denen der HSH-Mix als "Golden Retriever" vermittelt wurde. Nunja, ich glaube, wir brauchen nicht drüber reden, dass das auch ziemlich blauäugig war, einen Hund aus dem Auslandstierschutz als Direktimport zu übernehmen und wirklich zu glauben, dass das ein Golden Retriever ist. Nichtsdestotrotz finde ich es besch**** von den Orgas, dass die sowas anscheinend immer wieder machen und wirklich auch blöd für alle seriösen Orgas, deren Ruf dabei mit beeinträchtigt wird.

    Nun, der Hund lebt jetzt auch wieder in einer Familie, es funktioniert aber gut, obwohl seine Gene schon deutlich bemerkbar sind. Ich kann durchaus verstehen, wenn man das nicht möchte. Ich selbst würde es auch nicht wollen. Aber was ich sagen will: Kann durchaus trotzdem gut laufen, wenn man weiß, was man da vor sich sitzen hat.

    Im Endeffekt solltest du die Entscheidung aber im Sinne des Hundes sehr bald treffen.

  • und wollte euren Rat.

    In welcher Hinsicht?

    Was in dem Hund steckt, können wir auch nur raten, mutmaßen.
    Leider ist es so, daß diese DNA Tests anscheinend auch nicht so wirklich aussagekräftig sein sollen. Wenn Du also drei verschiedene Anbieter für solche Test nehmen solltest, könnte es auch zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen.
    Und dann? Raten, welcher Test am besten klingt? Dann das nehmen, wo "der böse HSH" im Ergebnis nicht drin vorkommt und einfach das beste erhoffen?


    Am Ende mußt Du selbst wissen, was Du willst. Und was Du Dir zutraust. Oder halt eben auch nicht.
    Für den Hund ist es besser, die Entscheidung so früh wie möglich zu treffen.

    Willst Du ihn behalten, dann würde ich mir jetzt schon nach Trainer umschauen, die Erfahrungen eben mit solchen Hunden haben. Die können Dir viel besser helfen, vor allem live den Hund sehen und sofort etliches erklären und zeigen, wie man direkt am Anfang am besten damit umgeht.

  • ich denke das Kind ist schon in den Brunnen gefallen. Jetzt soll der Test darüber entscheiden, ob ihr den Hund behaltet? Obwohl du jetzt schon merkst, dass der Hund "wacht"? Und bis dahin? Was passiert so lange mit dem Hund?

    Ich denke auch mit DNA-Test, egal wie das Ergebnis ist, wirst Du den Hund nie so richtig ins Herz schließen können. Aus deinen geschriebenen Worten springen mir eine extreme Panik und Hilflosigkeit entgegen.


    Orga anrufen - Hund zurückbringen. Und bitte mal in sich gehen. Einen Welpen aus Italien, ja herrjeh, so viele Labradore laufen da nicht rum, die sich lustig vermehren können. Schau mal im örtlichen Tierheim oder beim Züchter. Da kann man die Hunde mehrfach besuchen und einschätzen. Gibt sicher viele Seelen, die mit "Hund nebenbei und mit Leckerchen überzeugen" sehr glücklich wären.

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