Tierheimtier oder Welpenwahn für Spätberufene?

  • Allein (mit Verlaub, bin ähnlich alt) in dem Alter das erste mal einen Hund gut zu erziehen, ist ein RIESEN Projekt.

    Und dann als absolute Anfänger einen Hund im Hundesport ausbilden wollen ist einfach unrealistisch unrealistisch.

    Alles was ich sehe bei Leuten, die in Rente gehen und sich den 1. Hund anschaffen sind auf der guten Seite fröhliche Menschen mit komplett unerzogenen Hunden, oder heillos überforderte Menschen mit aktiven, sportlichen Rassen, Weil sie die nicht führen können

    Ich bin immer wieder erstaunt, was ihr alles für Leute kennt... Ausschließlich "heillos überforderte Menschen" mit erstem Hund und das mit 65+...

    Also ich kenne einige Menschen, die sich gegen Ende ihres Berufslebens einen Hund endlich geholt haben und die super Spaß haben. Eine Aufgabe, wieder mehr raus, Kontakte über den Hund, eine feste Struktur und die meisten haben auch endlich mal Zeit für so ein Projekt und viel Spaß an der Erziehung.

    Ausschließlich heillos überforderte Rentner sehe ich hier in der Gegend zumindest nicht.

    Hier steht auch nichts von krass in Hundesport einsteigen, sondern etwas Beschäftigung für den Hundekopf und lange Spaziergänge.

    Meine Kleinpudel würden es feiern. Immer am Herrchen kleben, gemeinsam alle möglichen Faxen machen, Hundeschule und reisen, offen für alles und wenn es ein paar Tage nichts gibt, ist es in der Regel auch ok. Hundewiese hängt immer davon ab, wer da so rumläuft und ist eher eine individuelle Geschichte. Und auch ein Pudel kann durchaus verstehen, dass er nicht kläffend am Zaun jeden Radfahrer verbellen soll. Die sind doch klug, das kriegt man hin.

    Zum Hundefriseur alle 5-6 Wochen und dann hat man kaum einen Handschlag zu tun an Pflege, wenn man ihn kurz hält.

  • Bei einem erwachsenen Hund, den du in Ruhe kennenlernen kannst, kannst du alles vorher sehen und testen bzw es ist bekannt - das kommt mir für euren Zweck sinnvoll vor, und du wirst im Forum genug Tipps zu seriösen Orgas finden.

    naja verlassen kannst dich da aber auch nicht richtig drauf, der Hund wird sein richtiges Wesen erst zeigen wenn er richtig angekommen ist und das kann mehrere Wochen oder Monate dauern.

    Ich würde den Conti nicht so schnell aus den Augen verlieren. Würde meiner Ansicht nach bei euch ziemlich perfekt passen. Über Qualzucht informieren ist da wichtig, schließt den Conti aber nicht aus.

  • Ich wäre auch bei einem Tierschutzhund.

    Ratonero Bodeguero Andaluz könntet ihr euch diesbezüglich mal anschauen. Kommen meist aus dem spanischen, teilweise wohl auch aus dem französischen Tierschutz. Gibt es auf Pflegestellen in Deutschland (Galgo Hilfe beispielsweise).
    Jagdtrieb mal mehr, mal weniger. Aber das Risiko habt ihr immer. Auch bei einem Welpen. Da würde ich persönlich mich nicht so drauf versteifen. So eine (Schlepp/Flexi)Leine ist oft auf Gewöhnungssache (für den Menschen)

  • Wir sind auch Camper mit WoWa und total happy über die Größe unseres Hundes, ein Dackel-JRT Mix aus dem Tierschutz. Ein großer Hund mit viel Fell nach einem kräftigen Regenschauer, der dann in den engen WoWa muss? Nee, nicht mein Ding. Muss jede/r selbst entscheiden.

    Tierschutz ist aber generell eine gute Idee, kontaktiert doch mal Vereine, die mit Pflegestellen arbeiten. Es gibt so tolle Mischlinge da draußen, die auf ein Zuhause warten.

  • Tatsächlich hatte ich auch gedacht, das wäre ausnahmsweise ein Fall, bei dem ich auch einen Pudel sehen würde.

    Allerdings wollen Pudel auch gefordert und gefördert werden. Die eskalieren nicht ohne viel Beschäftigung, leben aber halt auch erst so richtig auf, wenn sie irgendwas tun dürfen. Und ein meiner Ansicht nach großer Vorteil: sie wiegen verhältnismäßig wenig, mein (zu großer) Kleinpudelrüde wiegt bei 47cm 14kg.

    Ui, unser großer Pudel hat 44 cm und wiegt 12 kg. Ich finde das sind für Wandern und andere Aktivitäten sehr gute Maße. Allgemein ist der Pudel auch ein super Allrounder, den ich jedem empfehlen würde, der mit dem Hund aktiv sein will und keinen Spezialisten braucht.

