Qualzuchten IV
-
Gast41354 -
1. Mai 2022 um 21:52 -
Geschlossen
-
-
Danke … auch wenn ich es immer noch kritisch sehe, es war toll bei diesem Thema wirklich ernsthafte Antworten und nicht nur Facepalms zu bekommen. 😊
Ich hab mich mal eben hingesetzt und mir die Deckrüden in Deutschland angeguckt:
41 in Sable-White
61 in Tricolor
19 in Blue Merle
Von den 61 Trico sind 25 aus BM/Trico Verpaarungen, also werden sogar aus Merle-Verpaarungen eher Trico-Rüden als BM-Rüden für die Zucht gewählt. Hündinnen kann ich leider nur sehr schlecht betrachten, dafür haben wir keine so schöne Liste

- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Schau mal hier: Qualzuchten IV*
Dort wird jeder fündig!-
-
Da bin ich ja ganz bei Dir! Meine Eltern haben früher Neufundländer gezüchtet. Zuviel weiß an der Brust - da war der sonst vorzügliche, HD-freie Hund raus!
Man muss jetzt ganz bestimmt nicht Merle zu einer Fehlfarben für ALLE Hunderassen deklarieren!
Genauso sollte man bestehende Fehlfarben zeitweise zulassen, wenn der Genpool winzig ist. Farbe lässt sich relativ leicht bearbeiten. Man muss halt drauf achten, die Genetik für die bevorzugten Farben nicht zu verlieren. Wenn einem Farbe dann doch wichtig ist...
Wie du sagst: Testen!
Genau. Es sind bloß Farben, es gibt einfach wichtigeres. Schlimm finde ich da auch die krasse Farbtrennung bei manchen Rassen.
Fehlfarben, kommt drauf an. Dilute brauch ich nicht unbedingt. Und bei manchen Rassen machen Farben auch wirklich Sinn. Das ist natürlich auch ok. Manche Jagdhunde zum Beispiel.
-
Danke fürs Nachschauen!
Mein Wissen ist tatsächlich einfach Alltagsbeobachtung und damit sicher ohne jegliche Evidenz.
Mein Onkel hat früher (vor 30 Jahren) Langhaar-Collies gezüchtet … damals gab es kein Merle (hatte ich wirklich nie gesehen) - gewünscht war Lassie!
Heute ist - gefühlt - jeder dritte dem ich begegne bunt, extremer ist es noch beim Aussi / da liegt der Verdacht der Farbzucht einfach sehr Nahe.
-
Nein, Geschwister haben nicht zwangsläufig die gleichen Gene. Theoretisch können Geschwister sogar komplett unterschiedliche Gene haben.
Das ist aber tatsächlich Unsinn, wenn es ums Thema Zucht und Genpool geht!
Wenn geschaut wird, wer mit wem verpaart werden kann, dann ist die bei gleichgeschlechtlichen Wurfgeschwistern absolut deckungsgleich (außer eben, wenn eines Merleträger ist).
-
Nein, Würfe fallen mit unter sehr heterogen aus.
-
-
Das ist aber tatsächlich Unsinn, wenn es ums Thema Zucht und Genpool geht!
Wenn geschaut wird, wer mit wem verpaart werden kann, dann ist die bei gleichgeschlechtlichen Wurfgeschwistern absolut deckungsgleich (außer eben, wenn eines Merleträger ist).
Wie meinst du das?
-
Danke fürs Nachschauen!
Mein Wissen ist tatsächlich einfach Alltagsbeobachtung und damit sicher ohne jegliche Evidenz.
Mein Onkel hat früher (vor 30 Jahren) Langhaar-Collies gezüchtet … damals gab es kein Merle (hatte ich wirklich nie gesehen) - gewünscht war Lassie!
Heute ist - gefühlt - jeder dritte dem ich begegne bunt, extremer ist es noch beim Aussi / da liegt der Verdacht der Farbzucht einfach sehr Nahe.
Auch damals gab es schon Merle, aber Sable war halt die Trendfarbe. Es gibt Abbildungen von britischen Merle-Hütehunden von vor zwei Hundert Jahren und in der KHC-Database auch Fotos vom Anfang des 20. Jahrhunderts von Merle-Hunden.
Ganz blöd: würden die Hunde nichts taugen, wäre Merle beim Schließen der Zuchtbücher nicht in so vielen Rassen drin gewesen
-
Das ist aber tatsächlich Unsinn, wenn es ums Thema Zucht und Genpool geht!
Wenn geschaut wird, wer mit wem verpaart werden kann, dann ist die bei gleichgeschlechtlichen Wurfgeschwistern absolut deckungsgleich (außer eben, wenn eines Merleträger ist).
Wie meinst du das?
