Unsere Junghunde... der alltägliche Wahnsinn Teil 13

  • Bert hat nur eine neue Strategie ausgetüftelt: lautloser Überfall des Erzfeindes von hinten! Anpirschen, Ruhe bewahren, und dann den Erzfeind endgültig ausschalten. Hundemilitärhandbuch Seite 147, Absatz 3. :ugly:

  • Bert hat nur eine neue Strategie ausgetüftelt: lautloser Überfall des Erzfeindes von hinten! Anpirschen, Ruhe bewahren, und dann den Erzfeind endgültig ausschalten. Hundemilitärhandbuch Seite 147, Absatz 3. :ugly:

    Ach Du sch... ich muss Schokolade für mich kaufen :fear:. Hundemilitärhandbuch, das klingt :shocked:. Woher hat er das? :shocked: Was steht dan noch?


    Naja wenigstens brauche ich morgen nicht zum Tierarzt xD.

  • Wir sind in der nächsten, großen Pubertätswelle gelandet. Der Knopf ist jetzt etwas über 8 Monate.

    Und hat gefühlt alles vergessen :ugly:

    Betten werden wieder durch die Gegend geschleppt, wir haben vergessen, dass wir nur auf Einladung aufs Sofa dürfen. Stufen sind plötzlich gruslig. Die große Brücke hingegen, die immer gruslig war, wird plötzlich überquert als wäre es niemals anders gewesen. Die Emotionen kochen hoch und oft weiß das Pubertier selbst nicht so genau, was es gerade will.

    Aber alles in allem ist Sammy trotzdem einfach perfekt und so brav und lieb :star_struck: ich kann mir keinen perfekteren Hund für mein Leben vorstellen :hugging_face:

  • Hier ist grad das Gegenteil der Fall. Morgen isser 8 Monate und jetzt grad bin ich nur happy mit ihm. Er ist noch ganz weit weg vom Stand meiner anderen Hunde (ausser Fou) in dem Alter, aber bei ihm waren die Bedingungen anders (Fou hatte damals auch Pech, weil ca. 4 Wochen nach ihrem Einzug hatte Kalle seinen Unfall) und ich bin grad echt zufrieden. Er hoert wieder besser zu, kann laenger denken/sich konzentrieren, nimmt sich immer besser zurueck,...

    Mal gucken wann ich ihm wieder sage 'ich verkauf dich!!' :hust:

    Von 35 kg Endgewicht kann ich mich aber wohl verabschieden. Er hat jetzt mit Sicherheit schon 30 kg und ist der totale Spargeltarzan. Da kommen mAn (und laut einiger anderer Leute) noch mehr als 5 kg bis er dann komplett fertig ist. |)

  • Von „ne, ich will nicht in den Garten, das ist alles so gruselig“
    bis „nö, ich will jetzt nicht rein, ich hab hier solchen Spaß, rase durch den Garten und buddel
    auch so gerne im Schnee“ innerhalb von 12 Stunden.
    Dieser Knoten ist also geplatzt und ich bin froh, solch einen glücklichen
    Hund zu sehen.

    Nun weiß ich nicht so richtig, was ich mit dem nächsten Knoten machen
    soll. Milo hat hier Angst vorm Rausgehen. Heute Morgen waren wir noch
    mal kurz um den Block, da hatte er beim Geschirranziehen aber schon den
    Rückwärtsgang eingelegt. Draußen konnte er, im Gegensatz zu gestern,
    zwar schon mal kurz die Leine locker lassen, und ich dachte schon, es wird
    jetzt besser… Als ich dann zum nächsten Gang mit ihm rauswollte, hat er
    beim Anblick der Leine dann so gezittert, dass ich sie dann nur zur Seite
    gelegt habe und wir lieber in den Garten sind.

    Ich weiß, dass er bei der Züchterin perfekt an der Leine gegangen ist.
    Es ist also nicht so, dass er es nicht kennt. Es ist einfach alles noch zu
    gruselig für ihn. Wir gehen bislang nur einmal um den Block, keine
    Autos und nur zwei Personen getroffen.

    Hat jemand eine Idee? Noch warten, wenn ja, wie lange, oder was kann
    ich machen?

    Ich hab jetzt gedacht, dass ich ihm morgen vielleicht erst mal das Geschirr
    ummache und dann nur mit ihm Auto fahre. Das macht er ganz gerne
    und entspannt auch dabei. Damit er das Geschirr nicht mit Dingen verknüpft,
    die für ihn stressig sind. Was meint ihr?

  • Ich war heute SO stolz auf uns bzw besonders auf mich!

