Der Dritthund - eine gute Idee?

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    Seit ein paar Tagen frage ich mich, wann der beste Zeitpunkt wäre, wieder eine Hündin im Haushalt zu begrüßen. Die beiden Junghunde - Rüden, etwas über 10 Monate - sind momentan noch etwas zu jung und brauchen relativ viel Aufmerksamkeit. Aber irgendwann möchte ich auch wieder eine Hündin an meiner Seite haben. Mit Freki war es ideal - sie war eine souveräne, mütterliche und starke Hündin, eine Seniorin, die aber noch durchaus aktiv war. Aber wie würde es mit einer neuen Hündin laufen? Am liebsten würde ich eine Hündin aus dem TS nehmen, gern auch älter, aber wird sie die beiden nicht mehr welpenniedlichen Typen hier mögen? Sollte vielleicht doch lieber ein Welpe vom Züchter einziehen? Eine Cane-Corso-Dame? Eine Eurasierin? Ein weiblicher Groß- oder Wolfsspitz? Traue ich mir gar einen ganzen Husky, einen Malamute oder Akita zu (äh... vermutlich dann doch nicht...)? Ein TWH-Mädel? Eine Kangal? Ein SZ-DSH oder Labbi aus SL, zur „Entspannung“? Fragen über Fragen, süße Träume, aber momentan noch zu früh.


    Trotzdem möchte ich euch gerne fragen, wie ihr euch für euren Zweit- oder Dritthund entschieden habt oder entscheiden würdet. Oder eben wie ihr euch dagegen entschieden habt. Welche Kriterien habt ihr dabei berücksichtigt? Wie alt waren eure Hunde/sollten sie sein als der oder die Neue dazu kam? Wurde der Ersthund bei Rasse- und Geschlechtswahl des neuen Hundes berücksichtigt?


    Ich freue mich auf eure Antworten 😍

  • Welche Kriterien habt ihr dabei berücksichtigt?

    Erziehungsstand der vorhandenen Hunde, Bedürfnisse der vorhandenen Hunde, meine eigenen Kapazitäten.

    Ich will ein prinzipiell funktionierendes Team, wenn ein neuer Hund dazukommt, der neue Hund muss zu den alten passen (Beispiel: mein Merlin, sehr unsicher mit fremden Hunden, orientiert sich aber innerhalb unseres Rudels stark an einem stabilen Hund. Darum musste nach souveräner Neufihündin Bo ein stabiles, nervenstarkes neues Zentrum aufgebaut werden. Weil Merlin mit Hündinnen prinzipiell besser kann, wurde es eine Labbihündin), und natürlich muss auch für mich ein dritter, vierter,... Hund passen.


    Wie alt waren eure Hunde/sollten sie sein als der oder die Neue dazu kam?

    Das "Sollen" ist keine zwingende Regel bei mir. Ich hatte lange immer ca. 3 Jahre Altersunterschied zwischen den Hunden und habs als sehr entspannt empfunden. Die jungen Hunde hatten Vorbilder, die alten Hunde hatten Jungbrunnen.


    Wurde der Ersthund bei Rasse- und Geschlechtswahl des neuen Hundes berücksichtigt?

    Unbedingt.

  • tassut - darf ich dich fragen, warum deine Wahl da auf einen Labrador fiel? (Ich muss dazu sagen: ich liebe Labbis, wenn der Grund also lediglich ist dass sie unglaublich tolle Hunde sind, dann kann ich das auch nachvollziehen 😍)

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  • Bei mir war die Entscheidung zum Dritthund eine recht spontane Sache und rückblickend betrachtet auch nicht die beste Entscheidung, die ich getroffen habe. :tropf:

    Masha ist eine liebe, tolle Hündin, aber manchmal wäre es ohne sie schon etwas entspannter. 6x täglich Gassi schlaucht, die wöchentlichen Fahrten zum Tierarzt gehen doch ganz schön ins Geld usw. ...


