Der Trockenfutter-Thread Teil 3

  • Nunja aber eine so gewagte These auf Grund von "ich sag das sodas ist meine Meinung, also ist das so" in den Raum werfen ist jetzt auch nicht wirklich produktiv.

    Ich persönlich halte z.b. überhaupt nichts vom barfen. Würde ich solange ich eine Alternative hätte nie machen und ich hab 2x gesehen wie mein Hund auf rohes Fleisch mit extremsten Brechattacken reagiert hat

    (BTW :dizzy_face: Das war eeeeeecht grausig. Ich hatte garkein Ahnung wieviel Schaum aus so nem Hund raus kommen kann ). Trotzdem geh ich jetzt nicht in den Barfthread und schreibe da: "Ihr vergiftet alle eure Hunde und jeder Barfmix ist Gift" weil is halt so

  • Ich fände es schade, wenn jetzt hier ne Diskussion los geht zwischen Trockenfuttergegner und Befürworter. Das könnte man in einem extra Thread machen wenn Bedarf besteht.

    War nicht meine Absicht, bin da wohl in ein Wespennest getreten. Den ursprünglichen Thread damit blockieren, wollte ich allerdings auch nicht. Eine Frage, eine Antwort. Reicht für mich aus.

  • Was ich gewisserweise nachvollziehen kann, weil ich mir diese Frage tatsächlich auch stelle:

    Bei menschlichen Lebensmitteln zeigt sich immer mehr, dass hochverarbeitete Lebensmittel sich eher negativ auf die Gesundheit auswirken. Bei den Ernährungsdocs findet man dazu zahlreiche Studien. Und das betrifft auch hochverarbeitete Lebensmittel, die laut Zutaten und Nährwerten OK sind, also nicht nur Sweets und Junk Food.

    Ich frage mich schon: ist das auf Hundeernährung übertragbar? Ist das bei der Lebensspanne eines Hundes überhaupt eine relevante Fragestellung, da "Langzeitfolgen" in menschlichen Dimensionen eh nicht zutage treten? Oder bedingen hochverarbeitetes Trofu und Leckerlies tatsächlich ernährungsbedingte Krankheiten?

    Oder ist sogar das Gegenteil der Fall, weil Trofu (das für den jeweiligen Hund passend ausgewählt ist) mittlerweile so gut an hündische Bedürfnisse angepasst ist?

    Da wäre ich an Studien tatsächlich sehr interessiert.

    Für meinen Teil werde ich bei meinen zwei jungen Hunden beim Trofu bleiben. Bedarfsdeckung, Verträglichkeit, gleichbleibend gute Verdauung, Anpassung auf spezielle Bedürfnisse, gesundes Wachstum und ja, auch die Einfachheit im Alltag für mich, sind für mich überwiegende Pros. Klar könnte ich mit Ernährungsplan bedarfsdeckend kochen. Ist halt ne Abwägung, die jeder für sich treffen muss. Mein Senior verträgt nur noch gekochtes, das bekommt er natürlich.

  • Trotzdem geh ich jetzt nicht in den Barfthread und schreibe da: "Ihr vergiftet alle eure Hunde und jeder Barfmix ist Gift" weil is halt so

    Ich bin nicht in diesen Thread gekommen, ich wurde aus einem anderen Thread zitiert in dem ich geschrieben habe "Trockenfutter ist ungesund", nichts weiter, du machst gerade eine ganz andere Sache draus. Wie gesagt, ich wurde gefragt, ich habe geantwortet. Wenn der Fragesteller damit nicht zufrieden ist, dann ist das nicht mein Problem.

    Ich frage mich schon: ist das auf Hundeernährung übertragbar? Ist das bei der Lebensspanne eines Hundes überhaupt eine relevante Fragestellung, da "Langzeitfolgen" in menschlichen Dimensionen eh nicht zutage treten? Oder bedingen hochverarbeitetes Trofu und Leckerlies tatsächlich ernährungsbedingte Krankheiten?

    Ich glaube, ich weiß es aber nicht, dass zumindest die deutsche Trofu Produktion einigen Vorgaben unterliegt. Rein gesetzlich ist aber nicht definiert was genau rein muss, wie das Futter verarbeitet und beschaffen sein. Selbst die Nährstoffgehalte sind nicht festgelegt. Ich kann mich aber auch irren.

    https://www.bmleh.de/DE/themen/tier…rordnungen.html

    Hier kann man das nachlesen.

    Ich denke schon, dass Hunde trotz ihrer im Vergleich zum Menschen kurzen Lebensdauer auch Langzeitfolgen durch unpassende Fütterung haben können. Warum sollten sie das nicht? 10 Jahre ist ja auch schon eine lange Zeit.

