Der "gefährliche" Hund Teil 3

  • Zum XXL-Bully: Ist euch schon mal der Gedanke gekommen, dass bei diesen Hunden einfach was im Oberstübchen falsch verdrahtet ist?

    Mit Sicherheit ist es das. Normales Hundeverhalten ist das ja nun wirklich nicht.

    Was Vanessa Bokr sagt, ist schon klar - beim falschen Handling kann jeder Hund letztlich durchdrehen. So, dann erzählt sie noch, sie hätten da jede Rasse bei sich - aber es ist nicht der Pudel, den sie zu zweit aus dem Zwinger holen müssen, soweit ich weiß.

    "Durchdrehen" vielleicht. Menschen totbeissen, nein.

    Zumal es bei den XL Bully Fällen ja gar keine Hinweise auf Scharfmachen, Misshandlungen etc. gibt. Wenn schon "keine klare Führung" reicht, dass ein Hund "durchdreht" (was ein etwas verharmlosender Begriff ist), dann müsste hier mindestens jeder zweite Hund in meiner Nachbarschaft schon mal gebissen haben.

    Der Pudel wird immer in dem Kontext genannt - jeder Hund ist gefährlich, man kann auch aus einem Pudel einen Kampfhund machen, es sind immer dieselben Sprüche.

    Noch gabs aber keine von Pudeln totgebissenen Menschen. Beissen ja, natürlich. Aber einen erwachsenen Menschen töten (und zwar direkt, nicht als Folge eines Verkehrsunfalls oder einer Blutvergiftung)? Bisher sind da alle Experten, die immer mit "auch ein Pudel ist gefährlich" kommen, den Beleg schuldig geblieben.

    Wahlweise kann man Pudel auch durch "Chihuahua" ersetzen. Dann wird es noch absurder...

  • Es muss doch hoffentlich nicht erst ein Mensch totgebissen werden, damit ein Hund gefährlich ist. Es geht hier doch um gefährliche Hunde im Generellen, und die Erfüllung dieser Definition setzt - zumindest für mich - schon früher ein, als wenn erst ein Mensch tot ist.


    Davon unabhängig gibt es natürlich gewollte Rasseeigenschaften, die Hunderassen potentiell gefährlicher machen als andere. Zahlreiche Hunderassen die rein körperlich eher dazu in der Lage sind, vs. solche die es nur schwerlich sind, selbst wenn sie wollten.


    Ich denke auch, Hundeangriffe die so massiv und gezielt sind um zum Tod eines Menschen führen, erfolgen meist aus Jagd-/Beutetrieb heraus. Aber dennoch.. die grundsätzliche Häufigkeit schwerer Bisswunden (ohne dieses, es endet erst wenn der Mensch tot ist), liegt ursächlich eher an sozialen Aggressionen. Ob das richtig ist :ka:

  • Es muss doch hoffentlich nicht erst ein Mensch totgebissen werden, damit ein Hund gefährlich ist. Es geht hier doch um gefährliche Hunde im Generellen, und die Erfüllung dieser Definition setzt - zumindest für mich - schon früher ein, als wenn erst ein Mensch tot ist.

    Ja natürlich.

    Speziell geht es doch gerade darum, einen ganz bestimmten Designer-Hundetyp (ich weigere mich, hier das Wort Rasse zu verwenden) zu verbieten, nämlich den XXL-Bully.

    Dieser ist aufgefallen, weil er in GB etliche Todesfälle verursacht hat, und da wo der Mensch die Verletzungen überlebt hat, gab es nie leichte, sondern immer sehr schwere Verletzungen.

    Für mich, aus meiner Sicht, kann man diesen Hundetyp nicht mit anderen Hunden (und deren Gefährlichkeit) vergleichen.

    Weil hier eben kein normales, haushundetypisches Verhalten erwartet werden kann.

    Deshalb finde ich auch die Erklärungsversuche, wie z. B. "Fehler in der Haltung", und "fehlgeleitetes Beutefangverhalten", oder "es sind sicher vorherige Anzeichen übersehen worden", absolut müßig.

    Ich meine, selbst wenn dieser Hundetyp nur noch in absolut fähige Halterhände gegeben würde, würden auch bei diesen Haltern Vorfälle passieren, wo diese Hunde plötzlich und völlig unvorhersehbar austicken.

  • Ich sehe keinen Sinn in einem Verbot. Es kommen auch immer wieder Menschen im Reitsport zu Tode, von Verkehrsunfällen gar nicht abzufangen. Mir persönlich fehlt da die Verhältnismäßigkeit. Generell kommen sehr sehr wenig Menschen durch Hunde zu Tode und ich denke das Gefahrenpotenzial findet sich viel mehr im Auslandstierschutz durch die importierten Massen und fehlende Sachkunde. Eher müsste dort eingegriffen werden, Sachkunde bei Pflegestellen und Organisationen massiv verschärft werden sowie regulierten aufgestellt werden.

  • Ich sehe keinen Sinn in einem Verbot. Es kommen auch immer wieder Menschen im Reitsport zu Tode, von Verkehrsunfällen gar nicht abzufangen. Mir persönlich fehlt da die Verhältnismäßigkeit. Generell kommen sehr sehr wenig Menschen durch Hunde zu Tode und ich denke das Gefahrenpotenzial findet sich viel mehr im Auslandstierschutz durch die importierten Massen und fehlende Sachkunde. Eher müsste dort eingegriffen werden, Sachkunde bei Pflegestellen und Organisationen massiv verschärft werden sowie regulierten aufgestellt werden.

    Ich gehe noch weiter, ich bin für eine generelle Sachkunde für Hundehalter und eine Verschärfung der Zuchterlaubnis.

    Edit: eine stärkere Regulierung von Hundezucht.

  • Ich sehe auch keinen Sinn in einem Verbot. Gewisse Menschen werden immer so einen Typ Hund suchen. Irgendwas Krasses. Keine Liste hat eine ehrliche Änderung gebracht und das wird auch nicht passieren.

    Ich würde mir eine strengere Qualzuchtregulierung wünschen. Dann wäre allen geholfen.

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