Der Trockenfutter-Thread Teil 3

  • Meine Freundin hat ihrer Mutter letztens den Rest vom Green Petfood Kartoffel & Erbse und Linsen für Peppa mitgegeben da ihrer es nicht mehr frisst. Füttert das jemand oder hat es mal gefüttert? Wie wurde es vertragen?

    Willst du nicht erstmal Stabilität in die Verdauung deines Hundes bringen, die mehr als wenige Tage hält?

  • Wenn TroFu so ungesund ist, wieso verfüttern es dann so viele. Auch hier im Forum? Und würdest du alle Arten der Futterherstellung (kaltgepresst, extrudiert, etc.) über einen Kamm scheren? Wieso?

    Trockenfutter ist einfach. Es ist schnell im Napf, man muss sich im Alltag keine Gedanken um die Fütterung des Hundes machen. Es wird seit Jahren mit immer wieder wechselnden, sich dem Zeitgeist anpassenden, Versprechen vermarktet.

    Die meisten Trockenfutter haben eine Zusammensetzung, die ich persönlich als "zu viel" beschreiben würde. Das, was an "Fleisch" im Trofu vorhanden sein soll, hat mit dem Ursprungsprodukt wenig zu tun. Bei der Herstellung von Trockenfutter müssen die Nährstoffe, die laut Vermarktung eigentlich durch die darin enthaltenen Lebensmittel vorhanden sein sollten, künstlich hinzugegeben werden. Mit Natürlichkeit hat Trockenfutter jeglicher Art nichts zu tun. Aber das liegt eigentlich auf der Hand.

    Es ist ein hochverarbeitetes Lebensmittel, solche Lebensmittel zeichnen sich in der Regel nicht durch gesundheitserhaltende Eigenschaften aus. Sicherlich gibt es große Unterschiede was die Qualität anbelangt. Grundsätzlich bin ich skeptisch gegenüber Produkten, die in solch exorbitanten Massen produziert und verkauft werden. Wie viele Prozesse durchläuft ein Lebensmittel um am Ende so auszusehen und zu riechen wie Trockenfutter?

    Nur, weil viele etwas tun, muss es noch lange nicht gut sein. Wir tragen alle Kleidung aus Plastik, das macht es noch lange nicht zu etwas Gutem oder gar Gesundem. Aber so wie Plastik hat natürlich auch Trockenfutter seine Vorteile. Wie gesagt, es ist schnell verfügbar (Fastfood), gut lagerfähig und besonders auf Reisen unglaublich praktisch. Ich füttere ebenfalls Trockenfutter, zumindest aktuell, da wir kein Futter für Runa da hatten, als wir sie abholten und um einen Puffer zu haben. Dies soll aber keineswegs ein Dauerzustand sein, denn:

    Ich bin überzeugt davon, dass die dauerhafte Fütterung von Trofu entzündliche Krankheiten begünstigt. Mir ist ebenfalls aufgefallen, dass meine Hunde viel mehr Hunger haben, wenn sie damit gefüttert werden und auch wesentlich schneller einen gänzlich leeren Magen haben. Starke Verhaltensänderungen, bzw. eine extreme Reizbarkeit und Unausgeglichen konnte ich jedoch bisher nur bei den Katzen feststellen, wenn sie mit Trofu gefüttert wurden. Ich schließe jedoch nicht aus, dass auch Hunde dadurch wahrscheinlich öfter "schlechte Laune" haben KÖNNTEN.

    Ares kam nie so richtig mit Trockenfutter klar, egal welches, auch, wenn er regelrecht süchtig danach war. Dexter hatte es ständig mit dem Magen. Runa scheint es bisher gut zu verdauen. Ich lege aber auch bei mir Wert auf eine relativ gesunde Ernährung, beim Hund sollte es nicht aufhören. Ich nutze zum Beispiel keine gekaufte Gemüsebrühe, sondern mache sie selber, weil ich merke wie schlecht es mir danach geht. Sündigen gehört trotzdem zum Leben dazu, deshalb bin ich nicht militant.

    Außerdem möchte ich nicht abhängig von irgendwelchen riesigen Unternehmen sein, was meine Ernährung und die der Hunde angeht. Ich habe den Anspruch in Zukunft nicht auf Hundefutter unbekannter Herkunft zurückgreifen zu müssen. Ich probiere gerne aus, den Hunden hat es bisher immer gefallen, wenn sie verschiedenstes Futter bekommen haben.

  • Und würdest du alle Arten der Futterherstellung (kaltgepresst, extrudiert, etc.) über einen Kamm scheren?

    Pauschal betrachtet ist das erst einmal einfach nur Marketing. Ich lasse mich da gerne eines Besseren Belehren, aber meines Wissens nach gibt es keine Studien dazu, die irgendwie belegen, dass kaltgepresstes Trockenfutter mehr Nährstoffe hat oder besser für den Darm ist. Das gleiche gilt auch für gebackenes Trockenfutter. Die tatsächlichen Unterschiede kommen von der Rezeptur, nicht der Herstellungsart.

    Wichtig ist am Ende die Nährstoffbilanz, das Aminosäureprofil und vor allem die individuelle Verträglichkeit.

  • Pure Ideologie und Meinung also. Völlig legitim aber schlichtweg nichts weiter als das.

    Da braucht man gar nicht großartig nachfragen, es kommt eh immer dasselbe.

    Als pure Ideologie würde ich es nicht bezeichnen. Mich interessiert auch nicht was du oder andere ihren Hunden geben, trotzdem darf ich, genau wie jeder andere sagen, was ich wovon halte und wie ich mein Leben führe. Ich finde es nur bezeichnend, wie du mich abwertest - oder was meinst du mit "pure Ideologie" und "da braucht man gar nicht großartig nachfragen", wenn nicht Menschen mit ähnlicher Meinung wie die meine als Idioten zu kennzeichnen. Denn "wir" sind ja dumm und folgen stumpfen, sinnbefreiten und starren Narrativen, was ein guter Idealist numal eben tut. Sorry aber.

    Jemand hat gefragt, ich habe geantwortet.

  • Billieshep Ich denke, es geht darum: Deine Antwort/Erklärung besteht aus deinen Empfindungen, deiner Meinung und deinen Einzelfall-Beobachtungen, enthält aber nichts Fundiertes (wie z. B. Studien, die deine Aussagen untermauern). Daran ist auch gar nichts falsch oder nicht in Ordnung, aber für eine seriöse/faktenbasierte Einschätzung, ob Trockenfutter nun tatsächlich „gut“ oder „schlecht“ ist, nicht geeignet.

  • Billieshep Ich denke, es geht darum: Deine Antwort/Erklärung besteht aus deinen Empfindungen, deiner Meinung und deinen Einzelfall-Beobachtungen, enthält aber nichts Fundiertes (wie z. B. Studien, die deine Aussagen untermauern). Daran ist auch gar nichts falsch oder nicht in Ordnung, aber für eine seriöse/faktenbasierte Einschätzung, ob Trockenfutter nun tatsächlich „gut“ oder „schlecht“ ist, nicht geeignet.

    Dieser Anspruch wurde nie gestellt und war auch nicht meine Intention.

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