Welcher Hund passt zu mir? Ersthund, Wohnung, wenig Haarverlust

  • Viele Leute geben Hunde wieder ab, weil sie sich vorher nicht informiert haben – das möchte ich unbedingt vermeiden

    Das finde ich gut!

    in einer Wohnung gut zurechtkommt, nicht übermäßig viel Bewegung braucht, aber trotzdem aktiv genug ist, um auch mal längere Spaziergänge oder Läufe mitzumachen. Und natürlich einen, dem man gut etwas beibringen kann

    Im Grunde genommen trifft dies auf sehr viele Rassen zu. Da lautet der beste Tipp einfach: Hände weg von den sogenannten Spezialisten!

    Ich würde in Deinem Fall auch von den optisch wirklich ansprechenden Akitas und Shibas abraten.

    Was glaubt ihr, welche Mischung das ist?

    Sieht für mich so typisch nach den griechischen Hunden aus. Ich meine, so manch einer kam aus dem Tierschutz, oft hielt man den für einen Mischling, weil der optisch wie ein kleiner Golden Retriever rüber kam, und es ist dort doch eine eigene Rasse. Habe nur vergessen, wie man die nennt.

    Die ehemalige Userin Majaga hatte mal so einen Hund gehabt, ihre Lucy. Das könnte zu Deiner Vorstellung schon gut passen.

  • Tiere sind beim TA immer Privatpatienten, jeglicher Betrag ist im Voraus zu bezahlen, entsprechend muss das finanzielle Polster sein; Sonntags- und Notdienste sind durch die Zuschläge nochmal höher.

    Was keine Krankenkasse erstattet, sind Trainerkosten oder Hundeschule. Gerade bei einem Ersthund, sehr hohen Anforderungen an den Hund (Stadtwohnung, alleinbleiben, städtisches Lebensumfeld - das sind für Hunde enorme Anforderungen, je nach Hund).

    Anschaffungspreise für Zuchthunde sind wenig, im Vergleich dazu, was da so alles kommen kann und wird.

  • Genau, so ist es. Ich versuche gerade herauszufinden, welche Hundetypen es überhaupt gibt und welche Bedürfnisse sie haben. Ich lese oft, dass manche Hunde täglich mehrere Stunden Auslauf brauchen – das wäre für mich schwierig, weil ich zwar gerne spazieren gehe und auch jogge, aber nicht jeden Tag mehrere Stunden fest eingeplant haben möchte.

    WARUM willst du denn unbedingt einen Hund haben?

    tägliche Spaziergänge, mal 30–60 Minuten, und an anderen Tagen auch mal längere Runden oder 3–20 km, wenn es passt. Ich möchte einfach flexibel bleiben.

    Ein Hund verändert das Leben. Bei dir lese ich heraus, dass du nicht der Typ Mensch bist, der gerne die Kontrolle aufgibt. Du bist überhaupt nicht bereit die Bedürfnisse eines Hundes zu erfüllen. Entschuldige bitte, dass ich das so direkt sage, aber: Du wirkst sehr egoistisch.

    Und nur um dir mal eine Idee davon zu geben, wie bei uns tägliche Spaziergänge sind:

    2 Stunden morgens + 20-60 min nachmittags + 10 Minuten vor dem Schlafen gehen. Das ist ALLTAG! Und das sind wir auch mit unserem damals absolut ruhigen, genügsamen, verkrüppelten Althund gelaufen. Das würde ich auch mit einem Kleinspitz laufen, oder einem Basenji, oder einem Pudel oder Golden Retriever oder.....

    Tage mit weniger sind eher die Ausnahme, entweder, weil der Hund müde wirkt oder ich krank bin. Im Frühling und Sommer sind wir wesentlich mehr unterwegs.

    Mir ist wichtig, dass der Hund auch mal Ruhe geben kann, während ich arbeite. Ich kann Pausen machen, mit ihm spielen usw., aber ich brauche auch Phasen, in denen er entspannt ist und nicht nonstop Action braucht. Gleichzeitig möchte ich keinen Hund, der komplett „auf 180“ ist, die Wohnung zerstört oder gar nicht alleine bleiben kann, wenn ich mal ins Gym oder einkaufen gehe.

