Zweit oder Dritthund Mastino oder Rottweiler

  • Hallo zusammen


    Derzeit habe ich eine 10 jährige Dobermann-Hündin und einen 9 monatigen reinrassigen American Pitbull Terrier. Dennoch drehen sich bei mir ein bisschen die Gedanken, was nach meiner Dobermann Hündin kommt, was hoffentlich aber noch paar Jahre dauert oder evt. sogar zu ihr, falls ich in den nächsten Jahren ein Haus in Süditalien kaufe. Platz, Zeit, Geld und gesetzliche Regelungen spielen derzeit weder bei mir in der Schweiz, noch in Süditalien eine Rolle.


    Meine lieblings Rasse ist und war schon immer der American Pitbull Terrier. Sowohl charakterlich wie auch optisch ist dies für mich die perfekte Rasse. Einzig der Schutz und Wachtrieb lässt leider fast völlig vermissen.


    Nun schwanke ich zwischen einer APBT-Hündin, und einem Rüden einer anderen Rasse mit starkem Wachtrieb. Dobermänner gefallen mir weiterhin hin sehr, jedoch sieht es gesundheitlich um die Rasse ja sehr schlecht aus.


    Mir gefielen schon immer Rottweiler sehr gut, was wohl im Bezug auf den Dobermann nicht überraschend sein dürfte. Gibt es hier Leute die mit Dobermänner UND Rottweiler Erfahrungen haben? Worin unterscheiden sich die beiden Hunde charakterlich am meisten?


    Ebenfalls habe ich einiges an Erfahrungen mit Mastinos, den ich mir auch als Zweithund vorstellen könnte. Wie würdet ihr da den Rottweiler im direkten vergleich zum Mastino von Wesen her einschätzen?


    Neben den genannten kann ich auch Dogo Argentinos, Cane Corsos, Bully Kuttas und Tosa Inus etwas abgewinnen, wobei die letzten zwei als Rüden zu einem APBT Rüden eher unwahrscheinlicher ist. Der Cane Corso dürfte mir von dem was mir bekannt ist am ehesten entsprechen. Selber habe ich aber noch keinen tiefer kennen gelernt (im Gegensatz zu Presas). Wie beurteilt ihr einen Cane Corso? Eher Pfeffer und gelehrig wie ein Dobermann, oder doch eher selbstständig und stur wie ein Mastino oder Presa?


    Generell soll das jetzt aber keine direkte Kaufberatung sein, sondern vor allem ein Talk über Rottweiler, Cane Corsos, Mastinos etc und wie diese sich im Wesen unterscheiden. Züchter hätte ich bei Rottweiler und Mastino sowieso schon ausgesucht.


    Beste Grüsse

  • Ich bin ja auch großer Molosserfan, mit einem Dobermann sind sie eher nicht zu vergleichen, da um einiges behäbiger, auch im Kontext mit deinem Rüden.

    Ich kannte einen Tosa Inu Rüden, leider schon mit 7 Jahren gestorben. War ne Riesen gutmütige Schlaftablette. Mastinos kenne ich auch, von sportlich und gesund würde ich bei der Rasse kein bisschen sprechen. Schärfe haben sie dafür doppelt und dreifach, falls du das willst.

    Cane Corso läuft hier ein super hübscher Kerl rum, schwarz, mind. 60kg, voller Muskeln, sehr gelassen, sehr cool. Unterhalte mich ab und zu mit dem Besitzer, weil wir nach dem Tod unserer BX auch überlegt haben einen CC zu holen. Gefällt mir persönlich sehr gut. Passt allerdings vom Wesen her auch nur bedingt zu deinem jungen Hund (Terrier).Vielleicht als Hündin und Ruhepol für später.

    Rotti finde ich persönlich super toll, habe allerdings nur wenig Erfahrung mit. Kenne nur zwei sehr coole Hündinnen, die ich sofort nehmen würde, wenn sie hier nicht auf der Liste stehen würden.


    Ach so, molosserartige sind alle in gewisser Weise stur. Am besten lässt sich wohl dann doch mit Rotti und Dobi arbeiten. Molosser haben eigentlich alle einen ausgeprägten wach- und Schutztrieb, aber auch eine recht hohe Reizschwelle. So aus Jux und Tollerei greifen die nicht an. Sie bleiben (wenn aus guter Aufzucht) lange Zeit ruhig und cool, bis zu einem bestimmten Punkt. Dann sollte man besser das Weite suchen. Ich kenne so einige Molosser und habe diesen Punkt noch nie, zum Glück, beobachten dürfen 😉

  • Abgesehen von allem anderen - aber wenn dir die Dobermänner zu krank sind, sollte der Mastino ungefähr das letzte sein, was dir einfällt.

    Unter den großen Hunden mE die schlimmste Qualzucht.

  • Der Pit ist noch null erwachsen und Dein erster.


    Das ist ja nun doch keine Rasse, die Blümchen bleiben müssen mit anderen Hunden.


    Edit: Achso, gut zweiter.


    Aber steht bei Zwettler&Co nix oder mangelt es an Serbischkenntnissen?

  • Italien würden mir die italienischen Landschläge einfallen. Also quasi die originale zu den VDH molossern. Wenn ich könnte, ich hät so einen bestiar mallorquin o.ä.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Jap, zweiter. Dazu einen Amstaff und der Wurfbruder meines APBTs in sehr nahen Familiären Verhältnisse, die ich immer mal wieder treffe.