    Ansonsten ist die Frage was man mag: Pudel und Terrier sind charakterlich schon sehr verschieden. Ich glaube ich kenne niemanden, der gleichzeitig Pudel- und Terrier-Fan ist.

    Ich kenne einen Irish Terrier, den ich einfach nur ätzend finde (sorry). Die Besitzer haben schon lange Airedale Terrier, haben also Terrier-Erfahrung. Der Irish will alles ausdiskutieren und ist extrem stur. Alles, was Beine hat, will er erst einmal anschreien... Mittlerweile ist er 3 und es ist deutlich besser geworden, aber wenn es meiner gewesen wäre, wäre ich an dem Charakter verzweifelt.

  • Ansonsten ist die Frage was man mag: Pudel und Terrier sind charakterlich schon sehr verschieden. Ich glaube ich kenne niemanden, der gleichzeitig Pudel- und Terrier-Fan ist.

    Hier, ich, bin damit im Forum auch nicht die Einzige. Und auch sonst hab ich da durchaus schon paar kennen gelernt die Beides gern hatten. Betrifft allerdings auch ganz andere Konstellationen ( da muss ich bspw dran denken dass der TE erzählte damals Rottis zu haben, kannte auch Menschen die von Rotti auf Pudel umgestiegen sind bspw). Ich hab allgemein mittlerweile den Eindruck dass es einfach Menschen gibt, die sich auf verschiedene Hundetypen durchaus einstellen können. Sprich es gibt nen paar Typen Hund, die durchaus auch recht verschieden sein können, mit denen können die gut, und andere mit denen es dann nicht so funktioniert. Ich weiß bspw auch dass viele Airedale Leute vorher überlegt haben ob sie sich nen Pudel kaufen, und sich dann für den Terrier entschieden haben weil ihnen der Pudel zu sensibel erschien.


    Aber so insgesamt sind hier schon sehr verschiedene Rassen im Gespräch, ja. Eurasier, Pudel, Windhund, Terrier, Golden Retriever, evtl Spaniel...

    Wobei da natürlich gesagt ( weils erwähnt wurde ) : Gut wenn die Grenze wirklich bei unter 20 kg liegen sollte, ist ein Springer natürlich raus. Aber so von der Größe her dacht ich da eh irgendwie eher an den Cocker ( hatte übrigens auch an den Beagle gedacht, warum auch immer ). Denke so oder so muss man da wahrscheinlich nochmal genauer eingrenzen was man eigentlich konkret möchte. Zumal ja auch die persönlichen Präferenzen zwischen dem TE und seiner Frau sehr unterschiedlich zu sein scheinen.

  • Ich glaube ich kenne niemanden, der gleichzeitig Pudel- und Terrier-Fan ist

    :mrgreen-dance: hier ich


    Ich find ja "nur" Pudel schon ein bisschen langweilig |) Selbst mein kleiner "Frechdachs" lässt mich eher schmunzeln denn als Haare raufen.

    Die sind halt mit 3 erzogen und man kann sehr lange die schönen Dinge mit ihnen genießen, da sie ja auch meist gesund und langlebig sind... Oder man muss sich mehr holen :applaus:

  • Ich hab zwei Plüschhunde, 40cm und 65cm, die mich im Womo, was ich beruflich nutze, begleiten. Ein Kastenwagen, also auch eher vom Platz eingeschränkt. Das stört mich nicht so sehr, zuhause auf 150qm liegt irgendwie auch ständig ein Hund im Weg :smiling_face_with_hearts:. Beide sind zuhause recht meldefreudig, im Womo nicht. Da war ich konsequent mit Verbieten, um niemand zu nerven. Ich hatte es allerdings einmal, daß sich nachts am Womo offenbar jemand zu schaffen machen wollte und da brüllten damals noch drei Hunde recht beeindruckend los, ich hörte drei Sekunden später eine Autotür und jemand fuhr weg. Seitdem weiß ich die Anwesenheit der Hunde im Womo nochmal mehr zu schätzen, zumal ich nicht auf CPs stehe.

    Aber zwei nasse Hunde im Womo, ja das muss man irgendwie auch wollen. Aber wie gesagt, mich stört es nicht.

    Eine britische Colliehündin könnte ich mir hier durchaus vorstellen. Mein Collie ist sehr groß und eher ein dynamischer Typ, aber er ist auch ein Rüde und ein Ami. Der speziell wäre jetzt nicht mein Rat. Aber die Bandbreite bei den collies ist ja groß. Sie sind halt oft sensibel und mögen es nicht, wenn es laut wird, gibt unter den collies auch echte Geräuschphobiker, aber das sind dann eher Extreme.

  • Es ist hier eine Mentalitätssache - diskutieren und kernig oder nett und quirlig.


    Oder TH-Hund, wobei das, was ihr wollt, vermutlich eine längere Suche beinhalten könnte.

    Je größer die Anforderungen an einen Hund (umweltverträglich, artgenossenfreundlich, häufig fremde Orte beim Camping,... - das sind hohe Anforderungen für einen Hund), desto länger müsst ihr u.U. suchen.

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