    Sowas ist nicht nur Erziehungssache. Jeder Hund wird bei dem von dir beschriebenen Lebensstil unruhig, unausgeglichen werden. Vielleicht wird er depressiv, wenn du Glück hast.

    Es ist wirklich wichtig, dass du dir selbst die Frage EHRLICH beantwortest: Warum möchte ich einen Hund haben?

    Sauberkeit ist mir wichtig,

    Hunde bringen Dreck, das ist unumstößlich. Du kannst nur den Dreck durch Eigeninitiative minimieren. Den Hund interessiert dein Faible für Sauberkeit nicht. Übrigens übergeben sich Hunde oft. Zumindest im Vergleich zum Menschen. Sie brauchen auch Zeug zum Kauen, einiges davon stinkt bestialisch. Hunde haben Analdrüsen, die sich auch mal entleeren können, wenn der Hund vor etwas erschrickt. Die Dinger verstopfen übrigens auch gerne.

    Insbesondere, wenn Hunde schlecht ernährt und nicht viel bewegt werden.

    Ich will Verantwortung übernehmen und den Hund langfristig behalten, deshalb frage ich lieber vorher alles durch, bevor ich eine falsche Entscheidung treffe. Viele Leute geben Hunde wieder ab, weil sie sich vorher nicht informiert haben – das möchte ich unbedingt vermeiden.

    Wichtig ist zu verstehen, dass du eventuell nicht unbedingt einen Hund brauchst. "Verantwortung zu übernehmen" ist KEIN Grund für einen Hund.


    Ich lese aus deinen Beiträgen heraus, dass der Hund sich ausschließlich dir anpassen muss. Tut mir leid, aber unter diesen Umständen sehe ich keinen Hund. Eine Katze passt besser, das sage ich nicht aus Zynismus. Katzen kommen besser klar, da sie BEINAHE kompromisslos sind und meistens mit ein wenig Liebe und Futter absolut ruhige Zeitgenossen sind. Aber man muss sich auch auf die einstellen. Ganz ohne Anpassung geht es nicht.

  • Ich arbeite von zuhause aus oder kann den Hund mit ins Büro nehmen. Das ist ein Vorteil, aber trotzdem frage ich mich: Wie machen es Leute, die den Hund nicht mit zur Arbeit nehmen können?

    Ich kann ebenfalls viel HomeOffice machen. An den Tagen, an denen ich ins Büro muss, haben meine Jungs durch Hundeklappen nach ca. 4 Stunden freien Gartenzugang für den Rest des Tages. Das funktioniert mit Eigenheim oder gemietetem Haus (und dann natürlich Vermietergenehmigung), aber nicht mit einer Stadtwohnung. Da musst Du dann dafür sorgen, dass der Hund über Tag zumindest kurz zum Lösen rauskommt, also Hundesitter, Gassiservice oder HuTa. Als Kostenfaktor auch nicht zu verachten.

  • Katzen haaren wie die Pest, sind keineswegs anspruchslos und im Falle von Wohnungskatzen müssen es mindestens zweie sein, denn Einzelhaltung ohne Freigang (...Stadt...) ist Tierquälerei.

    Dazu brauchen sie mindestens zwei Toiletten und tragen ihre Streu gerne an den Pfoten herum - mehrfach täglich misten und Streu auffegen, sind Pflicht, gerade wenn man pingelig mit der Wohnung ist.

  • Wenn du allein für den Hund verantwortlich bist, wird er deinen Tagesablauf bestimmen. Kenne ich aus eigener Erfahrung.

    Gut wäre noch eine Person B, die zur Entlastung bereitsteht. Man hat selbst auch Arzttermine, Abendveranstaltungen, Einladungen etc. , wo der Hund nicht mitgenommen werden kann. Und es gibt viele Hunde, die nicht lange oder gar nicht allein bleiben können! Das solltest du nicht unterschätzen.

    Da ist das Haaren noch das geringste Problem…

    Hunde sind einfach sehr präsent im Alltag und wollen artgerecht gehalten werden. Das heißt, regelmäßiger Auslauf, Begegnungen mit Artgenossen, Tierarztbesuche und und und. Das muss man schon wirklich wollen! Und gut organisiert sein.

