Junghund stellt bei Hundeanblick auf Durchzug

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    Hallöle Zusammen,


    Bisher noch kein Problem, aber ich habe Sorge dass es eines werden könnte:


    Buri (5 Monate) liiiiiebt andere Hunde. Also, so richtig. Sobald wir auf 25 Meter an einen anderen Hund herankommen, wird gezogen wie ein Ochse, Rute rudert, Behänge auf Durchzug. Er will dahin - da ich das nicht zulasse, wird er sehr frustig und ist dann generell mit sich und der Welt unzufrieden.


    Was ich bisher mache:


    - Absitzen lassen und Leckerli stopfen, bis der andere Hund vorbei ist. Funktioniert mäßig bis garnicht, den sobald ich keine Lecker mehr nachschiebe will er dem anderen Hund hinterherrennen.


    - Physisch blocken, Blick auf anderen Hund verstellen und Blickkontakt zu mir herstellen.

    Da in dem Hund allerdings ein Aal steckt und er sich zuverlässig an mir vorbeiwinden kann, ist das wenig erfolgreich.


    - Jetzige Variante: Ich drehe auf dem Absatz um und gehe mit Buri in die entgegengesetzte Richtung. Mäßiger Erfolg, und nach der dritten Hundesichtung ist der mit den Nerven durch, Frusttoleranz alle, dann muss die Leine dran glauben. Freilauf plus Hundesichtung endet darin, dass er komplett abflitzt - auch über zwei Wiesen hinweg.


    Zwischendurch gibt's auch ne deutliche Ansage mit Abbruch meinerseits wenn es mir zu arg wird, aber ich will nicht die ganze Zeit korrigierend durch die Gegend rennen.


    Was er bisher an Hundekontakten hat:


    - Hundeschule. Ja, die Junghunde dürfen mal 5 Minuten rumfetzen, aber wir Hundeführer sind angehalten einzuschreiten und die Hunde vereinzelt auch rauszunehmen. Unkontrolliertes Spielen gibt's da nicht.


    - Gassibekanntschaft 1. Der Hund der Bekannten faucht jeden anderen Hund an sobald der Wohlfühlabstand unterschritten wird. Den lässt der Knirps mittlerweile weitestgehend in Ruhe, das klappt also.


    - Gassibekanntschaft 2. Die beiden Hunde (Rüde und Hündin) kommunizieren klar und sauber. Der Knirps liegt mit denen rum, aber ist auch sehr höflich (besonders dem Rüden gegenüber). Mit der Hündin kann er auch mal Maulrangeln, bricht aber selbstständig ab sobald die nicht mehr will.


    Jagdkollege. Bei dem Rüden hat er gelernt, ihn in Ruhe zu lassen. Der Knirps weicht aus, geht ihm nicht auf die Nerven, und kommt sofort zu mir wenn es anfängt knatschig zu werden.


    Habt ihr evtl Tipps, wie wir das ausbauen können? Er weiß ja wie man höflich ist, nur brennen bei ihm gefühlt die Sicherungen ständig durch. Mehr Hundekontakte? Weniger? Andere? Abwarten, weil sich das eh auswächst?


    Click für Blick funzt übrigens nicht. Leberwurst auch nicht. Keksregen auch nicht. Markerwort auch nicht. Ich könnt glaube ich einen Regentanz aufführen, es würde ihn nicht interessieren.

  • Ja, kenne ich sehr gut. Hat nur gute 2 Jahre gedauert, dass in den Griff zu bekommen. Heute kommt er zu mir, wenn er einen Hund sieht und lässt sich anleinen (sicher ist sicher).

    Gleicher Grundgedanke - Ich will da hin! Der will sicher mit mir spielen!


    Unser Weg war:


    - Absitzen lassen, nichts tun, jeden Blick oder Drehung zu mir belohnen (anfangs verbal, weil er eh nichts gefressen hätte)

    - Absitzen, Leckerli stopfen (wow, das war ein großer Schritt für uns)

    - Wir hatten Trainingstage, wo wir eine Stunde lang an einer Ecke standen, wo ich den Abstand zu vorbeilaufenden Hunden gut regulieren konnte. Angefangen haben wir bei 10-15 Meter. Heute bleibt er in 2m Entfernung ruhig bei mir und schaut mich an.


    Auch mit bekannten Hunden ein "lauf"-Signal installieren. Hinlaufen nur auf Ansage.


    Nimm das ernst. Ohne Leine geht da gar nichts. Bring Geduld mit und sei sehr konsequent.

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