Unsere Junghunde... der alltägliche Wahnsinn Teil 13

  • Möglicherweise etwas off topic aber vielleicht geht es euch als Junghunde, ggf. sogar wie ich Ersthundehalter, auch so. Ich habe heute festgestellt, das ich mich meinem Hund oft „ausgeliefert“ fühle 😅

    Mir kommt es selten in Sinn, das ich sein Verhalten aktiv beeinflussen könnte und nicht nur reagieren, sondern auch agieren kann.

    Aber ich weiß oft einfach nicht wie. Und bin dann passiv. Und halte aus, obwohl mir eine Situation vielleicht garnicht gut tut oder sein Verhalten mich/ andere wirklich stört.

    Also so Sachen wie: so lange schlafen wie ich es brauche (innerhalb der Pausen zwischen den Gassi Runden oder auch morgens noch nach dem lösen und füttern), nicht auf jede Regung reagieren, bellen abbrechen, etwas entscheiden oder verlangen, weil ich es möchte. Generell das Gefühl immer on und verfügbar sein zu müssen.

    Aus der Notwendigkeit ist es natürlich immer leichter.

    Also nie unbegründet oder aus Prinzip, sondern so Sachen die eigentlich in einem Miteinander normal/ okay sind. Ich darf ja auch mal ein Ruhebedürfnis oder anderes haben.

    Kann es schwer beschreiben, aber merke, wie ich mich nach ihm richte und selten fordere das er sich nach mir richtet. ( Obwohl er sich als Haustier natürlich ständig nach mir richtet) Oder einfach aushalte, aus Mangel an Alternativen. Und natürlich darf das in einem gewissen Rahmen auch sein. Aber dennoch würde ich aus der Passivität manchmal gerne raus und aktiver gestalten, so dass ich mich wohler fühle und gut zurecht komme und nicht nur manage.

    Ist auch schon besser geworden, habe da gutes Input in meinem eigenen Thread bekommen, aber hatte heute nochmal den Gedanken.


    Aber als people pleaser ist man wohl auch dog pleaser 😀

  • Klingt nach ordentlich Stress

    Hab ich auch schon überlegt.
    Allerdings nimmt er auch sonst, also hier Zuhause, fast keine Leckerlis, also ich
    kann das an einer Hand abzählen, dass er mal was genommen hat. Er möchte
    Eigentlich nur sein Futter und das zu bestimmten Uhrzeiten.

    Beim Spazierengehen ist es so, dass er, wenn er Angst hat bzw.
    überfordert ist, wegen z.B. neuer Umgebung, anfängt zu ziehen.
    Das macht er nicht mehr, wenn er die Umgebung kennt. Dann geht
    er bei Fuss.

  • Ich bin mir nicht sicher, ob ich dich richtig verstehe.
    Aber du beschreibst das alles so, als sei das gegeben und unumstößlich. Dabei sehe ich das grundsätzlich als hausgemacht. Also wenn man sich fühlt, als sei man des Hundes Marionette. Das hat man an sich doch selber in der Hand.
    Klar, wenn der Hund kläfft und einfach nicht aufhört in dem Moment vllt nicht, dann hat man halt nen Trainingsfall.

    Aber so Sachen wie: Ich möchte länger schlafen (sofern der Hund entsprechend alt ist und kein Welpe mehr) oder nicht auf jede Regung zu reagieren, das hat man doch selber in der Hand.

    Ich bin gestern um halb 10 ins Bett. Männe ist nicht fit aktuell und war da schon seit 20 Uhr und irgendwie hat mich das dann auch schläfrig gemacht. Also schnell mit dem Hund raus und dann ab. Elna war aber natürlich der Meinung, dass noch keine Bettgehzeit ist. Joar, dann hat sie halt alleine ein wenig im Wohnzimmer herumgezockt und ist dann irgendwann ins Bett gekommen.
    Also da bleibe ich dann nicht mehr wach. Jetzt nicht mehr. Vor ein paar Wochen, als sie noch kleiner war, blieb ich noch wach.