    Serbisch? Kein Wort aber Zwettler kenne ich dennoch. Und die hatten auch Fila Brasilieros. Wohl auch als Schutzhunde und nicht für den selben gebrauch wie die APBT und AmBulldogs (die sie auch hatten). Und das ist ja der Punkt das ich zu meinem APBT (mit dem ich viel Sport machen werde) gerne einen „einfacheren“, folgsamen Wachhund hätte, der auch mal gut den Tag durch alleine im Garten sein kann. Erst recht falls ich nach Italien ziehe.

    Aber ja, eine APBT Hündin steht zur Debatte, aber wäre in dem Fall nur dann eine Option wenn meine Dobi Hündin nicht mehr wäre. Zu ihr sicher keine Hündin. Dann würde ich aber eher zu Dunkel Kennel tendieren, wenn ADBA. UKC Pitbulls gibt es auch ein paar mit Game Blut in Italien und Österreich, die dann aber nochmals etwas weniger tribig sind, als die ADBA Hunde.



    Massai Da du den vergleich zum Dobermann ansprichst. Was mir an Dobermann und z.B. Schäfern gefällt ist, dass ich das Gefühl habe das sie ihren Besitzern gefallen wollen. Dazu wirkt meine Dobi Hündin auf mich auch viel intelligenter als alle andere Hunde die ich bisher hatte. Es war extrem einfach sie zu trainieren, sie hört aufs Wort, ist aber schon sehr auf mich bezogen, weniger selbstständig. Dafür hat sie einen sehr guten Schutztrieb und lässt Leute um mich herum nicht aus den Augen.


    Treffen diese Eigenschaften auf den Rottweiler zu? Als „echten“ Molosser sehe ich einen Rottweiler weniger, da wurden ja einige andere Hunde wie Sennenhunde mit eingekreuzt.

    An den Mastinos gefällt mir die Selbstständigkeit und Territorialität. Gesunde Exemplare gibt es im Süden auch, welche kaum Lefzen haben und einfach wie ein viel viel grösser Cane Corso aussehen.
    Da du einen Cane Corso sehr gut kennst, wie verhält der sich so in vergleich zu den Mastinos?


    Kenne nur zwei Presa Canarios sehr gut, beide haben zwar gute Ausdauer, aber sind ehr schwerfällig, kein Pfeffer, und mMn nicht so bewachend wie ein Mastino, dafür sturer. Ein Presa wäre also nichts für mich.

  • Ein intelligenter Hund mit will to please ist aber niemals gleichzeitig ein einfacher Mitläufer der sich im Grunde darin genügt ein großes Grundstück, Anwesen zu schützen.

    Da wäre ein eigenständigerer Hund ja die bessere Wahl.

    Ich würde mich bei den Kernanforderungen nach einem Herdenschutzhund regionalen Schlages umsehen, der sowohl an die regionale Umgebung angepasst ist als auch die passenden Anlagen mitbringt.

    Dazu sehr ursprünglich in Verhalten und Tätigkeit.

    Wie Du das mit den vorhandenen Hunden zusammenkriegst... nunja, ich würde da an Deiner Stelle auf die Biologie warten und dann eine entsprechende Hündin mit Deinem Rüden vergesellschaften, alles andere ist sehr wahrscheinlich sehr viel Arbeit mit schlechtenfalls dem Ergebnis, dennoch stets auf der Hut sein zu müssen.

  • Nun, ich meine es eher so, dass hinter Deiner Hundewahl wohl auch eine Weltsicht steht, zu der Du im Dogforum recht wenig finden wirst (Und in den dicke Hose Foren bisschen arg viel Hundeanglerlatein), vorallem recht wenig Zustimmung.

    Gibt zwar hier Rassekenner, aber die haben diese Hundetypen eher trotz, nicht wegen ein paar Eigenschaften

  • Ansonsten, je nach dem, wie Du mit Deinen Hunden lebst, was Du mit ihnen machst, kann ne relative Schlaftabletzte zu was Spritzigerem setzen ganz nett sein. Oder ultramühsam. Mir wären zb manche Molosserlinien in der Tendenz zu träge - im Vergleich zu anderen Hundetypen.

  • Dobermänner gelten ja als eine der intelligenten Rassen schlechthin. Leider ist die Gesundheit ebenso grottenmies wie bei den Mastinos, auch wenn es da sicher ein paar leichtere und wenig faltigere Linie gibt. Dann doch lieber ein CC, der ist um einiges sportlicher, gesünder und ich glaube auch von der Schärfe moderater. Selbstständig sind eh alle Molosser, die kann man auch mal stundenlang im Garten lassen, dann wachen sie. (Gut, meine hat in den letzten Jahren den Wachdienst halb auf der Terrasse verpennt, aber selbst ihr lautes Schnarchen war abschreckend). Im Vergleich zu den Mastinos finde ich CC wesentlich gesünder in allen Belangen. Rottis sind natürlich keine echten Molosser mehr, aber sie haben einen ähnlichen Ursprung, bzw. Aufgaben gehabt. Mit gefallen sie, weil sie schon viel molosserartiges haben, aber besser trainierbar sind, aber die Gesundheit ist leider bei fast allen Molossern ein Grausen. Deswegen habe ich auch keinen mehr, obwohl ich sie sehr liebe. Fila Brasileiro sind auch klasse.

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