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Beiträge von Tucker

    Ok, erwischt, ich hab mich mit der Formel nicht soweit auseinandergesetzt, sondern mich mit dem zufrieden gegeben, was da medial von rumkam... und das ist halt leider mehr als fraglich, ich hatte dazu auch einen Fernsehbeitrag gesehen, denn ich aber nicht mehr finde, da wurde auch ein Tierarzt befragt, und auch der hat das offenbar so aufgefasst, seine Schlußfolgerung war nämlich: dass man das unbedingt in die Erziehung einfließen lassen müsse.

    Dann kommen wir aber wieder an den Punkt, wo ein großes Missverständnis entsteht, denn die wenigstens werden die Zellalterung im Kopf haben (ich krieg das auch nur bedingt zusammen, denn Knochen sind ja auch Zellen und beim einjährigen Hund noch im Wachstum, beim 31 jährigen Menschen dagegen schon arg verlangsamt... vielleicht sollte ich mir das wirklich mal genau anschauen, wie sich da was genau darstellt), sondern ganz andere Ableitungen und Vorstellungen haben, wenn sie an Vergleiche mit erwachsenen Menschen denken.


    Das Rosilein

    klassische Situation von: ich finde, da haben oft ganz viele recht, weil die Wahrheit eben so viele Seiten hat. Wir können Dinge nunmal nur als Menschen anschauen, wir können uns von Dingen und Lebewesen differenzieren und auch Gemeinsamkeiten finden, abstrahieren und reindenken, mit Wissen erklären, und dennoch sind wir immer Menschen bei all dem und sehen die Welt halt niemals wie ein Hund oder ein Elefant oder ein Baum... Empathie macht Menschsein aus. So verstehe ich das.

    Hier mal noch Vermenschlichung auf einer noch ganz anderen Ebene:

    Da geht es um eine neue Formel um das Hundealter in Menschenalter umzurechnen, hier findet ihr den Artikel, auf den ich Bezug nehme:

    https://www.n-tv.de/wissen/Wie…ocket-newtab-global-de-DE


    So, da ist der betreffende Forscher der Ansicht, dass es medizinisch nützlich ist, Hundejahre in Menschenjahre umzurechnen. Sorry, aber wtf?

    Dazu sieht man sich dann Ergebnisse seiner Formel an, demzufolge entspricht ein einjähriger Hund einem 31 jährigen Menschen. Puh, also ein einjähriger Hund ist, je nach Rasse, Größe, individueller Entwicklung etc. irgendwo in der Pubertät, von Anfang bis Enddrittel, das Knochenwachstum und die Verdichtung sind noch nicht abgeschlossen, es ist noch nicht alles fest verwachsen etc. pp. Das sieht bei einem 31 jährigen Menschen aber ganz anders aus...

    Ein Tierarzt, der eine Behandlung unter Einbeziehung der Umrechnung des Alters in eine andere Spezie ansetzt, sieht mich und meinen Hund aber nur noch von hinten, beim wegrennen!

    Sehr ruhig sind vor allem Hunde deren Merkmale im Zuchtverlauf derart übersteigert wurden, dass die normalen körperlichen Eigenschaften eines gesunden Hundes einfach von vornherein nicht gegeben sind. Da ist der Hund von vorherein durch seinen Körperbau und seine Masse und die damit einhergehenden eingeschränkt. Was ihn dann "angenehm" ruhig macht...

    ich empfehle auch mal diesbezüglich diverse Rassen mal optisch mit derselben Rasse vor einigen Jahrzehnten zu vergleichen, das sind, gerade bei den Riesenrassen und Molossern, aber auch genügend anderen Rassen, Welten.

    Aber im Gegensatz zu vielen, vielen anderen hier sehe ich Töten als allerletzte Lösung und nicht als etwas, das man mal nebenbei macht, weil das Tier lästig wird und man sich selbst überschätzt hat.

    Wer sieht die Tötung denn hier nicht als allerletzte Lösung?

    Wo ist die Lösung für die ca. 60 Hunde von V.B./HHF?

    Ich habe keine, ich kann keinen nehmen, selbst wenn ich wollte ginge es einfach nicht. Und wie siehts bei Dir aus, Vorschläge, Kapazitäten?

    Ich für meinen Teil habe aber auch keinen davon verantwortungslos gekauft, mich überschätzt und mir ist auch keiner lästig geworden, geschweige denn hätte ich jemals einen meinen Hund in so eine Einrichtung oder ins TH gegeben.

    Aber ja, ich plädiere dafür, dass kein Hund jahrelang irgendwo unter Bedingungen festsitzt die Hunden einfach nicht entsprechen. Dasgeht nicht und das ist nicht fair, die Hunde können ja mal null dafür, wenn sie mit den Haltern ins Klo greifen. Ist wie mit Eltern, man kann Glück haben, muss man aber nicht.

