Wie erkennen, ob der Hund friert?

  • Ich habe einen Hund ohne Unterwolle. Letzten Winter, der bei uns ja nun wirklich kein Winter war, war sie noch sehr jung, daher kann ich den irgendwie nicht zur Beurteilung heran ziehen.


    Wie erkenne ich also, wann dem Hund zu kalt ist? Klar wenn er zittert. Aber das Zittern ist ja schon die höchste Eskalationsstufe. Ich friere auch oft ohne zu zittern. Trotzdem ist mir kalt und ich wünsche mir Handschuhe oder so.


    Gezittert hat sie bisher nie. Während dem Spaziergang selber, habe ich eigentlich auch keine Bedenken. Das wilde Hundetier heisst nicht umsonst so, sie ist eine richtige Rennsemmel. Aber wenn man mal steht und quatscht. Oder ich sie im Stall dabei habe und sie warten muss.


    Also, wie erkenne ich, ob dem Hund kalt ist? Kalte Ohren? Oder so was?

  • Ich glaube, da musst du deinen Hund einfach ganz genau beobachten, ob er sich irgendwie anders verhält und daraus schließen, welche Anzeichen er zeigt, wenn ihm kalt ist.

    Unser Familienhund wollte dann zum Beispiel am liebsten gar nicht raus, draußen dann nicht laufen und hat sich ständig an unseren Beinen gerieben/wäre am liebsten in uns reingekrochen.

    Mein jetziger wird dagegen richtig hibbelig, unruhig und grantig. Wenn dem kalt ist, ist die Frustrationstoleranz und Impulskontrolle (verständlicherweise) nicht mehr vorhanden, da wird nur hin und her gehetzt und alles mögliche verbellt. Und er trägt seine Rute, wenn ihm kalt ist, weiter unten als sonst.

    Also du siehst: Jeder Hund zeigt das anders.

  • Beim Nacktfrosch fängt es mit kalten Ohren und Pfoten an, nächste Stufe ist dann, dass sie anfängt, klemmig zu laufen, die Rute geht zwischen die Beine, der Rücken wird hochgezogen, die Pfoten werden möglichst dicht zusammengesetzt.

    Zittern kommt erst später dazu.

    Dann ist ihr aber schon richtig arg kalt.

  • Bei Dino merk ich, dass ihm kalt ist, wenn das Fell kurz vor der Rute hochsteht. Quasi so, als ob er ne Bürste stellen würde - aber der Rest der Bürste fehlt dann. Seh ich das, kriegt er nen Mantel drüber.


    Und auch so generell, wenn ich mir denke "Könnte kalt sein", kriegt er nen Mantel an. Wieder ausziehen geht ja immer.

  • Ich würde auch dazu raten, den Hund zu beobachten.

    Beim Spaziergang friert mein Hund nicht, aber im Stall - also längere Zeit ohne nennenswerte Bewegung - benötigt sie ab 10 Grad einen Mantel und bei Minustemperaturen dann einen Schneemantel mit Beinen. Beim Warten, wenn ich reite, geht das nur mit mehreren Decken über dem Hund...


    Das war im Dezember letzten Jahres und man sieht an ihrem Gesichtsausdruck schon, dass es ihr auch noch nicht richtig gemütlich war... :hust:


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  • Meine Hündin hatte sich letzten Winter beim warten auf den Bus, immer auf die Bank drauf gesetzt. Normal liegt sie auf dem Boden. Ich seh das als Zeichen, dass ihr im Winter zu kalt ist, länger auf dem Boden zu liegen. Dieses Jahr hat sie dann einen Mantel für sowas.

    Mein verstorbener Rüde, verweigerte Sitz und Platz wenn es Kalt war. Wirkte auch gestresster und lief sehr Staksig(hatte Spondylose). Mit Mantel dann nicht mehr. Der Hundeopa brauchte aber auch mit Mantel kein Sitz und Platz mehr machen.
    Der hatte auch keine Unterwolle und nur Hauchdünnes Deckhaar an den Beinen und am Bauch. Der Bauch war sogar ziemlich kahl. Der war sehr Glücklich mit seinem Mäntelchen.

  • Hmmm ich sehs meinem Hund an irgendwie - ich glaub auch auf jeden fall im gesicht, die mimik usw, man sieht einfach, dass er grad gar nicht zufrieden ist.


    Wenn das wetter so unter 10 Grad geht gibts nen mantel, tagsüber manchmal nicht, abends wenns noch kälter wir dann schon.. oder bei ,... keine ahnung 12 grad und regen zieh ich ihm auch was über.


    Ich frag mich dabei immer, ob seine hundepulis ausreichend sind, weil er rennt ja immernoch mit nackten beinen/füßen uber stock und stein.


    Ich seh auch an der art, wie er sich draußen bewegt ob er nach spaß bei dem wetter am spaziergang hat usw.


    es gibt bei uns am Tag ein paar lösegänge, die nur dazu dienen dass der Hund sich lösen kann, die länge überlass ich bei kaltem Wetter tatsächlich ihm. Manchmal beeilt er sich regelrecht bei seienn geschäften und will dann wieder zurück, manchmal, wenn ich "prüfe" ob wir zurück wollen schaut er mich an, ist ganz verwundert warum ich umdrehen möchte usw daran erkenne ich, dass ich die Runde zuende drehen kann oder nochmal die richtung wechseln kann ums zu verlängern.


    Angefangen mit Mantel hab ich glaub ich auch, als ich ihn das erste mal zitternd beim gassi gehen erlebt hab, da tat er mir einfach leid, ich hab davor auch nicht gemerkt, dass ihm vielleicht zu kalt wäre und fand auch, das das nun die höchste stufe des "mir ist unendlich kalt!" ist.

  • Mein Hund wird total hektisch und fahrig, wenn ihr kalt ist. Sie galoppiert und hüpft zwar auch sonst beim Spazierengehen die meiste Zeit, aber wenn sie sich warm rennen muss, wird das regelrecht manisch und sie reagiert dann oft auch nicht mehr wirklich auf irgendwelche Kommandos oder macht eilig irgendwas und rast dann weiter.

    Wenn sie das nicht kann, weil sie angeleint ist, dann verfällt sie ins Gegenteil und steht zusammengekrümmt und stocksteif da und lässt die Dobbyohren hängen.


    Ich würde im Zweifelsfall einfach mal was anziehen und schauen, ob sich der Hund anders verhält und vielleicht entspannter ist als ohne Mantel.

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