Partner/in und Hund
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Tja, wie formuliere ich meine Frage?
Gibt es Unterschiede, wie ihr in eurem Haushalt euren Hund oder eure Hunde führt? Habt ihr komplett gleiche Vorstellungen von Erziehung? Oder kriegt ihr euch schonmal in die Haare wegen unterschiedlicher Erziehungsmethoden oder verschiedener Interpretationen des Begriffs "konsequent"?
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Ja. Ich führe die Hunde, er nicht. Ich bin konsequent und finde ist ein Kommando ausgesprochen, soll es auch durchgesetzt werden. Er nicht. Es ist evtl. Nicht schwer zu erraten, auf wen die Hunde hören und auf wen nicht 🤣
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Oder kriegt ihr euch schonmal in die Haare wegen unterschiedlicher Erziehungsmethoden oder verschiedener Interpretationen des Begriffs "konsequent"?
Tatsächlich das eher nicht. Was Hundeerziehung angeht, sind wir beide eher sehr "nett" und nur bei den wichtigsten Dingen "konsequent".
Das einzige ist auf Spaziergängen, da bin ich vorsichtiger, leine früher an oder bleibe auch mal mitten auf dem Feldweg stehen, wenn ein Anlieger-Auto kommt, bis alle Hunde eingesammelt sind. Auf Spaziergängen ist Frank mehr der "wird schon gut gehen" Typ. Auch eher bei Hundebegegnungen, aber da bin ich durch Fayes Tod halt auch einfach sehr gebrannt.
Wobei ich dazu sagen muss, dass Alltags-Auslastung soweit mein Ding ist und auch die Spaziergänge unter der Woche. Sonst gäbe es da ggf. mehr Diskussionsstoff.
Und unsere Hunde sind soweit halt auch unkompliziert. Alle 5 von Welpe an da und keine schwierigen Rassen (der Aussie hier ist ein Blümchen). Bei wirklichen Baustellen und deren Handling gäbe es sicher auch mehr Konfliktpotential.
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Ich hab super viel Theorie Wissen in Sachen Hundeerziehung.
Hab Kurse mitgemacht, Einzeltraining mit jedem meiner Hunde, war in der Rettungshundestaffel, im Schäferhundeverein, ...
....
Meinem Mann gehorchen die Hunde ...
Kann man nichts machen.

