Unsere Leinenrambos - Umgang, Austausch und (Erfolgs)geschichten

  • Nein kein Maulkorb. Meine pöbeln nur aus Angst. Sind aber nicht unverträglich. Wenn einer in uns reinrennt, besteht für den keine Gefahr gebissen zu werden. Wenn pöbeln nicht fruchtet, wechseln sie zu Freeze, Fiddel oder Flight.

  • Nur wegen des Pöbelns gibt's hier auch keinen Maulkorb, weil meine nicht gleich rein hacken würden und ich dafür sorge dass kein Kontakt zu Stande kommt.

    Anders siehts aus wenn der Ort so belebt ist dass der Raum ausreichend Distanz nicht zulässt, dann is n Korb drauf. Ebenso wenn man mit Menschen oder Hunden zusammen ist die man noch nicht kennt oder der Hund nicht leiden kann ( insbesondere bei Lilo ).

  • Betti trägt auch kaum noch Maulkorb. Es gab Phasen, da musste sie. Während der Läufigkeit und Scheinmutterschaft zum Beispiel. (Da habe ich ihre Zähne Abbekommen) Seit Kastration und seit dem Entdecken und Behandeln aller gesundheitlichen Baustellen hat ihre ernsthafte Aggression beim Pöbeln aufgehört. Sie ist laut, aber um auf der Flucht Vorsprung zu bekommen. Ganz anderer Hund ist sie mittlerweile. Und auch ich habe viel mehr verstanden, dass wenn sie draußen hektisch viel will und schwer ansprechbar ist, sie eigentlich aufs Sofa oder zum Tierarzt gehört.

    Wenn ich merke sie ist wieder kopflos und hektisch drüber, dann gibt es den Maulkorb. Mittlerweile kann sie zum Glück selbst anzeigen, wenn ihr die Draußenwelt zu viel ist und will dann auch gar nicht raus.

    Und, ich geh ja immer noch mit ihr zu ruhigen, frühmorgendlichen Zeiten raus. Nachmittags im Sommer würde ich ihr auch einen Maulkorb aufsetzen müssen, da hätte aber auch keiner von uns Freude am Spaziergang.

  • Ich mache es auch von der Umgebung abhängig. Also wenn es (räumlich) eng werden könnte, kommt Maulkorb drauf.

    Wo ich normalerweise mit Yoshi unterwegs bin (vorrangig Feld), ist das aber nicht nötig weil wir frühzeitig ausweichen können. Und selbst die die uns doch mal überraschen, halten genug Abstand. Das ist dann doch ein Vorteil bei einem grossen Hund: die Leute wollen gar nicht zu nah ran. Und da Yoshi frühzeitig ausrastet, wäre das auch echt bescheuert von ihnen… :ugly:

    Aktuell übe ich mit Yoshi in den Wald zu gehen. Wald ist extrem aufregend für ihn und er spult sich noch sehr schnell hoch, deshalb tasten wir uns ran bzw. Stehen einfach viel rum. Und sollte das über die 10 min Sessions und Waldrand hinausgehen, packe ich wahrscheinlich auch dort Maulkorb drauf. Hier ist es unübersichtlicher und die Leute haben ihre Hunde und die Umgebung weniger im Blick… :denker:

  • Hatte grad seit längerem mal wieder eine Volleskalation.

    Der Berner unserer Nachbarn ist ja als er noch jünger war mal zu uns gerannt und generell das absolute Feindbild von groß und Tutnix im Sinne von sozialer Volltrampel, null Höflichkeit. Der zugehörige Halter will mir eigentlich gerne Tipps geben, weil er sich nach mehreren Generationen der gleichen Rasse für den großen Experten hält, glotzt dementsprechend genau wie sein Hund immer zu uns. Und genau das ist auch der Grund, warum bei denen bei Ole null Gewöhnungseffekt stattfindet. Der Mann denkt wahrscheinlich noch, er tut uns was Gutes, wenn er stehenbleibt. Weil man den Hund ja mit dem Theater nicht durchkommen lassen darf oder so. Ist nur leider in diesen Momenten das komplette Gegenteil von dem, was wir brauchen.

    In Zukunft werde ich versuchen, dran zu denken, dass bei Sichtung von denen Flucht einfach unsere beste Option ist (das, also Umdrehen, hatte Ole auch zuerst angeboten) und alles andere, was sonst klappt, da einfach nicht geht. Das Ausweichen heute war so unschön und sinnlos, das tu ich uns nicht nochmal an.

  • Wieso ich nach dem Maulkorb gefragt habe...

    Wir sind inzwischen am einem Punkt angekommen, wo Bucky es wirklich gut aushält, wenn ihm der "falsche" Rüden begegnet. Hier waren ja eh immer nur etwa gleichgrosse, unkastrierte, dominante Rüden ein Thema. Kleine Hunde oder Hündinnen sind kein Problem.

    Im Wald oder Gegenden, die nicht in seiner Reviernähe sind, läuft es inzwischen recht entspannt. Selbst wenn da mal ein anderer Rüde freilaufend zu uns kommt, lässt Bucky mich das inzwischen gut allein regeln und versucht nicht mitzumischen.