  • Ich habe mich schon oft gefragt wie Hundehaltung bei Leuten funktioniert, die arbeiten gehen. Bei uns funktioniert es, weil mein Mann im Schichtdienst und ich nur Teilzeit arbeite. So ist Luna eigentlich fast nie allein, und wenn, dann nur wenige Stunden. Und wir haben genug Zeit für große Gassirunden.

    Was ich auch wichtig finde: "Quality time" mit anderen Hunde: Hundeplatz, (umzäunte) Hundewiese damit sie mal richtig toben können.

    In deiner Situation würde ich mir auf gar keinen Fall einen Welpen holen. Es lohnt sich meiner Meinung nach auch, nach Hunden Ausschau zu halten, die wegen Krankheit (des Halters!) oder Todesfall abgegeben werden. Ich würde mal die Tierheime und Tierschutzorganisationen in deiner Umgebung beobachten.

    Zur Länge der Gassirunden habe ich mal einen Strang gestartet, da gab es eine große Bandbreite von Antworten. Mindestens einmal am Tag mehr als eine Stunde finde ich aber schon wichtig. Längere Strecken dürfte jeder gesunde Hund mittlerer Größe schaffen.

    Der Hund auf dem Foto würde mir auch sehr gut gefallen!! Genau solche Hunde tauchen im Tierschutz andauernd auf.

    Es gibt mit Sicherheit Leute in deiner Lage, die Hunde halten, die nicht unglücklich sind. Es muss nur passen.

    Wie erwähnt, wenn Tierschutzhund, dann kein Direktimport als Anfänger, sondern einen Hund, den du nach Möglichkeit mehrmals besuchen kannst. Viele sind hier bei Rumänen skeptisch weil oft Herdenschutzhunde drin stecken. Ich kenne wie gesagt sehr viele nette Hunde aus Rumänien (einschließlich unserer Luna). Unser einziges Problem ist ihr Jagdtrieb, aber das ist mittlerweile händelbar. Ehrlicherweise muss ich aber sagen, dass von den Tierschutzhunden, die ich kenne, für ungefähr die Hälfte kein Freilauf möglich ist, dann geht man halt auf eine Hundewiese oder oder oder.

    Und die Sache mit den Kosten, ja, muss man sich gut überlegen. Hundehaltung ist leider teuer. Die Tierarztkosten sind explodiert. Also Geld für eine Kranken- und OP-Versicherung einkalkulieren. Aber wie schon geschrieben wurde, man muss die Kosten erstmal vorschießen und bekommt sie dann erstattet. Es halten aber trotz allem noch auch Nicht-Millionäre und Normalverdiener Hunde.

  • wie Hundehaltung bei Leuten funktioniert, die arbeiten gehen

    Bei uns funktioniert es dadurch, dass mein Hund offenbar das anspruchsloseste Pflänzchen im Dogforum ist, denn wir machen keine 2h Spaziergang morgens und 1h abends als Minimum

    Unter der Woche ist unser Standardprogramm: morgens 30-45 min, dann je 30 min am Rad zur Arbeit hin und zurück, abends 10-20 min Löserunde und nach Bedarf Garten und 2-3x/Woche Kopfarbeit (Tricks, Spürhundetraining) Bei der Arbeit bespaßen ihn diverse Kolleg*innen immer mal und es gibt mittags ne Pipirunde. Es gibt natürlich Tage mit mehr (aber auch mal mit weniger) Programm, aber zweistündige Runden sind bei uns unter der Woche nur als Ausnahme drin.

    Mein Hund ist völlig fein damit und laut Tierärztin auch gut bemuskelt :ka: Ich wunder mich immer, was hier als Minimum propagiert wird. Aber gut, vielleicht haben die meisten hier wirklich deutlich anspuchsvollere Hunde.

  • Also meine Katzen haben weitaus mehr gehaart und viel mehr Dreck gemacht als der Hund. Das ganze Streu das überall rumliegt, ständig räumen sie einem irgendwelche Kasteln ab, weil sie drauf springen etc.