    Und das müssen wir auch verantworten, auch als Gesellschaft, die gerne Steak isst aber Schlachthof? iiihhh, näh, da schmeckts ja nimmer. Diese Art von Moral ist das Problem.

    Auf keinen Fall bitte leise und bequem töten, die Gesellschaft darf ruhig drüber nachdenken und kotzen...wie gesagt, da wäre mediale Hilfe gefragt, thematisieren statt am shitstorm teilnehmen. Da müssen Tiere sterben, weil die Leute einfach nicht nachdenken bevor sie kaufen. Da kommen wir aber zum Jetztzeitpunkt nicht herum, es ist nicht fünf vor 12 und nicht 12 und nicht fünf nach 12 sondern mindestens schon halb eins. Diese Hunde haben schon kein lebenswertes Leben nach meinen Maßstäben und auch keine Aussicht darauf, dass jemand sein Leben so nach ihnen einrichtet wie sie eben brauchen und auch verdienen. Jedenfalls nicht in der Menge die wir davon haben, wovon die HHF wiederum nur ein kleiner Teil und allein seit den Veränderungen mit Sicherheit locker nochmal 120 Anfragen hatte, und davon sicher auch einige ganz still und leise getötet wurden, weil sie ja nirgendwo hin können.

    Also ich wollte jetzt nicht sagen, dass es ihr nur um Merkmal geht, das kommt ja nicht von irgendwo. Aber einmal auf diesem Zug, ist es selbst bei Einsicht gar nicht so einfach, da die Drehung zu vollziehen. Man gibt nicht nur was sehr persönliches auf, man muss das dann auch noch ausführlich und dutzende Male erklären. Und nicht zuletzt geht es um ihre Existenz, und die irgendwie zu erhalten, was ja schon ein wichtiger Punkt ist, für jeden der nicht suizidgefährdet ist.

    meint ihr, es kommt an die Öffentlichkeit wenn jetzt ein gewisser Anteil Hunde der HHF euthanasiert wird? Oder wäre das sogar "gefährlich"

    Ich vermute, da sie ja in einer Einrichtung sind, müsste in dem Fall bei jedem Kandidaten eine Ethikkommission einberufen werden?

    Sehr schwierig zu sagen.

    Ich hoffe ehrlich gerade vor allem, dass es bei den Vermittelten überall gut geht... das ist ja auch nicht immer gegeben, ich sag nur B.S.

    Gegen Tötungen wird V.B. sich wohl vehement wehren, DAS ist ihr Kernmerkmal, darauf baut sie auf, dass sie alle Hunde kann und keiner sterben muss. Das über den Haufen zu werfen wird schwierig. Wie soll sie das denn ihren Anhängern und Fans erklären? Wenn dann nur unter totalem Druck und dann sind wieder die anderen schuld... wir kennen diese Taktik inzwischen, sie zieht sich durch die V.B. Projekte wie ein roter Faden.

    Normen tickt da realistischer, das könnte deren ganz großer Knackpunkt werden.

    Und ja, ich sehe da ein Risiko, nachdem was bei Chicco abging bin ich absolut kuriert von jeglichem Glauben an Vorkommen von Vernunft in höheren Dosen. Da hagelt es Morddrohungen, da wird Eigentum beschädigt, da wird versucht sich Zutritt zu verschaffen, Hunde zu stehlen... alles möglich.

    Wenn wir offiziell und sichtbar auf diesen Notstand, nicht nur bei V.B. sondern allgemein auf diesen Misstand und das Ergebnis (zwangsläufig Tötungen, weil wir die Tiere nicht unterbringen können) muss das über die Behörden passieren, da dürfen keine Einzelpersonen mit in Kontakt gebracht werden. Gerade in TS und Tierrechtskreisen ist das mit der Selbstjustiz durchaus beliebt...

    straalster

    Wenn Du aber doch mit einer Reihe solcher hochproblematischer Hunde zu tun hattest, trainierst hast etc. weißt Du doch wohl, dass nicht jeder dieser Hunde wieder in typisch normales deutsches Hundeleben eingegliedert werden kann, sondern nur an eine fachlich kompetente und geeignete Personen die auch ein geeignetes Umfeld haben, abgegeben werden kann. Sonst gehts nur wieder von vorne los.

    Und da ist das Problem, diese Plätze sind nicht da, wir versauen deutlich mehr Hunde als wir Leute dafür haben, die damit können und deren Umstände gerade passen.

    Natürlich müssen wir langfristig an den Anfang dieser Kette, der durchschnittliche deutsche Autokäufer (nicht mein spezieller Kunde ;-) ) informiert sich gründlicher über die infrage kommenden Modelle und alles darüber, als jemand der einen Hund kauft.