    Studien und anderweitige wissenschaftliche Texte müsste man suchen, vielleicht bemühe ich mich im Laufe des Tages drum.

    Trofu hat für mich ebenfalls den Vorteil, dass zumindest die grundlegenden, lebenswichtigen Nährstoffe in irgendeiner Form enthalten sind und ich im schlimmsten Fall eine lange Zeit damit überbrücken kann, wenn ich gerade nicht für den Hund kochen kann. Auf Reisen zum Beispiel. Ich persönlich halte es aus meinem Bauchgefühl heraus dennoch nicht für gesund. In meinen Augen kann man das gut mit den heute beliebten "Nahrungsmitteln" für Menschen vergleichen, die schnell viele Nährstoffe bieten sollen wie diverse "Food Drinks" bzw. Pulver.

  • Bei menschlichen Lebensmitteln zeigt sich immer mehr, dass hochverarbeitete Lebensmittel sich eher negativ auf die Gesundheit auswirken. Bei den Ernährungsdocs findet man dazu zahlreiche Studien. Und das betrifft auch hochverarbeitete Lebensmittel, die laut Zutaten und Nährwerten OK sind, also nicht nur Sweets und Junk Food.

    Ich frage mich schon: ist das auf Hundeernährung übertragbar? Ist das bei der Lebensspanne eines Hundes überhaupt eine relevante Fragestellung, da "Langzeitfolgen" in menschlichen Dimensionen eh nicht zutage treten? Oder bedingen hochverarbeitetes Trofu und Leckerlies tatsächlich ernährungsbedingte Krankheiten?

    Fakt ist: Trockenfutter ist hochverarbeitet im technischen Sinn, aber das heißt nicht zwangsläufig, dass es ungesund oder "Junkfood" ist. Ein gutes Trockenfutter ist nährstoffdefiniert und vollständig. Bei bedarfsgerechter Fütterung deckt es den Nährstoffbedarf des Hundes zuverlässig.

    Ein zentraler Kritikpunkt bei hochverarbeiteten Lebensmitteln in der Humanernährung ist, dass Menschen davon mehr essen, schneller essen und schlechter gesättigt sind. Dieser Mechanismus greift beim Hund kaum, da er seine Futterration erhält und nicht frei nach Genuss isst.

    Diskutiert werden bei Hunden eher indirekte Effekte wie Energiedichte, frühe Ernährungseinflüsse oder Verarbeitungsfolgen. Dafür gibt es Hinweise, aber keine eindeutige Kausalität. Der wichtigste Faktor bleibt weiterhin Futtermenge, Körperkondition und individuelle Verträglichkeit.

  • Auf die schnelle habe ich hier eine gefunden, eine finnische Studie zu den Unterschieden zwischen Welpen/Junghunden, die mit Trockenfutter ernährt wurden und jungen Hunden, die roh ernährt wurden.

    https://www.sciencedirect.com/science/articl…1662?via%3Dihub

    Das Problem bei dieser Studie ist, daß es nur 46 Hunde einer Rasse sind, die viel Protein verträgt.

    Die verschiedenen Ursprünge der verschiedenen Rassen werden zB nicht berücksichtigt.

    Einen Windhund so proteinlastig zu ernähren, geht nach hinten los - das sind Hunde, die in ihren Ursprungsländern mit viel Getreide (u.a. als Brei) gefüttert werden und im Jagdeinsatz trotzdem volle Leistung bringen. So etwas wird dort nicht berücksichtigt, da wird von Staffs auf alle anderen Hunde geschlossen.

  • Zucchini da steckt ja auch noch ein zweiter Schwachpunkt der Studie in deiner Aussage:

    Die Nährwerte in den zwei verschiedenen Gruppen waren nicht identisch. Es kann also gut sein, daß die verschiedenen Auswirkungen gar nicht auf die unterschiedliche Fütterungsform zurück zu führen sind, sondern auf die verschiedenen Nährstoff-Profile (allein schon rund 50% Kohlenhydrate versus 0% Kohlenhydrate).

    Die angeblichen Resultate sind schon sehr gewagt, um es höflich aus zu drücken.

  • Ist das bei futalis immer so, dass sie ne Bescheinigung vom Tierarzt wollen?! Das finde ich mega anmaßend, ich fütter doch nicht aus Spaß teures Diätfutter :dead: hatte das für ein Kann-Option gehalten, dass die ne Bestätigung wollen, aber jetzt bekomme ich meine Lieferung nicht. Und meine Tierärztin hat sicher besseres zu tun als den Wisch auszufüllen :mute:

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