    Ich habe im Juli meinen ersten Welpen aufgenommen, wenn du möchtest, schreibe ich dir hier eine ungefähre Kostenaufstellung:

    Anschaffungspreis 2.000 Euro (gut, fällt eventuell weg)

    Tierarztkosten (Vorsorge und Impfungen) 300 Euro

    Hundeschule gesamt bis zum heutigen Tag: 750 Euro (klar könnte ich in eine günstigere ausweichen, aber Qualität hat nunmal ihren Preis)

    Trainerkosten extra: ca. 350 Euro (auch das ist natürlich optional, wir wollten eine gute Basis legen, damit wir späteren Problemen vorbeugen)

    Tierversicherung: 650 Euro Jahresbeitrag

    Sachkundenachweis inkl. Anmeldung bei der Gemeinde: ca. 150 Euro

    Nicht dabei sind da natürlich Futterkosten, Kosten für die Ausstattung etc.

    Haustiere muss man sich heutzutage wirklich leisten können und wollen.

    Ganz abgesehen davon würde mein japanischer Spitz ziemlich alle deine Anforderungen erfüllen.

    Er haart wenig, er bellt wenig, hat kaum Jagdtrieb. Wacht, aber sehr gemäßigt und gut handelbar. Man kann ihn problemlos überall hin mitnehmen und er benimmt sich einfach mustergültig. Kann gut eine angemessene Zeit alleine bleiben. Ist sehr offen und freundlich gegenüber anderen Menschen und Hunden. Sehr sensibel und feinfühlig, er merkt sofort, wenn zB. jemand Angst vor Hunden hat und passt sich an. Die Japaner sind da etwas gemäßigter als andere Spitz-Rassen. Allerdings sind sie selten, wir haben 2 Jahre auf unseren Sammy gewartet.

    Wobei viele dieser Dinge Erziehungs / Trainingssache sind, die wir garantiert nicht so gut inbekommen hätten, ohne Geld in die Hundeschule / Trainerbegleitung zu investieren.

  • Hier funktioniert arbeiten und Hundehaltung nur, weil der Hund mit zur Arbeit kommt. Das bedeutet aber zumindest für mich auch, dass die Zeit außerhalb der Arbeit zum größten Teil dem Hund gehört. Auch wenn Hunde viel schlafen. 6h Wachzustand gehört halt dazu. Und da kann man sich ja ausrechnen, wie viel Zeit noch für einen selbst bleibt, wenn Hund 8h im Büro verpennt hat.

    Ich würde halt auch noch einmal die Frage in den Raum werfen, warum man eine Hund möchte. Den Tieren ein möglichst bedürfnisorientiertes Leben zu bieten ist doch das Hauptziel was man haben sollte. Und dazu gehört eben Bewegung, Abenteuer erleben, soziale Interaktion, Ruhephasen und Fressen.

    Ich habe einen Mischling und der haart für meine Ansprüche wenig genug. Dennoch ist spätestens alle 2 Tage der Staubsauger fällig, sonst gibt es Fellmäuse (die nächsten Verwandten zu denn Wollmäusen 😅). Und ja auch kurzes Fell bringt Dreck und Matsch mit in die Hütte. Nix was man nicht mit ein wenig Aufwand in den Griff bekommt. Ich bin halt aber auch nicht so pingelig mit dem Haushalt. Dennoch mag ich es, wenn meine Fliesen weiß und nicht grau sind.

    Ich glaube du stellst halt aktuell die falschen Fragen. Die Wohnung ist hier Ruheort. Action gibt es draußen. Zu Hause wird geschlafen. Darum ist die Wohnung beispielsweise nicht so das k.o. Kriterium für viele Rassen. Aber das darf jeder für sich bewerten.

    Und ja ein Hund bellt auch mal. Wie und in welchem Ausmaß ist auch Erziehungssache. Ja es gibt Rassen die sind gesprächiger. Das bedeutet aber im Umkehrschluss nicht, dass alle anderen Hunde stumm sind. Grundsätzlich kann erstmal jeder Hund bellen.

    Ich finde es für die Hunde immer sehr schade, wenn sie (egal welche Rasse) einfach nur da sein sollen. Das was du beschreibst ist meiner Meinung nach einfach ein Mindestmaß an Bewegung, die jeder Hund bekommen sollte! Daher hoffe ich sehr, dass du noch einmal einen Schritt zurück machst. Geh einfach nach dem Post noch einmal tief in dich, ob du wirklich einen Hund haben möchtest. Und was du für den Hund alles in Kauf nehmen magst.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!