Junghund springt auf alle Möbel

  • Hallo ihr Lieben,


    wir haben seit 6 Wochen eine inzwischen 7 Monate alte Labbi-Mischlingshündin aus dem Tierschutz (Italien) bei uns aufgenommen.

    Sie hat bis dato in einem Welpen-&Junghundgehege gelebt und uns ist klar, dass sie die menschlichen Gewohnheiten im Zusammenleben zuhause nicht kannte und gerade ganz viel lernt.


    Eine Sache bekommen wir aber irgendwie nicht in den Griff und sie neeeeervt: Carlina springt auf alle Möbel, die sie erreichen kann und klettert weiter. Dazu gehören Stühle, Sitzbänke, Esstisch (auf dem sie gerne liegt, wenn wir nicht da sind), Couch, Bett, Kommoden, etc.


    An Küchentheken stellt sie sich auf, es könnte ja ein Nanopartikel Essen noch irgendwo rumschweben. Labbi, ne?😅


    Wir haben schon versucht:

    - Sitzbänke und Couch zustellen (sie springt oder zwängt sich trotzdem drauf)

    - Bett hat Kindergitter bekommen (das akzeptiert sie, solange keiner drinnen liegt, ansonsten versucht sie über Umwege reinzuhüpfen)

    - Tisch und Theken sind freigeräumt von essbaren Sachen (Theken werden trotzdem sicherheitshalber mal abgesprungen, Tisch ist ihr selbstgewählter Liegeplatz in unserer Abwesenheit)

    - wir haben sie schon x-Mal kommentarlos von allem runtergeholt, kein Erfolg

    - wir haben sie schon x-Mal runtergeholt und dabei „runter“ gesagt, Teilerfolg in meinen Augen: Wenn sie sich nur an etwas aufstellt und wir sagen „runter“ geht sie wieder auf alle 4. wenn sie aber schon irgendwo hockt, ist es ihr egal und sie versucht sogar uns zu maßregeln, wenn wir sie hochheben oder am Halsband nehmen wollen. Sie beisst nicht, aber sie nimmt die Hand ins Maul und „drückt“

    - wir haben schon x-Mal „nein“ gesagt, wenn sie im Begriff war, irgendwo hochzuspringen. Chance von 50/50, dass sie abbricht.


    Uff, wer bis hierhin gelesen hat: Danke!


    Wir sind ratlos, echt. Was sollen wir machen? Welche Strategie verfolgen?

    Und vor allem frage ich mich: Warum macht sie das? Ist es ein Nähebedürfnis? Angewohnheit aus dem Tierheim? Grenzen austesten und Regeln prüfen?

    Fragen über Fragen…


    Wir freuen uns über hilfreiche Kommentare und den Austausch!

    Sarah und Max

  • Dass sie Grenzen austestet und Regeln hinterfragt, erscheint mir nicht sehr logisch. Sie weiß halt einfach noch nicht, dass man nicht auf Möbel hüpft, woher denn auch?

    Ebenso wenig kann sie nach so kurzer Zeit bei euch schon die Bedeutung eines verbalen Abbruchsignals wie "Nein" verstehen.


    Das es nervig ist, verstehe ich, aber ich würde bei einem jungen Hund, der in einer völlig neuen Umgebung gelandet ist und nichts kennt, ehrlich gesagt auf ein an und für sich harmloses Problem nicht so viel Energie und Kapazität "verschwenden".


    Wenn ihr zuhause seid, könnt ihr ja darauf achten, sie immer im Blickfeld zu haben und eine Hausleine dranlassen, sodass ihr sie einfach ohne großes Tamtam wegholen könnt bzw. das Verhalten schon im Ansatz abbrechen, wenn möglich. Dabei würde ich freundlich, aber bestimmt sein.


    Hat sie bei euch verschiedene Liegeplätze?

  • Ich antworte euch beiden mal von unten nach oben, weil eure Fragen ja schon auch zusammenhängen :)


    Also, sie kennt „Nein“ aus unserem Impulskontrolle-Training mit ihrem Fressen. Das läuft auch eigentlich sehr gut dafür, dass sie ein Staubsauger ist und am liebsten alles sofort fressen würde.


    Dann kennt sie „Nein“ auch vom Spaziergehen, in Bezug auf an-Kacke-schnuppern-aber-nicht-naschen und das klappt echt gut!


    Zum Schluss kennt sie „Nein“ auch aus dem Spielen mit mir, wenn sie zu grob wird für mich. Nach einmal „Nein“ und ignorieren, stehe ich auf und beende das Spiel… das akzeptiert sie auch meistens.


