Qualzuchten IV

  • Also hier ist es definitiv ne Mischung aus Charakter und Fell.

    Sie liebt einfach Schnee und Eiseskälte und ist absolut kein Sommerhund. Das Fell ist dichter als es aussieht. Ich hol da jeden Monat nochmal nen halben bis ganzen Schnauzer raus, obwohl man meinen könnte dass bei 4 Wochen Intervallen eigentlich garnicht so viel raus kommt.

    Und im Hochsommer bin ich zusätzlich 1-2 mal die Woche mit dem Coat King dran und zieh Wolle raus.

    Im Winter lass ich die drin und nehme es auch insgesamt bissl weniger eng.

    Zu kalt is bei ihr erst, wenn die Pfoten vor Kälte taub werden.

    Zu warm ist ihr allerdings schon über 20 Grad. Bei 20 Grad sind noch längere, ganz normale Spaziergänge drin. Mit dem Unterschied dass sie sich öfter ins Gras wirft oder es zum Planschen geht. Ihr ist schnell zu warm, und dann ist das Wetter nurnoch zum liegen im kühlen Gras, oder Planschen da.

    Strecke machen macht ihr dann weniger Spaß, und sie zeigt deutlich wenn sie kein Bock mehr hat.

    Trotzdem - geht ja nicht anders weil kein Garten - kommt sie zu allen Möglichen Temperaturen raus. Natürlich kurz, schattig und langsamer, aber sie ist trotzdem gern dabei. Auf das Wetter könnte sie gut verzichten, aber sie geht noch gern mit. Wenn es richtig warm ist, macht sie sogar noch kleine/kurze Übungen mit, aber wenn es zu anstrengend wird, lässt sie es sein. Finde ich ehrlich gesagt total gesund so, denn bei Hitze muss man sich ja nicht verausgaben.

    Wenn sie darauf keine Lust hätte, würde sie streiken, dann hätte ich keinen Hund mehr sondern einen Esel an der Leine.

    Regen bspw, findet sie richtig doof. Bis zu einem bestimmten Grad geht sie ( mit Mantel natürlich :hust:) noch mit, aber man sieht ihr im Gesicht an wie ätzend sie das dann findet, und wenn es zu doll regnet will sie nurnoch ins Trockene ( quetscht sich gegen Wände, fängt an zu ziehen, und wenn was gefunden will sie da nicht weg, oder geht garnicht erst raus, ist dann so froh wieder drinnen zu sein dass sie ihre 5 Minuten bekommt, ect... ).


    Das ist so meine Begrifflichkeit von einem Hund der zwar etwas Hitzetoleranz Einbußen hat ( die mMn normal sind, weil ich sie auch habe ^^), sie aber dennoch verträgt.

    Ein Hund der sie nicht verträgt, für den wirds gefährlich weil er körperliche Symptome zeigen würde, bei Dingen die andere Hunde noch problemlos verkraften würden...


    Und dann gibt's noch Hunde die hohe Temperaturen mögen.

    Auch hier tut das Fell sehr viel. Ein Kurzhaar-Hund ohne Unterwolle findet hohe Temperaturen zu hoher Wahrscheinlichkeit deutlich besser als ein Unterwollmonster. Die Grenze zum "zu warm" liegt höher, weil auch die Grenze zu "zu kalt" höher liegt.

    Und dann tuts noch persönliche Vorlieben.

    Kann man eigentlich mit dem Menschen vergleichen :

    Wer gern ins Wasser geht und gern in der Sonne brät, mag den Sommer zu hoher Wahrscheinlichkeit lieber als jemand der lieber zuhause vorm Ventilator liegt oder sich ab bestimmten Temperaturen nurnoch im Schatten auf hält.


    Übrigens ist der Zwerg bisher komplett unempfindlich bzgl Temperaturen.

    Der flitzt bei 30 Grad im Schatten noch rum wie ein Irrer, obwohl er ein Wollmonster ist. Man sieht dann allerdings auch etwas was hier häufiger bei Brachys beschrieben wurde : Die Zunge geht hoch, um besser runter zu kühlen.

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Ich hoffe mal dass sich das ändert wenn er erwachsener wird.

    Bei Lilo sieht das bei selber Temperatur so aus :

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Bei ihr hab ich das noch nie gesehen, aber sie ist auch nicht so bekloppt wie der Kleine.