Bei Hund Nummer drei hab ich einfach resigniert und nehme es so hin.
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Achso, in die Haare bekommen wir uns nicht. Ich sage auch so gut wie nichts mehr dazu, weil es nichts nutzt😅
Aber ich mach auch quasi die volle Arbeit mit den Hunden, Training, Auslastung, Gassi. Ganz selten geht er mal Gassi alleine, das kann man im Jahr an einer Hand abzählen.
Bei den gassis ist es mittlerweile einfacher, weil er dann tilda nimmt und ich theo hab. Bei tilda ist das alles etwas entspannter, da kann man auch mehr laufen lassen. Als wir nur einen Hund hatten und er ihn hielt beim Gassi, ist es mir sehr schwer gefallen, die Klappe zu halten. Seine Reaktion ist auch einfach so viel langsamer und Situationen schätzt er durch viel weniger Erfahrung auch einfach anders ein. Krieg ich die Krise, wenn ich weiß, dass er mit beiden mal alleine Gassi geht? Ja. Aber ich versuche es dann zu verdrängen 😅
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Wir haben eine längere Geschichte
haben uns sozusagen aufeinander zugearbeitet.
Als wir uns kennen lernten, lebte ich allein mit meinem Neufi. Er mochte Hunde, hatte aber keinerlei Erfahrung. Somit war das allein meine Sache. Auch die erste Bouvierhündin war meine. Mein Mann hat sie ab und an Gassi geführt, aber in Sachen Erziehung keine Aktien.
Dann kam die zweite Bouvierhündin, die beschlossen hat "ER ist mein EIN UND ALLES". Also hat er sich der Aufgabe gestellt und wir hatten uns quasi ständig inne Köppe.
Ich habe dauernd Anweisungen gegeben, kritisiert und genörgelt (war zu der Zeit auch Trainerin im Verein, das konnte eigentlich nicht gut gehen - hüstel) und er als perfektionierter Sturschädel hat trotzdem sein Ding gemacht.
Über die Jahre haben wir aber einen gemeinsamen Kurs gefunden so dass Schäferhund und Terrier jetzt wirklich schöne Gemeinschaftsprojekte sind.
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Mein Mann setzt Kommandos auch nicht durch. Und gerade bei Lucifer ist das wichtig. Bei Emil geht auch wischiwaschi. Er findet mich zu unnett, dafür beißt der Collie halt auch in SEINE Fersen, wenn er seine fünf Minuten kriegt und nicht in meine. Jeder, wie er mag.
Dafür bin ich verkopfter. Hab immer drölfzig Erziehungstips zu jedem Problem im Kopf und seh dann oft den Wald vor Bäumen nicht. Mein Mann hat oft das bessere Bauchgefühl.
Mein Mann hat die Hunde immer mal allein, so einmal im Monat etwa bin ich ohne Doggies weg und er führt Lucifer dann nur an kurzer Leine. Flexi, oder SL macht er nicht mehr. Letzteres wird bei meinem Mann zur tödlichen Gefahr, weil er das so gar nicht händeln kann, aber auch Flexi geht nicht, weil Luci ihm da permanent reinkracht. Das wiederum ist bei mir inzwischen selten geworden, aber war halt Arbeit und die investiert mein Mann nicht.
Aber egal, ich bin sehr froh, dass mein Mann mitzieht bei der Hundehaltung, obwohl er an sich keine Hunde haben will.
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Bei uns bin auch ich die Hauptbezugsperson Nr. 1, die auch definitiv am meisten mit dem Hund macht und auch trainiert. Ich wollte den Hund aber halt auch haben. Mein Mann geht halt spazieren und freut sich über das, was der Hund dank mir so gelernt hat. Ich glaub, wenn die beiden allein unterwegs sind, dann wird halt die Runde gedreht und gut ist. Ich mach noch unterwegs kleine Spielchen, Trainingseinheiten etc. pp.
Dementsprechend hört Herr Hund auf mich auch deutlich besser (und genießt entsprechende Freiheiten), auf den Mann mal so, mal so, nach Laune (und ist deswegen durchgehend an der Leine).
Konfliktpotenzial gibt es deswegen bei uns aber keins. Ist er allein mit dem Hund unterwegs, krieg ich ja nicht mit, was da so passiert. Sind wir zusammen unterwegs, führe ich den Hund.
Und wenn er (z.B.) meint sich vom Hund den Arm auskugeln zu lassen, weil er keine Lust hat Leinenführigkeit durchzusetzen, dann ist das sein Problem nicht meins. Bucky kann da zwischen uns gut unterscheiden.
Puls kriege ich nur, wenn er zu lasch mit dem Thema Rüdenunverträglichkeit umgeht. Wenn ich dann erzählt bekomme, bei dem und dem Hund ist es total eskaliert, dann hab ich halt Kopfkino und ärgere mich, weil ich seit quasi Jahren dran arbeite und er den Hund wieder so hochfahren lässt. Da das aber nicht sehr oft vorkommt, versuche ich das zu ignorieren. Ich weiß, dass er ihn halten kann und nach einem Vorfall, wo es hier echt Stunk gab, auch umsichtig Abstand hält. Mit dem Rest muss ich halt leben.
Und im Haus bin eh ich der Chef, außer ich bin nicht da. Dann ist Bucky der Chef

Bucky ist im Haus aber auch komplett gechillt und unaufgeregt und macht auch keinen Unsinn.
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Hier merkt man tatsächlich bei den meisten unserer Hunde nicht, dass sie auf irgendwen besser achten / hören. Einzig bei Enya tatsächlich, wenn ich dabei bin. Ihr Blick geht dann immer zu mir, so: muss ich? Die fühlt sich aber auch komplett als "mein Hund".
Die anderen 4, da würde ich nicht sagen, dass es einen Unterschied macht. Lotta vielleicht noch, die ist aber auch ein rotzfreches Sensibelchen (ja, tolle Kombi
), da merkt man situativ, dass ich mehr eingespielt mit ihr bin.Aber an sich würde ich nicht sagen, dass sie wirklich komplett unterschiedlich im Haus oder auf Spaziergängen reagieren. Wobei wir halt sehr wenig über Kommandos arbeiten. Wenn man stark darauf setzt, statt auf Automatismen, macht es das vielleicht schwieriger, könnte ich mir vorstellen

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Oh ja, es gibt Unterschiede und manchmal bin ich da vielleicht auch ein wenig genervt.
Mein Mann ist nicht sehr konsequent, einzige Ausnahme, es wird nicht gebettelt.
Ansonsten darf sie bei ihm halt fast alles, Hundeblick reicht. Sie ist aber Gott sei Dank eine unkomplizierte Hündin, daher klappt mit ihr alles was wir brauchen.
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