    Meinem damaligen Empfinden nach waren meine Hunde soweit erzogen, dass einem Dritthund "eigentlich" ( :rollsmile: ) nix im Wege stand.

    Heute würde ich das mit einem dicken fetten "NEIN, überhaupt nicht!" korrigieren, denn gerade Dino mit seinen Baustellen ist bisweilen pikant. Stichwort übersteigertes Territorialverhalten.


    Kriterien beim Dritthund war:

    - ein Senior

    - verträglich mit anderen Hunden

    - keine großen Baustellen (Verhalten und Gesundheit)

    - ruhiger, entspannter Charakter


    Bis auf die Baustellen hab ich mit Masha eigentlich das bekommen, was ich wollte.

    In den ersten Wochen hab ich besonders mit Dino viel managen müssen, inzwischen klappt das aber sehr gut mit den zwei Großen. Ressourcengezicke gehört der Vergangenheit an und auch das Kontrolletti-Verhalten hat Dino wieder in den Schrank hängen können.


    Die Frage, die ich mir stellen würde: warum ein Dritthund?

    Ich hab mir die Frage damals nur mit "Ja lol, habs mir halt in den Kopf gesetzt. Und ich will noch einem alten Hund ein Zuhause bis ans Lebensende bieten können" begründen können. Rückblickend betrachtet eigentlich kein wirklicher guter Grund für einen Dritthund....


    Du hast zwei junge Hunde. Der eine ein Kangal, der mit dem Erwachsenwerden sicher noch mal ordentlich an Wachsamkeit etc. dazugewinnt, beim Gassi vielleicht enger geführt werden muss usw.

    Und dann einen LZ-DSH-TWH-Mix, der sicher auch sportlich beschäftigt werden möchte.

    Ich kann mir vorstellen, dass das dann schon einiges an Zeit aufsaugt. Willst du einen dritten Hund für dich selbst, einfach um wieder eine dritte Nase im Bunde zu haben? Willst du vielleicht in eine andere Sportart reinschnuppern oder zwei Hunde gleichzeitig in der selben führen? Oder ...?


    Ich weiß für mich, dass zwei Hunde mein Maximum sind. Sowohl von der Zeit als auch von der mentalen Kapazität her.

    Auch finanziell war es mit zwei Hunden wesentlich entspannter und ich war auch nicht so verplant wie jetzt - Donnerstag oder Freitag hat Masha Physio, Samstag oder Sonntag oder gleich von Freitag BIS Sonntag hat Dino Mantrailing ... sobalds aufs Wochenende zugeht, bin ich eigentlich nur noch am Rumfahren.


    Gemeinsames Gassi mit Freunden muss besser geplant werden. Mit allen drei Hunden gleichzeitig kann und will ich tlw nicht gehen - zu anstrengend. Für die Omis sind Dinos Touren zu weit. Masha ist nach 2 km fix und fertig, und für nur 2 km muss ich nun wirklich keine x Kilometer zu Freunden fahren. Bonny macht an guten Tagen 5 km locker mit, da lohnt sich die Fahrerei schon eher - da hat dann auch Dino was davon. Hm.


    Das alles (und z. T. auch mehr) spricht für mich persönlich gegen die Entscheidung, wieder einen Dritthund aufzunehmen. Zumal meine drei auch eher nebeneinander leben und nicht großartig aneinander hängen. Außer Bonny, die mag den Dino sehr gerne und orientiert sich an ihm. Die hat definitiv was von dem Großen.


    Natürlich hab ich mir das ausgesucht und bin quasi "selbst schuld" dran. Ich hab zwar vorher über das Thema Dritthund nachgedacht, mir die Eventualitäten durch den Kopf gehen lassen und auch kurz an den worst case gedacht - aber wie es bei mir leider so oft ist, bin ich erst hinterher wirklich schlauer. :tropf:

    Vorher: "Och, zur Not bekommt Nummer 3 halt lebenslang Extrarunden, das wird schon."