    Bei Susi hing die Zunge zu besseren Jahren dann schnell bis zum Boden.

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Und ein paar Jahre später hätte das zum Kollaps geführt.

    Im Schatten rum liegen, im Sommer. Undenkbar...

    Bei den Schnauzern mach ich mir da 0 Gedanken.

    Wenn ich allerdings die Brachys hier sehe...

    Da isses spazieren stehen und die Hunde kippen gefühlt fast um.

    Und die fitteren, pushen sich hoch bis sie fast kotzen.

  • Hier Sheltie bei irgendwas zwischen 27-30 Grad in der prallen Mittagssonne, da sind wir bereits 30 Minuten unterwegs.

    also bei diesem Wetter in praller Mittagssonne würde mit Bonnie nicht gehen, die könnte ich mit Hitzschlag zum TA bringen, sie packt das null. Ich gehe derzeit Mittags 10 Minuten.

  • Ich kenne so Hitzeempfindlichkeit von Hunden ja nur von Erzählungen.. meine haben alle drei keine Probleme mit Hitze oder der Thermoregulation..

    Würde Ares auch im Zug, z.B. am Scooter genauso viel Leistung bei 30 Grad wie bei 15 Grad bringen?

    Er würde vermutlich mit der gleichen Energie anziehen, wie er das auch bei kühleren Temperaturen machen würde..

    Aber natürlich würde er bei einer solchen Belastung überhitzen und entsprechende Probleme bekommen.. wahrscheinlich nach recht kurzer Zeit.

    Ich will damit auch überhaupt nicht sagen, dass Hitze nicht gefährlich für ihn ist.

    Natürlich kann er überhitzen, kollabieren, einen Hitzschlag bekommen..

    Und natürlich kann ich ihn bei 35 Grad nicht den gleichen körperlichen Belastungen aussetzen, wie bei kühleren Temperaturen. Weil das auch für ihn natürlich gefährlich ist.

    Wie trainieren auch bei solchen Temperaturen nicht so wie bei kühleren Temperaturen..

    Aber zb beim Turnier (kurzer Lauf, im Idealfall meist zwischen 30 und 40 Sekunden) merkt man ihm nicht an, dass ihn solche Temperaturen irgendwie stören.

    Beim spazieren gehen oder wenn er zb mit Kalle im Garten spielt merkt man ihm auch nix an.

    Er hechelt natürlich mehr, aber das war’s auch schon.. :ka:

    Aber natürlich achte ich drauf, ihn bei Hitze nicht körperlich zu überlasten.. ich will doch nicht, dass er überhitzt oder einen Hitzschlag bekommt..

  • Also ich gehe bei 30 Grad definitiv nicht spazieren, das vertrage weder ich noch Koda (ihn müsste ich mehrere 100 Meter tragen, bis wir ohne Asphalt laufen können). Er ist dann tagsüber nur im Garten, und da merke ich schon, dass er nach ein bisschen spielen oder etwas suchen sich nicht in die Sonne legt, sondern direkt in den Schatten.

    Im Training merke ich bei ihm die Hitze auch, auch wenn wir nie vollständig in der prallen Sonne trainieren. Er wird schneller unkonzentriert (er ist allerdings noch sehr jung, da kommen viele Gerüche etc dazu, die ihn ablenken) und bekommt auch während der Suche zwischen zwei Helfer etwas zu trinken (bei 20 Grad oder weniger trinkt er erst danach im Auto).

    Das ist sicher zum Großteil auch Gewöhnungssache. Aber da ich so eine Hitze eh nicht vertrage, und man bei uns in der Gegend die Tage mit solchen Temperaturen an einer Hand abzählen kann und ich dann an diesen Tagen nicht vor die Tür gehe, gibt es für mich keinen Grund ihn daran zu gewöhnen. Er kann bei 25 Grad problemlos arbeiten oder mindestens eine Stunde spazieren gehen, das reicht mir.

  • Aber von unseren anderen Hunden hier vom Bolonka bis zum Aussie sagen alle Halter, dass auch ihre Hunde bei der Hitze empfindlich reagieren. Und das sind ja nun keine Extreme. Deshalb finde ich es erstaunlich, dass es Hunde gibt, die da absolut überhaupt keine Anzeichen von Trägheit oder schnellerer Erschöpfung zeigen. Wie gesagt, sieht hier in der Realität einfach anders aus.

