Die eher weniger bezaubernde Jeannie

  • Hallo Zusammen,


    Jeannie ist jetzt seit vier Wochen bei mir und ich muss sagen WOW. Damit hab ich nicht gerechnet. Versteht mich nicht falsch ich habe mir sicher keinen "Fertig-Hund" gewünscht. Mit Sicherheit nicht! Ich bin wirklich ein sehr geduldiger Mensch und manchmal auch zu Nachsichtig. In letzter Zeit raubt sie mir den letzten Nerv. Ich habe Angst dass es nicht mehr 90:10 zu toll und mies ist sondern schon nicht mal mehr 80:20. Ich seht liebe ist auf jeden Fall noch da, aber:


    - Sie ist plötzlich total wählerisch was ihr Futter angeht. Ihr bekanntes rührt sie gar nicht mehr an, alles andere frisst sie (Nass, Soft, Leckerlis sowieso), nur ihr eigenes rührt sie nicht mehr an. Wenn ich meinem Vater Glauben schenken würde, müsste ich konsequent ihr Futter einfach im Napf lassen, gemäß dem Motto: Die frisst schon wenn sie Hunger hat. Wie seht ihr das?


    - Sie ist genauso verkuschelt wie bisher, hört genau so wenig wie bisher, das alles ist unverändert.


    - Draußen ist es ganz schlimm seit ca. ner Woche. Ich kann 20x mal mit ihr raus, es ändert einfach nichts. Mit mir läuft sie kaum, wenn dann hinkt sie immer ganz weiter hinter her, oder läuft nur ganz ganz langsam. Nach sehr wenigen Minuten, stellt sie dann komplett alles ein und legt sich einfach hin. Das Morgens ums 6 oder auch um 9 Uhr an den Temperaturen aktuell liegt es also schonmal nicht. Ich laufe auch immer mal andere Strecken mit ihr, versuche sie zum spielen zu animieren, oder laufe selbst auch mal etwas zügiger damit sie auch mal sprintet wie noch vor zwei Wochen. Alles Fehlanzeige.


    - Sobald ein anderer Hund kommt, legt sie sich wieder hin, wartet bis er da ist und springt dann auf. Wir haben hier auch eine ausgewachsene Englische Bulldogge. Sobald er da ist und ich sie eingezäunt von der Leine nehmen kann, dreht die völlig am Rad. Sprintet los als gäbe es keinen Morgen. Spielt wie eine Gestörte ist aber leider recht schnell wieder außer Atem.


    - Ich habe jetzt schon 4x den Tierarzt da gehabt. Immer heißt es sie sei zu fett, die eine sagte gut ein halbes Kilo muss runter, die andere sprach direkt von zwei Kilo. Eine Wurmkur haben gemacht weil sie nicht aufgehört auf dem PO herum zu robben. Jetzt sammle ich gerade jeden Tag ihre Hinterlassenschaften auf um sie analysieren zu lassen. Einmal war es extrem dunkel, fast schwarz seither nicht mehr. Ich habe gegooglet und Angst bekommen. Um die Kosten geht es nicht um das gleich klar zu stellen.


    - Sie hat ein neues Geschirr bekommen, passgenau, weil ich dachte dass das alte an der Schulter reibt. Trägt sie ohne Probleme, läuft aber mit beiden gleich langsam. Sobald es aber leckerli gibt geht sie ab.


    Sie ist jetzt ein Jahr alt und klar noch ein Junghund, alles gar kein Problem. Ich mache mir nur langsam Sorgen, Spaß macht sie nämlich gerade überhaupt nicht mehr. Ich gebe sie nicht her, oder spiele mit dem Gedanken keine Sorge, aber dennoch belastet mich das alles sehr.

    Als wir vorhin draußen waren hat sie sich auch etwas mehr als sonst gewälzt, da interpretiere ich aber mal nicht zu viel hinein.


    Am liebsten würde ich jetzt erstmal alles einstellen, Leckerlis, anderes Futter, ihre Spielsachen (bis auf ihr liebstes) und draußen auch ein bisschen einschränken sodass sie sich alles verdienen muss! Funktionieren Hunde so? Muss ich das so machen? Das bringe ich nicht übers Herz.


    Als wir vorhin wieder nach Hause wollten, hat sie sich vor der Tür hingeschmissen und wollte ums verrecken nicht rein. Draußen läuft sie aber auch nicht.


    Es könnte so schön sein, aber sie macht es mir im Moment wirklich sehr sehr schwer.

