Berner Sennenhund Welpe ist so gar nicht träge. Haben wir einen hyperaktiven Knirps erwischt?

  • Ob das normal für die Rasse ist, kann ich nicht sagen. Allerdings war es bei uns auch so, dass wir erst einen erwachsenen Hund hatten und der Zweithund als Welpe kam.

    Da fanden wir vieles anormal, was sich dann aber alles irgendwie automatisch ausgewachsen hat.


    Bei Deinem Hund klingt es schon nach sehr viel Stress, und gerade Durchfall und häufiges Pinkeln können eben davon kommen. Kann natürlich aber auch eine körperliche Ursache haben.


    Unser Welpe wollte auch kaum schlafen, obwohl wir keine Kinder haben und es echt ruhig ist. Wir haben geschaut, dass er die Möglichkeit dazu hätte (aber im selben Raum wie wir), haben feste Rituale und Strukturen gehabt.


    Da wir einen Pudel haben und die nicht dafür bekannt sind, total ruhige Hunde zu sein, haben wir Beschäftigung von Anfang an immer eher ruhig gemacht. Also eher Schnüffel- als Hetzspiele. Spaziergänge eher in der Natur als auf dem Marktplatz.

    Dennoch haben wir ihn natürlich sozialisiert, aber immer lange Pausen dazwischen gemacht.


    Mit fünf bis sechs Monaten fing er auf einmal an, richtig gut und lange zu schlafen, auch mal in einem anderen Raum. Wir haben ihn aber nie dazu "animiert", weil man sowas nicht erzwingen kann, nur einen Rahmen schaffen kann.

  • Und warum soll der Welpe mit einem Seniorenprogramm zufrieden sein? Es ist ungerecht dem Hund gegenüber, ihm nicht mehr sinnvolle Zeit draußen zu ermöglichen, nur weil das mit den Kindern schwierig ist. Das wusstet ihr doch vorher.

    Und was ist mit Gartenzeit ohne Spiel? Er darf ja nie selbst was erkunden, sondern wird ständig in die Box gepackt…

  • Ein kleiner Welpe muss erstmal lernen wie das Leben mit Menschen so funktioniert und ihr müsst ihm das geduldig beibringen. Dabei hilft es nicht zwischen ignorieren und anschreien zu switchen und auch nicht, den Hund zum Schlafen ins Bad zu sperren. Ich würde hier wohl einen guten Trainer nach Hause holen und um Einschätzung bitten ob eure Konstellation überhaupt funktionieren kann, bevor man sich hier einen distanzlosen, rastlosen Berner ranerzieht. Allerdings wird das nicht funktionieren wenn man eigentlich nur Abends Zeit dafür hat.

  • Wenn er ohne uns im Garten ist oder wir nicht penibel darauf achten was er macht läuft er wie ein verrückter umher, er dreht total hohl und danach ist es noch schwieriger ihn runterzubekommen.


    Die Box wurde uns vom Züchter empfohlen, er kannte die Box seit seiner Geburt, hat dort immer gut geschlafen. Aber seit einer gewissen Zeit hasst er sie regelrecht. Er fängt schon an sich zu sträuben, wenn es nur in die Richtung geht.


    Aber ohne Box sind wir total hilflos.

  • Unser alter Hund war auch nicht mehr als 1-1,5 Stunden am Tag draußen. Berner Sennenhunde sind jetzt nicht gerade dafür bekannt aktiv zu sein. Ich glaube es wird leichter, wenn er älter wird.

    Naja, Euer alter Hund war aber halt genau das - ein alter Hund.


    Aber ja du hast natürlich recht, so in drei

    bis vier Jahren hast du die Junghundezeit überstanden und einen deutlich ruhigeren erwachsenen Hund an deiner Seite. :ka:

  • Wenn er ohne uns im Garten ist oder wir nicht penibel darauf achten was er macht läuft er wie ein verrückter umher, er dreht total hohl und danach ist es noch schwieriger ihn runterzubekommen.

    Na der wird halt mega angespannt sein. Das muss irgendwie ja raus. Der Hund hat vermutlich bei euch nicht gelernt oder sogar verlernt, seiner Intuition zu folgen und sich auszuruhen, wenn es an der Zeit ist. Das ist richtig blöd, denn das wieder umzukehren ist ziemlich langwierig.



    Die Box wurde uns vom Züchter empfohlen, er kannte die Box seit seiner Geburt, hat dort immer gut geschlafen. Aber seit einer gewissen Zeit hasst er sie regelrecht. Er fängt schon an sich zu sträuben, wenn es nur in die Richtung geht.