    "Empfindlich" und "keine Anzeichen von Trägheit oder schnellerer Erschöpfung zeigen" ist ja aber nunmal schon ein ziemlich großer Unterschied und noch dazu ziemlich relativ.

    Da hast du recht, das hab ich wohl ziemlich überspitzt.

    Viel mehr ist es bei Rocky tatsächlich aber auch nicht. Dadurch alleine, dass er aber auch wirklich alle paar Meter ins Wasser kann und das auch tut, sonst würden wir bei den Tempersturen aber auch nicht gegen. Bzw, oben im Feld wird er aus der Wasserflasche geduscht, das geht auch. Wenn er stark hechelt und angestrengt wirkt,brechen wir sofort ab. Das ist auch nur Notlösung zum Lösen.

    [media]https://youtu.be/8Hw8hbluB7Y[/media]

  • Also ich gehe bei 30 Grad definitiv nicht spazieren

    Hier war es die letzten Wochen nahezu durchgehend 30 Grad oder heißer..

    Und ja, auch da waren wir spazieren.

    Angepasste Runde mit der Möglichkeit zu schwimmen, aber wir waren spazieren.

    Wir laufen oft einen Weg entlang, wo die Hunde entweder auf dem Asphalt laufen können oder auf dem Seitenstreifen, der aus Erde und Schotter besteht (und wo es auch am meisten zu schnüffeln gibt).. und dennoch laufen sie oftmals freiwillig auf dem Asphalt. :ka:

  • Also natürlich wird kein Zughundesport bei 30 Grad gemacht, Wettkämpfe über 15 Grad sind aus gutem Grund auch verboten. Ich hab mich über die nach meiner Interpretation fehlende Leistungsdifferenz gewundert. Also meine Hunde sind bei über 30 Grad deutlichst platter, eigentlich alle Hunde der Hundeschule auch, egal ob Mali, Terrier, Lagotto whatever. Sie sind alle auffällig träger, haben ein langsameres Grundtempo und suchen den Schatten auf.

  • Also natürlich wird kein Zughundesport bei 30 Grad gemacht, Wettkämpfe über 15 Grad sind aus gutem Grund auch verboten. Ich hab mich über die nach meiner Interpretation fehlende Leistungsdifferenz gewundert. Also meine Hunde sind bei über 30 Grad deutlichst platter, eigentlich alle Hunde der Hundeschule auch, egal ob Mali, Terrier, Lagotto whatever. Sie sind alle auffällig träger, haben ein langsameres Grundtempo und suchen den Schatten auf.

    Ne, das kenne ich von Ares wirklich nicht :ka:

    er bewegt sich da wirklich ziemlich gleich, egal wie warm es ist.. auch die Motivation ist immer gleich hoch..

    Nicht nur im Hundesport, auch beim spazieren gehen..

    Im Garten legt er sich bei solchen Temperaturen auch durchaus noch in die Sonne und sonnt sich. Auch wenn es immer auch Liegemöglichkeiten im Schatten gibt.

  • Normales Rennen, Spielen, in der Sonne liegen oder die irren 5 Minuten machen meine auch bei höheren Temperaturen.

    Ich bin aber sehr froh in einem Sport unterwegs zu sein, bei dem ab 24 Grad keine Wettkämpfe stattfinden, davor schon deutlich gekürzte Strecken verpflichtend sind.

    Wettkämpfe bei über 30 Grad wären für mich ein Grund den Sport zu wechseln, bzw keine Wettkämpfe zu laufen.

    Goofy kann sich im Wettkampf zurück nehmen, Yara nicht.

    Deshalb läuft sie nur die kühleren Strecken.

    Vor dem Bild sind wir 50 Minuten bergauf gelaufen, mit regelmäßigen Wasserstopps (750ml insgesamt) und dem letzten Km in der Sonne.

    Ich bin nicht mehr sicher, ob ich sie vor dem Lauf nass gemacht habe.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    Im Alltag kommt der Hund mit Temperaturen klar, ich bremse sie aber deutlich aus und fordere Pausen ein, weil ich den Zustand nicht erreichen will.

    Das ist kein Thema, auf das Brachys ein Monopol haben, im ZHS wird ständig darüber gesprochen und ich sehe viele Hunde, die deutlich an ihrer Grenze sind, wie Yara an dem Tag von dem Foto.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!