  • der Knödel ist einfach zum knuddeln 🤗


    Der kann dermassen süss und keck gucken 🥰

    Er wurstelt sich irgendwie aufs Sofa, die Schnauze zwischen den Pfoten, und dann guckt er einen schelmisch aus den Augenwinkeln an, mit so einer kecken Aufforderung im Blick. Das hat er perfektioniert.

    Nicht ganz so keck finde ich, wenn er sich mitten in der Nacht zwischen unseren Kopfkissen drapieren will. Meist landet dann sein Hintern halb auf meinem Kopf 🤪

  • MischkasFrauchen ich denke ich weiß was du meinst. So eine Phase hatte ich bei all meinen Welpen und Junghunden. Für mich war es auch eine Art Findungsphase. Den Hund verstehen. Was will er mit einem Verhalten erreichen, wie kann ich ihm klar machen, was ich möchte. Weil ich generell dazu neige bin ich dann auch immer mal in so eine permanent Verfügbarkeitsfalle getappt.

    Es wurde hier immer besser, wenn die Hunde erwachsen waren und man sich verstanden hat. Bzw war es eben ein Prozess, der sich ins Erwachsenenalter zog.

  • Ich bin total stolz auf Ozzy. Er ist schon ein feines Kerlchen :smiling_face_with_hearts:

    Momentan bin ich gesundheitlich etwas angeschlagen und kann nur sehr langsam laufen (also wirklich schneckentempo). Ozzy nimmt sich total zurück, wenn wir rausgehen und läuft total brav in meinem Tempo neben mir an der Leine und achtet total auf mich. Damit hätte ich echt nicht gerechnet. Das ist nämlich nicht immer so....

  • Ich bin da ganz pragmatisch, vielleicht könnte man auch egoistisch sagen? Ich hatte ja ein paar Beiträge vorher geschrieben, dass meine junge Hündin ein Frühaufsteher ist, und ich es nicht gut finde. Tatsächlich sage ich ihr das auch, und zwar deutlich. Notfalls fliegt auch eine Schlappe in ihre Richtung. Sie legt sich dann auch wieder hin.

    Auch tagsüber habe ich manchmal keine Lust auf meine Hunde, wenn sie zu mir kommen oder im Hintergrund herumspielen. Hat der Hund das Alter erreicht, dass er das auch einfach unterlassen kann, sage ich ihm das, und erwarte auch, dass er aufhört. Einfach, weil ich jetzt keine Lust darauf habe. Meine Welpen und jungen Hunde werfe ich gerne mal in den Garten, damit sie sich dort beschäftigen können, wenn ich gerade keine Nerv auf sie habe oder auch, wenn ich anderes zu tun habe.

    Meine Hunde kennen es daher, dass ich sie im Tagesverlauf häufiger mal zurückweise. Ich habe halt nicht immer Lust oder Zeit auf Kontakt oder was auch immer. Sie sind hier zwar wichtig, aber nicht der Nabel der Welt.

    Ich habe nicht den Eindruck, dass ihnen das schlecht tut, ganz im Gegenteil, meine Hunde kommen mit sich selbst recht gut klar. Natürlich haben Sie ihre Zeiten, in denen wir Dinge zusammen tun. Und natürlich bekommen Sie auch ihre Zuwendung. Aber eben nicht 24 Stunden nonstop.

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  • Ich habe aus einem Gefühl heraus den Balkon "Junghundsicher*" gemacht.
    Und tatsächlich genießt Elna es sehr, einfach draußen auf einer Decke zu liegen und die Sonne auf sich scheinen zu lassen. Mich entspannt es wiederum sehr, sie beim Chillen beobachten zu können, während ich am Rechner arbeite :smiling_face_with_hearts:


    *Sicher deswegen, weil der Mann mit der Balkonumrandung "Großes" vorhat. Bedeutet, er will unbedingt eine schmiedeeiserne Umfriedung. Natürlich bietet der Handel nicht das, was ihm da vorschwebt, also muss es selber gemacht werden. Nun, dieser Plan existiert nun schon seitdem das Haus steht, also knapp 26 Jahre und ist noch nicht abgeschlossen. Wie gut, dass ich vorm Welpeneinzug so viele Hundegitter erstanden hab :tropf:

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