    Ich wollte ein bisschen die Sonne genießen und hab mich auf einer Holzbrücke auf das niedrige Geländer gesetzt. Maze neben mir. Sitzen also dort ne Weile (fand sie blöd, nach dem langen Winter ohne Ruhetraining draußen, hat sie darauf keine Lust), es kommt ein Paar vorbei - kein Thema.
    Dann kommt ein Mann mit zwei Hunden. Den Staff leint er an, führt ihn aber trotzdem auf unserer Seite und den zweiten etwa gleich großen Mischling lässt er weiter frei. Mazie war natürlich sehr interessiert, hat aber bis die Hunde quasi auf 1m ran waren, noch Kekse eingefordert (sprich mich immer wieder angeguckt, statt die Hunde angestarrt). Der frei laufende Hund kam dann natürlich direkt zu Maze. Sie haben sich kurz Nase an Nase beschnuppert und dann ist der Hund weiter.

    Am Heimweg an der kurzen Leine haben wir noch den Pitbull aus der Nachbarschaft getroffen. Der hat diesmal gepöbelt (bin mit Maze aber auch zum ersten Mal nicht ausgewichen, sondern einfach weiter die 4m breite Straße lang) und sie ist einfach brav weiter gelatscht und hat ihre Kekse gefuttert :smiling_face_with_hearts:


    Und das Allertollste - ich war die ganze Zeit entspannt. Ich hab keine innere Panik bekommen, keine Fluchtgedanken gehabt oder sonst was. Zum ersten Mal, seit dem Moment als Finya so heftig angegriffen wurde in der zweiten Woche bei mir, hatte ich in einer Hundebegegnung keine Angst. Ich hätte heulen können, dass ich das mal erleben darf :smiling_face:

  • Grisbert ich nehm das nicht persönlich.du kannst gerne tips geben,manchmal sind die einfachsten die besten und oft übersieht man einfache dinge weil einen die situation so gefangen nimmt.

    eigentlich mag ich garnicht so oft erwähnen das mein hund nicht gesund ist.nur die erfahrungen über die ganzen jahre hier im forum bringen mich immer wieder dazu.

    ich werde mich bemühen das nicht mehr zu erwähnen.....hab ja auch keinen grund mich zu rechtfertigen.. das vergesse ich nur öfter mal.


    lg

  • Mein Tip wäre zu versuchen, aus dem Kopf zu kriegen, dass er krank ist und ihn als das zu nehmen, was er ist, ein Hund.

    Ist bei Menschen ja auch nichts anderes. Wir wollen ja auch nicht, dass wir nur auf unsere Einschränkungen reduziert werden.

    Mein vorheriger Hund hatte diverse körperliche und seelische Einschränkungen. Ich wusste das und hab damit so gearbeitet, wie es ihm möglich war. Ich hab uns aber nie erklärt, wenn er auffällig wurde. Warum auch. Die meisten hätten ihn dann eh nur auf seine Probleme reduziert. Passiert leider automatisch. Die Leute bekommen einen mitleidigen Blick und erzählen einem wie toll sie es finden, dass man sich Mühe gibt und man ist in der Schublade: Die mit dem kranken Hund. Das wollte ich nicht.

    Bert z. B. wird von vielen hier im Ort als nicht „normaler Hund“ bezeichnet. Stimmt auch, er ist auch nicht, wie die anderen Hunde hier im Ort. Er ist triebig, laut und arbeitswillig. Ist so gewollt. Ich verzichte drauf zu erklären, dass die meisten Hunde rassebedingt ganz anders drauf sind und es durchaus gewollt ist, dass Bert ist, wie er ist. Für mich ist er eh der tollste Hund hier im Ort :herzen1:.

    Ich bin mir auch sehr sicher, dass die meisten anderen hier im Ort ihn ziemlich schnell ins Tierheim gebracht hätten. Er ist halt auch nicht einfach:ugly:.

  • Ich hab jetzt gedacht, dass ich ihm morgen vielleicht erst mal das Geschirr
    ummache und dann nur mit ihm Auto fahre. Das macht er ganz gerne
    und entspannt auch dabei. Damit er das Geschirr nicht mit Dingen verknüpft,
    die für ihn stressig sind. Was meint ihr?

    Wie lange ist er schon bei dir/wie alt?

    Aber ja, grundsätzlich würde ich schauen, dass er erstmal Gassi und alles was dazu gehört (also auch das Anziehen) positiv wahrnimmt und Stressauslöser möglichst gering halten. Stress ist ungesund für den Körper und ein Hund, der bei alltäglichen Situationen mehr oder weniger starken Stress hat, hat ja kaum ausreichend Zeit, sich vom Stress zu erholen.

  • Ich würde beim Geschirr anziehen immer Leckerchen vor der Nase halten und dann In den Garten gehen bis sich das positiv verknüpft hat. Mit der Leine ebendso. Evt wäre da ein Halsband besser?

    Alles sehr freundlich, aber ohne Worte und ohne Mitleiden.

    Verständnis ja, aber so ist es halt.

    Ich hatte einen Hund, der gebissen hat, wenn man ihm das Halsband ranmachen wollte. Geschirr fand er auch blöd. Und eines Tages steht er da und freut sich, dass ihn anziehe und da war ich echt gerührt. Das war soooo schön.

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