    Aber für jetzt ist möglichst lautes und öffentliches Töten mMn die einzige Möglichkeit erstens diese Hunde aus diesem Stillstand oder Horrorkreislauf zu holen und zweitens den Leuten mal deutlich vor Augen führen, was sie da machen und welche Verantwortung ein Hund bedeutet. Und zwar jeder, nicht erst wenn die Spritze schon parat liegt und plötzlich alle Experten sind.

    Dafür müsste halt auch die Presse mal mitmachen, wie ich vorhin schrieb "Eure Verantwortungslosigkeit tötet Hunde" statt "Deutschland tötet Hunde". Da wäre die Werbung dran, nicht ständig irgendwelche Hunde in idyllischen Familien bei jedem Produkt reinzunehmen... aber verkauft sich halt, wie die Hunde selber. Und letztendlich der ach so mündige Konsument, der erst die Margarine und dann den Hund kauft, vor lauter das Belohnungssystem auf Konsum trainiert/trainieren lassen.


    KongKing

    Das halte ich für eine problematische Idee, weil es Menschen mit genügend Geld gleichzeitig als fähig und verantwortungsvoll markiert. Das geht in die selbe Kerbe, wie hierzulande finanziell Schwächere gern zu sozial Schwachen gemacht werden, zwei völlig unterschiedliche Dinge. Das Geld darf nicht entscheiden, also klar unterhalten muss man ein Tier können, aber so eine Gebühr sind halt auch ein paar hundert Euro die jemand mit wenig Geld lieber aufs Notfallkonto eingezahlt hätte, als davon eine Gebühr zu bezahlen die eigentlich Deppen blockieren soll, aber tatsächlich nur weniger begüterte Menschen ausschließt. Und jetzt komm mir hier keiner mit "Sparen halt", wenn mir hier der gut versicherte und bestens versorgte Hund stirbt, steh ich kurze Zeit später auf der Warteliste und fange augenblicklich an den Welpen abzubezahlen der dann noch nicht mal gezeugt wurde, damit ich in keinerlei Engpass oder Schwierigkeiten komme. Dann aber nochmal ein paar hundert Euro drauflegen? das wird eng, und ich seh es auch null ein. Das ist eine einfache Einnahmequelle für den Staat, für genau null Leistung in der Sache, nur Aufwand.

    Und wer es sich leisten kann baut trotzdem weiter Mist, den dürfen dann TH Angestellte lösen die selber nicht genug verdienen um sich einen Hund zu kaufen, darauf läuft das dann hin.

    Andere werden das einfach unterlaufen, so wie heute schon den Sachkundenachweis (den Kleinen, in NRW für 20/40er vorgeschrieben, beim TA, wo man nicht durchfallen kann), die LHVOen, die steuerliche Meldung, die Versicherung, Chippen u. registrieren usw.

    Sinnvoller wäre es wohl, denn Leuten eine gesalzene Verwaltungsgebühr ins Haus zu schicken, wenn der Hund in ein TH, eine andere Einrichtung oder getötet werden muss, weil er eine Gefahr geworden ist und seine Halter das weder vermeiden konnten noch Kontrolle darüber haben. Wenn das Hundi süß guckt und Frauli so glücklich ist, sitzen ein paar Hundert Euro bei denen die sie haben viel lockerer, da hat man das was man bezahlt ja vor Augen. Viel bitterer und schmerzhaft ist eine vierstellige Rechnung wenn man sie auch zurecht als Strafe empfindet und nix dafür bekommt, sondern es fürs Abnehmen bezahlt.

    Da kommt man dann leider zwar auch zu spät, aber das könnte tatsächlich eine abschreckende Wirkung haben, wenn es rumspricht, dass da rigoros durchgegiffen wird und der Staat und gemeinnützige Vereine nicht dafür bezahlen, wenn man den eigenen Hund versaut. Dazu am besten noch 500 Stunden soziale Arbeit im TH, quasi als Realitäts- und Kompetenzschulung.

    Äh, also Ahnungslosigkeit und mangelnde Information und Vorbereitung kann man mit einem "Erziehungshalsband" also lösen? Ich hab offenbar was verpasst.

    Gestern die Kastra als Lösung, heute das Erziehungshalsband...

    Ahnungslosigkeit, Selbstüberschätzung und eine unpassende Haltung lassen sich genauswenig weghemmen und deckeln,wie sie sich wegkeksen lassen. Beides wurschtelt in diesen Fällen am Symptom herum, aber an die Ursache, nämlich den Menschen kommt keins davon heran.

    Ich sehe es umgekehrt, die Verwahrung ist der bequeme und obendrein "moralisch korrekte" Weg.