    Aber ohne Box sind wir total hilflos.

    Tjoah, viele Züchter und sogar Trainier empfehlen die Box. Ändert am Ende aber nix dran, dass diese nunmal (im geschlossenen Zustand) tierschutzwidrig ist und nicht artgerecht.

    Und natürlich hasst sie es. Würde man mich regelmäßig, wenn ich massiv aufgeregt bin, in ein Behältnis sperren, was nicht wesentlich größer ist als ich und dann auch noch das Licht ausmachen, würd ich das Ding auch hassen.

  • Emma hatte lange Probleme Zuhause zur Ruhe zu kommen. Und wenn sie Stress hatte, hat sie auch unheimlich viel gepinkelt.

    Die Züchterin war auch ein großer Fan von Hundeboxen....Emma hielt dagegen gar nichts davon. Wir haben viel rumprobiert und in die Box oder den Welpenauslauf sperren, hat hier nicht funktioniert sondern sie nur noch mehr aufgeregt.

    Ich hab dann Box und Auslauf weggräumt und das Schlafzimmer als Ruheraum etabliert. Dort passierte nichts aus Schlafen oder Ruhe. Es gab dort kein Spielzeug oder Futter. Wir sind ins Schlafzimmer, ich hab die Rolläden runter gemacht, mich aufs Bett gesetzt und gar nichts gemacht, so lange bis Emma runtergefahren ist und sich hingelegt hat. Die Dauer bis sie eingeschlafen ist, wurde dann immer kürzer. Irgendwann hat es gereicht sich 10 Sekunden mit ihr reinzusetzen und sie ist sofort umgefallen und hat geschlafen. Später ist sie dann alleine ins Schlafzimmer, wenn sie Ruhe wollte.

    Ihr müsst den für euch passende Weg finden. Aber Hund alleine ins dunkle Bad sperren, finde ich grausam und das hätte bei Emma sicher nicht dazu geführt, dass sie entspannt.

  • Ich würde mal morgens mit ihm länger in den Garten gehen, wenn möglich ohne die Kinder. Also Hund und du in den Garten, und da einfach erkunden lassen. Er kann rumlaufen, schnüffeln, vielleicht mal Gas geben. Ich kenne einen, der hat das einfach morgens gebraucht um den Tag über entspannt zu sein.

    Denn, der hat ja schon die ganze Nacht geschlafen. Da wacht er morgens auf und ist halt ausgeschlafen.

    Ich hatte auch noch nie einen Welpen, aber beim Welpen angucken gehen waren die schon mehr draußen als deiner. Halt im Freilauf, die sind so durch den Garten gewuselt, haben mit den Geschwistern gespielt und ein bisschen gedöst wenn sie müde wurden, aber das war durchaus auch mal länger. Und die waren erst 7 Wochen alt 🤔

    Ist natürlich was ganz anderes als Strecke machen beim Spazieren gehen an der Leine, aber da ihr ja einen Garten habt wäre das doch möglich?


    Schlafen haben wir hier über ein Welpengitter gelöst. Unserer ist erst mit 8 Monaten gekommen, musste aber natürlich trotzdem noch Ruhe lernen.

    Also Hund im selben Raum bzw. im Nachbarraum mit offener Tür, aber über ein Welpengitter abgegrenzt. Da konnte er uns sehen und hören und riechen, war nicht alleine aber wusste auch sehr schnell: jetzt passiert erstmal eine Weile nichts. Er hatte da sein Wasser, vorher waren wir draußen und es gab was zum Futtern, vielleicht noch was zum kauen. Und dann war Ruhe. Er hatte da auch genug Platz, um den Liegeplatz zu wechseln, das brauchen Hunde ja weil sie nicht schwitzen können wie wir.

    Wäre das ggf noch eine Möglichkeit für euch?


    Ansonsten ggf mal Trainer fragen, am besten einen der auch zu euch nach Hause kommen kann. Geht halt nicht immer sofort. Und ich versuche auch immer mich in den Hund hinein zu versetzen. Wie geht es so einem Baby, wenn es alleine im Dunkeln schlafen soll? Wie geht es ihm wenn es nicht kuscheln kommen darf? Sind überhaupt die Voraussetzungen für Schlafen erfüllt (Bewegung, müde, satt etc)?


    Viel Erfolg euch, ich hoffe ihr bekommt bald ein wenig Ruhe rein miteinander

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