Wenn aus einem Wurf zwei Hündinnen in die Zucht gehen (natürlich mit der Ausgangslage, sie erfüllen beide die nötigen Bedingungen - Hüfte, Augen, …) und gedeckt werden sollen, dann dürften diese beiden Hündinnen - bei Überprüfung des Inzuchtkoeffizienten - mit genau denselben Rüden gedeckt werden … sie haben ja einen völlig identischen Stammbaum) - so habe ich es bisher verstanden?
-
Wie meinst du das?
Wenn aus einem Wurf zwei Hündinnen in die Zucht gehen (natürlich mit der Ausgangslage, sie erfüllen beide die nötigen Bedingungen - Hüfte, Augen, …) und gedeckt werden sollen, dann dürften diese beiden Hündinnen - bei Überprüfung des Inzuchtkoeffizienten - mit genau denselben Rüden gedeckt werden … sie haben ja einen völlig identischen Stammbaum) - so habe ich es bisher verstanden?
Ja. Nur vererben sie unterschiedlich. Sind ja keine Klone.
Kann zb eine die bessere, weil größere, genetische Diversität haben oder den selteneren oder vielfältigeren DLA-Haplotypensatz, der besser zum Rüden passt etc.
-
Genauso sollte man bestehende Fehlfarben zeitweise zulassen, wenn der Genpool winzig ist
Streich das zeitweise. Ich finde es nicht mehr zeitgemäß, unproblematische Farben als Fehlfarben zu deklarieren. Ob eine Farbe problembehaftet ist, muss aber pro Rasse analysiert werden. z.B. macht Dilute zwar bei einigen Rassen Problemen, aber ist bei andren Rassen (z.B. allen Windhunden) absolut unproblematisch.
Nein, Geschwister haben nicht zwangsläufig die gleichen Gene. Theoretisch können Geschwister sogar komplett unterschiedliche Gene haben.
Das ist aber tatsächlich Unsinn, wenn es ums Thema Zucht und Genpool geht!
Wenn geschaut wird, wer mit wem verpaart werden kann, dann ist die bei gleichgeschlechtlichen Wurfgeschwistern absolut deckungsgleich (außer eben, wenn eines Merleträger ist).
Nein, das was du schreibst, ist Unsinn.
Die Nachkommen können sich - egal welchen Geschlechts - durch praktisch alle Gene unterscheiden. So dass sogar Geschwister theoretisch weniger genetische Gemeinsamkeiten haben, als weiter entfernte Verwandte.
Nehmen wir mal nur die Optik:
Jin ist eher hell sandfarben mit blauer Stromung, Blesse, halben Kragen, weißen Beinen.
Jins eine Wurfschwester ist eher dunkel sandfarben mit schwarzer Stromung und kaum weißen Abzeichen.
Jin (Hündin) ist groß und ziemlich maskulin.
Jins einer Wurfbruder ist eher kleiner und zwar ansich maskulin, wirkt neben Jin aber feminin, weil Jin eben kräftiger ist. Dazu schwarz gestromt mit wenig Abzeichen.
Jins andrer Wurfbruder ist groß, maskulin, wirkt auch neben Jin problemlos wie ein Rüde und ein Schecke mit so großem Weißanteil, dass er nur am Kopf Flecken sowie einen Fleck auf der Kruppe aufweist.
Wäre jeder dieser Hunde in die Zucht gegangen, so würde jeder dieser Hunde, selbst wenn man jeweils gleiche Deckpartner nehmen würde, unterschiedliche Welpen bringen.
Wenn aus einem Wurf zwei Hündinnen in die Zucht gehen (natürlich mit der Ausgangslage, sie erfüllen beide die nötigen Bedingungen - Hüfte, Augen, …) und gedeckt werden sollen, dann dürften diese beiden Hündinnen - bei Überprüfung des Inzuchtkoeffizienten - mit genau denselben Rüden gedeckt werden … sie haben ja einen völlig identischen Stammbaum) - so habe ich es bisher verstanden?
Deshalb ist gute Zucht sehr viel komplexer, als nur das Schauen nach Stammbaum und Inzuchtskoeffizient. Nur, weil zwei Hunden auf Basis dieser Daten zueinander passen, heißt es noch lange nicht, dass es tatsächlich eine gute Idee ist, sie zu verpaaren.
Nochmal aus obigen Beispiel: Jins einer Bruder ist sehr groß (etwas über Rassestandard) und kräfitg. Aber es gibt natürlich auch Züchter, die am unteren Ende des Standards züchten. Rein auf dem Papier würde sicher die kleine (etwas unter Rassestandard), zierliche Hündin dieses Züchters gut zu Jins großem Bruder passen. Aber ganz ehrlich: Jeder, der halbwegs bei Verstand ist, würde sehen, dass es keine gute Idee ist, diese Hunde miteinander zu verpaaren.
Dafür würde evtl. Jins kleinerer Bruder ganz hervorragend zu dieser Hündin passen.
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!