Hund freut sich bei Fremden, lässt sich nicht streicheln

  • Hallo,


    unsere Nelly ist ein Pudel-Bolonka-Mix und 2,5 Jahre alt. Sie ist ein richtiger Teddybär und total verschmust. Sie ließ sich die erste Zeit von allen streicheln, liebt alle Menschen. Vor knapp einem Jahr fing sie an, als sie eine Freundin meiner Kinder streicheln wollte, zu quietschen, als ob man ihr auf den Fuß getreten wäre, was wir auch zunächst annahmen. Dann fiel es uns öfter in ähnlichen Situationen auf, irgendwann ließ sie sich von Fremden nicht mehr streicheln. Sie freut sich immer, wenn jemand kommt oder auf sie zukommt, aber wenn sie jmd streicheln will, weicht sie zurück, geht dann wieder sofort auf die Person zu, wirkt total ambivalent. Mir tut sie total leid, weil ich das Gefühl habe, sie würde gerne, traut sich aber nicht. Ist jmd länger bei uns, lässt sie sich dann meist streicheln. Bei der Familie tritt dies nicht auf. Ich versuche anderen immer zu signalisieren, dass sie Zeit braucht, dass sie nicht gestreichelt werden will, aber sie rennt immer schwanzwedelnd auf die Menschen zu und natürlich kommt dann bei den Menschen immer der Impuls zu streicheln, noch dazu ist sie halt einfach süß und knuddelig. Insgesamt ist sie schon ein eher unsicherer Hund aber total freundlich mit Menschen. Hat jmd Ideen wie ich mit dem Problem umgehen kann, sie wirkt halt total ambivalent...herzlichen Dank für Tipps.

  • Hallo!

    Das Wedeln mit der Rute heißt nicht unbedingt Freude, es bedeutet Aufregung.

    Die kann positiv und auch negativ sein.


    Hailey macht das bei uns im Aufzug, wenn fremde Menschen einsteigen, würde sich aber nicht streicheln lassen.

    Bei ihr heißt das eher "ich bin eh ganz lieb, tu mir nichts".


    Ich würde sie vor Fremden abschirmen und nicht streicheln lassen. Sie bekommt bestimmt zuhause genug Körperkontakt und ist nicht auf fremde Menschen angewiesen.

  • Bist du dir sicher, dass sie sich freut? Das hört sich eher nach nervösen fiddeln an, als wüsste sie nicht was sie tun soll, also gibt sie sich ganz freundlich und lieb, weil sie unsicher ist und vielleicht Angst hat.


    Warum müssen Fremde sie denn überhaupt streicheln?

  • Ja ich denke auch, dass sie unsicher ist, ich frage mich nur, warum sie dann immer wieder selbst in der Situation schwanzwedelnd auf die Leute zugeht wenn ihr der Kontakt unangenehm ist. Ich finde auch nicht, dass andere sie streicheln MÜSSEN, aber die Menschen sind halt immer irritiert weil Nelly scheinbar freudig selbst auf die Menschen zukommt, dann zurückweicht, dann wieder auf die Leute zu etc. und man hat wirklich das Gefühl, sie würde sich gerne streicheln lassen aber traut sich irgendwie nicht.

  • und natürlich versuchen die Menschen dann Kontakt zu ihr aufzunehmen (erster Impuls ist dann halt meist streichel ) wenn Nelly so freudig auf sie zukommt.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


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  • warum sie dann immer wieder selbst in der Situation schwanzwedelnd auf die Leute zugeht wenn ihr der Kontakt unangenehm ist.

    Weil sie vermutlich keinen anderen Weg in der Situation kennt.

    Also hilf ihr. Zeig ihr, dass neben dir bleiben bzw. nicht zu Leuten gehen absolut ok ist und sie keinen Kontakt ertragen muss.

  • Es kann auch an der Körperhaltung der Leute liegen. Viele beugen sich ja doch dann frontal über den Hund und das ist gerade für so einen kleinen Hund doch recht bedrohlich.

    Mein kleiner Hund ist nicht unsicher mit Menschen, weicht aber bei so frontalen Übergriffen auch zurück bei Fremden.

  • An deiner Stelle würde ich Nelly die Entscheidung abnehmen.


    Heißt, sie nimmt mit Fremden keinen Kontakt mehr auf, und die Menschen werden gebeten den Hund nicht zu streicheln.

  • Hailey hat das auch ein paar Mal gemacht, ist dann schwierig den Menschen zu erklären, dass dieser Hund eigentlich Angst hat.

    Deshalb nehme ich Hailey in solchen Situationen an die kurze Leine und abgewandte Seite.

  • Ruby macht das ganz genauso, ich habe mittlerweile einen richtigen Hass (entschuldigt) auf Leute die ihre Kinder ungefragt zu meinem Hund hinrennen lassen oder meinen ihn anlocken bzw ansülzen zu müssen.


    Sie fängt dann komplett an durchzudrehen (extremes Fiddeln) und ich darf dann diskutieren dass das KEINE Freude ist. Das Verhalten ist vergleichbar mit dem deines Hundes.


    Vor, zurück, ausweichend aber immer wieder hingehend.

    Es ist ihre Strategie geworden, da sie gelernt hat, dass ihr so nichts zustößt.


    Mittlerweile bin ich rigoros und sage den Leuten Klipp und klar, dass sie sie bitte nicht anstarren, anreden, ansäuseln (diese Kussgeräusche bspw) oder gar antatschen sollen!

    Vor allem vor Kindern schütze ich sie mittlerweile schon auf großer Distanz.


    Mittlerweile nimmt sie das dankend an und geht von alleine auf meinem Schoß oder hinter mich wenn wieder Leute meinen sich vorn über zu beugen (ich Hocker mich je nach Situation zu ihr hin und biete ihr aktiv Schutz).


    Probiert es Mal aus, irgendwann merkt sie hoffentlich dass du alles unter Kontrolle hast und sie es gar nicht mehr nötig hat sich so zustressen um gefahrlos aus der Situation zu kommen :-)

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