    Jetzt: " :lepra: Große Runde mit den Fitten fertig, jetzt noch die Bummelrunde mit Omi. Irgendwie hab ich mir das einfacher vorgestellt ..."


    Du hattest ja schon mal drei Hunde. Wie war die Erfahrung für dich? Würdest du es mit allen Vor- und Nachteilen wieder haben wollen?

  • darf ich dich fragen, warum deine Wahl da auf einen Labrador fiel?

    Ich wollte beim neuen Hund für Merlin: Nervenstärke, Wesensfestigkeit, Unbeschwertheit mit der ganzen Umwelt, "verzeihend" gegenüber Merlins Schwächen. Und für mich: eine gemeinsame Arbeit zusammen mit dem neuen Hund, die uns beiden Spaß macht, in dem Fall Dummyarbeit. Labbi schien mir sehr passend und hat sich bisher bestens bewährt.

    Bo ist unerwartet früh gestorben, ich hatte gehofft, sie bis zu Lillis (Labbi) drittem, viertem Lebensjahr zu haben. Sie starb, als Lilli ein Jahr alt war (jetzt ist sie 17 Monate alt), und trotzdem hat Lilli noch sehr von Bo profitiert. Am besten: für Merlin ist Lilli jetzt schon total wichtig, er orientiert sich bereits seit einiger Zeit an ihr in Situationen, die für ihn schwierig sind.

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Hier ist der Zweithund als Welpe eingezogen, als der Ersthund erst 1 Jahr und 4 Monate alt war.

    Die beiden trennen genau 1 Jahr und 1 Monat Unterschied.

    Sowohl das Geschlecht als auch die Rasse haben wir abhängig vom Ersthund gewählt.

    Da Alana eine unkastrierte Hündin ist, wäre es uns derzeit zu anstrengend gewesen, dazu einen Rüden zu nehmen. Somit kam nur eine Hündin infrage. Vor allem da Alana eh alle Hunde mag. Die Rasseentscheidung fiel auch zugunsten von Alana. Wir hätten gern einen großen Hund als Zweithund gehabt. Da hätte ich aber so viel Interaktion unterbinden oder abbrechen müssen bei einem Gewichtsunterschied von 20 bis 40kg, dass Alana kaum Profitiert hätte. Auch wollten wir eine charakterlich ähnliche Rasse haben.


    Wieso der Zeitpunkt?

    Alana ist jung und wir wollten, dass sie bestmöglich von einem gleich großen und gleich tickenden Hund profitieren kann. Die beiden Mäuse spielen und interagieren sehr viel miteinander.

    Die Grunderziehung saß auch.

    Also ich würde es jederzeit wieder so machen!

    Sie wirken wie 2 Wurfgeschwister. :herzen1:

  • Ich danke dir! Das bringt mich auf jeden Fall etwas weiter - gut dass du die Baustellen erwähnst. Mit Freki hatte ich gesundheitlich eine kleine Katastrophe hier. Hatte mich aber - bewusst! - auch dafür entschieden, sie mit all den Problemen zu übernehmen. Nochmal will ich das aber nicht so schnell. Das würde gegen einen meiner so geliebten Hundesenioren sprechen (ich finde die immer am süßesten irgendwie, deswegen hatte Freki mich ja auch so schnell um die Pfote gewickelt).


