Haben Hundetrainer ein anderes Verständnis von Beschäftigung?

  • Aber wieso? Welchen Mehrwert hat den so eine Begebgung für meinen Hund und mir?

    Es scheint so, als verstehst du unter dem was ich sage: "Suche ungewollten Kontakt auf!". Passt ja gar nicht, wäre dann nicht mehr ungewollt, warum sollte ich das denn meinen?

    Und ja es geht nicht immer alles nach Plan, ich glaube nicht, dass eine ungewollte Hundebegegnung ein Problem wird, weil man das nicht geübt hat.

    Wie soll man sowas üben? Ich habe mich gefragt, warum man sich, wegen etwas so banalen und offensichtlich häufig vorkommendem, so aufregt, statt es zu akzeptieren. Ich habe oft den Eindruck, dass man sich als Hundehalter gerne in eine Opferrolle begibt.

  • Also wenn ein Tutnix in irgendeiner Weise meine Omi bespaßen will, die bald 14 wird und sich in solchen Situationen echt fürchtet, dann trainiere ich da garnix. Dann will ich diesen Kontakt einfach nicht. Und wenn der Tutnix dann auch noch sehr rabiat in seiner Spielaufforderung ist und mir die Omi über den Haufen rennen will, dann werde ich sehr schnell sehr sehr ungehalten, weil so ein Verhalten garnicht geht.
    Nähert sich ein Tutnix vorsichtig, ist das kein Problem.
    Nur leider sind diese Typen Hund selten vorsichtig ….

  • Ich finde das übrigens schrecklich, weil es Nichts absolut Nichts mit mir oder meinen Hunden zu tun hat und einfach nur die Macht des Stärkeren. Der große Hund ist übrigens prinzipiell nett, aber ich werde einen Teufel tun und das irgendwem sagen.

    mit anderer Hund war ein uralter, halbblinder Border mit zwei Bandscheibenvorfällen gemeint. Wir sind die letzten Jahre ausschließlich auf Privatgrundstück spazieren gegangen, weil ich das Risiko nicht mehr eingehen wollte. In jungen Jahren wurde er mir mehrmals klinikreif gebissen, weil "der Tut nix". Ja Danke auch 95% aller Hunde mochten meinen Hund aber nicht, ist bestimmt meine Schuld gewesen.

    Ich finde es krass, dass du beschreibst du hättest das täglich erlebt. Ich lebe eine komplett andere Realität in der Hundekontakte außerhalb von Hundeschulen kaum noch statt finden. Auch Tut-Nixe habe ich nie erlebt, zumindest hier auf dem "Dorf" nicht. Einmal kam ein Hund tosend auf mich und die Hunde zugerannt. Geklärt hat das der Krüppel Dexter und das Thema war gegessen.

    In meiner Heimat kamen Hundekontakte etwas öfter zustande. Auch gab es hin und wieder mal Kloppereien unter den Hunden, aber das ist doch normal?!

    Die, die wirklich gefährlich waren trugen Maulkorb oder man bekam sie garnicht zu Gesicht.

    Sicherlich gehen Kleinsthundehalter ein gewisses Risiko ein, das möchte ich nicht verleugnen. Mir sind die Gefahren durchaus bewusst, dennoch muss man sich doch darüber im Klaren sein, dass es zu unangenehmen Situationen kommt. Im Leben. Da finde ich es ungesund sich ständig über etwas aufzuregen, was schon immer gleich war und aufgrund der Natur der Dinge mit hoher Wahrscheinlichkeit immer gleich bleiben wird...

  • Billieshep Vielleicht mal mit Hundeverhalten beschäftigen und endlich lernen, dass Fremdhundekontakt aus bereits mehrfach genannten Gründen für die meisten Hunde keinerlei Mehrwert hat? Das was die von dir so genannten „Opfer“ einfordern wird auch Rücksichtnahme genannt, ggf. auf Wikipedia oder so nachlesen.

  • Rücksicht ist da wirklich nicht schwer. Es tut niemandem weh, seinen Hund einfach bei sich zu behalten. Es tut auch nicht weh, sich kurz abzusprechen, ob Kontakt überhaupt erwünscht ist. Aber für die andere Person kann genau das einen riesigen Unterschied machen.