    Vielleicht habt ihr Tipps.


    Wenn ihr ergänzende Angaben braucht, lasst es mich bitte wissen.

    Danke euch - ein frustrierter Karlsruher.

  • satori85

    Hat den Titel des Themas von „Die eher weniger bezaubernde Jeannie-“ zu „Die eher weniger bezaubernde Jeannie“ geändert.
  • Ich verstehe ehrlich gesagt Dein großes Problem nicht so ganz: Dein Hund ist ein wählerischer Fresser und schnell aus der Puste bzw nicht sehr bewegungsfreudig? Das scheint mir recht rassetypisch und jetzt nicht überraschend, oder?


    Und draußen überdreht sie/ist gestresst, wenn sie andere Hunde sieht, auch das ist kein ungewöhnliches Problem. Wie arbeitest Du denn mit ihr an dieser Baustelle?

  • Hej,

    ich find das alles etwas verwirrend.. Nur vier Dinge, die mir einfallen:

    1. Wenn sie sich hinlegt, wenn ihr auf einen anderen Hund zuläuft, ist das Jagdverhalten. Brich das also ab. Nehm sie ins Fuß, lass sie absitzen, übe, dass der Fokus auf dir liegt. Das kann ein bisschen dauern!

    Das Jagen ist ganz schön assi.


    2. Wird sie vielleicht läufig? Das könnte auf die abrupte Verhaltensänderung hindeuten. Außerdem ist sie mitten in der Pubertät, da hören unseren lieben kleinen oft nicht so gut.


    3. Du sagst, sie ist schnell außer Atem. Dein Profilbild sieht nach einer französischen Bulldogge aus. Diese Rasse gehört aufgrund ihrer Brachyzephalie zu den Qualzuchten. VertreterInnen haben massive Atemprobleme. Lass das mal untersuchen. Vielleicht ist sie auch so wenig bezaubernd, weil sie immer weiter Probleme mit der Atmung bekommt, eventuell hat sie Probleme mit dem Körperbau. Vielleicht ist es ihr morgens schon zu warm.

    Es gibt in Leipzig wohl eine Fachklinik.


    4. 20 Mal raus klingt suuuuper stressig. Warum musst du so oft mit ihr raus? Versuch mal, weniger raus zu gehen (alle paar Stunden, wenn sie denn Stubenrein ist) und ihr zu helfen dazwischen runter zu kommen. Das ist sehr wichtig, damit sich Stress nicht immer weiter aufbauen kann.

  • Hi,


    mir fehlen tatsächlich noch ein paar Informationen oder ich war zu blöd, die rauszulesen.


    Woher kommt denn Jeannie?

    Ausland? Kannte sie vorher Gassigehen? Wie hat sie denn gelebt?


    Wurde Blut getestet? Organe ok?


    Frustration und komplizierter Hund kann ich nachvollziehen. Aber es liest sich jetzt nicht vollkommen untypisch für einen Hund, der 4 Wochen da ist. Je nachdem woher sie kommt.


    Edit. Jetzt habe ich die Rasse auf dem Foto erkannt. Mh. Jetzt klingt es noch weniger untypisch. Schmerzen und Probleme beim Essen, Atmen und Laufen sind bei der Rasse ja quasi mitgekauft. Vor allem, wenn sie Bewegung von vorher vielleicht nicht gewöhnt war.

  • Du hast halt leider keinen gesunden Hund sondern einen der in diverser Hinsicht massiv eingeschränkt ist. Wenn ich ständig unter Atemnot leiden würde, hätte ich auch keinen Bock auf Spaziergänge und erst Recht nicht auf Spiele dazu.

    Wenn dann noch Übergewicht vorhanden ist, tut dies das Zusätzliche.


    Ich glaub, du mußt dich da erst dran gewöhnen, dass du halt einen gehandicapten Hund hast

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Hallo Zusammen,

    da gibt es wohl noch ein paar Details die ich mitgeben sollte:


    - Jeannie ist eine Französische Bulldogge, die ich von einer "Freundin" übernommen habe, weil diese nicht vor hatten den Hund operieren zu lassen, wegen der üblichen Probleme.

    - Sie ist nicht aus dem Ausland.

    - Die erste Läufigkeit war vor zwei Wochen ca. vorbei.

