Qualzuchten IV

  • Meine Hunde sind aktiv unterwegs, da bin eher ich für mich die Bremse, bzw. bestimme Ort & Zeit nach meinem Empfinden.

    Selbst der Teckel der ja bodennäher unterwegs ist als alle anderen, rennt und rennt und rennt.

    Mantrailing fällt allerdings tagsüber bei so hohen Temperaturen flach, diskussionslos. Das verlegen wir flexibel in die Abendstunden.

  • AN DEN hunden selbst und an den Aussagen der Halter.


    Welche Randzeiten? Und Gleichgesinnte?


    Bei uns ist es hier genauso dauerhaft affig heiss, wie vermutlich im Rest von Deutschland. Sprich, wir sind genauso bei >30 Grad unterwegs, wie alle anderen auch. Am Wasser halt..

    Weiss ja nicht wann du Gassi gehst. Deshalb die Frage. :ka:

    Kenne das eben, das Leute mit Hunden die Probleme mit der Hitze haben, eben nur früh morgens oder spät Abends dann Gassi gehen - ist ja auch logisch, wenn der Hund und man selbst sich mit der Hitze schwer tut.

    Und da trifft man eben diejenigen deren Hunde es genauso geht.

    Deshalb "Gleichgesinnte".

    Das war überhaupt nicht abwertend oder so gemeint, sondern ein Versuch zu erklären wieso deine Erfahrungen sich nicht mit den Erzählungen hier decken.

    Was ja sein kann. Ist ja nicht überall alles gleich.

    Bei uns ist es z.B. nicht so heiß am Morgen. Ich geh morgens mit Pulli und länger Hose zur Morgenrunde. :tropf:

  • Alles gut, derzeit können wir nicht ausschließlich Randzeiten bieten, daher sind wir aber ständig an bzw in unserem Fluss unterwegs, so wie die meisten anderen hier eben auch...zur Erklärung.

  • Keine Ahnung, das definiert aber vielleicht auch jeder ein bisschen anders mit der "Empfindlichkeit"?!

    Meine Hunde sind insgesamt schon etwas "weniger aktiv" bei 30 Grad, aber keinesfalls so, dass ich das Gefühl habe, die hätten jetzt irgendwie Probleme oder so. Die sind nicht ganz so spritzg, aber ganz ehrlich, alles andere wäre doch auch total ineffektiv. Manchmal kriegen die auch bei 30 Grad ihre fünf Minuten und ballern dumm übers Feld, an anderen Tagen hängen sie mal ein bisschen mehr.

    Hier Sheltie bei irgendwas zwischen 27-30 Grad in der prallen Mittagssonne, da sind wir bereits 30 Minuten unterwegs.

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    Sieht für mich jetzt nicht sonderlich "gestresst" oder "gehemmt" aus ...

    Unsere Mila war allerdings deutlich "hitzempfindlicher" als die anderen. Sie hat immer aktiv Schatten gesucht. Trotzdem ist sie normal mitgelaufen und war auch sportlich belastbar. Aber sie mochte die Hitze eben deutlich weniger.

    Die Frage ist ja auch immer, ob der Hund jetzt ernsthaft ein Problem hat oder nicht. "Hitzeunempfindlichkeit" ist ja nicht per se ein Qualitätsmerkmal für irgendwas.

    Ich hab das Gefühl, dass man hier nicht einfach alles in einen Topf werfen kann.

    Das Problem der Kurznasen ist ja nicht die Hitzeempfindlichkeit alleine, sondern die fehlende Möglichkeit einer funktionierenden Thermoregulation. ERgo wird es für so einen Hund einfach deutlich schneller gefährlich.

  • Die Frage ist ja auch immer, ob der Hund jetzt ernsthaft ein Problem hat oder nicht. "Hitzeunempfindlichkeit" ist ja nicht per se ein Qualitätsmerkmal für irgendwas.

    Ist alles korrekt. Vielleicht hätte ich es in ein OT Spoiler packen sollen . Mir ging es auch überhaupt nicht um Vergleiche, die muss ich mit Bully ja nun wirklich nicht aufstellen, sondern um dieses Hitzeempfindlichkeit kennen die Hunde gar nicht. Das hatte mich einfach irritiert.

  • Ist gar nicht auf dich generell gemünzt.

    Aber in dieser Diskussion hört und liest man ja immer wieder "bei 22 Grad hechelt er schon" und sowas ... ja, ähm, na und?! Hecheln ist doch nichts Pathologisches.