    In deiner Welt müßte also jeder Hund grundsätzlich an der Leine bleiben bis er so ca.- 2-3 Jahre alt ist? Vorher hört kein Hund zuverlässig, da ist zwischendurch immer mal Knete im Kopf. "Kein Hund kommt zu meinem Hund" ist in der Realität bestenfalls eine nette Wunschvorstellung. Ich frage mich übrigens auch, wie ein Hund, der ganz normal mit deinem Hund kommuniziert, ein Training riskiert. Hund geht hin, läuft einen Bogen, schaut, wie dein Hund reagiert, keine Ahnung, was davon ein Training riskiert.

  • Wäre es nicht besser zu lernen auch mit sowas klar zu kommen, als sich ständig darüber aufzuregen und sich eine Welt zu wünschen, in der alles so läuft wie man sich das vorstellt?

    Man kann sie halt nicht alle kontrollieren.

    Ach so… na gut, dann sollte ich das wohl einfach lernen. Ist ja wie überall sonst auch. Wäre mir zum Beispiel auch lieber, wenn Frauen nicht ständig belästigt werden… aber hey, vielleicht muss man einfach damit umgehen. Man kann schließlich nicht alle Männer kontrollieren, oder?

    Vielleicht gehe ich ab jetzt auch genau mit dieser Einstellung raus. Und wenn sich dann jemand beschwert, weil plötzlich zehn Hunde auf ihn zugeschossen kommen… tja, dann muss er wohl lernen, damit klarzukommen. Man kann sie halt nicht alle kontrollieren.

  • Ich habe oft den Eindruck, dass man sich als Hundehalter gerne in eine Opferrolle begibt.

    Im Gegenteil: Wenn ich ungewollte Grenzüberschreitungen einfach toleriere, dann bin ich in der Opferrolle. Wenn ich von anderen einfordere, meine Grenzen (und/oder die meines Hundes) zu wahren, dann zeugt das eher von Stärke.

    Die Welt wird nicht besser, wenn man Dinge einfach blind akzeptiert, „weil sie halt so sind“.

  • ?

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
  • Rücksicht ist da wirklich nicht schwer. Es tut niemandem weh, seinen Hund einfach bei sich zu behalten. Es tut auch nicht weh, sich kurz abzusprechen, ob Kontakt überhaupt erwünscht ist. Aber für die andere Person kann genau das einen riesigen Unterschied machen.

    In deiner Welt müßte also jeder Hund grundsätzlich an der Leine bleiben bis er so ca.- 2-3 Jahre alt ist? Vorher hört kein Hund zuverlässig, da ist zwischendurch immer mal Knete im Kopf. "Kein Hund kommt zu meinem Hund" ist in der Realität bestenfalls eine nette Wunschvorstellung. Ich frage mich übrigens auch, wie ein Hund, der ganz normal mit deinem Hund kommuniziert, ein Training riskiert. Hund geht hin, läuft einen Bogen, schaut, wie dein Hund reagiert, keine Ahnung, was davon ein Training riskiert.

    Ich führe aktuell zehn Hunde und habe seit 15 Jahren Hunde. In all dieser Zeit gab es vielleicht eine Handvoll Situationen, in denen einer meiner Hunde tatsächlich auf einen fremden Hund zugerannt ist. Und weißt du was? Da stand ich nicht da, habe mit den Schultern gezuckt und „der tut nichts“ gerufen. Ich bin hinterhergehechtet, habe meinen Hund eingesammelt und mich entschuldigt. Weil das etwas ist, das einfach nicht passieren sollte. Das ist ein No-Go.

    Und das waren alles Situationen, in denen ich schlicht unaufmerksam war. Auch die hätte ich, wenn ich ehrlich bin, verhindern können.

    Und mal ehrlich: Niemand hat ein Problem mit jemandem, der seinen Hund sofort zurückholt und sich kurz entschuldigt. Sowas passiert jedem mal. Wir sind alle nur Menschen – entscheidend ist, wie man damit umgeht.

    Es scheint mir also durchaus möglich zu sein, so etwas mit einem Minimum an Aufwand zu kontrollieren und zu verhindern. Ja, wirklich.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!