    - Mir ist durchaus bewusst dass die franz. Bulldoggen schnell aus der Puste sind. Aber mittlerweile erkenne ich schon recht gut wann sie aus der Puste ist. Es ist richtig kühl, ihr ist also nicht zu heiß. Sie kann gar nicht ausgelastet sein, denn auch wenn kein anderer Hund zum spielen da ist läuft sie nicht. Sie hechelt auch nicht.

    - Operiert wurde sie bezüglich rassetypischer Probleme, die sie im übrigen alle hat, noch nicht. Weil ich abwarten wollte, bis die erste Läufigkeit durch ist. Wird sie aber in den nächsten Wochen.

    - Gassi gehen ging bis vor wenigen Tagen sehr sehr gut. Sie war super fit, ist fleißig mitgelaufen, hatte richtig Pfeffer und spaß. Richtig Power. Da war eher ich außer Puste.

    - Sie schläft meiner Meinung nach auch relativ häufig (ich weiß dass die oft schlafen, aber halt vielleicht nicht gut genug evtl. wegen der Atmung).

    - Organe sehen soweit wohl gut aus bis auf die Luftröhre aber das berücksichtige ich natürlich.

    - Blut wurde noch nicht getestet.

    - 20x Gassi war natürlich übertrieben. Realistisch sieht es so aus: Zwischen 6:00 Uhr und 6:30 Uhr gehen wir Gassi ca. 30 Minuten. Dann wieder zwischen 12:00 Uhr und 13:00 Uhr je nach Temperatur zwischen 30-45 Minuten. "Nach der Arbeit" also gegen 17:00 Uhr nochmal (es sei denn sie schläft, was wahrscheinlich ist). Die letzte Runde zwischen 20 und 21 Uhr. Wenn es richtig heiß ist Mittags, deeeeutlich kürzer aber öfter!

  • Jeannie ist jetzt seit vier Wochen bei mir

    Hast du das Gefühl, dass es in den ersten Tagen besser war und nun schlimmer wird?

    Und du hast Jeannie ja von einer Bekannten übernommen. Trefft ihr, als Jeannie und du, euch noch mit der früheren Besitzerin?


    Ich kann mir vorstellen, dass wie üblich bei Hunden in einem neuen Zuhause anfangs alles relativ gut läuft aber dann im Lauf der Zeit Schwierigkeiten kommen. Dass die Hunde "ihr Päckchen auspacken", so wird das oft bezeichnet.


    Bitte hab Geduld mit dir und auch mit Jeannie :bussi:

  • Wir haben hier auch eine ausgewachsene Englische Bulldogge. Sobald er da ist und ich sie eingezäunt von der Leine nehmen kann, dreht die völlig am Rad. Sprintet los als gäbe es keinen Morgen. Spielt wie eine Gestörte ist aber leider recht schnell wieder außer Atem.

    Da musst du echt acht geben und das auch rechtzeitig abbrechen. Bullys sind jetzt nicht unbedingt die Hunde, die denken " okay, ich mach mal kurz Pause", die machen dann auch weiter über den Punkt hinaus, wo es dann eigentlich schon nicht mehr geht. Da ust meiner Meinung nach deine Beobachtung und dein Eingreifen gefragt.

    Ich habe jetzt schon 4x den Tierarzt da gehabt. Immer heißt es sie sei zu fett, die eine sagte gut ein halbes Kilo muss runter, die andere sprach direkt von zwei Kilo.

    Und das wprde ich dann auch ernst nehmen. Zu Ihren schon bestehenden Problemen ist das zu hohe Gewicht eine zusätzliche Beladtung. Da würde ich auch eher empfehlen, sie schön schlank zu halten. Das erleichtert sowohl ihre Atmung als schont auch ihren Bewegungsapparat. Btw Schmerzen am Bewegungsapparat sind ausgeschlossen? Das könnte ihre neu aufgetretene Bewegungsunlust und auch die schlechtere Stimmung erklären. Du hast sie ja komplett durchchecken lassen.

  • Die erste Läufigkeit und anschließende Scheinschwangerschaft kann auch fehlendes Interesse an Bewegung beeinflussen. Der Körper muss mit den Hormonen klarkommen. Plus neue Umgebung, neue Regeln, wärmeres Wetter,...

  • Tatsächlich habe ich den eindruck dass es sich in den letzten 5 Tagen extrem verändert hat. Da spielt vielleicht auch ein wilder Futtermix ne große Rolle (das war absolut mein Fehler).

    Die alte "Besitzerin" kommt manchmal vorbei - aber nicht regelmäßig.

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