Deutscher Schäferhund wacht nicht. Was kann ich tun?

  • Guten Morgen.

    Ich halte seit Jahrzenten Deutsche Schäferhunde, schon in meiner Kindheit gab es sie. Den letzten musste ich leider mit nur 8 Jahren einschläfern lassen. Nun ist vor 4 Monaten ein neuer eingezogen, sein Name ist Ares, er ist 4 Jahre alt. Ich wähle bewusst keine Welpen, habe ich noch nie, weil ich kein Interesse an Welpenerziehung habe. Ich mag fertige Hunde, zahle dafür auch gerne etwas mehr, wenn es sein muss.

    Nun bin ich es gewohnt, dass meine Hunde wachen, schützen und melden, wenn etwas komisch ist. Ares tut dies aber nicht. Selbst nach Monaten gibt er keinen Ton von sich, wenn sich Leute nachts am Zaun aufhalten. Jeder meiner Hunde hat das bisher gemacht. Meine Frau und ich wohnen in einer Gegend mit vielen Nachtlokalen und leider führt der Weg bei unserem Haus vorbei. Viele Betrunkene finden es lustig Wände und Zäune zu verunstalten oder kaputt zu machen. Meine vorherigen Hunde haben sofort gebellt wenn sich jemand nachts dem Zaun genähert hat und sind am Zaun auf und ab gesprungen. Das hat jeden beeindruckt.

    Ares tut gar nichts. Keine Nacht habe ich ihn noch bellen gehört. Er bellt überhaupt so gut wie nie. Letztes Wochenende wurde unsere Hauswand mit Graffitti besprüht. Das heißt diese Idioten hatten genug Zeit um in Ruhe unsere Wand zu versauen, ohne dass Ares auch nur einen Mucks von sich gegeben hat. Sowas hätte es mit den vorherigen Hunden nicht gegeben.

    Was mache ich jetzt mit ihm? Wie bringe ich ihm bei dass er wachen soll? Der Verkäufer hat mir versichert, dass er ein typischer Schäferhund mit einer großen Portion Wach- und Schutztrieb ist. Leider wurden wir reingelegt und der Verkäufer redet sich raus, meint das brauche Zeit bis er sich an das neue Heim gewöhnt hat und es als sein eigenes anerkennt. Aber es sind bereits Monate vergangen. Mein vorheriger Hund hat nach 5 Tagen schon gemeldet. Mir kann doch keiner erzählen, dass das Monate dauert? Das liegt denen doch in den Genen.

    Zurück nimmt er ihn auf jeden Fall nicht mehr. Ich habe gut Geld bezahlt, deshalb will ich auch nicht einfach aufgeben.

    Könnt ihr mir bitte Ratschläge geben, wie ich ihm das Wachen schmackhaft mache? Er soll nicht beißen, nur laut bellen und am Zaun randalieren, so dass wir wach werden bzw. die Idioten verschwinden.

    Danke im Vorfeld und schöne Grüße

  • Du hast seit Jahrzehnten Schäferhunde. Damit bist du der Experte, den man Fragen könnte.


    Ich würde dir zu einer Technischen Allarmanlage raten.

  • Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass da viel zu machen ist. Wenn der Hund die Veranlagung zum Wachen nicht hat oder aus welchen Gründen auch immer einfach nicht auslebt, kann man da meiner Ansicht nach nicht viel machen :ka:

  • Hey!

    Erst war ich etwas verduzt über die Überschrift, kann dein Problem aber verstehen.


    Meine Erfahrung:

    Unsere Jule hat erst nach ca. 7 oder 8 Monaten angefangen zu wachen. Wir wohnen sehr ländlich und haben daher auch nichts gegen Wachen. Sie hat dies auch nicht getan, obwohl Monster im gleichen Haushalt wachend war. Bei uns kam es also wirklich erst später. Jule bekamen wir auch erwachsen mit 2 Jahren.


    Wie man es gezielt erzieht, kann ich dir leider nicht sagen.

  • Du hast seit Jahrzehnten Schäferhunde. Damit bist du der Experte, den man Fragen könnte.


    Ich würde dir zu einer Technischen Allarmanlage raten.

    das ist doch Unsinn. Nur weil man seit Jahrzehnten immer wachende Schäferhunde hat, ist man doch kein Experte darin wie man einem nicht wachendem Exemplar eben dieses beibringt.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Wäre ich Experte für nicht wachende Hunde, hätte ich mich nicht an euch gewandt.


    Danke Landlue. Das bedeutet, dass es noch Hoffnung gibt.


    Es ist zum Haare rauffen. Er bellt nicht einmal wenn es klingelt, so dass ich wachsames Verhalten belohnen könnte.

  • Hallo :winken:

    er ist 4 Jahre alt. Ich wähle bewusst keine Welpen, habe ich noch nie, weil ich kein Interesse an Welpenerziehung habe. Ich mag fertige Hunde, zahle dafür auch gerne etwas mehr, wenn es sein muss.

    Was bedeutet das denn? Hat er irgendwelche Prüfungen abgelegt? Wo kommt er denn her?

    Und wie ist er sonst so drauf? Freundlich zu Fremden? Misstrauisch? Aktiv und wach oder eher ruhig?

    Bist Du mit ihm in irgendeiner Weise aktiv auf dem Platz?

  • Wirklich ehrlich, such ihm ein Zuhause wo er halt eben nicht wachen muss. Mit 4 Jahren ist es halt einfach sein charakter, wäre er von sich aus wachsam würde er sich auch so zeigen. Ihn auf biegen und brechen da hineinzu"zwingen" würde ich persönlich nicht.


    Und dann n Schäferhund sucher der sich da geeigneter zeigt. Denke da wirste sicher fündig.

  • Hallo Tobie.

    Nein, keine Prüfungen, darauf lege ich keinen Wert. Mir ist wichtig, dass sie ein gefestigtes, starkes Wesen haben, die wichtigsten Kommandos beherrschen und alleine bleiben können.

    Er ist sonst schon misstrauisch. Er geht nicht zu Fremden hin, lässt sich nicht locken oder streicheln. Aber ich muss ihn auch nicht wegsperren bei Besuch, wie den vorherigen Hund. Er ist eher ignorant.

    Nein, ich bin nicht aktiv auf dem Hundeplatz, falls du das meinst.

  • Dann ist er nicht ausgebildet (was ja auch ok ist) und hat mglw gelernt genau das, was Du gerne hättest - das Anschlagen - zu unterlassen. Die wenigsten Menschen wollen einen Kläffer im Haus.

    Kommt dazu, dass er vielleicht ohnehin nicht dazu neigt (wie whyona schon geschrieben hat).

    Aber ich muss ihn auch nicht wegsperren bei Besuch, wie den vorherigen Hund.

    Das ist doch wunderbar.


    Wenn Dir das Anschlagen so wichtig ist und Du den Hund so gerne hast, dass Du ihn behalten willst, würde ich mich mal an eine OG wenden und das Problem vortragen. Durch ein wenig Beschäftigung im Gebrauchshundesport wachen manche Hunde auch auf und werden wesentlich aufmerksamer. Allerdings brauchst Du dafür Unterstützung von eben denen, die Ahnung haben und Dich + Ares vernünftig unterstützen und anleiten können. Dazu muss man selbst natürlich erst einmal Lust und Zeit für Hundeplatz haben.


    Ansonsten gebe ich da Mehrhund Recht. Wenn's es nur um die Hauswand geht (ich sag es mal bewusst so überspitzt), dann würd ich auch 'ne Überwachungskamera mit Bewegungsmelder o.Ä. nehmen.

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