    Nun zur Konsequenz beim Hochspringen-Nein: Wenn sie das ignoriert, dann nehmen wir sie kommentarlos runter. Das ist bisher unsere Konsequenz…

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Jaaa… Mir kam auch schon der Gedanke, dass wir zu viel in zu kurzer Zeit von ihr erwarten. Danke für den Anstoß auf jeden Fall.


    Sie hat 2 feste Liegeplätze: 1 im Wohnzimmer und 1 im Schlafzimmer.

  • Also, sie kennt „Nein“ aus unserem Impulskontrolle-Training mit ihrem Fressen. Das läuft auch eigentlich sehr gut dafür, dass sie ein Staubsauger ist und am liebsten alles sofort fressen würde

    Kannst du das nochmal näher beschreiben? Was übt ihr da genau?


    Ich würde sie an eine Hausleine nehmen und damit verhindern, dass sie drauf springen kann.

  • Und vor allem frage ich mich: Warum macht sie das?

    Ganz pragmatisch gedacht,: weil sie es kann :winking_face:

    Ich denke nicht, dass sie sich da solche Gedanken macht, sie weiß auch gar nicht, welche Bedeutung Möbel für uns Menschen haben und dass wir eher nicht auf unseren Schränken rumklettern (wobei Menschenkinder das auch gern machen).

    In erster Linie hat sie die Fähigkeit, überall drauf zu kommen, da sieht sie keinerlei Unterschied zu umgestürzten Bäumen im Wald.

    Selbst wenn sie ein „nein“ als Kommando schon kennt, versteht sie offenbar trotzdem nicht, was genau ihr Fehlverhalten ist. In gewisser Weise sucht sie sicher schon Möglichkeiten, mehr am menschlichen Rudelleben teilzuhaben und orientiert sich da ja sehr deutlich an den menschlichen Gewohnheiten, die sie sieht. Wir machen nun mal das meiste auf erhöhten Flächen (Möbeln). Meist schlafen wir erhöht, essen auf dem Tisch, sitzen auf Stühlen, lagern unser Zeug in Schränken und Regalen...

    wenn ich mir das so recht vorstelle, muss das für Hunde extrem befremdlich sein :thinking_face:


    Ich denke, es wäre eine Möglichkeit, mit ihr vieles auf dem Boden zu machen, also ihr begebt euch zu ihr runter und koppelt alles, was oberhalb passiert, quasi komplett von ihrem Leben ab. Soviel erstmal in der Theorie :rolling_on_the_floor_laughing:

    Das ganze dann komplett kleinschrittig aufbauen. Ihr Leben sollte sich am Besten komplett auf dem Boden abspielen, also im Haus. Alles, was sie betrifft, passiert dort (mit ihr kommunizieren, ihr geht runter, ihre Schlafplätze sind unten, Futter unten... also wirklich komplett flach ebenerdig).

    Draußen dagegen würd ich gezielt viele Klettermöglichkeiten aufsuchen, um ihren Kletter- ne Springtrieb trotzdem zu befriedigen. Dort auch bestärken mit hoch und hopp...

    Im Haus dagegen ausschließlich alle 4 Pfoten auf dem Boden bestärken, da würde ich auch erstmal laaaange Zeit sehr viel belohnen. Ruhig stehen> Leckerli, ruhig auf dem Boden sitzen> Leckerli, auf dem Boden oder ihrem Kissen, Decke etc. liegen > Leckerli

    Vll ne kleine Hausleine an ihr hängen lassen und konsequent zurückziehen, wenn sie springen will und wenn ihr nicht da sein könnt, einen Teil im Haus so abteilen, dass sie keinerlei Möglichkeiten hat, irgendwo hoch zu springen, zb Laufgitter (wenn sie da noch nicht drüber springt :flushed_face:  ) mit ihrem Schlafplatz, Spielzeug, Wasser... keine Box, auf die sich drauf springen kann.

  • Nun zur Konsequenz beim Hochspringen-Nein: Wenn sie das ignoriert, dann nehmen wir sie kommentarlos runter. Das ist bisher unsere Konsequenz…

    Ich bin da wahrscheinlich alleine, aber ich würde dem Hund das hochspringen auf Möbeln richtig madig machen aber dafür den "Boden" als was tolles einführen.

  • Nun zur Konsequenz beim Hochspringen-Nein: Wenn sie das ignoriert, dann nehmen wir sie kommentarlos runter. Das ist bisher unsere Konsequenz…

    Ich bin da wahrscheinlich alleine, aber ich würde dem Hund das hochspringen auf Möbeln richtig madig machen aber dafür den "Boden" als was tolles einführen.

    Nö, bist du nicht allein :winking_face:

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