    Unsere Morgenrunde, unter der Woche, wenn nicht so die Zeit ist raus zu fahren, ist allerdings aus seiner Sicht "sein" Revier, die startet von zu Hause aus. Hier trifft man natürlich auch öfter die gleichen Hunde und dazu gehören auch einige Erzfeinde, wo er sich nach wie vor gern exzessiv aufregt. Nu ist er nicht klein und ich weiß, würde er frei laufen, was er natürlich nicht tut, würde er auch drauf gehen. Wir hatten bisher zweimal so eine Situation, die erste war, als Erzfeind Nr.1 freilaufend in uns reinsemmelte, Bucky war angeleint. Ich hatte es nicht schnell genug geblickt, dachte es wäre seine Hundefreundin, die da aus dem Gebüsch gekrochen kam (beides sind Goldies) und als der andere Rüde ankam ist Bucky sofort drauf gegangen. Ich hatte die Leine noch fallen lassen um Bucky die Chance aus korrekte Kommunikation zu geben, aber das war für die Katz. Dszwischen zu gehen hatte ich keine Chance mehr. Es hat also kurz und heftig geknallt, dann ist Bucky zuerst aus der Situation raus. Aus meiner Sicht ein reiner Kommentkampf.

    Beim zweiten Mal hat mein Mann nicht aufgepasst und Bucky hat sich auf einen anderen Rüden gestürzt, der eigentlich gar nichts gemacht hat, außer seinen Weg zu kreuzen. Gibt hierzu irgendwo von mir einen Thread dazu. Verletzt wurde aber auch hier gsd niemand

    Danach sind wir hier in seinem geistigen Revier erstmal nur mit Maulkorb gelaufen.

    Davon ab, dass wir seitdem viel und erfolgreich trainiert haben, sind es eben im Moment "nur" die paar Erzfeinde, die Probleme machen. Und davon trifft man alle paar Tage mal einen.

    Deswegen haben wir den Maulkorb inzwischen nur noch in Dunkelheit drauf, weil Bucky da einfach empfindlicher ist. (Nachtrag, fällt mir grade ein, auch weil wir mal in einen anderen Hund rein geschlittert sind, den ich mit null Beleuchtung einfach nicht gesehen habe, war sacknacht. Und die beiden auch direkt auf einander los sind. Da beide angeleint waren, konnten wir sie aber direkt trennen. )

    Ich bin mir halt auch unsicher, ob bei ihm ernsthafte Beschädigungsabsicht dahinter steckt oder er "nur" auf dicke Hose macht. Lässt sich schlecht testen und wenn wir mit Trainer üben, ist er immer lammfromm, so dass ich hier auch keine richtige Einschätzung bekomme.

    Und deswegen überlege ich manchmal, ob unser Umgang mit dem Maulkorb der richtige ist.

  • Was spricht denn gegen Maulkorb? Also ganz ernsthaft.

    Hier ist es ja eigentlich keine Pöbelei, sondern nur Kommunikation. Gesellschaftlich nicht akzeptiert, sie muss sich anpassen, aber problematisch nicht. Im Gegenteil, die meisten Hunde sind kompetenter als ihre Besitzer und akzeptieren ihren Wunsch nach Abstand. Sie provoziert auch nicht, sprich ein Großteil der Begegnungen sind eh auch ohne mein Zutun komplett unauffällig.

    Jetzt eine Runde ums Haus. Hallo Territorialität, machen wir selten bis nie, dafür ist immer der Maulkorb drauf. Da ist nix mehr deeskalativ, sie möchte den Feind aus ihrem Revier vertreiben. Ehrlicherweise glaube ich nichtmal, dass sie da wirklich mit Beschädigungsabsicht, wenn der Andere geht. Aber das Risiko ist mir zu groß, um es auszuprobieren.

    Maulkorb ja oder nein ist ja keine Lebensentscheidung.

    Spannenderweise haben wir zu Hause weniger Gepöbel und sie wirkt viel unauffälliger. Könnte daran liegen, dass ich viel aufmerksamer und präsenter bin. Nur ich gebe es ehrlich zu, kann und will ich nicht dauerhaft. Dann hüpft sie halt mal :ka:

  • Was heißt denn, dann hüpft sie halt mal 🤔

    Irgendwie hab ich etwas Probleme mit deinem Text, also textverständnis. Hab das jetzt 2 mal gelesen und irgendwie, weiß auch nicht 🥴 sorry

    Und wie haben ja gar nichts grundsätzlich gegen den Maulkorb, er trägt ihn ja auch immer wieder mal. Und ich überlege ja, ob wir das wieder mehr machen sollen, wie eine zeitlang bereits gemacht, oder ob das nicht von Nöten ist. Mein Mann hat den weiterhin ständig drauf, also auf dem Hund, ich lasse ihn inzwischen fast immer weg.

  • Wenn meine pöbelt hüpft sie wie ein Känguru auf und ab, weil an der Leine ziehen ist verboten. Irgendwohin muss die Energie sagt sie. Klassisch bellen kommt erst später dazu, ich versuche es nicht so weit eskalieren zu lassen.

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