Der "gefährliche" Hund Teil 3

  • „Ja aber Labbis beißen auch“.

    Mir ging es einfach darum, dass es mich doch sehr verwundert, dass der Labbi in Berlin überhaupt so weit oben auftaucht. In Hamburg sieht das ja z. B. ganz anders aus. Könnte auch damit zusammenhängen, was so als Labbi angegeben wird.

    Das betrifft ja alle Rassen, dass der Ursprung unbekannt ist und man vielleicht einfach sagt : „sieht aus wie Rasse xyz, tragen wir mal so ein“

  • Lustig wie sich das hier entwickelt. Ursprüngliche Aussage war, dass Bullies eingeschränkt sind in ihrem Ausdrucksverhalten / Mimik, ähnlich wie schäferhundartige.

    Irgendwie so war die Aussage.
    Da steht nicht: Schäferhunde beißen öfter.

    Wenn Du Schäferhundartige durch Deutsche Schäferhunde (es waren (auch in meiner Erinnerung) wirklich genau nur die und das eben wegen physiologischer Gegebenheiten) ersetzt, dann stimmt die Aussage. Zu Beißvorfällen habe ich genau gar nichts gesagt.

  • Züchterisch werden mittlerweile unkomplizierte und soziale Hunde präferiert, weils natürlich gar keinen Mehrwert hat und nur nervt.

    Das ist schön zu hören.

    Retriever sind beliebt, leider nur unfassbar krank mittlerweile, da kann meine TÄ ein Lied singen, die sagt sie macht zu 80% nur noch Retriever mit Allergien..

    Oh je, hoffentlich fühlt sich jetzt kein Retriever-Züchter angegriffen... wenn andere Tierärztinnen ein Lied von ihren Erfahrungen singen, ist das weniger valide, als wenn deine TÄ das tut?

    Sind sie deshalb böse? Absolut nein!

    Was hat denn "böse" schon wieder damit zu tun?

    Ich muss sagen, es nervt mich echt - erst "Täter" und "Opfer", jetzt "böse" - warum muss man diese Diskussionen immer auf so eine Moralebene heben?

  • In Berlin tun sich DSH und Labbi aber auch irgendwie nicht viel, oder lese ich Tabelle falsch?

    Beim Labbi sind "Labrador" und "Labrador Retriever" schon zwei verschiedene Rassen in der Statistik. :ka: Bin nicht sicher, wie vertrauenswürdig ich die Statistik finde, aber mangels Alternativen schau ich mir halt diese an.

    Edit: sorry, ich war bei der Hamburger Statistik. |)

  • Das Problem an diesen Statistiken ist eben, dass die Rassenhunde überhaupt nicht valide eingetragen werden. Da ist der Pitbull-Mix ja gerne ein Labrador zum Beispiel, der Hovewart ein Golden Retriever, usw.

    Als Rassezuchtverband muss man sich ja nun aber schon die Frage stellen, wie man sich davon distanzieren und abgrenzen kann.

    DSH haben natürlich mehr Potenzial als andere Rassen. Ich empfinde das Potenzial der Bullartigen aber nochmal anders weil diese weniger darauf durchgezogen sind sich dabei führen zu lassen.

    Wir haben verschiedenen Mechanismen damit die Hunde aus unserer Population nicht die sind die auffällig sind und es ist eben auch einfach so, dass da kaum noch einer Bock drauf hat, auf diese bösen Hunde von früher.

    Oh je, hoffentlich fühlt sich jetzt kein Retriever-Züchter angegriffen... wenn andere Tierärztinnen ein Lied von ihren Erfahrungen singen, ist das weniger valide, als wenn deine TÄ das tut?

    Ein Tierarzt ist ja nicht beim Vorfall dabei, aber klärt durchaus die medizinische Seite. Ich habe ja nicht infrage gestellt, dass die Hunde schwerverletzt waren. Lediglich angemerkt dass man bei Beschreibungen der Besitzer vorsichtig sein muss und dass die Leute auch keinen DSH mehr zweifelsfrei erkennen heutzutage. Es davon auch gar nicht soooo viele geben kann, der riesige Teil sind einfach Landschläge in Schäferhundoptik.


    Und um diese Hunde zu greifen braucht es einfach andere Mechanismen. Und die braucht es auf jeden Fall dringend.

  • Mein Riesenschnauzer ist auch eingeschränkt in seiner Mimik. Ich muss zugeben, beim Schäferhund könnte ich mir das ehrlicherweise jetzt nicht vorstellen, ohne Studien dazu zu kennen. Das ist rein subjektives Empfinden.

    Ich denke die könnten schon, aber die Zündschnur ist einfach kürzer. Im Rudel finde ich sie sogar sehr geduldig und klar. Ist halt wirklich dieses Ding mit Fremdhunden. Aber auch nicht alle, sehr selektiv. Meine Linie ist da ja leider auch betroffen. Witzigerweise finden meine Kleinhunde total toll, haben aber was gegen viele mittelgroße bis große Hunde die selbst sehr dominant auftreten. Fehlgeleitetes Beutefangverhalten ist es hier auf keinen Fall. Denke der Hauptgrund ist Kontrollverhalten, schätze ein Hütehunderbe. Schafe in Zaum halten, mit den Zähnen und zwar schnell und effektiv. Da macht langes drohen ja keinen Sinn, sondern ist störend.

  • Das Problem an diesen Statistiken ist eben, dass die Rassenhunde überhaupt nicht valide eingetragen werden.

    Ja gut, wenn du natürlich den ganzen Amtsveterinären etc. pp. die Kompetenz absprichst und niemand außerhalb des Rassezuchtverbands die Hunde korrekt zuordnen kann, dann kann man sich jegliche Statistiken auch sparen … und nur noch nach Hund, Katze, Bär sortieren (falls die Mehrheit immerhin das unterscheiden kann).

    [bei den offiziellen Vorfällen dürften die Täter gefasst sein und einige dieser Beißer sicher auch offizielle Papiere haben, noch eindeutiger geht es dann kaum]

    DSH haben natürlich mehr Potenzial als andere Rassen. Ich empfinde das Potenzial der Bullartigen aber nochmal anders weil diese weniger darauf durchgezogen sind sich dabei führen zu lassen.

    Wir haben verschiedenen Mechanismen damit die Hunde aus unserer Population nicht die sind die auffällig sind und es ist eben auch einfach so, dass da kaum noch einer Bock drauf hat, auf diese bösen Hunde von früher.

    Natürlich sind es auch nicht nur Schäferhunde (DSH + Belgier), die besonders stark vertreten sind. Diese typischen Bulligen (Listenhunde oder in Berlin auch OEB/Frenchie) werden auch immer wieder auffällig. Um die geht es in diesem Thread ja auch regelmäßig.

    Ist auch sehr schön, wenn bei der Zucht jetzt darauf geachtet wird, dass es in eine andere Richtung geht, aber bis man da nennenswerte Erfolge sehen kann, wird es viele Generationen dauern.

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