    Da muss man keine unkonventionellen Entscheidungen treffen, keine Diskussionen mit Leuten führen die man nicht kennt und die auch die Hunde nicht kennen. Wie ich schon vorher schrieb, heutzutage sind die Leute so abgefahren, dass man tatsächlich Angst vor Übergriffen haben muss, wenn man dann die böse Entscheidung trifft, statt den Hund auf dem Sofa heile zu kuscheln - wer dabei einen Auslöser findet darf ihn auch behalten oder so ähnlich.

    Wie auch schon oft erklärt, ist eine Resozialisierung in dem Sinne wie man sich das vorstellt, oft gar nicht möglich. Da greifen trainierte Abläufe zusammen mit viel Management, und das sollte ein zukünftiger Halter auch leisten können und wollen. Und da wird es dann ganz eng, da bekommst Du unter hundert Besserwissern, Hundeverstehern, Naiven und Größenwahnsinnigen im Idealfall einen Interessenten dem Du einen "resozialisierten" Hund mitgeben würdest, hundeerfahren, ruhig, bedacht, vernünftig, freundlich... und der ist klug genug zu sagen 'Nö, ehrlich gesagt hab ich mir was leichter handelbares vorgestellt, es sind Kinder geplant...' pöff, da isser wech der geeignete Interessent, auf die nächsten 100.

    Wir haben diese Leute und Plätze nicht in dem Maße, wie wir Hunde versauen und vermehren (da wird auch der Verbandszüchter in meinen Augen zum Vermehrer, wenn er nicht wesensfeste Tiere verpaart, an ungeeignete Leute abgibt etc).


    Und dadurch, dass die Tötungen die stattfinden, möglichst leise stattfinden, weil man sonst alle Beteiligten gefährdet, ist das auch kein präsentes Thema in D, hier ist präsent: Töten ist nicht erlaubt ohne vernünftigen, guten Grund.

    Das ist sehr schön bequem für die Moral, keiner darf ohne Grund getötet werden (Bissigkeit ist übrigens ein vernünftiger Grund), alle werden resozialisiert und bekommen dann, vielleicht mit etwas Wartezeit, ein schönes Zuhause. Da kann man doch gut schlafen und sich gut fühlen, bei uns werden die Tiere gerettet, wir sind die Guten.

    Ist halt nur nicht die Realität, die Hunde sind auch nicht verurteilt und können da nach 2 der 3 Jahren raus. Viele Hunde mit richtig Biss landen da mit unter drei Jahren, und mehr als die Hälfte derer bleibt dort bis zum Tod. Manche bekommen auch noch ne Extrarunde Wanderpokal, wenn es mit der Vermittlung dann doch nicht so klappt.


    Würden ofiziell in D zwischen Mo-Fr. täglich fünfzehn Tötungsanordnungen bekannt werden, würde man mal richtig deutlich machen, dass man der Problematik der unüberlegten Hundeanschaffung und Haltung nicht mehr Herr wird (das ist nämlich genau der Fall, so kann auch V.B. erst dahin kommen), würde die Bild dann nicht titeln "Deutschland! bringt Hunde um!!!", sondern "Hunderte Hunde müssen sterben, weil ihr nicht vorher nachdenkt!!!", dann könnte man den Leuten mal den Spiegel vorhalten, von wegen böse Spanier und böse Osteuropäer...wir sind nix besser, aber wir schonen gern die Moral, unsere Regierung weiß das, also bekommen wir eine moralische Lösung. Keine Häßliche, mit Reflexion und Verantwortung und Töten und so ekligen Sachen. Neenee, bei uns gibts nicht nur ein Recht zu Leben, sondern die Pflicht, wenigstens wenn man Hund ist, als Mensch sieht es anders aus, da ist Moral dann in Regenerationsurlaub.

    Ich glaube, mit einer klaren Reflexion des unüberlegten Handelns, die nunmal leider den Tod für manche Hunde bedeutet, würde man weiterkommen. Allen die Wohlfühlzone vorzugaukeln mag Wählerstimmen bringen, die Probleme der Hunde werden nicht gelöst. aber Hauptsache wir haben ausreichend Länder wo wir mit dem Finger drauf zeigen können.

    Ist es nicht schön, wenn sie ihre Intelligenz gegen uns einsetzen?

    Ich LIEBE das!

    Gegen mich ist aber das falsche Wort, ich empfinde das nicht als gegen mich, ich schätze es wie Hunde mitdenken und das erlernte auch FÜR sich nutzen. Es ist einfach der Inbegriff angewandter Intelligenz, der Hund denkt das Erlernte weiter, dreht es um... leider werden sie so oft unterschätzt und manchmal auch dafür bestraft, dass sie klug sind, manchmal klüger als wir ;-)

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