    Es wird halt kaum differenziert zwischen Hecheln, wirklichen Atemgeräuschen, tatsächlicher körperlicher Belastung ... das sind ja alles Faktoren, die man mit betrachten muss. JA - viel Hunde haben ein Problem mit der Thermoregulation, aufgrund ihrer Anatomie, ihres Fells, ihrer Körpermasse ... Aber deswegen gibt es auch genügend "gesunde" Hunde, die eben nicht mehr bei 30 Grad wie Flipper durch die Gegend springen. Das hat ja auch teilweise was mit dem Charakter oder Alter zutun. Daraus kann man deswegen doch nicht ableiten, ob ein Hund jetzt eine gestörte Thermoregulation hat oder nicht.

  • Daraus kann man deswegen doch nicht ableiten, ob ein Hund jetzt eine gestörte Thermoregulation hat oder nicht.

    Nein, kann man nicht, deswegen finde ich viele Vergleiche auch irgendwie nicht zielführend. Trotzdem werden hier immer wieder brachycephale Hunde mit mesocephalen verglichen. Bzw deren Leistungsfähigkeit.

    Das aber jetzt nur am Rande, denn meine Intention zur Frage hatte ich ja erklärt. Und da die nix mit dem eigentlichen Thema zutun hat, sorry. Hatte mich nur interessiert.

  • Blanca ist genauso, sie kann bei warmem Wetter ganz normale Spaziergänge machen, ggf halt hechelnd, aber sie will nicht. Wenn sie bei 30 grad im Schatten draußen rumliegt, ist alles super und sie hechelt nicht einmal, aber auf jede Anstrengung, die über ein paar Schritte zum lösen hinausgeht, hat sie dann keine Lust und zeigt das auch deutlich.

  • Aber von unseren anderen Hunden hier vom Bolonka bis zum Aussie sagen alle Halter, dass auch ihre Hunde bei der Hitze empfindlich reagieren. Und das sind ja nun keine Extreme. Deshalb finde ich es erstaunlich, dass es Hunde gibt, die da absolut überhaupt keine Anzeichen von Trägheit oder schnellerer Erschöpfung zeigen. Wie gesagt, sieht hier in der Realität einfach anders aus.

    "Empfindlich" und "keine Anzeichen von Trägheit oder schnellerer Erschöpfung zeigen" ist ja aber nunmal schon ein ziemlich großer Unterschied und noch dazu ziemlich relativ.

  • Mico mag den Sommer nicht, aber er kommt problemlos klar. Wenn man aber bedenkt, wie sehr dieser Hund Schnee und eisige Temperaturen liebt, ist es kein Wunder, dass er tagsüber fast durchgehend über 33 Grad nicht gerade toll findet.

    Wobei ich mich schon frage wie viel davon wirklich sein Charakter ist und wie viel davon versehentlich anerzogen...

    So ist es für mich immer ein bisschen schwer zu definieren bei ihm. Wirklich Probleme mit der Hitze? Nein. Aber sich bei Hitze aus eigenem Antrieb großartig bewegen und den Berg rauf und runter sprinten? Auch nein.

    Er trinkt nicht mehr bzw er würde nicht mehr trinken wenn ich ihn nicht explizit trinken schicken würde, wenn man die Bewegung einfordert ist er nicht wirklich langsamer, er braucht nicht wirklich länger um danach wieder runter zu kommen, er sucht keinen Schatten... Was er macht ist schnell anfangen zu hecheln.

    Der Depp hat nur eine Angewohnheit im Sommer, die ich einerseits ziemlich nervig und auf der anderen Seite sehr belustigend finde. Egal ob wir über eine Stunde ohne Wasser und mit kaum Schatten draußen waren oder nur kurz 10 Minuten Geschäft erledigen. Er läuft ganz normal entspannt neben mir her, aber sobald wir ins Dorf zurückkommen, lässt dieser Trottel von einem Hund plötzlich Kopf, Rute, Ohren einfach alles hängen, die Zunge fast auf dem Boden und er schlurft wie ein alter Opa langsam hinter mir her. Und sein Blick... Ein Bild des Elends.

    Olle Dramaqueen.

    Sobald wir wieder daheim sind stellt er sich dann meistens als erstes an die Hintertür und möchte entweder da nochmal rennen oder er will spielen. Hocherhobener Kopf, schwingende Rute, gespitzte Ohren, kein bzw kaum hecheln, wacher Blick und federnder Gang inclusive. Blitzheilung :roll: :headbash:

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