    Zur Haltung von drei Hunden - ja, ich möchte es sehr gerne wieder haben. Garmr kann und will Geris große Runden nicht mitlaufen, da war es sehr schön, als Geri so 6 Monate war und Freki noch fit, mit ihnen zusammen im Freilauf (mit Schleppe natürlich, weil Freki gern jagte) durch die Natur zu laufen. Freki war sehr gut abrufbar, und Geri eiferte nach, ich musste also nie auf die Leinen treten... So entspannt. Und ihnen beim Spur-in-Spur hintereinander im Schnee traben, beim gemeinsamen Mäuseln oder beim Rennspiel zuzusehen war wunderschön. Garmr darf nie ohne Leine laufen, nie mit losgelassener Schleppleine. Da gibt es dieses freie Spiel nicht. Schlicht und einfach weil er so groß ist dass er Leuten, wenn er frei rumläuft, einen Schrecken einjagt. Ich hätte gern wieder einen weiteren Hund von Geris oder Frekis Typ, der zwar gern mindestens mittelgroß und stärker sein sollte, aber nicht ganz so bedrohlich wie ein Kangal. Da würde ein DSH gut passen, aber auch ein Labrador, die meisten die ich kenne sind da eher tatsächliche harmlose Tutnixe und geben einem durch den Anblick keinen Herzinfarkt. Auch die Spitze und der Eurasier wären in der Gruppe der idealen Gassi-Hunde (und ich liebe es einfach, mit meinen Hunden draußen zu sein) vertreten.


    Zudem träume ich heimlich von einem Dog-Scooter oder einem „Sommerschlitten“. Geri würde unglaublich viel Spaß daran haben, Garmr dagegen nicht so sehr (er könnte höchstens einen Karren langsam und in seinem chillig Tempo ziehen, Kraft hat er). Ich hätte gern ein „Pärchen“ zum Ziehen. Da wäre ein TWH oder etwas Nordisches auch ganz nett. Freki war schlicht zu alt (Arthrose), als sie bei mir ankam, Geri ist noch zu jung, aber ich möchte es mit ihm irgendwann ausprobieren. Geri wird allerdings auch anders sportlich beschäftigt. Momentan noch spielerisch und mit mir, wenn er ein Jahr alt ist schaue ich mich nach Kursen oder einem Verein um.


    Dazu muss ich auch sagen, dass mein Mann am liebsten mit Garmr Gassi geht, so dass ich eigentlich nur Geris Spaziergänge in meiner „Verantwortung“ habe, außer ich habe gerade einfach nur Lust mit Garmr rauszugehen (dann aber nur mit ihm allein! Ich könnte ihn wenn er plötzlich losprescht gut halten, aber Geri und er zusammen sind zu schwer, und bei pubertierenden Rüden kann alles passieren) oder wenn mein Mann krank ist. Außerdem hat Garmr sogar einen Dogwalker für 1-2 Mal die Woche.


    Extrarunden wären also theoretisch sogar machbar. Aber unschön. Denn gerade den (Schleppleinen-)Freilauf mit zwei Hunden, diese Spaziergänge, vermisse ich sehr. Ich bin stark. Aber wenn die beiden Rüden zusammen mehr als ich wiegen geht die Gassi-Rechnung mit ihnen beiden und nur mir nicht auf 🤣

  • Hat Alana die Kleine von Anfang an gut angenommen? War sie eher mütterlich zu ihr oder hat sie gleich einen Spielgefährtin in ihr gesehen?

  • Ja Alana hat sie anfangs sehr mütterlich gesehen, sie war gerade läufig, als Dakota eingezogen ist. xD

    Mittlerweile benehmen sie sich einfach wie 2 Schwestern, wobei Alana schon manchmal noch sich mütterlich gibt und am Rücken herumrollt, während Dakota über ihr steht beim Maulrangeln.

    Es war hier von Anfang an so harmonisch wie gehofft. Die Rassen sind sich halt auch sehr ähnlich. Wenn wir jetzt einen z.b. Schäferhund dazugenommen hätten oder einen Labbi... nein, das hätte nicht so perfekt gepasst :nicken:

  • ich hatte immer nur 2 Hunde, weil ich nicht mehr Hände habe zum streicheln :) Weil ich bei drei Hunden das Gefühl hätte, es wären "zuviel".

    Meine Hunde sind ja grundverschieden, ich möchte dennoch nicht, daß einer zu kurz kommt und bei zwei ist das gut machbar, bei mehr fände ich persönlich das schwierig

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